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Trotz Kritik der Parteispitze: Sahra Wagenknecht will der AfD Wähler abwerben

Sahra Wagenknecht versucht weiterhin, AfD-Sympathisanten zu umwerben. Aus der Spitze der Linkspartei hagelt es dafür heftige Kritik. Wagenknecht bleibt davon aber unbeeindruckt und kritisierte ihrerseits Parteichef Bernd Riexinger.

Sahra Wagenknecht hat für Aufruhr in der eigenen Partei gesorgt

Sahra Wagenknecht hat mit kontroversen Aussagen zur Flüchtlingspolitik für Aufruhr in der eigenen Partei gesorgt

Sahra Wagenknecht (Die Linke) macht weiterhin Wahlkampf, indem sie um die Gunst von AfD-Sympathisanten buhlt. Dafür erntet sie von der Parteispitze bisher heftige Kritik. Dennoch hält sie unbeirrt ihren Kurs bei. Sie wolle diejenigen erreichen, die "aus Verärgerung und Frust über die hersschende Politik darüber nachdenken, der AfD ihre Stimme zu geben."

Das sagte Wagenknecht der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Wagenknecht kritisierte die jüngste Zurechtweisung durch Parteichef Bernd Riexinger. "Öffentliche Angriffe auf Spitzenpolitiker der eigenen Partei, zumal mit unwahren Behauptungen, sind schlechter Stil und nicht hilfreich - wir sollten das nicht fortsetzen."

Sahra Wagenknecht kritisiert Chaos nach Grenzöffnung

Wagenknecht hatte Kanzlerin Angela Merkel mitverantwortlich für den Berliner Terroranschlag gemacht - unter anderem wegen "der unkontrollierten Grenzöffnung". Riexinger forderte seine Parteikollegin auf, das nicht mehr zu sagen. Nun erwiderte Wagenknecht: "Der einmalige humanitäre Akt gegenüber den in Ungarn gestrandeten Flüchtlingen war richtig." Das Problem sei die chaotische Situation hinterher gewesen. Riexinger machte im ARD-"Morgenmagazin" deutlich, dass auch er Wechselwähler, die der AfD ihre Stimme gegeben haben, zurückgewinnen wolle.

Der frühere Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi rief seine Partei zur Mäßigung in der Steuerdebatte auf. Laut Programmentwurf, der am Samstag in Berlin präsentiert werden soll, soll es eine Reichensteuer in zwei Stufen geben: 60 Prozent ab rund 260.000 Euro Einkommen und 75 Prozent ab einer Million Euro. Der heutige Abgeordnete Gysi sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): "Ich kenne diese Steuermärchen. Die hat auch schon Frankreichs Präsident Hollande erzählt und ist damit gescheitert. Das wirkt radikal, bringt aber nichts."

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mrk / DPA