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WM 2018

Tag 3 kompakt: Medienbericht: Özil oder Reus? Die Frage scheint entschieden - Kroatien schlägt Nigeria

Im letzten Spiel des Tages hat Kroatien gegen Nigeria gewonnen. Für das Auftaktspiel der deutschen Elf gegen Mexiko am Sonntag scheint die letzte Personalie einem Medienbericht zufolge entschieden.

Mesut Özil

Julian Draxler (l.) und Mesut Özil traben nebeneinander auf dem Trainingsgelände in Watutinki. Spielen sie auch am Sonntag nebeneinander?

Getty Images

Nachdem Joachim Löw bereits bekannt gegeben hatte, dass Julian Draxler von Beginn an spielt, gibt es nur eine offene Frage, bevor die DFB-Elf am Sonntag gegen Mexiko in das WM-Turnier startet: Wer spielt auf der Spielmacherposition? Marco Reus und der angestammte Mesut Özil?

Glaubt man einem Bericht der "Bild"-Zeitung, hat sich der Bundestrainer für seinen Lieblingsspieler Mesut Özil entschieden. Angeblich habe der Arsenal-Profi im Abschlusstraining im Team der Startelf gespielt. Demnach bliebe für den formstarken Reus nur die Bank oder er rückt für Timo Werner auf die zentrale Angriffsposition. 

Özil war zuletzt angeschlagen gewesen, zudem sorgt sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan weiter für Kritik. 

Die Spiele am Samstag

Frankreich - Australien 2:1 (0:0)

Torschützen: Antoine Griezmann (58. Minute, Elfmeter), Mile Jedinak (62. Minute, Elfmeter), Paul Pogba (80. Minute)

Platzverweise: keine

Die Favoritenrolle war klar verteilt: Frankreich sollte Australien klar überlegen sein. So sah es die ersten Minuten auch aus, eh Frankreich irgendwie aus dem Tritt geriet. Ein Elfmeter - nach Videobeweis - brachte dann die Führung für die Franzosen. Dummerweise dachte Umtiti wenige Minuten nach der Führung, er müsse einen Ausflug zum Volleyball machen und brachte so den Australiern Elfmeter und Ausgleich. In der 80. Minute nagelte Paul Pogba den Ball unter die Latte des australischen Tores. Mit bloßem Auge war nicht zu erkennen, ob der Ball hinter der Linie war. Dank Torlinientechnik entschied der Schiedsrichter auf Tor.

Die Franzosen haben sich nicht mit Ruhm bekleckert, aber gewonnen. Die Australier haben gekämpft und müssen sich gegen Dänemark und Peru bestimmt nicht verstecken.

ZDF-Kommentatorin steht im dunklen Blazer und mit Fußball in den Händen in einem TV-Studio
Lionel Messi

Messi im Zweikampf mit dem Isländer Hordur Magnusson (r.)

Getty Images

Argentinien - Island 1:1 (1:1)

Torschützen: Sergio Agüero (19.), Alfred Finnbogason (23. Minute)

Platzverweise: keine

Lionel Messi hat sich im Auftakt-Spiel der Argentinier gegen Island als nicht so nervenststark erwiesen wie sein ewiger Rivale Ronaldo. Während der Portugiese gegen Spanien sicher vom Elfmeterpunkt traf, versemmelte Messi seinen Strafstoß gegen Island kläglich. Damit vergab der argentinische Superstar auch den möglichen Siegtreffer - das ist doppelt bitter. Die Argentinier konnten insgesamt die Erwartungen nur selten erfüllen. 

Sergio Agüero hatte die Argentinier in der 19. Minute in Führung geschossen. Bundesliga-Legionär Alfred Finnbogason vom FC Augsburg gelang der Ausgleich für die Isländer (23.). In der 64. Minute scheiterte Messi mit einem Foulelfmeter an Hannes Halldorsson im isländischen Tor.

Messi wollte es nach seinem Patzer erst recht erzwingen. Gefühlt landete jeder zweite Pass der Argentinier bei ihm. Doch er wurde immer mehr zur tragischen Figur. Denn was er auch machte, die nimmermüden Isländern warfen sich dazwischen. Oder er zielte knapp vorbei - wie bei seiner besten Gelegenheit neun Minuten vor dem für ihn so bitteren Schlusspfiff.

Peru - Dänemark 0:1 (0:0)

Torschützen: Yussuf Poulsen (59.)

Platzverweise: keine

Dänemark hat beim WM-Auftakt mit viel Glück in Saransk gegen Peru eine 1:0-Führung über die Zeit gerettet. Der Schütze des entscheidenden Treffers hieß Yussuf Poulsen, Angreifer von RB Leipzig. Die Südamerikaner waren über 90 Minuten die überlegene Mannschaft, scheiterten aber immer wieder am  hervorragenden Keeper Kasper Schmeichel. Kurz vor der dem Halbzeitpfiff vergab Cristian Cueva sogar einen Strafstoß für Peru, den er über das Tor schoss. In der Schlussphase erhöhte Peru den Druck auf das dänische Tor permanent, rannte sich aber immer wieder fest. 

Das Tor fiel, nachdem Dänemarks Spielmacher Christian Eriksen nahezu ungehindert durchs Mittelfeld marschieren konnte und auf Poulsen passte, der den Ball aus halblinker Position ins lange Eck schob.

Vielleicht war es ein Fehler, dass Perus Trainer Ricardo Gareca den ehemaligen Hamburger und Münchner Paolo Guerrero erst spät einwechselte. Mit ihm hatten de Südamerikaner sofort mehr Torchancen., aber es reichte nicht mehr.

Kroatien - Nigeria 2:0 (1:0)

Torschützen: Oghenekaro Etebo (32. Eigentor), Luka Modric (71, Elfmeter)

Platzverweise: keine

Kroatien ist mit einem 2:0 (1:0)-Sieg gegen Nigeria in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet und dabei seiner Favoritenstellung gerecht geworden. Ein vom Hoffenheimer Andrej Kramaric (32.) erzwungenes Eigentor durch Oghenewkaro Etebo und ein Foulelfmeter von Real-Madrid-Star Luka Modric (71.) haben Nigerias deutschem Trainer Gernot Rohr in Kaliningrad die WM-Premiere verdorben. Der Sieg der dominierenden, aber nicht glänzenden Kroaten war verdient, kam vor 31 136 Zuschauern jedoch
glücklich zustande. Damit übernahmen die Kroaten, in deren Kader vier
aktuelle und sechs ehemalige Bundesliga-Spieler stehen, die
Tabellenführung der Gruppe D.
 

Und die Deutschen? Draxler wohl statt Reus gegen Mexiko in der Startelf

Confed-Cup-Kapitän Julian Draxler wird beim WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Mexiko in der Startelf auflaufen. "Soviel kann ich schon sagen, Julian wird von Anfang an
spielen", sagte Bundestrainer Joachim Löw dem ZDF. Der Profi von Paris Saint-Germain erhält damit am Sonntag (17.00 Uhr MESZ/ZDF und Sky) vermutlich auf dem linken Flügel den Vorzug vor dem Dortmunder Marco Reus, der zunächst nur WM-Joker sein dürfte. Die Offensivreihe im Mittelfeld hinter Angreifer Timo Werner dürften damit Thomas Müller, Mesut Özil und Draxler bilden. 

Das letzte Training hat Löw nicht im Luschniki-Stadion angesetzt, sondern nahe der Teamunterkunft auf dem Trainingsgelände von ZSKA Moskau. Löw bevorzugt eine ruhige Vorbereitung. Er erspart seinen 23 Spielern am Vorabend des Spiels längere Fahrzeiten ins Zentrum von Moskau und zurück nach Watutinki außerhalb der russischen Hauptstadt. Auf das ZSKA-Gelände sind es vom DFB-Quartier lediglich fünf Minuten mit dem Teambus. "Wir sind froh, wenn es losgeht", sagte Bayern-Profi Joshua Kimmich mit Blick auf den WM-Auftakt. "Wir wollen einen guten Start."

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tkr/tis

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