. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
24. Januar 2012, 06:16 Uhr

EU spannt neuen Rettungsschirm auf

Die Euroländer haben sich nach langer Debatte auf den künftigen Krisenfonds ESM geeinigt. 500 Milliarden Euro sind verfügbar, um klammen Euro-Ländern zu helfen. Es sollen noch mehr werden.

Die Eurostaaten stellen zum 1. Juli einen neuen Krisenfonds für klamme Mitglieder auf die Beine. Die Finanzminister des Eurogebiets verständigten sich am späten Montagabend in Brüssel auf den Vertrag für den ständigen Rettungsschirm ESM. Der Hilfsfonds startet ein Jahr früher als ursprünglich geplant und hat einen Umfang von 500 Milliarden Euro. Das berichteten Diplomaten am Rande der Konferenz.

Im März wollen die EU-Staats- und Regierungschefs prüfen, ob die ESM-Obergrenze reicht. Dieser Kontrolltermin war schon im vergangenen Jahr beschlossen worden.

Lagarde und Monti wollen Ausweitung

Italiens Regierungschef Mario Monti und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, fordern eine deutliche Ausweitung des ESM. "Wir brauchen eine größere Brandmauer", sagte Lagarde in Berlin. Monti regte eine Aufstockung auf eine Billion Euro an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt eine Ausweitung aber ab.

Der ESM löst den im Sommer auslaufenden Hilfsfonds für klamme Eurostaaten (EFSF) ab. Als wichtige Neuerung wird er über ein Barkapital von 80 Milliarden Euro verfügen und damit unabhängiger von Bewertungen der Ratingagenturen werden. Deutschland muss davon einen Betrag von rund 22 Milliarden Euro stemmen. Eine Aufstockung würde Deutschland und die anderen Eurostaaten noch mehr belasten.

Griechenland soll Reformversprechen einlösen

Unterdessen erhöhen die Eurostaaten den Druck auf das pleitebedrohte Griechenland. Mehrere Finanzminister, vor allem aus nördlichen Mitgliedstaaten, forderten ihren Athener Amtskollegen Evangelos Venizelos auf, Versprechen für Reformen nun einzulösen. In Griechenland ist die Lage besonders dramatisch, da die Verhandlungen über einen teilweise Schuldenerlass immer noch nicht beendet sind. Am Rande der Sitzung wurde aber deutlich, dass viele Ressortchefs mit einer baldigen Einigung im Athener Bankenpoker rechnen.

EU-Währungskommissar Olli Rehn machte deutlich, dass es für Griechenland nicht mehr Geld geben werde als bisher geplant. "Wir haben sehr solide Beschlüsse vom Oktober", sagte der Finne. Damals hatten die Eurostaaten bei einem Gipfel ein neues Hilfspaket von 100 Milliarden Euro für Athen beschlossen. Dazu kommen noch zusätzliche öffentliche Garantien von 30 Milliarden Euro für den Schuldenschnitt. In trockenen Tüchern ist das Paket allerdings immer noch nicht.

dho/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Merkel in der Eurokrise Allein gegen alle

Ein "Fiskalpakt ohne Biss" und alle wollen mehr Geld: Bundeskanzlerin Merkel steht in der Eurokrise vor einer neuen Machtprobe. Einen größeren Rettungsschirm lehnt sie ab - doch wie lange noch? mehr...

EFSF-Papiere stark nachgefragt Anleger ignorieren Herabstufung

Die Anleger lassen sich vom Urteil der Ratingagentur S&P nicht irritieren: Einen Tag nach der Herabstufung des Rettungsschirms EFSF wurden bei einer Auktion die Geldmarktpapiere ohne Probleme verkauft. Es hätten weitaus mehr Papiere verkauft werden können. mehr...

Konjunkturprognose für 2012 Weltbank warnt vor Rezession in der Eurozone

Die Weltbank malt in ihrem jüngsten Ausblick ein düsteres Bild vom Zustand der globalen Konjunktur. Der Eurozone droht den Prognosen zufolge ein Absturz in die Rezession, auch Wachstumslokomotiven wie China und Indien verlieren an Kraft. mehr...

EFSF-Herabstufung Zahlt Deutschland jetzt die Zeche?

Nach der Herabstufung des Rettungsschirms EFSF wächst die Sorge vor den Folgen für Deutschland. Gerät das Land in den Strudel der klammen Eurostaaten? stern.de beanwortet die wichtigsten Fragen. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe