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+++ Newsticker zur Ebola-Epidemie +++: Arzt in New York unter Ebola-Verdacht

In New York ist ein Arzt, der zuvor in Westafrika war, in eine Klinik eingeliefert worden. In Oberhausen klagt ein Ghanaer über Übelkeit und Erbrechen. Alle Neuigkeiten im stern-Newsticker.

+++ Microsoft-Mitgründer spendet 100 Millionen Dollar +++

Microsoft-Mitgründer Paul Allen (61) will den Kampf gegen Ebola mit mindestens 100 Millionen Dollar (etwa 79 Millionen Euro) unterstützen. Er wolle unter anderem Möglichkeiten für den Transport infizierter Mediziner aus West-Afrika finanzieren, kündigte Allen auf seiner Website an. Die Unsicherheit, ob sie im Falle einer Erkrankung aus West-Afrika herauskommen, halte Fachkräfte vom Einsatz in den Krisengebieten ab, argumentierte er. Allen hatten den Kampf gegen Ebola bereits seit August mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt und stockt nun seinen Beitrag auf. Er hatte Mitte der 1970er Jahre gemeinsam mit Bill Gates Microsoft gegründet. Allen zog sich allerdings nach einer Krebserkrankung in den 1980er Jahren aus dem Software-Unternehmen zurück.

+++ Ebola-Verdachtsfall in New York +++

In der US-Metropole New York ist ein Arzt mit dem Verdacht auf Ebola in eine Klinik gebracht worden. Der Mann habe Symptome der Krankheit und sei unlängst in Westafrika gewesen, teilen die lokalen Gesundheitsbehörden mit. Er werde derzeit in einer New Yorker Klinik untersucht. An der New Yorker Börse gaben die Aktienkurse in Folge der Nachricht umgehend einen Teil ihrer zuvor erzielten Gewinne wieder ab.

+++ Ebola-Verdacht bei Mann in Oberhausen +++

In Deutschland gibt es einen neuen Ebola-Verdachtsfall. Betroffen ist ein Mann in Oberhausen, sagte ein Sprecher der Stadt. "Die sogenannte Bio Task Force aus Essen ist bei dem Menschen vor Ort eingetroffen und schaut ihn an", erklärt er weiter. Erhärtet sich der Verdacht, werde der Mann zur Universitätsklinik nach Düsseldorf transportiert, die mit ihrer Isolierstation spezialisiert sei. Alle bekannten Kontaktpersonen des Mannes sind vorsorglich isoliert worden. Es handele sich um neun Personen, unter anderem drei Mitarbeiter des Rettungsdienstes, zwei Polizisten und ein Nachbarn.

+++ EU-Kommission gibt 24,4 Millionen Euro für Forschung +++

Im Kampf gegen Ebola stellt die EU-Kommission 24,4 Millionen Euro zur Verfügung, um die Suche nach einem Impfstoff und Behandlungsmethoden voranzubringen. Die Mittel fließen in fünf Forschungsprojekte bei Pharmaunternehmen und Fachinstituten. Sie reichten von groß angelegten klinischen Tests möglicher Impfstoffe bis zu Studien über die Wechselwirkung zwischen dem Virus und dem Körper von Infizierten.

+++ Hamburger Ebola-Experte reist nach Sierra Leone +++

Der Arzt des ersten Ebola-Patienten in Deutschland, der Hamburger Tropenmediziner Stefan Schmiedel, wird bald selbst im Krisengebiet in Westafrika helfen. Er werde am Mittwoch für die Organisation Ärzte ohne Grenzen für drei Wochen nach Sierra Leone reisen, sagt Schmiedel - in ein Krankenhaus, "das mitten im Hauptendemiegebiet liegt".

+++ Cameron drängt zu Hilfspaketen +++

Großbritanniens Premierminister David Cameron drängt die Regierungschefs der anderen EU-Länder zu mehr Engagement gegen die Ebola-Seuche. Verliere die Gemeinschaft den Kampf, riskiere sie künftige Fälle in Europa, sagt der Brite beim EU-Gipfel in Brüssel. Großbritannien hab ein umgerechnet rund 159 Millionen Euro schweres Hilfspakt für Sierra Leone, Liberia und Guinea geschnürt. Die anderen EU-Staaten sollten, so Cameron, diesem Beispiel folgen und ihren Einsatz verstärken.

+++ USA überwachen Reisende drei Wochen +++

Flugreisende aus den hauptsächlich betroffenen Ländern sollen künftig nach ihrer Ankunft in den Vereinigten Staaten drei Wochen lang beobachtet werden, kündigt die US-Seuchenbehörde CDC an. Reisende aus Sierra Leone, Guinea und Liberia werden an ihrem endgültigen Zielort in den USA künftig täglich untersucht. Bei den 21 Tagen handelt es sich um die maximale Inkubationszeit von Ebola, also dem Zeitraum zwischen Anstecken und Auftreten von Symptomen. Die neue Maßnahme soll am 27. Oktober in Kraft treten.

+++ Fast 10.000 Ebola-Erkrankte +++

Die Zahl der bekannten Ebola-Fälle nähert sich laut WHO der Marke von 10.000. Bis zum 19. Oktober seien der Organisation zufolge 9936 Kranke gemeldet worden. Mindestens 4877 Menschen seien an der Infektion gestorben. Die Dunkelziffer gilt jedoch als hoch. Außerdem fehlen Krankenhausbetten, lediglich ein Viertel des Bedarfs sei gedeckt. Eigentlich müssten 50 Behandlungszentren eingerichtet werden. Von ausländischen Ärzteteams gebe es jedoch nur feste Zusagen für 30 Stationen.

+++ US-Krankenschwester geheilt +++

Eine der beiden mit dem Ebola-Virus infizierten US-Pflegekräfte hat die Krankheit offenbar überwunden. Medien zitieren aus enier Erklärung der Familie von Amber Vinson. Demnach hat die 29-Jährige das Virus nicht mehr, muss aber zur weiteren Behandlung noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben. Der Erklärung zufolge soll die Krankenschwester auf eine andere Station in dem Krankenhaus im Bundesstaat Georgia verlegt werden, wo sie behandelt wird. Dort müsse sie noch eine Weile bleiben, um wieder "zu Kräften zu kommen".

+++ Obama: Texas und Ohio sind vorbereitet +++

US-Präsident Barack Obama schätzt den Erfolg im Kampf gegen Ebola in seinem Land vorsichtig optimistisch ein. Er sei überzeugt, dass Kliniken in Texas und Ohio vorbereitet seien, falls in den beiden Bundesstaaten Fälle der Viruserkrankung aufträten, so Obama in der Nacht zu Donnerstag.

+++ Nestle produziert weiter in Westafrika +++

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestle will trotz der Ebola- euche die Produktion in seinen acht Fabriken in West- und Zentralafrika nicht herunterfahren. Bisher gebe es keine Einschränkungen bei der Belieferung der Standorte oder dem Transport, so Firmenchef Paul Bulcke. "Das könnte passieren, aber es ist noch nicht passiert." Nestle werde gegebenenfalls reagieren, wenn sich Ebola ausbreite.

nck/yps/haw/Reuters/DPA/AFP / DPA / Reuters