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Los Angeles Auto Show 2013: Dickschiffe im Anmarsch

Bigger is beautiful. Auf der Los Angeles Auto Show spielen große SUVs die Hauptrolle. Die deutschen Hersteller trumpfen ebenfalls auf: Porsche enthüllt den Macan und Mini die nächste Generation des Retro-Kleinwagens.

Was kratzt es mich, wenn die anderen darben? Als ob es Öl im Überfluss gäbe, stehen bei der diesjährigen Los Angeles Auto Show wieder SUVs im Rampenlicht. Und das sind keine Sprit-Minimalisten, im Stile eines VW Taigun. In der Westküsten-Metropole setzen vor allem die amerikanischen Hersteller auf markanten Offroader. Unter 4,50 Metern Länge geht eigentlich gar nichts. Fünf Meter sind immer noch angemessen.

Wenn die Amerikaner von Full-Size-SUVs sprechen, ist das angesichts der 5,70 Metern Länge des neuen Cadillac Escalade fast schon ein Euphemismus. Als wenn der mächtige Familien-Transporter ob seiner schieren visuellen Wucht nicht schon genug Aufmerksamkeit im Rückspiegel bekommt, hat der Kühlergrill noch eine Extra-Portion Chrom bekommen und die Scheinwerfer strahlen in Voll-LED-Technik. In der gleichen Ausmaße-Liga wie der Cadillac spielt der GM-Markenbruder Chevrolet Suburban. Wie der Name schon sagt, ist der "Vorstädtler" eher für längere Touren gemacht. Da alle guten Dinge drei sind, gibt es auch noch den gleich großen Yukon XL von GMC zu sehen. Ohne dem Extra-Large-Zusatz im Namen kommt der Yukon mit einer Länge von 5,18 Metern und einem Leergewicht von 2,5 Tonnen eine Spur weniger mächtig daher, was aber immer noch länger ist, als ein Audi-Q7-Format. Da sich der GM Tahoe, der ebenfalls bei der LA Auto Show zu bewundern sein wird, mit seinem Markenbruder die Technik teilt, sind auch die Maße identisch.

Gegen diese rollende Schlachtschiffe mutet der BMW-X5- und VW-Touareg-Konkurrent Ford Edge mit seinen 4,72 Metern fast schon schmächtig an. Der Edge gibt eher den kommoden Familienfreund und hat viele moderne Assistenzsysteme an Bord. Honda will sich da nicht lumpen lassen und präsentiert die Serienversion der Studie Urban SUV. Vermutlich verpasst Land Rover dem Range Rover mit der Verlängerung des Radstandes ein paar Extra-Zentimeter Fußraum im Fond. Auch Pickups sind jenseits des großen Teichs nach wie vor gefragt: Eventuell bringen GMC mit dem Canyon und Chevrolet mit dem Colorado auch die neuen Versionen der Arbeitstiere mit Ladefläche in die Pazifik-Metropole.

Porsche lüftet endlich den Schleier und enthüllt den Macan. Der kleine Bruder des Cayenne basiert zwar auf der Plattform des Audi Q5 hat aber ein paar technische Modifikationen bekommen - unter anderem beim Allradantrieb. Die Zuffenhausener Ingenieure versprechen sich davon noch mehr Agilität und Porsche-gemäße Fahrleistungen. Beides garantiert das neue 911er Turbo-Cabriolet mit 520 beziehungsweise 560 PS in der scharfen S-Version.

Mini zeigt endlich die lang erwartete dritte Generation des Minis, der deutlich länger sein wird, als die aktuellen Modelle. Die seriennahe Studie Mini Vision zeigte, wie der neue Kleinwagen aus Oxford aussehen wird. Auffällig ist der größere Kühlergrill, dessen Aussehen sich wieder mehr an den Ur-Minis orientiert. Die Motoren kommen jetzt ausschließlich von BMW. Erstmals wird es auch einen Dreizylinder geben. Die große Mutter BMW hat das sportlich-formschöne 4er Cabrio im Gepäck, das wieder ein Klappdach haben wird. Zur Markteinführung gibt es zwei Benziner und einen Diesel, Alles bekannte Aggregate aus dem Technik-Regal des Konzerns: Also der 306-PS-Reihensechszylinder für den 435i, beim 428i Cabrio sind es vier Töpfe und 245 PS. Der Zweiliter Diesel hat die identische Zylinderanzahl und 184 PS.

Rollentausch: Pick-up reißt Abschleppwagen in die Luft – doch dann schlägt das Karma zu

Mercedes hat wohl den V12-Dampfhammer S65 mit 630 PS und brutalen 1.200 Newtonmetern Drehmoment im Gepäck. Die Luxus-Limousine mit diesem brachialen Antrieb wird vor allem in den USA und in China Abnehmer finden. Insofern, ist der Zeitpunkt und der Ort der Präsentation gut gewählt. Jaguar zeigt in Los Angeles den erfolgreich gestarteten F-Type als Coupé.

Und was ist mit Subaru? Ja, diese Marke gibt es durchaus noch, und dem Vernehmen nach, geben die Japaner in der Stadt der Engel ein echtes Lebenszeichen von sich. Der BRZ soll endlich serienreif sein. Aber noch viel mehr wird die neue Straßenversion der Rallye-Rakete WRX STi von den Fans erwartet. Die Studie WRX Concept Car gab schon einen Ausblick auf den Kult-Renner: Der neue WRX ist optisch deutlich dynamischer, flitzt geduckter über den Asphalt und dürfte auch mehr Power als die 300 PS des Vorgängers haben. Nissan will den Juke Nismo RS Concept zeigen. Die extra potente Variante hat dem Vernehmen nach 274 PS. Toyota hält die Karten noch sehr na an der Brust. Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, steht in Los Angeles die erste seriennahe Studie des Brennstoffzellen-Fahrzeugs FCHV (Fuel Cell Hybrid Vehicle) das 2015 auf den Markt kommen soll.

Press-Inform / pressinform

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