HOME
Test

Streamingbox: So gut ist das neue Amazon FireTV

Das neue FireTV ist kleiner und günstiger als der Vorgänger - hat aber trotzdem mehr auf dem Kasten. Wir verraten, was es taugt - und für wen sich der Kauf lohnt.

Amazon FireTV Test

Auch der neue FireTV lässt sich per Sprachfernbedienung steuern

Der FireTV Stick ist die beliebteste Streaming-Box der Welt. Dass er nur die günstige Version des potenteren FireTV ist, wissen viele Nutzer vermutlich gar nicht. Jetzt rücken die beiden Geräte noch einmal mehr zusammen. Seit heute ist das neue FireTV erhältlich. Es ist fast genauso klein, leistungsfähiger - und trotzdem mit einem Preis ab 79,99 Euro kaum teurer als sein kleiner Bruder. Wir haben es getestet.

Die markanteste Änderung ist das neue Gehäuse. Das alte FireTV war noch eine quadratische Box mit einer Kantenlänge von knapp 11,5 Zentimetern. Das Neue ist gehörig geschrumpft. Die Kanten sind nur noch 6,5 Zentimeter lang. Statt in der TV-Bank platziert zu werden, baumelt es nun am fest verbauten HDMI-Kabel hinter dem Fernseher. Das gefällt sicher nicht jedem, vor allem bei frei stehenden Geräten wirkt der herumhängende Kasten wenig ästhetisch. Mit einem HDMI-Verlängerungskabel lässt sich das aber schnell lösen.

Amazon FireTV Test

Das FireTV wird nur noch an der Rückseite des Fernsehers angehängt

 

(Fast) alles an Bord

Neben dem kleineren Gehäuse bringt das FireTV auch technische Neuerungen mit. Zusätzlich zur UltraHD-Auflösung 4K beherrscht es nun auch den modernen Bildstandard HDR. Im Test mit HDR-Serien von Netflix und Amazon Prime konnte das Bild voll überzeugen. Das Bild ist scharf, die Farbdarstellung mit HDR-10 hervorragend. Passende Inhalte gibt es etwa bei Netflix und auch Amazon, die noch beschränkte Auswahl dürfte in nächster Zeit deutlich anwachsen.

+++ Hier finden Sie unseren Test zum iPhone X +++

Auch für Audio-Fans bringt das FireTV eine Neuerung mit: Es unterstützt nun Dolby Atmos, bei dem der Sound über die Köpfe der Zuschauer projiziert wird. Hier erklären wir die Technologie. Das dürfte vor allem Apple ärgern: Selbst das neue AppleTV 4K (hier bei uns im Test) unterstützt Dolby Atmos bisher nicht, dabei kostet es mit 189 Euro mehr als doppelt soviel wie das FireTV.

Amazon schneller als der Fernseher

Der Hauptgrund für den Kauf eines FireTV dürfte nach wie vor die tolle Bedienbarkeit sein. Auch das neue Gerät reagiert gewohnt flink. Obwohl Amazon denselben Prozessor wie beim Vorgänger verbaut, reicht das locker aus, um die meisten Smart-TVs alt aussehen zu lassen.

Die Oberfläche ist dieselbe, die im Frühjahr mit dem neuen FireTV Stick (hier finden Sie unseren Test) eingeführt wurde. Die Steuerung mit der minimalistischen Fernbedienung funktioniert sehr intuitiv. Nach wie vor steht Amazons eigener Videodienst Prime Video im Vordergrund, die gute Suchfunktion zeigt aber auch Ergebnisse bei Netflix und Co. an. 

Die meisten wichtigen Streamingangebote wie Netflix, Spotify und die Mediatheken der TV-Sender sind als Apps verfügbar. Der Onlinedienst des PayTV-Senders Sky - Sky Ticket - lässt sich allerdings nur über eine umständliche Prozedur installieren. Auch iTunes-Inhalte fehlen.

Produktvorstellung: Echo Show, Fire TV und Echo Plus - mit diesen Geräten sagt Amazon Apple den Kampf an

Alexa auf dem Fernseher

Besonders punkten kann Amazon mit der Integration seiner Assistentin Alexa in die Fernbedienung. Hält man die Mikrofontaste gedrückt, steht derselbe Funktionsumfang wie bei einem Amazon Echo zur Verfügung. Neben Sucheingaben kann man so auch einfache Fragen stellen, Termine erstellen, nach Rezepten suchen oder sich etwa das Wetter anzeigen lassen. Auch die Steuerung von Smarthome-Elementen ist möglich. Die Bedienung des FireTVs über einen echten Amazon Echo funktioniert nach wie vor nicht, soll aber irgendwann nachgereicht werden.

Ein klares Manko ist der fehlende Netzwerkanschluss: Das FireTV kann sich nur per Wlan verbinden, was bei älteren Routern zu Problemen bei der Übertragung hochaufgelöster Inhalte führen kann. Amazon bietet für 15 Euro einen Adapter für Ethernet-Kabel an, der auch gut zu funktionieren scheint. Allerdings baumelt dann noch eine zweite kleine Box hinter dem Fernseher herum.

Fazit: Tolle Streamingbox zum Kampfpreis

Mit schneller Bedienung, Unterstützung für alle modernen Standards, zahlreichen Apps und Alexa-Support überzeugt Amazons neues FireTV auf voller Linie. Rein technisch ist es eine der besten Streamingboxen am Markt. Einzig das kurze HDMI-Kabel und der fehlende Netzwerk-Stecker sind als Mankos zu nennen.

Der Preis von nur knapp 80 Euro ist eine echte Kampfansage. Der kleine FireTV Stick ist mit 40 Euro zwar günstiger, bietet ohne 4K, HDR und Dolby Atmos aber auch weniger. Das AppleTV 4K kostet mehr als doppelt soviel, beherrscht aber ebenfalls nicht alle Standards. 

Eine klare Kaufempfehlung gibt es aber trotzdem nicht: Den meisten Kunden dürfte aktuell noch der kleine Stick ausreichen, schließlich kommen HDR und Dolby Atmos erst langsam in der Fernseher-Mittelklasse an. Wer aber das passende Endgerät besitzt, darf bedenkenlos zuschlagen. Die 40 Euro Aufpreis ist das bessere Bild allemal wert.

Weitere Tests auf stern.de

  • Hier finden Sie unseren Test der Apple Watch Series 3
  • Hier finden Sie unseren Test der iPhone 8
  • Hier finden Sie unseren Test des Apple TV 4K
  • Hier finden Sie unseren Test des Samsung Galaxy Note 8
  • Hier finden Sie unseren Test des neuen iPhone X
  • Hier finden Sie unseren Test der neuen Nokia-Smartphones
  • Hier finden Sie unseren Test des Huawei Matebook 
    Foto-Duell: iPhone 8 Plus gegen Galaxy Note 8: Was knipst die besseren Bilder?
    iPhone 8 Plus gegen Note 8: Showdown der Foto-Giganten

    Beide Smartphones stellen viele Details dar. Schon nach weniger Bildern merkt man allerdings wieder: Samsungs Smartphone-Kameras haben einen Hang zu knalligen Farben. Auch diesmal fällt das Note (links) mit einem sichtbaren Gelbstich auf, der die Bilder etwas poppiger erscheinen lässt.


Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.