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Die Morgenlage Söder: Beherbergungsverbot für Urlauber aus Hotspots wird fallen

Markus Söder spricht auf einer Pressekonferenz vor einem Monitor mit Corona-Daten
Markus Söder spricht auf einer Pressekonferenz. Hinter ihm ist auf einem Monitor eine Karte zu sehen, auf der die aktuelle Entwicklung der Corona-Fallzahlen in Europa dargestellt wird.
7334 Corona-Neuinfektionen in Deutschland binnen eines Tages +++ Publikation relativiert Sachsens Ruf als Hochburg der Rechtsextremen +++ Die Nachrichtenlage am Freitagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

In Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus von Tag zu Tag: 7334 Fälle meldete das Robert-Koch-Institut am Freitagmorgen. Der Streit um die Beherbergungsverbote für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen wird derweil in der Politik hart geführt, Gerichte in mehreren Bundesländern hatten die Regelung zuletzt gekippt.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

7334 Corona-Neuinfektionen in Deutschland binnen eines Tages

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 7334 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Vortag war mit 6638 neuen Fällen der bis dato höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Freitag 4516 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Söder: Beherbergungsverbot für Urlauber aus Hotspots wird fallen

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen wird nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder demnächst fallen. Die Einschränkungen für Urlauber aus Corona-Hotspots seien im Kampf gegen die Seuche "in der Tat nicht das Wichtige. Das wird jetzt auch Stück für Stück auslaufen", sagte der CSU-Chef am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz".  Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren.

Trump und Biden treten bei konkurrierenden TV-Fragestunden auf

US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden sind zeitgleich bei konkurrierenden TV-Fragestunden mit Wählern aufgetreten. Biden stellte sich in der Nacht auf Freitag (MESZ) Fragen von Wählern in Philadelphia, Trump war in Miami. Eigentlich sollten die Kandidaten in einer gemeinsamen Fernsehdebatte befragt werden. Die Planungen für das zweite Duell vor der Wahl am 3. November gerieten aber durcheinander, nachdem sich Trump mit dem Coronavirus infiziert hatte. 

Stundenlange globale Technik-Panne bei Twitter

Die Nutzung von Twitter ist weltweit in der Nacht durch technische Probleme zeitweise massiv behindert worden. Nach rund zwei Stunden, in denen viele Nutzer keine Botschaften mehr auf der Plattform veröffentlichen konnten, war die Panne dann nach Angaben des US-Unternehmens wieder behoben – zumindest weitgehend.  Twitter erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Panne auf einen Hackerangriff zurückgehe.

Publikation relativiert Sachsens Ruf als Hochburg der Rechtsextremen

Sachsen kann nach Ansicht von Wissenschaftlern nicht uneingeschränkt als Hochburg des Rechtsextremismus gesehen werden. In einigen Bereichen lasse sich das klar verneinen, sagte Maximilian Kreter, Doktorand am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung der Technischen Universität Dresden, der Deutschen Presse-Agentur. Am Freitagvormittag wird dort im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) das Buch "Sachsen – eine Hochburg des Rechtsextremismus?" mit Beiträgen verschiedener Experten vorgestellt.

Kreter zufolge sind Ergebnisse der Untersuchungen nicht leicht auf einen Nenner zu bringen. "Bei den rechtsextremistischen Einstellungen in der Bevölkerung lässt sich nach den Ergebnissen von Gert Pickel und Alexander Yendell kein nennenswerter Unterschied bezüglich der Verbreitung in Sachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern ausmachen." Ein Spezifikum stelle aber die größere Verbreitung von Islamfeindlichkeit dar. Dies gelte jedoch für alle Ost-Länder.

Berichte: Japan will radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer leiten

Die japanische Regierung will laut Medienberichten mehr als eine Million Tonnen radioaktiv verseuchten Wassers aus dem bei der Katastrophe des Jahres 2011 zerstörten Atomkraftwerk in Fukushima ins Meer leiten lassen. Die entsprechende formelle Entscheidung werde die Regierung in Kürze treffen, berichten mehrere japanische Medien. Das Ablassen des kontaminierten Wassers soll demnach frühestens im übernächsten Jahr beginnen und so gefiltert sein, dass es nach  Ansicht der Internationalen Atomenergie-Organisation keine gesundheitliche Gefahr mehr darstellt.

Das wird heute wichtig:

EU-Gipfel zu Brexit und Klima geht zu Ende

Kann ein harter Brexit noch verhindert werden? Auch am zweiten und letzten Tag des Brüsseler Gipfels werden die Unterhändler der EU und Großbritanniens nach einer Einigung suchen. Beschlüsse vom Donnerstag zu den Gesprächen über ein Handelsabkommen nach dem britischen Ausscheiden aus der EU wurden in London negativ bewertet. 

Erste Ergebnisse für neue ICE-Strecke Augsburg-Ulm

Die Deutsche Bahn will den Ausbau der ICE-Strecke Augsburg-Ulm auch in der Coronakrise vorantreiben. Deswegen will der Konzern um 15.30 Uhr in Augsburg die ersten Planungsergebnisse vorstellen. Anfang 2019 hatte die Bahn die Planung für das voraussichtlich etwa zwei Milliarden Euro teure Schienenprojekt begonnen.

Bauernpräsident Rukwied stellt sich in Erfurt zur Wiederwahl

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, kandidiert bei einer Mitgliederversammlung in Erfurt erneut für die Verbandsspitze. Bei dem Treffen werden nach Angaben eines Sprechers bis zu 500 Delegierte erwartet. 

Tennisprofi Zverev mit Chance auf Halbfinaleinzug in Köln

Alexander Zverev kämpft beim ersten von zwei ATP-Tennisturnieren in Köln um den Einzug ins Halbfinale. Im Viertelfinale bekommt es der Weltranglisten-Siebte aus Hamburg mit dem Südafrikaner Lloyd Harris zu tun. 

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Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

anb DPA AFP

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