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"Die Höhle der Löwen"-Juror: Vural Ögers Firma ist pleite

Bei der "Höhle der Löwen" schaut Jury-Mitglied Vural Öger bei den Gründern ganz genau auf die Zahlen - bei seinem eigenen Reise-Unternehmen hat er das offenbar versäumt. Nun muss "VÖ Travel" Insolvenz anmelden.

  Vural Öger, hier als Jury-Mitglied bei "Die Höhle der Löwen" auf Vox, muss Insolvenz für seine Reisefirma anmelden.

Vural Öger, hier als Jury-Mitglied bei "Die Höhle der Löwen" auf Vox, muss Insolvenz für seine Reisefirma anmelden.

Nur zwei Jahre nach der Gründung des Unternehmens "VÖ Travel" ist Schluss: Das Reise-Unternehmen von Vural Öger muss Insolvenz anmelden. Es würden keine Buchungen mehr angenommen oder Reisen durchgeführt, schreibt das Branchenblatt "Touristik aktuell". Von der Pleite des Unternehmens mit Sitz in Hamburg sind 18 Mitarbeiter betroffen.

Öger hatte "VÖ Travel" 2014 gegründet. "Nach drei Jahren hat es mich wieder gejuckt", sagte Öger dem "Abendblatt". 2010 hatte er seinen Reiseanbieter Öger Tours, der sich von einem Reisebüro für Gastarbeiter zum sechstgrößten Tourismusunternehmen Deutschlands entwickelte hatte, an Thomas Cook verkauft. Europas zweitgrößtes Reiseunternehmen zahlte damals rund 30 Millionen Euro. Öger Tours wies damals 7,3 Millionen Euro Verlust vor Steuern aus.

Syrienkonflikt drückt das Türkeigeschäft

Mit "VÖ Travel" wollte Öger zurück in die Branche. Das Unternehmen bot Pauschalreisen in die Türkei an. Doch das Unternehmen konnte nicht mehr wirtschaftlich arbeiten. "Ich habe in den vergangenen zwei Jahren jedes V.Ö. Travel-Flugticket mit 60 bis 70 Euro subventioniert", sagt Öger dem "Abendblatt".

Ein Grund für die Krise: In diesem Jahr schlug der Syrien-Konflikt voll auf das Geschäft. Die Reisen in die Türkei nahmen stark ab. "Der Abschuss des russischen Flugzeugs hat das Geschäft dann endgültig ruiniert. Der Konflikt zwischen Putin und Erdogan hat viele touristische Opfer verursacht: Der gesamte Tourismus im Raum Antalya leidet an den Folgen", sagte Öger dem "Abendblatt". 

Vural Öger verpasste Ziele 

Klar ist: Die großen Pläne von Öger sind gescheitert. Das Ziel, jährlich 100.000 Gäste in den Urlaub zu schicken, wurde nicht erreicht. Laut "Tourismus aktuell" waren es 2015 weniger als 15.000 Kunden. Die Pleite kratzt am Image des Unternehmers. Doch Öger gibt sich kämpferisch: "Eine Insolvenz gilt in Deutschland immer als Makel. Aber Erfolg und Misserfolg, Chance und Risiko gehören in der Wirtschaft zusammen. Ich hoffe als Unternehmer nicht auf diesen Versuch; auf dieses letzte Scheitern reduziert zu werden", sagt Öger dem "Abendblatt".

Kein Jury-Mitglied mehr bei "DHDL"

Die Pleite des Unternehmens hat nun auch weitere Auswirkungen: Vural Öger will bei der dritten Staffel "Die Höhle der Löwen" nicht mehr in der Jury sitzen. Das bestätigte er am Mittwoch gegenüber dem "Abendblatt". Der Unternehmer wolle sich nun erstmal eine Auszeit gönnen. 

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