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Das müssen Sie zur WM-Nacht wissen Neymars Tränen und James' Kunstschuss


Brasilien zittert sich gegen Chile ins Viertelfinale. Im Maracanã übernimmt indes der Kolumbianer James Rodriguez die Regie. Joachim Löw warnt vor Algerien. Die WM-Nacht im Überblick.
Von Nils Kemter und Felix Haas

Wow, was für ein Auftakt in die K.o.-Phase der WM! Zunächst begannen die Südamerika-Festspiele mit einem atemberaubenden Krimi zwischen Gastgeber Brasilien und Chile, dann begeisterte der Kolumbianer James Rodriguez die Fußball-Welt mit zwei fantastischen Treffern, die Sie unbedingt noch einmal sehen sollten.

So liefen die Spiele

Brasilien - Chile 4:3 n.E. - Hier geht's zum Spielbericht.
Kolumbien - Uruguay 2:0 - Hier geht's zum Spielbericht.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Diese Schusstechnik, dieser Mut, diese Unbekümmertheit - der Kolumbianer James Rodriguez sorgte für das vielleicht bislang schönste Tor des Turniers. Es lief die 28. Minute im Spiel gegen Uruguay, als Aguilar eine Kopfballabwehr vom per Kopf nach vorne zu James leitete. Dieser nahm den Ball aus der Luft mit der Brust an und zimmerte ihn aus der Drehung aus gut 25 Metern unter die Unterkante der Latte - 1:0. Ein Tor im Stile Zinedine Zidanes. James ist schon jetzt eine der Entdeckungen dieser WM.

Der Aufreger des Abends

Dieses Spiel war eine echte Nervenprobe. Schon hier in Deutschland ging neutralen Fans bei Brasilien gegen Chile die Pumpe. Was müssen dann erst die Anhänger der Teams durchgemacht haben? Wir hoffen, dass kein wahrer Herzinfarkt dabei war. Das erste Achtelfinale dieser WM bot jedenfalls 140 Minuten Aufregung pur. Ein Eigentor, spektakuläre Latten- und Pfostenknaller, nicht gegebene Tore, Verlängerung, Elfmeterschießen, Tränen, Jubel: Endlich mal ein rundum positiver Aufreger des Abends!

Das sagt das Stern_Sofa

So hat das Stern_Sofa die Begegnung im WMWohnzimmer gesehen.

Gewinner des Abends

Vor vier Jahren machten ihn seine Landsleute für das Ausscheiden im Viertelfinale gegen die Niederlande verantwortlich, nun avancierte Julio Cesar zum Volkshelden Brasiliens. Der Torhüter parierte im Elfmeterschießen zwei Strafstöße und fand sich anschließend in einer Jubeltraube seiner Mannschaftskollegen wieder. Im Interview erklärte er anschließend zu Tränen gerührt: "Meine Geschichte in der Selecao ist noch nicht zu Ende. Meine Teamkollegen haben mir in den vergangenen vier Jahren viel Kraft und Unterstützung gegeben." Dieser WM-Abend gehörte Julio Cesar.

Verlierer des Abends

Eigentlich ist Luis Suarez ja wirklich genug bestraft worden. Doch jetzt muss er nochmal seinen Kopf hinhalten. Seine Urus waren gegen Kolumbien chancenlos, Suarez fehlte an allen Ecken und Enden. Vorne hielt keiner den Ball, Cavani und Forlan konnten den Beißer nicht ersetzen. Die Teamkollegen haben Suarez geschützt. Die Vehemenz der Verteidigung hat ohnehin schon verwundert. Keiner wollte einen Biss gesehen haben. Jetzt muss die Suarez-Unterstützung umso mehr überraschen. Suarez hat durch seine Aktion nicht nur sich selbst zur Witzfigur gemacht. Er hat auch sein Team im Stich gelassen. Da half es auch nichts, dass das Team sein Trikot trotz seines Fehlens in der Kabine aufgehangen hatte.

Bild des Abends

Wie läuft's bei Deutschland?

Bundestrainer Joachim Löw sah sich vor dem Achtelfinale gegen Algerien am Montag (22.00 Uhr) zu einer eindringlichen Warnung an seine Spieler veranlasst. "Wenn jemand glaubt, man hat es im Achtelfinale mit einem vermeintlich leichten Gegner zu tun und kann den Fokus schon ein bisschen auf die nächste Runde richten, begeht er einen schweren Fehler", mahnte ein fokussiert wirkender Löw kurz vor der Reise zum Spielort Porto Alegre. Lukas Podolski steht wegen einer Muskelzerrung im Estadio Beira-Rio nicht zur Verfügung.

Das dürfen Sie heute nicht verpassen

Auch am zweiten Tag der Achtelfinals geht es mit zwei interessanten Duellen weiter. Sowohl die Niederlande um Arjen Robben, als auch Mexiko sorgten bislang für Furore. Ein echter Favorit ist in dieser Partie nicht auszumachen, Spannung ist quasi garantiert. Anschließend kommt es zum Überraschungsduell zwischen Costa Rica, die sensationell Italien und England ausgeschaltet haben und Griechenland. Favorit? Fehlanzeige!

Niederlande - Mexico

(18 Uhr)

Costa Rica - Griechenland

(22 Uhr)

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