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Drei Jahre nach dem Unfalltod von Paul Walker Als wäre es gestern gewesen

Vor allem durch seine Hauptrolle in den Fast and Furious-Filmen wurde er berühmt.
Vor allem durch seine Hauptrolle in den Fast and Furious-Filmen wurde er berühmt.
© press-inform - das Pressebuero
Als am 30. November 2013 die Welt vom Tod des Schauspielers Paul Walker erfuhr, brach für zahllose Fans eine Welt zusammen. Ein Besuch an der Unfallstelle zeigt, dass auch drei Jahre später der Hype um seine Person nicht abgerissen ist.

Knapp 15 Meter breit und von zahlreichen Reifenspuren übersät, führt sie durch ein Industriegebiet im kalifornischen Santa Clarita, nördlich von Los Angeles. Unfallschwerpunkt? Auf gar keinen Fall! "Wer hier allein den Randstein berührt, dem sollte der Führerschein entzogen werden", denkt sich der Normalbürger. Wie genau die Stelle, an der sich der Kelly Johnson Parkway und die Hercules Street vereinen, zu einer der traurigsten Straßenabschnitte der vergangenen Jahre werden konnte, weiß bis heute eigentlich auch noch niemand so recht. Die Rede ist vom tragischen Unfalltod des Filmstars Paul Walker und seines Freundes Roger Rodas in einem Porsche Carrera GT. Was von dem einstigen Millionen-Supersportwagen und dem Bäumchen, an dessen Stamm die letzte Fahrt von Paul Walker jäh endete, übriggeblieben ist, ist kaum der Rede wert. Der in ca. 20 Zentimeter Höhe abgeschnittene Baumstumpf misst nur knapp 20 Zentimeter im Durchmesser. An ihm befestigt wurde von seinen Fans ein Modell seines Filmautos, eines Nissan Skyline R34, ein Schraubendreher und eine sieben Euro teure V6-Uhr.

Paul Walker IV wurde am 12. September 1973 im kalifornischen Glendale geboren. Er wuchs zusammen mit seinen beiden Brüdern, Caleb und Cody, sowie seinen Schwestern Ashlie und Amie auf. In seiner Freizeit spielte er Fußball und ging, wie sollte es anders in Kalifornien sein, Surfen. Seine Eltern, der Kanalarbeiter Paul William Walker III und das Model Cheryl Walker trennten sich im September 2004. Sein Großvater, William Walker, war ein Überlebender der Pearl Harbour-Attacke und zugleich ein Mittelgewicht-Box-Champion innerhalb der Marine.

Im Jahr 1986 wurde er für die erste Staffel der Familien-Sitcom Throb gecastet und begann zeitgleich eine Modelkarriere. 1991 erreichte er an der Village Christian High School in Sun Valley seinen High School-Abschluss. Dank des Engagements einiger Freunde und eines alten Casting-Agenten versuchte er sein Glück erneut in der Schauspielerei. Sein erster Auftritt fand in Deedles - Die Surfer mit dem Brett vorm Kopf im Jahr 1998 statt. Nach dem zugegebenermaßen eher mäßigen Film landete er mit Pleasantville - Zu schön, um wahr zu sein 1998 seinen ersten Hit. Es folgen die Teenie-Hits Varsity Blues, Eine wie keine und The Skulls, die seinen Aufstieg in die Welt der Hollywood-Stars ebneten. Im April 2000 zierte er zum ersten Mal das Titelblatt der Vanity Fair.

Dass er sich vor allem in Kampfszenen nicht gern hat doubeln lassen, liegt unter anderem daran, dass er es selbst sehr gut konnte. Er studierte verschiedenste Kampfkünste wie Eskrima, Jeet Kune do, Jiu Jitsu und Taekwondo. Am 4. November 1998 wurde seine Tochter Meadow Walker geboren. Der Start in die Welt von The Fast and the Furious und in seine Paraderolle als Undercover-LAPD-Polizist Brian O\'Conner begann im Jahr 2001. Es folgten bis heute noch weitere sechs Ableger der erfolgreichen Filmreihe. Als er am 30. November 2013 bei einem Autounfall gemeinsam mit seinem Freund Roger Rodas ums Leben kam, befand er sich auf dem Rückweg von einer Wohltätigkeitsveranstaltung der von ihm ins Leben gerufenen Initiative Reach Out Worldwide (ROWW). Lucas Wimer, ROWW-Gründungsmitglied: "Paul das Herz und die Seele dieser Organisation. Dass sein Bruder Cody uns nun unterstützt ist ein wahrer Segen."

Paul Walker befand sich zudem mitten in den Dreharbeiten zum siebten Fast and Furious-Teil. Knapp vier Monate nach seinem Unfalltod wurden diese wieder aufgenommen und seine noch fehlenden Szenen mithilfe mehrerer Body-Doubles und CGI-Effekte vollendet. Gerüchten zufolge soll es im achten Teil, der am 14. April in die Kinos kommt, sogar ein kurzes Wiedersehen mit Paul Walker geben. Wie? Das steht noch nicht fest. Eines steht fest: Seine Fans würden es begrüßen. Zahllose Beileidsbekundungen auf dem Randstein an seiner Unfallstelle, der offensichtlich im Wochen-Rhythmus gereinigt werden muss und die Klickzahlen der aktuell mehr als 2,2 Milliarden Mal geklickten musikalischen Hommage See You Again (https://youtu.be/RgKAFK5djSk) zeigen nur zu gut, dass Paul Walker auch drei Jahre nach seinem Tod in den Herzen seiner Fans einen festen Platz hat.

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