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"Es ist doch nur ein Punkt": Jetzt erst recht – wie der BVB nach dieser Klatsche doch noch Meister werden will

Der FC Bayern hat am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dem BVB im direkten Vergleich deutlich überlegen zu sein. Doch faktisch trennt beide nur ein Punkt. Daher geben die Gedemütigten die Hoffnung noch nicht auf.

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"Spätestens am Dienstag werden die Bayern merken, dass sie auch nur drei Punkte für den Sieg bekommen haben und wir werden realisieren, dass wir nur einen Punkt hinter ihnen liegen." Bereits am Sonntag gab BVB-Boss Hans-Joachim Watzke beim Sky-Talk "Wontorra" die Richtung vor. Zwar war sein Verein am Vorabend derart unmeisterlich verprügelt worden, dass man sich schwer vorstellen mag, wie dieser BVB den FC Bayern noch einholen will. Aber, wie BVB-Kapitän Marco Reus am Montag ganz richtig berechnete: "Es ist doch nur ein Punkt." 

Entsprechend versuchte man am Montag in Dortmund dieses miserabelste aller miserablen Wochenenden irgendwie hinter sich zu lassen. "Wir dürfen dieses Spiel nicht allzu lange mit uns herumschleppen", befand Lizenspieler-Chef Sebastian Kehl messerscharf. Man wolle "mit dieser Klatsche richtig umgehen", sagte auch Boss Watzke. Und Kapitän Reus geht mit brennender Fackel voraus. "Ich glaube noch dran", so der frisch gebackene Vater. "Die Bayern haben noch zwei, drei harte Brocken vor sich."

Das stimmt zwar grundsätzlich, blöd nur: der BVB auch. Tatsächlich sind die beiden Restprogramme sehr vergleichbar. Beide spielen noch gegen Düsseldorf und Bremen. Mit Mainz und Freiburg (BVB) respektive Nürnberg und Hannover haben beide noch Kellerkinder vor der Brust und mit Frankfurt (FCB) und Gladbach warten auf beide am letzten Spieltag Champions-League-Kandidaten.

Das Restprogramm des FC Bayern und BVB im Überblick

  • 14. April: FCB in Düsseldorf / 13. April: BVB empfängt Mainz
  • 20. April: FCB empfängt Bremen / 21. April: BVB in Freiburg
  • 28. April: FCB in Nürnberg / 27. April: BVB empfängt Schalke
  • 4. Mai: FCB empfängt Hannover / BVB in Bremen
  • 11. Mai: FCB in Leipzig / BVB empfängt Düsseldorf
  • 18. Mai FCB empfängt Frankfurt / BVB in Gladbach


Für die abstiegsgefährdeten Nürnberger und Hannoveraner könnte es an den Spieltagen 31 und 32 gegen die Bayern noch um alles gehen, vor allem Hannover könnte aber auch bereits abgestiegen und entsprechend unmotiviert sein. Dafür hat der FCB mit Leipzig und Frankfurt zwei Topteams in den letzten beiden Partien. Der BVB muss dafür noch gegen Schalke ran, immer ein heißes Spiel, selbst bei der aktuellen Form von Königsblau. Freiburg und Mainz sind traditionell immer unangenehm, insbesondere für den BVB und für Gladbach wird es am letzten Spieltag mindestens noch um die Europa League gehen.

Es wird also ein schwerer Brocken für den BVB. Nach der 0:5-Demontage ist das Torverhältnis des FC Bayern in uneinholbare Ferne gerückt. Bei einem Punkt Rückstand müssen sie daher nach Adam Riese zwei Punkte mehr holen als der Rekordmeister. Sechs Siege bei fünf Siegen und einem Unentschieden der Bayern, zum Beispiel.

Hoffnung für ihr Vorhaben schöpft die Borussia derweil aus ihrer eigenen Historie. Denn bereits öfter gab es nach empfindlichen Rückschlägen im Schlussspurt trotzdem am Ende die Meisterfeier auf dem Borsigsplatz. So etwa in der Saison 94/95: Damals gab der BVB sogar am 29. Spieltag die Tabellenführung ab, nach einem 1:3 im Spitzenspiel bei Werder Bremen. Am Ende holte man dennoch den Titel. Ähnlich ein gutes Jahr später, als sich der Revierclub selbst von einem peinlichen 0:5 am viertletzten Spieltag in Karlsruhe nicht aufhalten ließ. Oder im dramatischen Saisonfinale 2002. Da holte der BVB in den letzten drei Partien einen Fünf-Punkte-Rückstand auf Leverkusen auf.

Da denkt sich Marco Reus: "Es ist doch nur ein Punkt".

Quellen: Sky / Bundesliga.de / Zitate von der DPA 

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