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Die Morgenlage RKI meldet neuen Höchstwert: 410 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

Sehen Sie im Video: RKI meldet 410 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden.




Ein neuer Höchstwert: Bislang höchster Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen
Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg auf 14 771
Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen am Mittwoch: 18 633
Gut 1000 Fälle mehr als vor einer Woche
RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 961 320 Infektionen
Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht: 0,97 (Vortag: 0,97)
Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken
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Biden beansprucht für USA stärkere internationale Führungsrolle +++ Bundeswehr zieht aus afghanischem Kundus ab +++ Fast hundert Grindwale in Neuseeland gestrandet und verendet +++ Die Nachrichtenlage am Mittwoch.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

während Bund und Länder eifrig über schärfere Corona-Regeln beraten, erreicht das Virus neue Höchstwerte in Deutschland. Erstmals hat das Robert-Koch-Institut (RKI) 410 Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet – eine Zahl, die den bisherigen Höchstwert aus April deutlich übersteigt. Ob die für die nächsten Wochen anvisierten Maßnahmen dieser Entwicklung Rechnung tragen und entsprechend drastisch verschärft werden, wird heute Nachmittag von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder weiter diskutiert.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Biden beansprucht für USA stärkere Führungsrolle

Mit der Vorstellung seiner außen- und sicherheitspolitischen Regierungsmannschaft hat der gewählte Präsident Joe Biden eine stärkere internationale Führungsrolle für die USA beansprucht. "Das ist ein Team, das die Tatsache widerspiegelt, dass Amerika zurück ist", sagte Biden gestern bei der Präsentation in seiner Heimatstadt Wilmington. "Bereit, die Welt anzuführen und sich nicht von ihr zurückzuziehen." Biden stellte seinen internationalen Partnern eine enge Zusammenarbeit in Aussicht. Die USA seien "am stärksten, wenn sie mit ihren Verbündeten zusammenarbeiten", sagte der 78-Jährige, der am 20. Januar als neuer US-Präsident vereidigt werden soll.

Internationale Studie zählt deutlich mehr rechtsextreme Angriffe

Rechtsextremistische Angriffe haben einer aktuellen Studie zufolge in den vergangenen Jahren in vielen Regionen massiv zugenommen. In Nordamerika, Westeuropa und Ozeanien sei die Zahl dieser Taten seit 2014 um 250 Prozent angestiegen, stellten die Forscher des jährlichen Global Terrorism Index fest, den das Institute for Economics and Peace heute in London vorstellte. Bei den Todesopfern lag der Anstieg innerhalb von fünf Jahren sogar bei mehr als 700 Prozent. Es gebe nun so viele rechte Angriffe wie zu keinem anderen Zeitpunkt in den vergangenen 50 Jahren, schreiben die Forscher. 2019 kamen insgesamt 89 Menschen bei solchen Taten ums Leben. Alles in allem ist die Zahl der Toten durch Terrorismus allerdings bereits das fünfte Jahr in Folge gesunken.

Höchstwert: 410 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist (Stand: 25.11., 0 Uhr) ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag bei 18.633. Das waren gut 1000 Fälle mehr als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.561 gelegen. 

Bundeswehr zieht aus afghanischem Kundus ab

Die Bundeswehr zieht in den nächsten Wochen aus dem afghanischen Kundus ab. Die etwa 100 dort fest stationierten Soldaten sollen in das nördliche Hauptquartier der Nato-Ausbildungsmission "Resolute Support" in Masar-i-Scharif verlegt werden, wie das Einsatzführungskommando in Geltow bei Potsdam am gestrigen Abend der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Der besonders gesicherte Bundeswehr-Stützpunkt im "Camp Pamir" der afghanischen Armee soll aber bestehen bleiben. Je nach Bedarf sollen künftig Beraterteams dorthin geflogen werden, um dem Ausbildungsauftrag weiter nachzukommen. Eine ständige Bundeswehrpräsenz in Kundus wird es aber nicht mehr geben.

Innenminister diskutieren über Kennzeichnung ausländischer Intensivtäter

Um wirksamer gegen ausländische Mehrfach-Straftäter vorgehen zu können, sollte diese Gruppe in den Polizei-Datenbanken nach Ansicht des Bundesinnenministeriums einheitlich gekennzeichnet werden. Das geht aus der Tagesordnung für die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern hervor, die am 9. Dezember in Weimar beginnt. Der Vorschlag, über den die Innenminister diskutieren, sieht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vor, dass bei polizeilichen Abfragen zu Personen dieser Gruppe durch die Abkürzung aMIT – für "ausländischer Mehrfach- und Intensivtäter" – auch für Beamte aus einem anderen Bundesland gleich ersichtlich ist, dass dieser Mensch bereits andernorts durch zahlreiche Straftaten aufgefallen ist. Hintergrund ist auch der Wunsch, die Abschiebung mehrfach straffälliger Ausländer schneller voranzutreiben. 

Fast hundert Grindwale in Neuseeland gestrandet und verendet 

In Neuseeland sind erneut dutzende Wale gestrandet und verendet. Die Grindwale seien am Wochenende auf den Chatham-Inseln im Südpazifik gestrandet, teilte die Naturschutzbehörde heute mit. 69 Wale seien bereits tot gewesen, als Helfer die abgelegene Region erreicht hätten. 28 weitere Grindwale und drei Delfine hätten aufgrund ihres schlechten Zustands eingeschläfert werden müssen. Die Chatham-Inseln liegen rund 800 Kilometer östlich der Südinsel Neuseelands. Dort waren 1918 rund tausend Wale gestrandet – die größte Massenstrandung in der Geschichte des Landes. Warum die Meeressäuger die Orientierung verlieren, ist unklar. Vermutlich folgen sie einem verirrten oder kranken Tier in seichtes Gewässer. 

Zeitung: Bahn macht Rekordverlust von 5,6 Milliarden

Die zweite Corona-Welle verschärft einem Zeitungsbericht zufolge die wirtschaftlichen Probleme der Deutschen Bahn massiv. Die Fernzüge seien derzeit im Schnitt nur noch zu 20 Prozent ausgelastet, die Regionalzüge zu 55 bis 60 Prozent, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in der heutigen Ausgabe. Auch deshalb steuere der bundeseigene Konzern dieses Jahr auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu. Die Zahl gehe aus den Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember hervor, berichtet das Blatt weiter. Zum Halbjahr hatte die Bahn ein Minus von 3,7 Milliarden Euro ausgewiesen. Um die Verluste auszugleichen, hat die Bundesregierung der Bahn im Konjunkturpaket vom Juni eine Aufstockung des Eigenkapitals um fünf Milliarden Euro versprochen.

Weißes Haus genehmigt Geheimdienst-Briefings für Biden 

Nach wochenlanger Blockade kann der gewählte US-Präsident Joe Biden das tägliche Briefing der US-Geheimdienste bekommen. Es habe am Nachmittag eine entsprechende Genehmigung des Weißen Hauses gegeben, erklärte ein Sprecher des Büros des Direktors der US-Geheimdienste auf Anfrage. In den USA ist es üblich, dass der gewählte Präsident noch vor der Amtseinführung im Januar täglich über die Erkenntnisse der Geheimdienste unterrichtet wird – ebenso wie der Amtsinhaber. 

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Bund und Länder beschließen Coronakurs bis zum Jahresende

Bund und Länder wollen heute den weiteren Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis zum Jahresende festzurren. Nach den Vorstellungen der Länder soll bei der Videokonferenz um 14.00 Uhr von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten beschlossen werden, den geltenden Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember zu verlängern. Über die Feiertage soll er dann aber gelockert werden.

Kramp-Karrenbauer steht Bundestagsabgeordneten Rede und Antwort 

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) stellt sich heute um 13 Uhr den Fragen der Bundestagsabgeordneten. Sie ist in dieser Woche in der Regierungsbefragung im Parlament an der Reihe. Themen dürften die transatlantische Zusammenarbeit und die europäische Eigenverantwortung im Verteidigungsbereich sein sowie allgemein der Zustand der Bundeswehr. Vor Beginn der Bundestagssitzung wird über die Tagesordnung dieser Woche abgestimmt, da sich die Fraktionen vorab nicht einigen konnten. Auf dem vorläufigen Tagesplan für heute stehen unter anderem noch Debatten über den Klimawandel, die Digitalisierung und über Gerechtigkeit in der Arbeitswelt währen der Corona-Pandemie.

Kabinett legt Bundestagswahltermin fest – Maßnahmen gegen Rassismus

Das Bundeskabinett legt heute den Termin für die nächste Bundestagswahl fest. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte nach Beratungen mit Ländern und Fraktionen den 26. September 2021 vorgeschlagen. Endgültig entscheiden muss Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Für die Bundestagswahl, die regulär alle vier Jahre stattfindet, gibt das Grundgesetz ein Zeitfenster vor, innerhalb dessen der Termin liegen muss.

Neben der regulären Kabinettsitzung trifft sich der Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus. Die Bundesregierung hatte ihn nach den rechtsextremistisch motivierten Morden von Hanau ins Leben gerufen.

Neuer Protest in Bangkok – Vermögen des Königs im Mittelpunkt 

Die Demokratiebewegung in Thailand will heute erneut mit einer Großkundgebung in Bangkok für mehr Rechte demonstrieren. Dieses Mal sollen König Maha Vajiralongkorn und sein Milliardenvermögen im Mittelpunkt des Protestes stehen. Die Aktivisten kritisieren, dass der Regent - der als reichster Monarch der Welt gilt – das Kronvermögen im Jahr 2017 seiner persönlichen Kontrolle übertragen hatte.

Bangkok, Thailand. Sie ist klein, gelb und hat für gewöhnlich nichts auf einer Demonstration zu suchen: Die Gummiente wird immer mehr zum Symbol der pro-demokratischen Demonstrationen in Thailand. Diese "Entenarmee" wird bei einer Kundgebung in der Hauptstadt zum Verkauf angeboten. Seit Juli kommt es in Thailand zu von Studenten angeführten Protesten. Die Demonstranten fordern eine Reform der 2017 vom Militär geschriebenen Verfassung sowie den Rücktritt von Regierungschef Prayut. Ein Teil der Protestbewegung verlangt aber auch eine Reform der Monarchie - lange ein Tabu in dem Land.
Bangkok, Thailand. Sie ist klein, gelb und hat für gewöhnlich nichts auf einer Demonstration zu suchen: Die Gummiente wird immer mehr zum Symbol der pro-demokratischen Demonstrationen in Thailand. Diese "Entenarmee" wird bei einer Kundgebung in der Hauptstadt zum Verkauf angeboten. Seit Juli kommt es in Thailand zu von Studenten angeführten Protesten. Die Demonstranten fordern eine Reform der 2017 vom Militär geschriebenen Verfassung sowie den Rücktritt von Regierungschef Prayut. Ein Teil der Protestbewegung verlangt aber auch eine Reform der Monarchie - lange ein Tabu in dem Land.
© Lillian Suwanrumpha / AFP

Prozess gegen Berliner Rapper Fler geht weiter 

Der Prozess gegen den Berliner Rapper Fler wird ab 9 Uhr fortgesetzt. Dem 38-jährigen Musiker wird vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten unter anderem Beleidigung, Sachbeschädigung, versuchte Nötigung und Fahren ohne Führerschein vorgeworfen.

FC Bayern vor Achtelfinal-Einzug – Gladbach mit guter Ausgangslage

Titelverteidiger FC Bayern München kann mit einem Sieg gegen RB Salzburg um 21 Uhr (Sky) den vorzeitigen Achtelfinal-Einzug in der Champions League perfekt machen. Auch ein Unentschieden könnte dem deutschen Fußball-Rekordmeister reichen, wenn Lokomotive Moskau gleichzeitig nicht bei Atlético Madrid gewinnt.

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Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

les / sve DPA AFP

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