FDP-Fraktionschef Andreas Silbersack hat den Programmentwurf der AfD Sachsen-Anhalt für die Landtagswahl kritisiert. "Es ist irgendwie ein Zusammenführen der 30er Jahre mit der DDR-Zeit und dem Glauben daran, dass eine Mischung daraus die Zukunft sein könnte", sagte Silbersack in Magdeburg. Er warnte vor einem "Überwachungsstaat", wenn die AfD in eine Lage kommen sollte, ihre Ideen umzusetzen. Der FDP-Politiker kritisierte zudem, dass die AfD das Thema Inklusion in den Schulen beenden wolle.
Aus dem Entwurf des AfD-Wahlprogramms geht hervor, dass die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei etwa in der Migrationspolitik sowie in der Demokratie- und Kulturförderung einen radikalen Kurswechsel plant. Fördermittel sollen Vereine nur noch dann erhalten, wenn sie "ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung" abgelegt haben.