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"Die Höhle der Löwen" auf Vox: Diese Gründer sicherten sich einen Deal mit den Löwen

In "Die Höhle der Löwen" buhlten am Dienstag gleich sieben Gründer um die Gunst der Juroren. Von Letzteren präsentierte sich vor allem Ralf Dümmel in Spendierlaune. Welche Start-ups ihn überzeugten und mit welcher Idee, erfahren Sie hier.

Grüezi bag in "Die Höhle der Löwen"

Auch der "Grüezi bag" von Markus Wiesböck überzeugte Investor Ralf Dümmel, der am Dienstag in der TV-Show "Die Höhle der Löwen" gleich sechs Mal zuschlug

In der siebten Folge von "Die Höhle der Löwen" ging es dieses Mal für sieben Start-ups darum, die Jury um Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer von ihrer Idee zu überzeugen. Wem das und mit welchem Produkt gelang, erfahren Sie hier.

Sie haben die bisherigen Folgen der Gründershow auf Vox verpasst? Alle Infos zu der TV-Sendung finden Sie zudem im "Die Höhle der Löwen"-Kompakt.

Brotliebling: Bio-Backset für Zuhause

In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele Brotsorten wie in Deutschland. Als die Brüder Johannes, 28, und Martin Arning, 27, fürs Studium nach Berlin zogen, waren sie vom Angebot in der Hauptstadt jedoch enttäuscht. Statt frischer Vielfalt fanden sie fast ausnahmslos vorproduzierte Industrieware vor. Aus ihrer Enttäuschung heraus entstand die Idee, jedermann die Möglichkeit zu bieten, gutes Brot einfach zu Hause backen zu können: Das Unternehmen "Brotliebling" war geboren. Seitdem und unter Mitwirkung der Bonnerin Miriam Bittner, 22, sowie dem Bäckermeister Nico Maier, 29, entwickelten die Gründer Bio-Backsets, die vom Backpapier bis zur Hefe alles Notwendige enthalten. Inzwischen bietet Brotliebling 20 verschiedene Varianten seiner biozertifizierten und zusatzstofffreien Backsets an. Roggenmischbrot mit Aprikose und Paranuss, Kartoffelbrot mit Cashew und Basilikum oder Dinkelbrot mit Feigen und Mandeln. Komplettiert wird die online vertriebene Produktpalette durch Brotmesser, Brettchen, Aufstriche und Brotsalze. Nun aber wollen die Arnings und Co. ihr Unternehmen wachsen sehen. Ihr Angebot: Für 100.000 Euro würden sie nicht nur fünf Prozent ihrer Firma an die Investoren abtreten - auch winken dem, der oder den Investoren ein lebenslanges Backset-Abo.

Die Backmischungen sind den Löwen nicht nur zu teuer, auch die bisherigen Geschäftszahlen können nicht überzeugen. Dass die Gründer Gründer bereits zwei andere Investoren zu besseren Konditionen beteiligt haben, kommt ebenfalls weniger gut an. Kein Deal.


Caketales: Tortenständer zum Staunen

Das Backen und Dekorieren von Torten hat Nadine Brams schon immer begeistert. Dass sie mit ihrer Leidenschaft auch Geld verdienen kann, wurde der 31-Jährige allerdings erst beim ersten Geburtstag ihrer Tochter bewusst. Damals wollte Brams einen besonders spektakulären Kuchen backen und baute extra dafür einen Tortenständer aus Gips und Holz, den sie zudem lackierte. Nicht nur der Kuchen, auch die Dekoration kam bei den Gästen so gut an, dass nur wenig später erste Bestellungen eingingen. Brams nahm ihren Mut zusammen, Geld in die Hand und machte aus einem Hobby ihre Firma namens "Caketales". Inzwischen hat Brams nicht nur einen Hersteller gefunden, der ihre Steckständer nun aus Keramik fertigt, auch stieg in Gregor Kessler, 36, ein Designer als Partner ein. Zusammen wollen beide ihre Tortenständer "Cakehearts" nun im größeren Stil vertreiben und hoffen daher auf eine Finanzspritze der "Löwen" in Höhe von 100.000 Euro. Im Gegenzug bieten die Gründer 20 Prozent der Anteile an ihrer GmbH. Ob die "Löwen" ihre Leidenschaft für extravagante Torten teilen werden? 

Williams ist zunächst angetan, will dann aber doch nicht investieren. Im Gegensatz zu Dümmel, der für 100.000 Euro fortan 30 Prozent des Unternehmens hält.

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DasKaugummi: Zuckerfreier Gaumenfreuden

Mit seiner "Salatbar" sorgt Ingo Hofmann, 35, schon länger und zudem erfolgreich für Gesundes auf Mittagstischen von Büros. Das war dem Gießener offenbar nicht genug und so kam ihm gemeinsam mit dem Basketballprofi Andrej Mangold, 29, und dem Manager Marcel Graf die Idee, auch gesunde Kaugummis anzubieten. "Bei der Vielfalt von Kaugummis habe ich mich irgendwann gefragt: Kann man die nicht innovativer machen?", erklärt Hofmann die Entstehung von "DasKaugummi". Seither steckte das Trio viel Zeit und Energie in die Entwicklung ihres zuckerfreien Produkts. Mit erstem Erfolg: Bei Tegut und Budni, sowie im eigenen Onlineshop ist DasKaugummi mit den Geschmacksrichtungen Zitrone-Basilikum, Orange-Ingwer und Holunderblüte-Minze seit diesem Jahr bereits erhältlich. Nun soll ihre Firma wachsen und bekannter werden. Um das zu schaffen, wollen die Gründer der Jury 10 Prozent ihrer Firma für 250.000 Euro überschreiben. Doch treffen sie auch den Geschmack der "Löwen"?

Das Gründer-Trio überzeugt und auch die Kaugummis schmecken den Löwen. "Ich würd' das Ding gerne mit euch rocken", sagt Dümmel und bietet 250.000 Euro für 20 Prozent. Dieses Angebot nimmt das Start-up gern an.

GlowGarage: Futuristische Fahrradlampen

Als Radfahrer zieht man im Straßenverkehr bei Unfällen meist den Kürzeren. Das kennen auch die Brüder Markus, 23, Andreas, 27, und Stefan Wanning, 29, aus Münster nur allzu gut. Was sie störte: Die meisten Sicherheitsvorkehrungen für den Drahtesel kommen ziemlich unstylish daher. So entstand die Idee für "GlowGarage", bei der fluoreszierenden Streifen (Glow Stripes) auf die Felge geklebt und dazugehörige LED-Lichter (Glow Lights) am Rahmen oder der Gabel befestigt werden. So sollen die Drahtesel nicht nur wie sonst üblich von vorn und hinten sichtbar sein, sondern auch von der Seite. Durch die Drehbewegung des Rades werden die Glow Stripes gleichmäßig beleuchtet. Mit einem Investment von 100.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteile glauben die Gründer, ihr Unternehmen zum Erfolg führen zu können. Glauben auch die Löwen an das Projekt?

Die Juroren sind skeptisch, vor allem weil die Leuchten noch keine Straßenzulassung haben. Dümmel, selbst Vater dreier Kinder, aber kann der Idee etwas abgewinnen. 30 Prozent der Firmenanteile lässt er sich 100.000 Euro kosten.


Grüezi bag: Woll-Schlafsack in "Die Höhle der Löwen"

Wandern, Campen, Cross-Biken, Bergsteigen: Markus Wiesböck, 46, ist absoluter Outdoor-Fan und würde am liebsten jede Minute an der frischen Luft verbringen. Nachts aber fühlte er sich von seinen Schlafsäcken immer im Stich gelassen. Es musste eine Alternative her, die bei kalten Temperaturen wärmt, bei Wärme ausreichend Luft durchlässt und am besten noch bei jedem Wetter unter freiem Himmel einsetzbar ist. Die Lösung: Ein mit Wolle gefüllter Schlafsack. Sein "Grüezi bag" ist den Angaben zufolge unempfindlich gegen Nässe, wiegt 690 Gramm, hat ein sehr kleines Packmaß und kann bis zu Temperaturen von minus 17 Grad verwendet werden. "Den bayerischen Markt habe ich ganz gut im Griff“, so der 46-Jährige. Im Falle eines "Löwen"-Investments soll nun Europa erobert werden. Für 50.000 Euro würde der Gründer dafür 10 Prozent seines Unternehmens abtreten. 

Die Löwen sind beeindruckt von der Authentizität und Schaffenskraft des One-Man-Unternehmers. Dümmel bietet 100.000 Euro für 25,1 Prozent des Unternehmens. Gründer Wiesböck schlägt ein.

Holzpost: Handschriftliche Grüße aus Holz

Als Felix Bank 2010 Feriengrüße aus Schweden auf einem frankierten Holzbrett in die Heimat schickt, glaubt er nicht, dass dieses auch ankommt. Tat es aber und so wurde aus dem Urlaubs-Ulk eine Geschäfstidee: "Holzpost". Die natürliche und obendrauf nachhaltige Postkarte lässt sich ganz gewohnt mit einem Kugelschreiber betexten und ebenso einfach frankieren. Kann dieses Konzept in Zeiten von E-Mail, SMS und Kurznachrichtendiensten auch die Jury überzeugen? Für 100.000 Euro wären sie mit 15 Prozent Firmenanteile an Bord.

Dümmel, Mister Regal, ist interessiert, will für 100.000 Euro aber einen doppelt so großen Anteil am Unternehmen. Das ist dem Holzpost-Gründer zu viel, der Deal droht zu scheitern. Schließlich einigen sich die beiden auf 25,1 Prozent.

VeggiePur: Geschmacksverstärker aus der Natur

Geht es nach Melanie, 38, und Holger Brosig, 39, werden wir künftig beim Kochen künftig auf Salz und Füll- oder Zusatzstoffe verzichten können. Warum das? Ihr Produkt "VeggiePur", eine Allroundmischungen aus 100 Prozent luftgetrockneten Gemüsestückchen und Kräutern aus der Region, soll den Eigengeschmack aller Gerichte so verstärken, dass Zusätze obsolet werden. Bei der Entwicklung setzten die Gründer auch auf tatkräftige Unterstützung ihres Sohns Nils, der sich als Chief Testing Officer laut Vater Holger "monatelang durch Berge von unterschiedlichen VeggiePur-Gerichten gefuttert hat". Erst nach seinem Okay seien die Mischungen auch auf den Markt gekommen. Vor den "Löwen" muss sich das Ehepaar allerdings allein behaupten. Da es ihr erster Pitch ist, seien sie entsprechend nervös, gestehen die Brosigs. Wird es beiden gelingen, 100.000 Euro für 10 Prozent Firmenanteil zu bekommen?

Dümmel, schon wieder Dümmel. Weil sich der Juror verhört hat, bietet er den Gründern sogar 125.000 Euro statt 100.000 Euro an, fordert aber im Gegenzug 25,1 Prozent. Die Brosigs stimmen zu.

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