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ADAC gegen Tankstellen: Aus für Normalbenzin löst Proteste aus

Shell, Esso und jetzt auch Aral: Die großen Tankstellenketten haben das Normalbenzin aus ihrem Angebot genommen. Der ADAC hat Verständnis für ein "ungutes Gefühl" bei den Autofahrern und fordert niedrigere Preise.

Das Aus für Normalbenzin bei Deutschlands führender Tankstellenkette Aral stößt auf Kritik: Die Entscheidung von Aral sei "unbefriedigend", sagte der Kraftstoffexperte des Autofahrerverbandes ADAC, Jürgen Albrecht, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Viele moderne Fahrzeuge aus deutscher Produktion könnten weiterhin mit Normalbenzin fahren, betonte er. Wenn es für diese künftig nur noch Super-Kraftstoff gebe, sei es "verständlich, dass sich bei vielen Fahrern ein ungutes Gefühl breitmacht".

Shell und Esso hatten vorgelegt

Der ADAC fordert genauso wie der ACE: Wenn Normal abgeschafft wird, müssten zumindest die Benzinpreise sinken. Die Lagerkosten seien für die Tankstellen niedriger, wenn sie eine Kraftstoffart weniger verkauften.

Die Mineralölgesellschaften hatten 2007 den Preis von Normalbenzin angehoben und an den von Superbenzin angeglichen. Seitdem war die Nachfrage nach Normalkraftstoff drastisch gesunken, da die Autofahrer für den gleichen Preis einen besseren Kraftstoff erhielten. Als erste Tankstellenkette hatte daraufhin Shell schon im September 2008 das Normalbenzin aus seinem Angebot gestrichen, Esso folgte bereits vor einem Jahr.

Viele Nachbarländer bereits voll auf "Super"

Normalbenzin hat eine Oktanzahl von mindestens 91, Super von 95. Diese Zahl definiert die sogenannte Klopffestigkeit von Benzin, eine höhere Zahl verspricht eine höhere Leistung des Motors. In vielen anderen europäischen Staaten gibt es Normalbenzin schon seit Jahren nicht mehr.

AFP / AFP

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