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Der Tag an den Börsen: US-Leitzins bleibt bis 2013 extrem niedrig

Reaktion auf die Börsen-Turbulenzen: Die US-Zentralbank lässt den Leitzins bis Mitte 2013 auf niedrigster Stufe. Am Dienstag erlebte nicht zuletzt der Dax eine extreme Berg- und Talfahrt. Die Ereignisse an den Börsen in der Rückschau.

+++ 20.26 Uhr: Fed lässt Leitzins bis 2013 niedrig +++

Die US-Zentralbank will ihre Leitzinsen mindestens bis Mitte 2013 äußerst niedrig halten - bei 0,0 bis 0,25 Prozent. Die Abwärtstrends der US-Wirtschaft hätten sich verstärkt. Das Wachstum in diesem Jahr sei erheblich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich verschlechtert, teilte die Fed nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses in Washington mit. Die Notenbank reagierte mit diesen Äußerungen auf die gegenwärtigen schweren Unsicherheiten auf den internationalen Finanzmärkten und auf die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur S&P. Der Dow-Jones-Aktienindex in New York hatte sich am Dienstag zunächst nach oben bewegt, nach den Fed-Aussagen drehte er dann zunächst ins Minus.

+++ 17.50 Uhr: Dax schließt zehnten Tag in Folge im Minus +++

Und noch ein Negativrekord in Sachen Dax: Nachdem das Minus von über sieben Prozent einen der tiefsten Stände aller Zeiten für den Aktienindex bedeutete, ist auch der Handelsschluss bei minus 0,1 Prozent eine neue Rekordmarke: Zehn Tage in Folge steht der Dax mittlerweile in den Miesen.

+++ 17.22 Uhr: Der Rubel rollt Richtung Halbjahrestief +++

Auch die russische Währung gerät in den Sog der Börsenturbulenzen. Nach drastischen Verlusten sackt der Rubel auf ein Halbjahrestief ab. Regierungschef Wladimir Putin sichert der russischen Wirtschaft zu, falls notwendig werde die Zentralbank Geld in die Märkte pumpen. Dazu kann Moskau auf die weltweit drittgrößten Gold- und Devisenreserven mit einem aktuellen Wert von 535 Milliarden Dollar (rund 376 Mrd. Euro) zurückgreifen. Medien in Moskau fürchten aber ein "Ende der fetten Jahre" für Russland, das bisher relativ glimpflich durch die Krise gekommen ist.

+++ 17.01 Uhr: Wall Street fängt sich weiter +++

Rund eine Stunde nach Handelsbeginn notiert der Dow-Jones-Index der Standardwerte mit einem Plus von 2,2 Prozent bei 11.052 Punkten. Der breiter gefasste Index S&P-500 steigt um 2,8 Prozent auf 1150 Punkte. Der Nasdaq legt sogar 3,2 Prozent auf 2433 Stellen zu.

Bei den Einzelwerten steht die Bank of America im Mittelpunkt. Die Papiere legen mehr als sieben Prozent zu und erholen sich damit teilweise von starken Verlusten am Vortag.

+++ 16.50 Uhr: Wall Street zeigt sich leicht erholt +++

Die US-Börsen setzen nach ihrer rasanten Talfahrt zu einer moderaten Erholung an. Gestützt werden die Kurse von Spekulationen über vertrauensbildende Maßnahmen für die Finanzmärkte durch die US-Notenbank. Der Leitindex Dow Jones Industrial (DJIA), der tags zuvor um mehr als 600 Punkte eingebrochen war und damit den größten Tagesverlust seit Ende 2008 erlitten hatte, pendelt sich nach gut einer Handelsstunde um die 11.000 Punkte-Marke. Zuletzt gewann er 1,90 Prozent auf 11.014 Punkte.

Der breiter gefasste S&P 500 stieg zuletzt um 2,28 Prozent auf 1.144 Punkte, und auch die Nasdaq-Indizes legen zu. Der Composite-Index gewinnt 2,74 Prozent auf 2.424,13 Punkte.

Die Lage an den Aktienmärkten sei weiterhin sehr angespannt, was sich an den deutlichen Kursschwankungen zeige, sagen Händler. Die Anleger seien nach wie vor sehr nervös. Die Investoren warten nun besonders auf Aussagen der Fed über eine weitere Lockerung der Geldpolitik.

+++ 16.45 Uhr: Versorger bremsen Dax aus +++

Verkäufe bei den schwergewichteten Versorgern bremsen den Dax aus. Während viele andere Indizes in Europa und die deutschen Nebenwerte nach der Eröffnung der Wall Street ins Plus drehen, erreicht der deutsche Leitindex das positive Terrain nur kurz und dreht dann gleich wieder ab. Mit 5805 Punkten notiert der Dax 0,6 Prozent im Minus. E.ON-Aktien brechen um sieben Prozent, RWE um 6,5 Prozent ein. Auch die schwergewichteten Telekom-Aktien liegen über vier Prozent im Minus. Händler begründen die RWE-Verkäufe mit dem Gewinneinbruch des Stromkonzerns im zweiten Quartal. Am Vortag hatten die Versorger und die T-Aktien als konjunkturunabhängige Werte den Dax noch gestützt.

Die größten Verlierer des Vortages - darunter BMW und VW - gewinnen dagegen bis zu fünf Prozent, sind im Dax aber nicht so hoch gewichtet.

+++ 16.17 Uhr: Lehman-Déjà-Vu an Asiens Märkten +++

Wie einst nach der Lehman-Krise 2008, schüttelt es jetzt die asiatischen Aktienmärkte durch. Zunächst trennten sich viele Händler von ihren Aktien-Futures, da sie die geforderten Sicherheitsleistungen nicht aufbringen konnten. Dann taten sich Staatsfonds und andere Großinvestoren als Käufer vor und zogen die Märkte wieder nach oben.

"Ich habe Schmetterlinge im Bauch. Es hat mich fast verrückt gemacht, auf die Kurse zu sehen", so Shawn Oh, Marktstratege von Daishin Securities in Seoul. Der südkoreanische Kospi-Index gibt zeitweise fast zehn Prozent ab, der stärkste Rückgang seit zwei Jahren. Broker sagen den Anlegern unmissverständlich: Verkaufen oder Geld an die Seite legen - anders sind mögliche Verluste nicht aufzufangen.

+++ 16.00 Uhr: Fondsmanager sehen EZB als Feuerwehr +++

Zehn Londoner Fondsmanager hat die Agentur Reuters befragt - alle hoffen in Sachen Krisenbewältigung auf die Europäische Zentralbank. Mindestens 100 Milliarden Euro müsse die EZB in den Ankauf von spanischen und italienischen Staatsanleihen stecken, um die Märkte zu beruhigen. Acht der zehn Experten halten gar die Summe von 250 Milliarden Euro für nötig.

Sechs der zehn Befragten rechnen damit, dass der Privatsektor bei der Bewältigung der Schuldenkrise nach Griechenland erneut einbezogen wird. Die gleiche Anzahl spricht sich für eine Fiskalunion als Ausweg aus der europäischen Schuldenkrise aus. Zwar dürfte die Eurozone nach ihrer Einschätzung Ende 2011 noch in ihrer bisherigen Form bestehen, doch sei dies vor allem deshalb der Fall, weil die Politik nicht mutig genug für konsequentere Schritte sei, sagten vier Fondsmanager.

+++ 15.40 Uhr: Börsenprofis kappen Dax-Prognosen +++

Nur wenige Wochen alte Prognosen, die den Dax zum Jahresende bei rund 7600 Punkten sahen, sind inzwischen Makulatur. Die Deutsche Bank senkt ihre Prognose für den deutschen Leitindex Ende Dezember auf 6.800 Punkte.

+++ 15.34 Uhr: Dax berappelt sich langsam +++

Nachdem der Dax zeitweise um mehr als sieben Prozent abrutschte, ist das Minus mittlerweile auf ein Prozent eingedämmt. An den Märkten Asiens ging es überwiegend abwärts, nachdem die Wall Street am Vortag einen Kurssturz um mehr als 600 Punkte verzeichnete. Mit Spannung werden nun Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke nach der heutigen Zinsentscheidung erwartet.

+++ 14.34 Uhr: Chinas Wen Jiabao für Zusammenarbeit +++

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao fordert eine internationale Zusammenarbeit, um die Finanzmärkte zu beruhigen.

+++ 14.28 Uhr: Investoren auf Schnäppchenjagd +++

BlackRock, mit geschätzten 3,7 Billionen Dollar weltgrößter Vermögensverwalter, nutzt den Kurssturz für einen preisgünstigen Einkaufsbummel an den globalen Aktienmärkten. "Gold und Anleihen laufen sehr, sehr gut, wir machen da Gewinne und legen diese in Vermögensklassen an, die immer billiger werden - und das ist bei Aktien zweifellos der Fall", so BlackRock-Investmentstratege James Holt im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Der BlackRock-Fonds hält dem Anlageexperten zufolge in der Krise zwischen sieben und zwölf Prozent seines Vermögens kurzfristig verfügbar und investierte rund fünf Prozent in Gold-Aktien und Gold-ETFs.

+++ 14.20 Uhr: "Kein Mangel an politischer Führung" +++

Die EU-Kommission sieht während Europas schwerer Börsen- und Finanzkrise keinen Mangel an politischer Führung. Die Wirtschaftsaussichten seien zudem besser als die Märkte annähmen, so EU-Kommissionssprecher Olivier Bailly in Brüssel. "Wir sind nicht sicher, dass man aus ein paar Tagen einer ernsten Entwicklung an den Märkten schließen kann, dass wir uns auf dem Weg in eine Rezession befinden."

An politischer Führung fehle es nicht, doch finde diese nicht öffentlich statt. Er räumt ein: "Es ist aber klar, dass es eine Diskrepanz zwischen der Arbeit hinter den Kulissen und dem Wunsch der Märkte nach der Umsetzung konkreter Maßnahmen gibt."

+++ 14.00 Uhr: Erholung an der Wall Street erwartet +++

Die Kurse an der Wall Street dürften sich zur Eröffnung leicht erholen - das ist zumindest die Einschätzung der Händler. Der S&P-Future signalisiert ein Plus von etwa einem Prozent. Am Montag waren der Nasdaq-Composite und der S&P500 um sechs Prozent und der Dow-Jones-Index um mehr als fünf Prozent eingebrochen. Im Fokus steht die Sitzung des Offenmarktausschusses der Notenbank, deren Beschlüsse noch während der US-Börsensitzung gegen 20.15 Uhr (MESZ) bekanntgegeben werden.

Unterstützung kommt für die US-Börsen aus Europa, wo viele Indizes ihre Anfangsverluste wieder verringern und sogar ins Plus drehen. Der Dax verharrt zwar mit 5820 Zählern 1,7 Prozent im Minus, doch der CAC40 in Paris notiert 0,3 Prozent höher und der "Footsie" liegt nur noch 0,2 Prozent im Minus.

+++ 13.57 Uhr: Dax-Absturz auf Rekordkurs +++

Bei seiner Talfahrt der vergangenen Tage hat der Dax gleich mehrere Negativ-Rekorde aufgestellt. Mit einem Minus von bis zu 7,1 Prozent verbuchte der deutsche Leitindex einen der größten Tagesverluste seiner Geschichte.

Damit summieren sich die Verluste der vergangenen zehn Handelstage auf rund 25 Prozent. So stark ist der Dax noch nie in so kurzer Zeit gefallen. Außerdem hat er noch nie so oft hintereinander verloren. Durch den Ausverkauf schnurrte der Börsenwert aller 30 Dax-Werte um rund 160 Milliarden Euro zusammen. Dies entspricht in etwa der jährlichen Wirtschaftsleistung Finnlands.

+++ 13.25 Uhr: "Dax-Absturz unter 4000 möglich" +++

Christian Gattiker, Leiter der Research-Abteilung der Schweizer Bank Julius Bär, geht davon aus, dass die Märkte bis tief in den Herbst 2011 hinein schwierig bleiben. Sogar ein Einbruch des Dax wie 2008, als er unter 4000 Punkte fiel, sei denkbar, so Gattiker gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

"Es gibt derzeit viele Alarmzeichen, die auf einen Absturz wie in der Finanzkrise hindeuten", erklärte er. "Der innere Wert des Dax ist zwar sicherlich höher als sein derzeitiger Stand - aber es kann zwei bis drei Jahre dauern, bis er sich materialisiert."

+++ 12.35 Uhr: Kein Rettungsanker in Sicht +++

"Man sucht derzeit den rettenden Anker und findet ihn nicht." kommentiert der Kapitalmarktexperte der Hamburger Sparkasse, Ingo Schmidt, die gegenwärtige Lage der Finanzmärkte. Chefvolkswirt Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank wertet die aktuellen Kurskapriolen dagegen als Übertreibung. "Es ist kein rationaler, sondern ein emotionaler Markt. Hier wird eine Situation diskontiert, die so gar nicht eingetreten ist." Die Deutsche Bank schraubt indes ihr Dax-Ziel auf 6800 Punkte zurück und macht dafür enttäuschende Quartalszahlen, wohl sinkende Markterwartungen und die Konjunkturabhängigkeit des Dax verantwortlich.

+++ 12.20 Uhr: Experten rätseln über Volumen der EZB-Anleihenkäufe +++

Analysten sorgen sich, wie viel Geld die Europäische Zentralbank zum Ankauf italienischer und spanischer Staatsanleihen ausgeben wird: "Wenn die EZB in relativ gleichem Umfang in den Markt gehen würde, wie sie das bei Griechenland, Irland und Portugal gemacht hat, müsste sie mehr als 300 Milliarden Euro in die Hand nehmen", sagte Rentenstratege Kornelius Purps von der Unicredit.

+++ 12.05 Uhr: Weitere Verluste an der Wall Street +++

An der Wall Street ist mit weiteren Verlusten zu rechnen. Die Futures für den S&P 500, Dow Jones und Nasdaq tendieren gut ein Prozent im Minus.

+++ 11.47 Uhr: Japan beobachtet Devisenmärkte genau +++

Japan will die Devisenmärkte nach den Worten von Finanzminister Yoshihiko Noda genau verfolgen. Er sei bereit, auf die Marktbewegungen nach der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank im weiteren Tagesverlauf flexibel zu reagieren, kündigt Noda an. Der Minister stellt zudem klar, er wolle bei Bedarf mit den sieben führenden Industriestaaten (G7) angesichts der Währungsentwicklungen zusammenarbeiten.

Den Yen-Anstieg zum Dollar verfolgt Japan mit Sorge. Das Land intervenierte zuletzt mit Yen-Verkäufen, was den Kurs aber nur kurzzeitig gedrückt hat.

+++ 11.42 Uhr: Dollar kostet weniger als 77 Yen +++

Der Dollar fällt unter die für eine Intervention kritisch geltende Marke von 77 Yen.

+++ 11.40 Uhr: Agrarrohstoffe unter Preisdruck +++

Mit dem Kursverfall an den Finanzmärkten geraten auch die Notierungen für Getreide und Ölsaaten massiv unter Druck. Weizen hat seit Ende letzter Woche an der Euronex Paris um mehr als 5 Euro/t an Wert verloren. Aktuell liegen die Notierungen an der Börse nur noch bei 191 Euro/t. Im Mai wurden noch Kurse von bis zu 250 Euro registriert.

Auch bei Raps ist der Preisverfall mit rund 15 Euro auf nur noch 406 Euro seit vergangenem Freitag gravierend. Die aktuelle Verunsicherung aller Marktteilnehmer und die Angst vor einer weltweiten Rezession schürt zudem Befürchtungen, dass der Verbrauch von Getreide und Ölsaaten als Nahrungsmittel und Futtermittel sowie als Energierohstoff eingeschränkt wird.

Zur Abfederung der gestiegenen Vermarktungsrisiken sind die Genossenschaften auf funktionierende Warenterminbörsen angewiesen.

+++ 11.19 Uhr: Anleger setzen auf Gold +++

Die ungewisse Situation am Aktienmarkt treibt Anleger verstärkt in börsengehandelte Produkte (ETPs) auf Gold. In solche Produkte sei in der vergangenen Woche mit 166 Millionen Dollar doppelt so viel Geld geflossen wie in der Woche davor, wie aus einer jetzt veröffentlichten Statistik des Anbieters ETF Securities hervorgeht. In den vergangenen vier Wochen verzeichneten Gold-ETPs Zuflüsse von 712 Millionen Dollar. Nach dem Einbruch des Dax hatte der Goldpreis mit über 1680 Dollar pro Feinunze ein Rekordhoch erreicht.

"Nach Bekanntwerden der Herabstufung der Kreditsicherheit der USA durch die Ratingagentur S&P am Wochenende rechnen wir mit einer weiter zunehmenden Unsicherheit im Markt und ungebrochen steigenden Investments in Gold", sagt Nigel Longley, der das deutsche Geschäft von ETF Securities leitet. Das schnelle Übergreifen der Krise auf die großen Aktienmärkte beweise einmal mehr, dass die traditionellen Anlageklassen für eine effektive Risikostreuung des Portfolios nicht ausreichten.

+++ 11.13 Uhr: Anleger weiterhin nervös +++

Die Nervosität der Anleger ist unverändert hoch. Der VDax, der die Schwankungsbreite des Leitindex abbildet, schießt auf den höchsten Stand seit 2009. Derweil geht die Rekordjagd des Goldpreises weiter, was eine ungebrochen hohe Risikoscheu der Anleger signalisiert. Die Entspannung in der Nachfrage nach italienischen und spanischen Staatsanleihen überträgt sich bislang nicht auf den Aktienmarkt.

Fondsmanager Tim Albrecht von DWS Investments im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX: "Das war jetzt zuletzt noch das i-Tüpfelchen für den ohnehin verunsicherten Markt." Die Wahrscheinlichkeit, dass die Politik eine angemessene Lösung für die aktuellen Probleme findet, sieht er bei 50 Prozent. Das wäre nach seinen Worten eine Voraussetzung für eine Erholung an den Börsen. Einstiegskurse sieht er trotz des drastischen Kursverfalls in den vergangenen Tagen noch nicht. Dafür seien die Risiken zu hoch.

+++ 10.50 Uhr: Dax zwischenzeitlich minus sieben Prozent +++

Der Dax ist zeitweise um mehr als sieben Prozent eingebrochen. Etwa eineinhalb Stunden nach Börsenstart gab der deutsche Leitindex um 6,37 Prozent auf 5.546 Punkte nach. In den ersten Handelsminuten hatte er noch ein Plus von mehr als einem Prozent geschafft. Damit ist der Dax den zehnten Tag in Folge im Minus und baut seine Verluste bis auf 25 Prozent aus. Für den MDax geht es um 5,44 Prozent auf 8075 Prozent nach unten und der TecDax fällt um 5,32 Prozent auf 643 Punkte.

+++ 10.40 Uhr: Starke Verluste an Hongkonger Börse +++

Die Talfahrt an der Wall Street trifft auch die Hongkonger Börse schwer. Der Hang Seng-Index fällt zeitweise bis zu sieben Prozent und schließt mit einem Minus von 5,66 Prozent oder 1159 Punkten bei 19.330.

Trotz schlechter Inflationszahlen in China und anfänglicher Verluste beenden die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen den Handelstag eher ausgeglichen. Der Shanghai Composite Index schließt mit einem geringen Minus von 0,03 Prozent oder 0,75 Punkten bei 2526,07. Der Shenzhen Component Index steigt minimal um 0,02 Prozent oder 2,46 Punkte bei 11.315.

+++ 10.25 Uhr: Dax fällt auf 15-Monatstief +++

Der Dax weitet die Verluste aus und fällt um 5,1 Prozent auf ein 15-Monats-Tief von 5618,99 Punkten. Damit summiert sich das Minus der vergangenen zehn Handelstage auf knapp 25 Prozent. Dies ist der größte Kursrutsch seit den Turbulenzen rund um die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Mit dem zehnten Tagesverlust in Folge stellt der Dax zudem einen Negativ-Rekord auf.

+++ 10.00 Uhr: Heftige Schwankungen im Dax +++

Innnerhalb der ersten Handelsstunde dreht der deutsche Aktienmarkt wieder ins Minus. Der Dax verliert 2,31 Prozent auf 5787 Punkte. Damit weitet er seine Verluststrähne auf zehn Tage und das Minus auf mehr als 20 Prozent aus.

Für den MDax geht es ebenfalls nach einem freundlichen Auftakt um 3,11 Prozent auf 8274 Punkte nach unten, auch der TecDax dreht ins Minus und verliert 2,10 Prozent auf 665 Punkte.

+++ 10.00 Uhr: Weiterhin hohe Kursschwankungen +++

Der Dax fällt nach einem Zwischenhoch kurz nach Eröffnung um bis zu 2,7 Prozent auf ein 15-Monats-Tief von 5765 Punkten.

+++ 09.50 Uhr: Ölpreis fällt unter 100-Dollar-Marke +++

Der Ölpreis sinkt weiter. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligt sich um bis zu 4,8 Prozent auf ein Sechs-Monats-Tief von 98,74 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI bricht sogar um bis zu sieben Prozent auf 75,71 Dollar ein und ist damit so günstig wie seit September 2010 nicht mehr.

"Ich bin überrascht, wie stark der Preis auf allen Märkten gefallen ist", so Rohstoff-Stratege Jeremy Friesen von der Societe Generale in Hongkong. "Das ist Panik. Die Nachfrage ist in den vergangenen Tagen nicht zurückgegangen. Es gibt lediglich Spekulationen, dass sie es wird."

+++ 09.45 Uhr: Russischer Micex steigt leicht +++

Auch Russlands Micex-Index zeigt sich leicht erholt und steigt um 0,2 Prozent auf 1,502 Punkte

+++ 09.25 Uhr: Dax-Talfahrt gestoppt - EuroStoxx50 legt ebenfalls zu +++

Nach den kräftigen Kursverlusten der vergangenen Tage haben die europäischen Aktienmärkte ihre Talsohle offenbar erreicht. Der Dax macht seine Eröffnungsverluste binnen Minuten wett und legt 1,5 Prozent auf 6012 Punkte zu. Der EuroStoxx50 steigt sogar um 1,7 Prozent auf 2326 Zähler.

Angesichts des 5,6-prozentigen Kursrutsches an der Wall Street vom Vorabend hatten Börsianer ursprünglich mit einer Fortsetzung der Talfahrt am deutschen Aktienmarkt gerechnet.

+++ 09.10 Uhr: Dax dreht zum Handelsauftakt deutlich ins Plus +++

Der deutsche Aktienmarkt startet zunächst mit leichten Verlusten in den Handel, dreht aber rasch ins Plus. Der deutsche Leitindex verzeichnet kurz nach Handelsauftakt ein Plus von 0,74 Prozent gegenüber dem Vortag. Am Montag hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer noch 5 Prozent eingebüßt und bei 5923,27 Punkten geschlossen.

+++ 08.54 Uhr: Asien-Börsen auf Talfahrt - Franken auf Rekordhoch +++

Verunsicherte Investoren in Asien werfen erneut Aktien im großen Stil über Bord. Die Fernost-Börsen geben auf breiter Front nach und verlieren im Handelsverlauf zum Teil bis zu neun Prozent. Anleger setzen auf als sicher erachtete Optionen: Sowohl Gold wie auch der Schweizer Franken klettern auf Rekordstände. Investoren verlieren offenbar zunehmend das Vertrauen in die USA und Europa, ihre Schulden schnell in den Griff zu bekommen und eine erneute Rezession zu verhindern. Banken und Broker rechnen für den Dax zur Eröffnung mit einem Minus von 2,2 Prozent.

+++ 07.30 Uhr: Erneut kräftige Abschläge erwartet +++

Im Sog der drastischen Kursverluste in New York und Tokio wird der Dax am Dienstag nach Einschätzung von Börsianern mit erneuten kräftigen Abschlägen in den Tag starten.

Am Montag hatte er fünf Prozent tiefer bei 5923,27 Punkten geschlossen. An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland ihre Kursverluste mehr als verdoppelt. Der Dow Jones gab nach 17.30 Uhr rund 356 Stellen nach und beendete die Sitzung am Montag 5,6 Prozent tiefer, während der Nasdaq 6,9 Prozent verlor. Der S&P500 fiel um 6,7 Prozent.

In Tokio gab der Nikkei-Index am Dienstag um 2,6 Prozent auf 8861 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,3 Prozent auf 2520 Punkte.

ins/DPA/Reuters/AFP / DPA / Reuters