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Das Prius-Phänomen: Kopf statt Herz

Der Toyota Prius gehört in Kalifornien zu den erfolgreichsten Autos und auch in Japan ist der Hybride ein Erfolg. Auf den meisten anderen Märkten wird das Ökomobil dagegen weitgehend gemieden. Was ist dran am Prius-Phänomen?

Toyota Prius Plus

Toyota Prius Plus

Karim ist seit fast 20 Jahren Taxifahrer in München. Aktuell ist er mit einem Toyota Prius Plus (Basispreis: 31.500 Euro) unterwegs, der größeren Van-Variante mit 136 PS. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auto", sagt Karim auf der Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt, "der Prius hat viel Platz und es ist nichts dran. Nur am Innenraum müssen die Toyota-Leute mal etwas machen. Er nutzt sich an den Verkleidungen schnell ab und viele Komfortdetails wie eine getrennte Klimaregelung hinten oder eine Sitzheizung im Fond gibt es gar nicht." Der Münchner Taxifahrer aus dem Stadtteil Berg am Laim war im Dienst lange Jahre mit Mercedes-Diesel-Modellen unterwegs. "Doch die sind einfach zu teuer geworden und der ganze Service kostet ein Vermögen", grummelt er, während er im 4,65 Meter langen 5+2-Sitzer mit mäßigem Tempo auf den Mittleren Ring zusteuert. Sein Verbrauch liegt bei rund sieben Litern Normalkraftstoff. Toyota verspricht in seiner Werksangabe 4,1 Liter. Bremsen, Reifen, Getriebe und alles, was sonst regelmäßig gewartet werden musste, ist beim elfenbeinfarben beklebten Toyota Prius Plus kaum beansprucht. Das drückt die Unterhaltskosten beträchtlich. Nicht nur in München sind immer mehr Taxler mit einem Toyota Prius unterwegs.

Kopf statt Herz
Toyota Prius Plus

Toyota Prius Plus

Doch ansonsten sieht es auf den meisten europäischen Märkten düster aus. Vergleicht man die generellen Verkaufszahlen des normalen Toyota Prius (ab 26.850 Euro) in unseren Breiten mit denen eines Volumenmodells die Ford Focus, VW Golf, VW Passat oder eines BMW 3ers, kann man es kaum glauben. Der Toyota Prius ist ein Nischenmodell ohne Bedeutung für die meisten nationalen Märkte. In Deutschland werden pro Monat nicht einmal 100 Toyota Prius zugelassen. Doch die Fangemeinde gilt auch in Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz als überaus treu. In zahlreichen Foren diskutieren die Prius-Jünger über eigene Verbräuche, elektrische Reichweiten und den zunehmenden medialen Erfolg der Elektroautos, die dem Prius das Alleinstellungsmerkmal als Ökoauto abspenstig gemacht haben. Sie stehen zu dem polarisierenden One-Box-Design, der ein oder anderen Schwäche im Innenraum oder bauen ihren Standard-Prius in Eigenleistung zum Plug-In-Modell mit Steckerladung um.

Das sieht in seinem Heimatland Japan ganz anders aus. Hier ist der Prius seit Jahren ein absoluter Bestseller. In den USA gibt es regional höchst unterschiedliches Bild: in Kalifornien ist er eines der Erfolgsmodelle und auch in den Neuengland-Staaten oder Florida sind die Verkaufszahlen prächtig. In den meisten anderen Staaten der USA steht der hybride Prius gegen große Pick Ups und Geländewagen auf verlorenem Posten. Im ersten Halbjahr 2015 war der mächtige Pick Up Ford F-150 wieder die Nummer eins mit über 350.000 verkauften Fahrzeugen. Auf Platz zwei der Chevrolet Silverado aus der gleichen Liga mit 275.000 Fahrzeugen. Auf Platz drei die graue Maus Toyota Camry, die seit Jahren einer der Bestseller in den USA liegt. Der Camry hat in den USA ein unerschütterliches Image und liegt damit deutlich vor dem Toyota Prius (US-Preis ab 24.200 Dollar), der in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 um mehr als 21 Prozent verlor. Aktuell liegt der Toyota Prius mit knapp 96.000 verkauften Fahrzeugen (Januar bis Oktober 2015) nur noch auf Platz 41 der amerikanischen Verkaufsstatistik. In diesem Jahr wurden in den ersten zehn Monaten gerade einmal 4.125 Plug-In-Prius (US-Preis ab 29.900 Dollar) verkauft. Kein Wunder, dass Toyota die Plug-In-Version (startet aktuell bei 36.600 Euro) bei der neuen Generation erst einmal nach hinten verschoben hat.

Doch der Rückgang der Verkäufe auf dem US-Markt dürfte nur von kurzer Dauer sein. Viele Kunden warten bereits seit längerem auf die neue Prius-Generation, die im Dezember zu den amerikanischen Händlern kommen soll. Der Toyota Prius IV bietet ein deutlich mutigeres Design, verzichtet jedoch weitgehend auf technische Innovationen, denn sowohl der träge 1,8-Liter-Saugbenziner als auch das polarisierende CVT-Getriebe bleiben dem Neuling erhalten. Zudem hat er trotz einer neuen Plattform ein paar Kilogramm zugelegt und sein Elektromodul verlor sogar sieben Kilowatt. Anders als viele erwartet hatten, verzichtet die vierte Prius-Generation zunächst auf ein Plug-In-Modul. Im Gegensatz zu den neuen Prius-Modellen in Europa bekommen die USA-Versionen zumindest einen zeitgemäßen Lithium-Ionen-Akku.

Von der ersten Prius-Generation wurden 136.000 Fahrzeuge verkauft; gerade einmal 4.800 davon in Europa. Bei der deutlich sehenswerteren Generation II kam die Hybrid-Lawine ins Rollen. Von den weltweit 1.331.000 weltweit verkauften Prius-Modellen kamen jedoch nur 84.000 nach Europa und sogar nur 17.900 Fahrzeuge nach Deutschland. Die Prius-Generation III wurde mit über 2.060.000 Hybriden ein erster echter Erfolg. Die 150.000 in Europa verkauften Modelle fanden in erster Linie in Ländern Kunden, die hohe Hybridzuschüsse zahlten. In Deutschland blieb die Zahl mit 14.500 Verkäufen kleiner als die Vorgängergeneration und unverändert überschaubar.

Cara, 47jährige Mutter aus Anaheim südlich von Los Angeles, schwört auf ihren silbernen Prius. "Ein tolles Auto. Einfach praktisch und er verbraucht fast nichts und ich bekomme alles herein." Ihr Mann Tom sieht das ganze völlig anders: "Häßlicher kann ein Auto kaum aussehen und der Klang beim Beschleunigen ist einfach furchtbar. Vom Motor will ich gar nicht reden", sagt Tom Breck und räumt ein, "ich muss zugeben, dass an dem Wagen meiner Frau nichts dran ist. Wir haben schon den zweiten Prius und sie ist einfach happy. Ich muss mit der Kiste ja nicht fahren. Wenn schön öko, dann würde ich mir zumindest einen Tesla kaufen. Aber ich stehe einfach auf Camaro. Die deutschen Autos sind toll; kann ich mir aber nicht leisten."

Cara und Tom drücken das Prius-Phänomen familienintern auf kleinstem Raum besser denn je aus. Gerade die, die mit Autos nicht viel zu tun haben und einzig günstig von A nach B kommen wollen, mögen den Prius. Viele lieben ihn sogar, weil er auf den ersten Blick eine Verkörperung eines Öko-Images ist, das sich viele nur allzu gerne überstülpen. Mehr als Europa ist der Toyota Prius ein automobiles Statement, das sich von seiner Aussagekraft gegenüber einem Porsche 911 oder einer Mercedes S-Klasse nicht verstecken muss. Doch viele, die sich in den vergangenen Jahren einen Prius in die eigene Einfahrt holten, um nach außen hin ein Öko-Image zu zelebrieren, werden mittlerweile anderswo fündig. Denn in Sachen Image zählt Elektroautos wie ein Chevrolet Volt, ein Nissan Leaf oder gar das Luxusmodell Tesla Model S deutlich mehr als eine Hybridversion, die mittlerweile viele bieten.

Das hat auch Toyota-Chef Akio Toyoda erkannt und hat auf der heimischen Tokio Motorshow mehr Emotionalität für die eigenen Fahrzeuge ausgerufen. "Wir wollen bessere Autos machen", so Akio Toyoda, "und die Mobilität unterhaltsamer als je zuvor." Das ungewöhnliche eigene Motto des Toyota-Messeauftritts: "Wow!" Fehlen nur noch die entsprechenden Wow-Autos. Denn auch wenn in Japan oder im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien viele die neue Prius-Generation herbeisehnen, Emotionalität sieht anders aus.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(