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News des Tages: Nun demonstrieren auch Schüler in Frankreich - so viele Festnahmen gab es am Nikolaustag

Schülerproteste in Frankreich: 700 Festnahmen +++ Mutter in Russland schlägt Sohn mit Pantoffel tot +++ Ermittlungen gegen Beamte wegen Verrats von Dienstgeheimnissen an Mafia +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Schülerproteste in Frankreich: Es gab mehr als 700 Festnahmen am Nikolaustag

Schülerproteste in Frankreich: Es gab mehr als 700 Festnahmen am Nikolaustag

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Schülerproteste in Frankreich: 700 Festnahmen (21.15 Uhr)
  • Mutter in Russland tötet Sohn mit Pantoffel (18.04 Uhr)
  • Beamte verrieten wohl Geheimnisse an Mafia (14.39 Uhr)
  • Elfjähriger findet getötete Mutter in Schlafzimmer (12.40 Uhr)
  • Bankräuber schießt Mann an und flüchtet per Rad (9.47 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:  

+++ 22.15 Uhr: Tudeau: Keine Einflussnahme auf Festnahme von Huawei-Finanzchefin +++

Die kanadische Regierung hat nach Angaben von Premierminister Justin Trudeau keinen Einfluss auf die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Technologie-Konzerns Huawei genommen. "Ich kann allen versichern, dass wir ein Land mit einer unabhängigen Justiz sind", sagte Trudeau am Donnerstag vor Reportern in Montreal. "Die zuständigen Behörden haben die Entscheidung in diesem Fall ohne jede politische Einmischung oder Beeinträchtigung getroffen." China hat mit scharfem Protest gegen die USA und Kanada auf die Festnahme der Top-Managerin Meng Wanzhou reagiert. 

+++ 21.15 Uhr: Nun demonstrieren auch die Schüler in Frankreich - 700 Festnahmen +++

Mehr als 700 Schüler sind am Donnerstag bei den landesweiten Protesten in Frankreich vorübergehend festgenommen worden. Durch die Demonstrationen sei in fast 280 Schulen der Betrieb gestört worden, 45 davon seien blockiert worden, verlautete aus dem Innenministerium in Paris. An den Schülerprotesten gegen härtere Auswahlkriterien beim Hochschulzugang und befürchtete Kürzungen beim Lehrpersonal hatten sich tausende Gymnasiasten und Mittelschüler beteiligt, vielerorts kam es zu Gewalt.

+++ 21.02 Uhr: Frankreich will am Samstag fast 90.000 Sicherheitskräfte einsetzen +++

Angesicht neuer Proteste der "Gelbwesten" wird Frankreich an diesem Samstag im ganzen Land rund 89 000 Sicherheitskräfte einsetzen. Davon entfielen 8000 auf die Hauptstadt Paris, sagte Premierminister Édouard Philippe am Donnerstagabend dem TV-Sender TF1. Die Zahl ist deutlich höher als die 65 000, von denen zunächst die Rede gewesen war. "Das ist eine außergewöhnliche Mobilmachung", resümierte der Premier. Es solle in Paris auch etwa ein Dutzend gepanzerter Fahrzeuge der Gendarmerie eingesetzt werden. "Wir wollen nicht(....), dass die Republik, die Institutionen (und) die gemeinsame Sicherheit aufs Spiel gesetzt werden." Am vergangenen Wochenende war in Paris zu schweren Krawallen gekommen, über 400 Menschen waren festgenommen worden.

+++ 20.45 Uhr: Kein TV-Duell zwischen Premierministerin May und Labourchef Corbyn +++

Ein TV-Duell zwischen der britischen Premierministerin Theresa May und Oppositionschef Jeremy Corbyn kommt vor der Brexit-Abstimmung im Unterhaus am 11. Dezember nun doch nicht zustande. Nach der BBC sagte auch der Sender ITV entsprechende Pläne für diesen Sonntag ab. May wollte bei der BBC auftreten, um für ihren Brexit-Deal zu werben. Labourchef Corbyn bevorzugte ein anderes Format bei ITV. Ein Sprecher der Downing Street warf dem Alt-Linken vor, "von Angst getrieben" vor der TV-Debatte wegzulaufen.

+++ 20.10 Uhr: US-Kongress verabschiedet Übergangshaushalt - Streit um Mauer vertagt +++

Der US-Kongress hat einen Übergangshaushalt verabschiedet und damit einen drohenden Stillstand von Teilen der Regierung vorerst abgewendet. Damit haben die Abgeordneten und Senatoren die Diskussion um die Finanzierung der von Präsident Donald Trump geforderten Mauer an der Grenze zu Mexiko aber nur vertagt. Der Streit darüber könnte sich in den kommenden zwei Wochen zuspitzen. 

Mit dem Übergangshaushalt, den das Repräsentantenhaus und der Senat am Donnerstag nacheinander beschlossen, werden mehrere Ministerien bis zum 21. Dezember finanziert. US-Präsident Donald Trump hat bis Freitagabend Zeit, das Paket zu unterzeichnen. 

Im Kongress gibt es seit Monaten Streit über die Gelder für die Mauer. Trump fordert 25 Milliarden US-Dollar für den Bau. Die Demokraten und einige Republikaner sind dagegen. Es wurde erwartet, dass Trump sich in der kommenden Woche mit den demokratischen Fraktionschefs Nancy Pelosi und Chuck Schumer trifft, um über das Thema zu reden. 

+++ 19.43 Uhr: Eiffelturm und mehrere Museen schließen vor "Gelbwesten"-Protest +++

Wegen der erwarteten Gewalt bei den "Gelbwesten"-Protesten wird am Samstag das Pariser Wahrzeichen dichtgemacht: Der Betreiber des Eiffelturms kündigte an, den Turm am Samstag für Besucher zu schließen. Die erwarteten Ausschreitungen bei den Demonstrationen machten es unmöglich, für die "angemessene Sicherheit" zu sorgen, hieß es. Auch andere Sehenswürdigkeiten bleiben am Samstag geschlossen.

Video: Brennende Autos in Frankreich

Paris-Besucher müssen mit massiven Einschränkungen rechnen. Zahlreiche Museen, darunter der weltberühmte Louvre und das Musée d'Orsay, bleiben geschlossen, wie Kulturminister Franck Riester mitteilte. "Wir müssen unsere Kulturstätten in Paris und überall in Frankreich schützen", sagte Riester. 

+++ 19.08 Uhr: Ein Toter bei Kollision zweier US-Militärflugzeuge vor japanischer Küste +++

Beim Zusammenprall zweier US-Militärflugzeuge vor der japanischen Küste ist mindestens ein Soldat ums Leben gekommen. Fünf weitere würden noch vermisst, teilte die US-Armee mit. Gemeinsam mit dem japanischen Militär wurde eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet. Ein Besatzungsmitglied konnte nach US-Angaben aus dem Meer gerettet werden. Das Unglück hatte sich ereignet, als ein Kampfjet in der Luft aufgetankt werden sollte. Der Gesundheitszustand des geretteten Soldaten sei stabil, teilte das US-Marinekorps mit. Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums hatte er im Cockpit des F-18-Kampfjets gesessen, der am Mittwoch rund hundert Kilometer vor der japanischen Küste bei einem Trainingsflug mit dem Tankflugzeug vom Typ C-130 kollidiert war. Beide Maschinen stürzten ins Meer. An Bord des Kampfflugzeugs befanden sich zwei Soldaten, in der zweiten Unglücksmaschine saßen fünf Besatzungsmitglieder.

+++ 18.20 Uhr: Enkel gesteht Tötung der Großmutter +++

Die Großmutter stand am Fenster in ihrer Küche, als der Enkelsohn von hinten angriff: Sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 80-Jährigen in Berlin hat der Prozess mit einem Geständnis begonnen. "Ich habe meine Oma erwürgt", gab deren Enkel am Donnerstag beim Landgericht zu. Warum es im Mai 2018 zu dem Verbrechen kam, könne er nicht erklären. Er habe seine Oma sehr gemocht und sei ihr Lieblingsenkel gewesen, so der 28-Jährige. Die Staatsanwaltschaft geht von einem heimtückischen Mord aus Habgier aus: Der Enkel habe am Vortag entgegen der Absprache mit der EC-Karte der Großmutter rund 1400 Euro für sich ausgegeben. Zudem habe die Seniorin in Erwägung gezogen, ihr Grundstück, das sie bereits dem 28-Jährigen übertragen hatte, doch zu verkaufen. Er habe die Frau von hinten angegriffen und sie zunächst gewürgt. "Da sie noch nach Luft rang, holte er ein Kissen und presste es ihr auf das Gesicht."

+++ 18.04 Uhr: Mutter in Russland schlägt Sohn mit Pantoffel - Kind stirbt +++

Eine Mutter in Russland hat ihren dreijährigen Sohn so heftig mit einem Pantoffel geschlagen, dass er daran starb. Ein Gericht in der Kleinstadt Frolowo bei Wolgograd verurteilte sie deshalb zu acht Jahren Gefängnis, wie die Agentur Interfax meldete. Die 33-jährige Mutter hatte das Kleinkind mit dem Pantoffel auf den Bauch geschlagen. Darauf kam es nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu einer Bauchfellentzündung und einer Blutvergiftung, an denen der Junge vier Tage nach den Schlägen starb. Die Mutter habe ihre Tat gestanden. Sie wurde der fahrlässigen Tötung eines Kindes schuldig gesprochen.

+++ 17.41 Uhr: US-Handelsdefizit steigt auf höchsten Stand seit zehn Jahren +++

Das Defizit der US-Handelsbilanz ist entgegen den Zielen von Präsident Donald Trump auf den höchsten Stand seit zehn Jahren geklettert. Mit dem Rest der Welt hätten die USA im Oktober ein Handelsdefizit von 55,5 Milliarden US-Dollar verzeichnet, teilte das amerikanische Handelsministerium in Washington mit. Das ist das höchste Defizit seit Oktober 2008. Für US-Präsident Trump ist das keine gute Nachricht. Eigentlich will er durch seine Handelspolitik und Strafzölle das Defizit im Außenhandel deutlich senken. Stattdessen liegt es nun aber gegenüber dem Zeitpunkt von Trumps Amtsantritt im Januar 2017 knapp 9 Milliarden Dollar höher.

+++ 17.33 Uhr: Paketbombe in norwegischem Polizeirevier gefunden +++

Die norwegische Polizei hat eine Bombe entschärft, die an ein Polizeirevier geschickt worden war. Die norwegische Polizei bestätigte die Echtheit der Bombe und dass sie große Schaden hätte verursachen können. "Wir sehen darin eine Attacke gegen die Polizei", erklärte Polizeikommissar Steven Hasseldal auf einer Pressekonferenz. Verdächtige gebe es bisher nicht. 

+++ 17.19 Uhr: Israel findet zweiten Hisbollah-Tunnel UN-Mission soll helfen +++

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen zweiten "grenzquerenden Angriffstunnel" der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah im israelisch-libanesischen Grenzgebiet gefunden. Israel habe die UN-Mission Unifil im Libanon gebeten, bei der Zerstörung des Tunnels zu helfen, teilte Armeesprecher Jonathan Conricus mit. Hisbollah habe durch diesen und weitere Tunnel Elitekämpfer in den Norden Israels bringen wollen, um entweder Gebiete zu isolieren oder Zivilisten und Soldaten gefangen zu nehmen. Israel hatte am Dienstag nach eigenen Angaben einen ersten Hisbollah-Tunnel gefunden, kurz nachdem die Armee einen Spezialeinsatz im Grenzgebiet zum Libanon begonnen hatte.

+++ 17.17 Uhr: Bundeswehr rüstet auf - neues Panzerbatallion und Digitalisierung +++

Mit der Aufstellung eines neuen Panzerbataillons stärkt die Bundeswehr ihre Fähigkeit zur Landes- und Bündnisverteidigung. Die aus vier Kompanien mit etwa 500 Mann bestehende neue Einheit werde in Hardheim in Baden-Württemberg stationiert, teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf dem Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen mit. Zugleich rüstet das Heer nun für das digitale Zeitalter auf. "Wir werden in den kommenden Jahren über vier Milliarden Euro in die Digitalisierung der Truppe investieren", kündigte von der Leyen an. Dies sei das Megathema der Zukunft. Ziel sei es auch, die verschiedenen "digitalen Inseln" zu verknüpfen, damit auf Knopfdruck ein gemeinsames Lagebild der Truppe entstehe. Dies sei auch wichtig mit Blick auf das deutsche Engagement in der schnellen Speerspitze der Nato ("Very High Readiness Joint Task Force") in den Jahren 2019 und 2023.

+++ 16.51 Uhr: Erdogan kritisiert türkischen Oppositionsführer für Deutschlandreise +++

Wenige Monate vor Kommunalwahlen in der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan den Oppositionsführer wegen einer Deutschlandreise scharf kritisiert. Der Chef der größten Oppositionspartei CHP, Kemal Kilicdaroglu, habe sich im Bundestag mit Personen getroffen, "die ihr politisches Leben der Türkeifeindlichkeit gewidmet haben und dafür bekannt sind, eine nahe Beziehung zu Terrororganisationen zu haben, die unser Land angreifen", sagte Erdogan am Donnerstag bei einer Rede in Ankara. Kilicdaroglu war Ende November in Deutschland und hatte sich unter anderem mit Politikern der Linken getroffen, etwa der stellvertretenden Fraktionschefin Sevim Dagdelen. 

+++ 16.42 Uhr: Mindestens drei Tote bei Überschwemmungen +++

Bei Überschwemmungen in Nordzypern sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, darunter eine 18-Jährige. Ein Mensch werde noch vermisst, sagte der Regierungschef der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Tufan Erhürman. Seit mehreren Tagen wird insbesondere der Norden der Mittelmeerinsel von starken Unwettern heimgesucht. Die drei Toten wurden in der Region Kyrenia entdeckt, wo Sturzfluten Autos fortgespült hatten. 

+++ 16.29 Uhr: Rebellenbündnis gelingt in Ostsyrien Durchbruch im Kampf gegen Dschihadisten +++

Im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Osten Syriens ist den von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) ein Durchbruch gelungen. Kämpfer des kurdisch-arabischen Bündnisses drangen in die IS-Bastion Hadschin am Euphrat ein, wie der SDF-Kommandeur Redur Chalil der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es gebe heftige Gefechte, nachdem ihre Truppen Teile des Ortes besetzt hätten. Die SDF-Einheiten hatten zuvor "humanitäre Korridore" geschaffen und damit mehr als tausend Zivilisten die Flucht aus dem Ort ermöglicht. Chalil warf der IS-Miliz vor, Zivilisten als Schutzschilde zu missbrauchen, und versicherte, die Fluchtkorridore würden weiter offen gehalten. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von dutzenden Familien, die seit Beginn der SDF-Offensive am Dienstag aus Hadschin geflohen seien.

+++ 16.29 Uhr: 65.000 Sicherheitskräfte am Samstag in Frankreich im Einsatz +++

Frankreich hat mit Blick auf mögliche Ausschreitungen 65 000 Sicherheitskräfte für Samstag mobilisiert. Die Kräfte werden im ganzen Land im Einsatz sein, wie Premierminister Édouard Philippe im Senat sagte. Es handele sich um "außergewöhnliche Mittel". Für Samstag werden wieder Proteste der "Gelben Westen" erwartet - die französische Regierung fürchtet erneut gewalttätige Ausschreitungen. Am vergangenen Wochenende lieferten sich die Demonstranten Straßenschlachten in Paris.

+++ 14.55 Uhr: Nadeln in der Banane - Kleinkind in Schweden muss ins Krankenhaus +++

Im schwedischen Eskilstuna musste ein einjähriges Mädchen ins Krankenhaus, nachdem es in eine Banane gebissen hatte, in der Nadeln steckten. Das Kind trug keine Schäden davon, wie das schwedische Fernsehen SVT berichtete. Der Vater hatte die Banane in einem Supermarkt gekauft, bevor er die Kleine aus dem Kindergarten abholte. Als das Mädchen auf der Heimfahrt im Auto in die Banane biss, begann es plötzlich zu schreien. Aus der Banane stachen Nadeln heraus. Als der Vater den Mund des Kindes untersuchte, hatte es bereits alles heruntergeschluckt, weshalb er ins Krankenhaus fuhr. Der Supermarkt nahm die Bananen aus dem Regal. Im September waren in Australien Nähnadeln in Erdbeeren gefunden worden.

+++ 14.39 Uhr: Beamte sollen Dienstgeheimnisse an Mafia verraten haben +++ 

Die Anti-Mafia-Ermittlungen der Behörden erstrecken sich in Nordrhein-Westfalen auch auf Beamte. Es werde gegen fünf Beschuldigte wegen Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt, sagte eine Sprecherin der Duisburger Staatsanwaltschaft am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Dabei handele es bei um zwei Polizisten, eine Regierungsbeschäftigte der Polizei, eine Mitarbeiterin der bei Köln gelegenen Stadt Wesseling und eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadt Duisburg. Sie alle sollen illegal Informationen an mutmaßliche Mafiosi oder deren Helfer weitergegeben haben.

+++ 14.20 Uhr: Maas warnt vor humanitärer Katastrophe im Jemen +++

Bundesaußenminister Heiko Maas hat vor einer humanitären Katastrophe im Jemen gewarnt, falls die Gespräche über eine Beendigung des dortigen Bürgerkriegs scheitern sollten. Auf beide Seiten sollte Druck ausgeübt werden, sagte Maas zum Auftakt der Friedensgespräche in Stockholm. Ein Waffenstillstand und ungehinderte humanitäre Hilfe seien notwendig. "Sonst werden dort viele, viele Menschen sterben und das müssen wir unter allen Umständen verhindern."

+++ 13.55 Uhr: Weitere Festnahme nach Geldtransporter-Überfall +++

Nach einem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldtransporter nahe dem Berliner Alexanderplatz ist ein mutmaßlicher Helfer der Täter gefasst worden. Ermittler des Landeskriminalamts und Spezialkräfte der Polizei verhafteten einen 32-Jährigen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Dem Mann wird Beihilfe zum schweren Raub vorgeworfen. Laut den Ermittlern wird er verdächtigt, den Tätern ein Tatauto und die zum Öffnen des Geldtransporters nötigen Hydraulikwerkzeuge beschafft zu haben. Sie beschreiben ihn als mutmaßlichen Logistiker der Gruppe. Neben Ermittlungen hätten auch "geständige Angaben" eines Mitbeschuldigten zu dem Mann geführt.

Obwohl es den Tätern gelungen war, den Geldtransporter aufzubrechen und vor Eintreffen der Polizei einen hohen Betrag in ihr Auto zu laden, gingen sie am Ende leer aus. Einen Teil der Beute verloren sie, weitere Geldkisten ließen sie auf der Flucht vor der Polizei in einem Auto liegen.

Spektakulärer Raub: Unbekannte überfallen Geldtransporter am Berliner Alexanderplatz

+++ 13.48 Uhr: "Jedes Kind muss lesen lernen!" - Petition an Ministerin übergeben +++

"Jedes Kind muss lesen lernen!": Diese Forderung haben mehr als 110.000 Menschen in einer Petition unterschrieben. Die Initiatoren - der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, das PEN-Zentrum Deutschland und die Hamburger Kinderbuchautorin Kirsten Boie - fordern eine feste Expertenkommission Lesekompetenz der Bundesregierung unter Einbeziehung der Länder wie sie in Berlin erklärten. Die Kommission soll eine Strategie entwickeln, wie bestehende Projekte und neue Maßnahmen zur Leseförderung zusammengefasst und ausgebaut werden könnten.

Die Initiatoren der so genannten Hamburger Erklärung "Jedes Kind muss lesen lernen!" für bessere Leseförderung übergaben ihre Petition an Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und den Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter. "Lesen ist eine nationale Aufgabe", betonte Boie. "Das Thema Lesen erscheint im Vergleich zur Digitalisierung altmodisch - dabei ist es viel fundamentaler. Davon, ob die Menschen lesen können, hängt für uns alle sehr viel mehr ab."

+++ 13.40 Uhr: Rekordfund von fast 1,3 Tonnen Heroin in der Türkei +++

Die türkische Polizei hat bei der Durchsuchung eines Lastwagens eine Rekordmenge von 1,27 Tonnen Heroin sichergestellt. Wie das Innenministerium mitteilte, war es der größte Fund, der jemals getätigt wurde. Nach der Entdeckung des Heroins während einer Routinekontrolle in der östlichen Provinz Erzincan wurden drei Menschen wegen Verdachts auf Drogenschmuggels festgenommen. Laut den örtlichen Behörden wurde das inmitten von Tierfett versteckte Heroin mithilfe von Spürhunden entdeckt.

Heroin ist eine aus Opium gewonnene halbsynthetische Droge, die insbesondere in Afghanistan produziert wird. Ein Großteil der dortigen Produktion wird über den Iran, die Türkei und den Balkan nach Europa exportiert. Während die Türkei ein wichtiges Transitland ist, gilt der Konsum von Heroin dort als relativ begrenzt. Allerdings ist in den letzten Jahren die Zahl der Drogenabhängigen, die sich in Behandlung begaben, stark gestiegen.

+++ 13.38 Uhr: Mann rettet sich vor rasendem Wildschwein auf Holzstoß +++

Weil ihn ein Wildschwein attackierte und verfolgte, ist ein Mann in einem Wald im baden-württembergischen Tübingen auf einen Holzstoß geflüchtet. Der 24-Jährige wurde von dem Tier angegriffen, wie die Polizei in Reutlingen mitteilte. Demnach rannte es mehrfach auf den Mann zu. Auch nachdem sich der 24-Jährige auf dem Holzstoß in Sicherheit gebracht hatte, ließ das Wildschwein nicht locker und rannte um den Stapel herum. Kurz bevor die Polizei eintraf, gab das Tier auf und verschwand im Wald. Der Mann wurde bei dem Angriff nicht verletzt.

+++ 13.31 Uhr: Mann mit Messer in Brust rettet sich in Klinik +++

Mit einem Messer in der Brust ist ein Mann in Karlsruhe in einer Klinik erschienen. Der 49-Jährige erzählte, er sei in der Nacht nach dem Geldabheben bei einem Bankautomaten im nahen Rheinstetten von einem maskierten Unbekannten attackiert worden. Dieser habe unvermittelt auf ihn eingestochen. Anschließend sei der Täter weggelaufen.

Der Polizei zufolge ließ der 49-Jährige "geistesgegenwärtig" das Messer im Oberkörper stecken und fuhr mit der Verletzung ins Krankenhaus. Er wurde operiert und ist laut Polizei nicht in Lebensgefahr. Die Ermittler suchen Zeugen für das Geschehen. Geld sei nicht geraubt worden, teilten sie auf Anfrage mit.

+++ 13.27 Uhr: Prozess wegen Anzündens von schlafendem Mann gestartet +++

Vor dem Berliner Landgericht hat ein Prozess gegen zwei Männer begonnen, die einen Bekannten bei einem Trinkgelage angezündet und schwer verletzt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das Opfer Ende Mai am Berliner Alexanderplatz wissentlich dauerhaft entstellt und während der Tat ausgelacht zu haben. Erst als sich Polizisten näherten, löschten sie das Feuer demnach.

Der beschuldigte Pawel S. sagte vor Gericht, ausschließlich der ebenfalls angeklagte Grzegorz R. habe das auf einer Parkbank schlafende Opfer mit einem Feuerzeug angezündet. Er selbst habe hingegen versucht, das Feuer zu löschen. Der ebenfalls beschuldigte R. war nicht zu einer Aussage bereit. Mehrere Zeugen hatten laut R.s Verteidigung ausgesagt, S. habe mit dem Anzünden des Manns begonnen und keineswegs von Beginn an versucht, die Flammen zu löschen. Beide Angeklagte waren zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert. Das Opfer erschien nicht vor Gericht.

+++ 13.18 Uhr: Slowakische Polizei beschuldigt Ex-Minister des Mordauftrags +++

Die slowakische Kriminalpolizei hat den ehemaligen Wirtschaftsminister und Medienmogul Pavol Rusko beschuldigt, 1997 bei einer lokalen Mafiagruppe die Ermordung seiner damaligen Geschäftspartnerin Sylvia Volz in Auftrag gegeben zu haben. In die Tat umgesetzt wurde der Plan nicht. Wie die Polizei auf ihrer Facebookseite mitteilte, sollen gemeinsam mit Rusko drei weitere Männer angeklagt werden, die den Auftragsmord bereits vorbereitet haben sollen.

Nach Abschluss der mehr als einjährigen Ermittlungen beantragte die Spezialeinheit Naka bei der Staatsanwaltschaft Bratislava eine formelle Anklageerhebung gegen Rusko, einem der einst mächtigsten Männer der Slowakei. Ihm droht im Fall einer Verurteilung lebenslange Haft.

+++ 13.07 Uhr: Ausschreitungen bei Schülerdemos in Griechenland +++

Zehn Jahre nach dem Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel sind in zahlreichen Städten Griechenlands Schüler auf die Straße gegangen. Parallel demonstrierten die Jugendlichen gegen Arbeits- und Perspektivlosigkeit. In Athen kam es vereinzelt zu Ausschreitungen, als eine Gruppe von rund 200 Autonomen Polizisten mit Steinen bewarf und Schaufenster einschlug, wie der Staatsrundfunk (ERT) berichtete. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben. Am Abend sind weitere Proteste linker Gruppierungen geplant. Die Sicherheitskräfte befürchten, dass Extremisten versuchen könnten, Athen ins Chaos zu stürzen.

Nach dem Tod des damals 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos war Griechenland im Dezember 2008 von einer beispiellosen Welle der Gewalt erfasst worden. Randalierer zerstörten Geschäfte in Athen und anderen Städten. Im Oktober 2010 wurde der Schütze zu lebenslanger Haft verurteilt.

+++ 12.44 Uhr: Mehr als 81.000 Dieselfahrer schließen sich Klage gegen VW an +++

Der neuen Verbraucherklage gegen Volkswagen wegen des Diesel-Abgasskandals haben sich inzwischen mehr als 81.000 Autokäufer angeschlossen. Sie beantragten einen Eintrag ins Klageregister, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin mitteilte. Das Interesse, sich an einer Klage gegen VW zu beteiligen, sei also offensichtlich sehr groß, sagte vzbv-Chef Klaus Müller. "Wir rechnen damit, dass die Zahl der Anmeldungen weiter steigt." 

Das Register war erst Ende November eröffnet worden. Damit über die Klage vor Gericht verhandelt werden kann, mussten sich binnen zwei Monaten mindestens 50 Betroffene eintragen. Der vzbv will zusammen mit dem Autofahrerclub ADAC eine erst kürzlich eingeführte Musterfeststellungsklage gegen VW führen - stellvertretend für vom Abgasskandal betroffenen VW-Kunden. Ziel ist, eine Grundlage für die leichtere Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen zu schaffen.

Studiogespräch vom 14.11.2018: Prof. Dieter Köhler zur "Diesel-Lüge" und Fahrverboten: "Es ist eine völlig überzogene Debatte entstanden"

+++ 12.40 Uhr: Elfjähriger findet getötete Mutter - Ehemann in Haft +++

Nach einer tödlichen Messerattacke auf eine 42-jährige Frau im Hamburger Stadtteil Altona ist ihr Ehemann festgenommen worden. Ein elfjähriger Sohn der Frau - eines von insgesamt vier Kindern in dem Haushalt - fand seine Mutter am Mittwoch leblos im Schlafzimmer der Wohnung, als er nach Hause kam. Wie die Polizei weiter mitteilte, stellten Rettungssanitäter Verletzungen am Kopf sowie mehrere Schnittverletzungen am Körper der Frau fest. Ihren getrennt in Hamburg-Dulsberg lebenden 49 Jahre alten Ehemann nahm die Polizei noch am Abend fest. Der Deutsche sollte am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Das Motiv Die Polizei geht davon aus, dass sich die Tat am Mittwochvormittag ereignete. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes sowie der Kinder- und Jugendnotdienst betreuten nun die vier Kinder im Alter zwischen sieben und 18 Jahren.

+++ 12.22 Uhr: Hongkongs Ex-Innenminister Patrick Ho wegen Bestechung verurteilt +++

Ein New Yorker Gericht hat ein ehemaliges Regierungsmitglied von Hongkong der Bestechung und Geldwäsche schuldig gesprochen. Der frühere Innenminister der chinesischen Sonderverwaltungszone, Patrick Ho Chi Ping, hatte demnach über Jahre hinweg Millionen von Dollar an ranghohe Vertreter des Tschad und in Uganda gezahlt, um Öl-Förderrechte für den chinesischen Konzern CEFC China Energy zu sichern. Einige Deals wurden nach Überzeugung des US-Justizministeriums im UN-Hauptquartier in New York ausgehandelt. Daraufhin wurden Ho und der ehemalige senegalesische Außenminister Cheikh Tidiane Gadio als mutmaßlicher Mittäter im November 2017 festgenommen. 

+++ 12 Uhr: Jemen-Gespräche gestartet - Austausch Gefangener angekündigt +++

Nach mehr als vier Jahren verheerenden Krieges im Jemen haben die mit Spannung erwarteten neuen Friedensgespräche für das Bürgerkriegsland begonnen. "Ich bin sicher, wir werden eine Botschaft des Friedens senden", sagte UN-Vermittler Martin Griffiths zum Auftakt des Treffens zwischen Regierung und Rebellen in Schweden. Er lobte die Zeichen der Deeskalation beider Seiten in den vergangenen Wochen und kündigte die Unterzeichnung einer Einigung über einen Gefangenenaustausch an. "Es wird dazu führen, dass Tausende Familien wieder vereint sind. 

+++ 11.20 Uhr: Anklage gegen Automatensprenger +++

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Geldautomatensprenger erhoben, der mit unbekannten Komplizen aus zwei Ausgabeautomaten fast 315.000 Euro Bargeld erbeutet haben soll. Dem 39-jährigen polnischen Staatsangehörige werden das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, Diebstahl und Sachbeschädigung vorgeworfen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Über die Zulassung der Anklage muss nun das Landgericht Darmstadt entscheiden.

+++ 10.21 Uhr: Jedes vierte Produkt für Kinder laut Stiftung Warentest mangelhaft +++

Von Buntstiften über Spielschleim bis zu Laufrädern: Produkte für Kinder sind aus Sicht der Stiftung Warentest besonders häufig mangelhaft. Von 278 Produkten stellten die Prüfer bei 79 schwerwiegende Sicherheitsprobleme fest, wie Vorstand Hubertus Primus sagte. "Sie bergen Unfallgefahren, sind schadstoffbelastet oder versagen bei der Datensicherheit." Bei Kinderprodukten fallen demnach 28 Prozent in Tests der Stiftung durch, im Durchschnitt aller Produkte seien es nur 7 Prozent.

Die Warentester bilanzierten damit 15 Untersuchungen von Kinderprodukten aus diesem und dem vergangenen Jahr. Dabei ließen sie beispielsweise jeden zweiten Hochstuhl durchfallen, stießen auf Schadstoffe in Bezügen von Buggys oder auf unzureichende Anschnallgurte an Fahrradsitzen. Eine häufige Erkenntnis: Die Qualität hängt nicht unbedingt vom Preis ab.

+++ 10.03 Uhr: Niedergelassene Ärzte fordern Sanktionen für Terminschwänzer +++

Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland haben Sanktionen für Patienten gefordert, die über Terminservicestellen vergebene Arzttermine schwänzen. Rund 30 Prozent der vermittelten Termine würden unentschuldigt von den Patienten versäumt, erklärte der NAV-Virchow-Bund in Berlin. Wer sich über die Vermittlungsstellen der Kassenärztlichen Vereinigungen einen Termin besorge und ihn dann ohne Absage platzen lasse, solle vier Wochen lang für alle weiteren Termine gesperrt werden.

Wer keine Terminmoral zeige, "verhält sich unsolidarisch gegenüber anderen Patienten und unangemessen gegenüber den begrenzten Ressourcen im System", erklärte der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bunds, Dirk Heinrich. Der Gesetzgeber müsse bei den 2016 eingerichteten Terminservicestellen daher deutlich nachschärfen. "Denn diese Schwänzer nehmen denen die Termine weg, die wirklich dringend einen brauchen."

+++ 10.02 Uhr: Weihnachtsmänner auf Motorrädern sammeln Spenden in der Südpfalz +++

Rund zwei Dutzend als Weihnachtsmänner verkleidete Bikerinnen und Biker sind auf Motorrädern zu einer eintägigen Spendenfahrt durch die Südpfalz aufgebrochen. Die "Harley Davidson Riding Santas" starteten ihre Maschinen am Morgen in Landau und wollten am Nachmittag im etwa 30 Kilometer entfernten Speyer eintreffen. Die Gruppe besucht seit 2015 am Nikolaustag Kinder- und Seniorenheime in der Region und ruft zur Unterstützung eines Heims für krebskranke Kinder auf.

"2017 haben wir mehr als 5000 Euro gesammelt. Am Ende wurden daraus sogar rund 12.500 Euro, weil die Leute noch bis Januar Geld überwiesen oder in Spendendosen geworfen haben", sagte Santa-Sprecher Patrick Kuntz der Deutschen Presse-Agentur. Die Aktion auf den schweren Maschinen sehe vielleicht wild aus, alles sei aber mit den Behörden abgesprochen. "Wir sind keine Rocker, sondern bodenständige Typen mit normalen Berufen - von Beamter über BASF-Mitarbeiter bis zum öffentlichen Dienst. Wir tragen Bart und Ohrring und haben ein weites Herz", meinte der 47-Jährige.

+++ 9.47 Uhr: Ein Verletzter bei Banküberfall in Wien - Täter flüchtet auf Rad +++

Bei einem Banküberfall in Wien ist ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma vom Täter angeschossen worden. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, erlitt der Mann eine Schussverletzung im Oberschenkelbereich.

Der unbekannte Täter hatte die Filiale in der Fußgängerzone der Innenstadt um kurz nach 8 Uhr betreten und von den zwei anwesenden Mitarbeitern Bargeld verlangt, wie der "Kurier" berichtet. Als der Security-Mitarbeiter ihn stoppen wollte, habe der Bankräuber ihn angeschossen. Anschließend sei der Täter auf einem Fahrrad geflüchtet. Die Polizei löste eine Großfahndung aus und sezte dabei auch Hubschrauber ein.

+++ 9.32 Uhr: Nach Tötung von 17-Jähriger - See wird möglicherweise abgepumpt +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen in Sankt Augustin bei Bonn prüft die Polizei, ob zur Beweisfindung ein See abgepumpt werden soll. "Wir sprechen mit den Tauchern", sagte ein Polizeisprecher. Es bestehe die Möglichkeit, dass sich noch weitere persönliche Gegenstände des Opfers in dem und um das Gewässer bei Sankt Augustin befinden könnten. Am Sonntagnachmittag hatten Spaziergänger dort Kleidung und die Handtasche der Vermissten gefunden. Daraufhin suchten mehr als 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk das Gewässer und die Umgebung ab. Auch Taucher, Hubschrauber und Hunde waren beteiligt.

Die Leiche der 17-Jährigen war dann am Sonntagabend in einer städtischen Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin gefunden worden. Tatverdächtig ist ein 19-Jähriger mit deutscher und kenianischer Staatsangehörigkeit, der nach Angaben der Stadt dort als Obdachloser untergebracht war. Er soll seit frühester Kindheit in Deutschland leben und hat zugegeben, Gewalt gegen die Jugendliche angewandt zu haben. Er und die 17-Jährige sollen sich erst kurz zuvor kennengelernt haben.

+++ 9.10 Uhr: Großeinsatz der Polizei gegen organisierte Diebesbande in Bremen +++

Rund 400 Bundespolizisten und Spezialkräfte sind am Morgen gegen eine organisierte Diebesbande in Bremen vorgegangen. Die Verdächtigen sollen mehrfach wertvolle Autoteile gestohlen haben, die sich auf Anlagen der Deutschen Bahn befanden, wie eine Sprecherin der Bundespolizei sagte. Der Schaden gehe in die Millionen. Die Beamten konnten den Angaben zufolge drei Verdächtige festnehmen. Die Bundespolizei durchsuchte demnach mehrere Gebäude in den Bremer Stadtteilen Vahr und Osterholz. Die Strafverfolger hätten vor dem Zugriff "sehr lange" gegen die Bande ermittelt, sagte die Sprecherin.

+++ 9.08 Uhr: China setzt US-Forderungen nach Handelserleichterungen "sofort" um  +++

China wird die mit den USA auf dem G20-Gipfel vereinbarten Handelserleichterungen "sofort" umsetzen. Dies betreffe landwirtschaftliche Produkte, Energie, Autos und andere Waren, sagte der Sprecher des Handelsministeriums in Peking, Gao Feng. Chinas Staatschef Xi Jinping hatte US-Präsident Donald Trump am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires zugesagt, Handelsbarrieren abzubauen, um neue Strafzölle zu vermeiden.

+++ 8.29 Uhr: Neuseelands Armee erklärt Klimawandel zu wichtigem Feind +++

Das neuseeländische Militär hat den Klimawandel zu einem seiner wichtigsten Gegner erklärt. Die Folgen des globalen Temperaturanstiegs könnten den Streitkräften zusätzliche Einsätze bescheren und ihre Kapazitäten für traditionelle Aufgaben binden, warnte es. Grund dafür seien die im Zusammenhang mit dem Klimawandel auf benachbarten Pazifikinseln prognostizierten humanitären Katastrophen, bei denen die neuseeländische Armee zur Hilfe kommen müsse. Die Klimaveränderung könnte Neuseeland mit "konkurrierenden Einsatzverpflichtungen" konfrontieren, heißt es in dem Bericht. Dies könne die Ressourcen der Armee stark belasten und die "Einsatzbereitschaft bei anderen Anforderungen reduzieren".

Neuseeland hatte Inselstaaten wie Vanuatu und Fidschi bereits in der Vergangenheit nach verheerenden Stürmen geholfen. Dem Bericht zufolge ist mit dem Klimawandel eine Verschlimmerung bestehender Probleme in der Pazifikregion verbunden. Überschwemmungen und Wasserknappheit, Streit um Land und Migrationsbewegungen würden sich verschärfen. Verbunden mit sozialen Herausforderungen könne der Klimawandel insbesondere in Gegenden mit schwachen Regierungen und Korruption zu gewaltsamen Konflikten führen.

Treibhauseffekt & Co: Wieso wird es immer wärmer auf der Erde? Der Klimawandel in nur drei Minuten erklärt

+++ 7.28 Uhr: Indonesische Sicherheitskräfte finden 16 Leichen nach Bericht über Massaker +++  

Nach einem mutmaßlichen Massenmord an Bauarbeitern durch Rebellen in der Provinz Papua haben indonesische Sicherheitskräfte 16 Leichen entdeckt. Die Toten seien in der entlegenen Bergregion Nduga aufgefunden worden, sagte der örtliche Militärkommandant. Weitere Angaben zur Identität der Leichen machte er nicht. Zuvor hatte ein Augenzeuge von einem Massaker am Sonntag mit 19 getöteten Arbeitern berichtet. Etwa 50 Rebellen sollen demnach insgesamt 19 Arbeiter erschossen oder ihnen die Kehle durchgeschnitten haben. Auf einer Facebookseite, die von den Rebellen der separatistischen Nationalen Befreiungsarmee von West-Papua  (TPNPB) betrieben werden soll, war von 24 getöteten Arbeitern die Rede. 

+++ 5.07 Uhr: Onlinepranger von Politaktivisten nach Chemnitz-Demos abgeschaltet +++

Die Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit hat ihren umstrittenen Onlinepranger zur Identifizierung von Teilnehmern rechter Aufmärsche in Chemnitz abgeschaltet - und erklärt, die Aktion sei in Wahrheit eine Falle für Rechtsextreme gewesen. Neonazis hätten durch Namenseingaben in der Suchfunktion der Internetseite "Soko Chemnitz" unwissentlich selbst Hinweise auf die rechte Szene geliefert, heißt es auf der Website. Es habe sich um einen "Honigtopf" gehandelt - also eine Internetseite, mit der gezielt Gegner angelockt werden. Das Zentrum für politische Schönheit hatte am Montag eine Aktion unter dem Stichwort "Soko Chemnitz" gestartet. Die Politikaktivisten riefen dazu auf, Teilnehmer der rechten Aufmärsche zu entlarven und vor ihren Arbeitgebern bloßzustellen. "Denunzieren Sie noch heute Ihren Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten und kassieren Sie Sofortbargeld", hieß es auf der Webseite.

Nach dem gewaltsamen Tod eines Manns Ende August in Chemnitz, der mutmaßlich von Flüchtlingen erstochen wurde, war es zu fremdenfeindlichen Übergriffen und Demonstrationen auch rechter Gruppen gekommen, die teils in Gewalttätigkeiten mündeten. Die Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit sorgte bereits in der Vergangenheit mit provokanten Aktionen für Aufmerksamkeit.

+++ 3.21 Uhr: Nach Bränden in Kalifornien kehren erste Anwohner zurück +++

Anderthalb Wochen nach Ende der verheerenden Waldbrände in Nordkalifornien mit 85 Toten sind Anwohner erstmals wieder in Teile der zerstörten Ortschaft Paradise zurückgekehrt. Die Erlaubnis galt zunächst jedoch nur für 24 Stunden. Sie würden die Anwohner vor Giftstoffen und anderen gefährlichen Folgen des Feuer warnen, teilte Sprecherin Callie Lutz vom Bezirk Butte County der Deutschen Presse-Agentur mit. Die ausgebrannten Gebiete seien ohne Strom, Wasser und Telefonnetz. Die Brände waren am 8. November ausgebrochen und am 25. November vollständig unter Kontrolle gebracht worden. Nachdem das Feuer überstanden war, folgten seit letzter Woche Regen und Überschwemmungen. Dies hatte die Rückkehr vieler Anwohner weiter verzögert und zu zusätzlichen Evakuierungen geführt.

Das sogenannte Camp-Feuer hatte Anfang November im Norden Kaliforniens gewütet und vor allem den Ort Paradise hart getroffen. Es war der Brand mit den meisten Toten in dem US-Westküstenstaat seit Beginn der Aufzeichnungen. Mehr als 18.000 Gebäude brannten ab. Zeitweise war von Hunderten Vermissten berichtet worden. Diese Zahl ist inzwischen auf 11 gesunken. Eine großangelegte Suche nach Todesopfern war kürzlich eingestellt worden.

+++ 2.33 Uhr: Deutsche versteckte Leiche in Tonne - Sieben Jahre Haft in Salzburg +++

Weil sie genervt von Sexspielen war, hat eine 62 Jahre alte Berlinern ihrem österreichischen Freund Schlaftabletten verabreicht - und dadurch wohl unbeabsichtigt getötet. Das Landesgericht Salzburg verurteilte die in Deutschland wegen Betrugs gesuchte Krankenschwester zu sieben Jahren Haft. Die Geschworenen hätten nicht auf Mord befunden, sondern auf Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, sagte ein Gerichtssprecher. Sie hätten die Frau auch wegen mehrerer anderer Straftaten für schuldig befunden, darunter Störung der Totenruhe. Die Frau kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

Die Frau räumte ein, die Leiche ihres Freundes 2017 in einer Tonne versteckt zu haben. Sie habe ihre Ruhe haben wollen und dem Mann Schlaftabletten verabreicht, ihn aber nicht töten wollen, sagte sie. Sie habe wegen der Delikte in Deutschland nichts mit der Polizei zu tun haben wollen und die Leiche deshalb versteckt. Die Leiche des 73-Jährigen war schon stark verwest, als sie entdeckt wurde. Die Todesursache konnte deshalb nicht mehr eindeutig festgestellt werden.

Video: USA lassen Huawei-Finanzchefin verhaften

+++ 1.57 Uhr: Finanzchefin von chinesischem Konzern Huawei in Kanada festgenommen +++

In Kanada ist die Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei festgenommen worden. Meng Wanzhou sei am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden, teilte ein Sprecher des kanadischen Justizministeriums mit. Demnach verlangen die USA eine Auslieferung der Spitzenmanagerin.

Laut der Tageszeitung "Globe and Mail" verdächtigen die USA Meng Wanzhou, gegen die US-Sanktionen gegen den Iran verstoßen zu haben. Laut dem kanadischen Justizministerium ist für morgen eine gerichtliche Anhörung angesetzt. Dabei soll geprüft werden, ob die Managerin gegen Auflagen freikommt.

+++ 1.18 Uhr: Frau verklagt Hotelkette Hilton wegen Nacktvideo aus Dusche +++

Weil sie mit einer versteckten Kamera beim Duschen gefilmt und das Nacktvideo auf Pornoseiten hochgeladen wurde, hat eine Frau in den USA die Hotelkette Hilton auf 100 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Die Frau wirft der Hotelkette Nachlässigkeit vor und beklagt, sie habe "schwere und dauerhafte psychologische Verletzungen" davongetragen. Laut der Klageschrift war die Frau im Juli 2015 Gast im Hampton Inn and Suites in Albany, im US-Bundesstaat New York, wo sie von einer heimlich angebrachten Kamera beim Duschen gefilmt wurde. Klar wurde ihr das aber erst, als sie vergangenen September eine E-Mail erhielt mit dem Satz "Das bist du, richtig?" und einem Link zu einer Pornoseite, auf der das Nacktvideo aus der Dusche mit ihrem vollen Namen veröffentlicht war. Das Video wurde dann auf weiteren Pornoseiten hochgeladen. Außerdem erhielten Kollegen und Freunde eine Version, die von einem gefälschten E-Mail-Konto im Namen der Frau verschickt wurden. Dann verlangte der Unbekannte von der Frau Tausende von Dollar. Laut der Klageschrift wurden auch andere Gäste desselben Zimmers gefilmt.

Der Mutterkonzern Hilton nannte die Vorwürfe "erschreckend". "Wir nehmen die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste unglaublich ernst." Das Hampton Inn erklärte, das Hotel sei erst kürzlich umfassend renoviert worden. Dabei sei keinerlei Kamera entdeckt worden. Zugleich sagte das Hotel zu, mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

+++ 0.40 Uhr: US-Militärflugzeuge vor japanischer Küste kollidiert +++

Vor der japanischen Küste sind zwei US-Militärflugzeuge bei einem Trainingsflug  zusammengeprallt. Nach Angaben eines Vertreters des US-Verteidigungsministeriums kollidierte ein F-18-Kampfjet mit einem Tankflugzeug vom Typ C-130, als der Kampfjet aufgetankt werden sollte. Die US-Armee erklärte, ein Rettungseinsatz sei gestartet worden. US-Medienberichten zufolge befanden sich an Bord des Kampfjets zwei Besatzungsmitglieder, an Bord des Tankflugzeugs fünf. Eine Armeesprecherin sagte der auf militärische Themen spezialisierten Nachrichtenseite "Task and Purpose", ein Soldat sei lebend gerettet worden. Die beiden Flugzeuge waren vom US-Stützpunkt im südjapanischen Iwakuni zu Übungsflügen gestartet. In Japan sind rund 50.000 US-Soldaten stationiert.

+++ 0.07 Uhr: Altmaier kritisiert Schäuble und unterstützt Kramp-Karrenbauer +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich irritiert gezeigt über die Unterstützung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für Friedrich Merz als neuen CDU-Chef. Als Reaktion stellte Altmaier sich öffentlich hinter Merz' Konkurrentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Schäubles Vorstoß habe ihn überrascht und gewundert, sagte Altmaier der "Rheinischen Post".  Seine Präferenz für Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer habe er bislang aus Respekt vor den Delegierten nicht öffentlich geäußert. "Da Wolfgang Schäuble nun den Damm gebrochen hat, kann ich sagen: Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen."

Der CDU-Bundesparteitag in Hamburg entscheidet morgen über die Nachfolge von Angela Merkel als Parteichefin - erwartet wird ein Zweikampf zwischen Kramp-Karrenbauer und Ex-Unionsfraktionschef Merz. Der dritte prominente Kandidat, Gesundheitsminister Jens Spahn, gilt als Außenseiter. Schäuble hatte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt: "Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte."

+++ 0.05 Uhr: Ukraines Marinechef will sich für Seeleute austauschen lassen +++

Im Tauziehen zwischen Moskau und Kiew um 24 in Russland inhaftierte Seeleute bietet sich jetzt Ukraines Marinechef für einen Austausch an. "Mir bricht es das Herz, wenn ich meine Soldaten sehe, die von Russland illegal festgehalten werden", sagte Admiral Igor Worontschenko der "Bild"-Zeitung. Er wäre bereit, an ihrer Stelle ins russische Gefängnis zu gehen, wenn Kremlchef Wladimir Putin die 24 Männer dafür freilässt. Die Seeleute sollen in Russland vor Gericht gestellt werden und könnten wegen Grenzverletzung zu langen Gefängnisstrafen verurteilt werden.

Die russische Küstenwache hatte ukrainischen Schiffen die Passage durch die Straße von Kertsch in das Asowsche Meer verweigert und die Schiffe aufgebracht und die Besatzungsmitglieder verhaftet. Seit sich Russland die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt hat, betrachtet Moskau die Straße von Kertsch als alleiniges russisches Hoheitsgebiet. Der Zwischenfall hat erhebliche Spannungen zwischen Moskau und Kiew ausgelöst.

mad / fs / AFP / DPA