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News des Wochenendes: Tausende Russen demonstrieren gegen Rentenreform Putins

Nachwuchsspieler stirbt nach Zusammenprall in den Niederlanden +++ 25 Straftaten bei Demos am Samstag in Chemnitz +++ Bundespolizisten sollen Hitlergruß gezeigt haben +++ Zwei Deutsche knacken Eurojackpot +++ Die Nachrichten am Wochenende im stern-Ticker.

Russland: Tausende Russen demonstrieren in Moskau gegen die Rentenreform von Wladimir Putin 

Russland: Tausende Russen demonstrieren in Moskau gegen die Rentenreform von Wladimir Putin. "Lügt Putin?", heißt es auf dem Plakat.

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Tausende Russen demonstrieren gegen Rentenreform Putins (19.55 Uhr)
  • Zahl der in Chemnitz Verletzten steigt auf 18 (12.55 Uhr)
  • Nachwuchsfußballer stirbt nach Zusammenprall (11.40 Uhr)
  • Polizei: 25 Straftaten bei Demos in Chemnitz (7.25 Uhr)
  • Afghane greift US-Bürger an - Ermittler sehen "terroristisches Motiv" (Sa., 18.53 Uhr)
  • Bundespolizisten sollen Hitlergruß gezeigt haben (Sa., 12.36 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker: 

+++ 19.55 Uhr: Tausende Russen demonstrieren gegen Rentenreform +++

Tausende Russen sind über das Land verteilt auf die Straße gegangen, um gegen die geplante Rentenreform von Präsident Wladimir Putin zu demonstrieren. Nach Behördenangaben nahmen in Moskau 7500 Menschen an zwei Demonstrationen teil. In Sant Petersburg waren es demnach 2500 und in der Wolgastadt Samara 1000. Für kommendes Wochenende sind weitere Proteste geplant.

Putin hatte am Mittwoch in einer Fernsehansprache Zugeständnisse bei den Reformplänen gemacht. So solle das Renteneintrittsalter für Frauen nicht wie ursprünglich vorgesehen um acht, sondern nur um fünf Jahre angehoben werden und künftig bei 60 Jahren liegen. 

 +++ Wie Putin seine Rentenreform ans Volk verkaufen will, lesen Sie hier +++

+++ 16.42 Uhr: Israel verbietet erotischen Lapdance in Nachtclubs +++ 

Israels Justiz hat den erotischen Lapdance in Nachtclubs verboten. Strafverfolgungsbehörden hätten eine entsprechende Anordnung der Staatsanwaltschaft erhalten, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. "Das als 'Lapdance' bekannte Phänomen stellt unter Umständen eine 'Prostitutionshandlung' dar", hieß es in der Anordnung. Beim Lapdance tanzen leicht bekleidete Frauen oder Männer auf dem Schoß oder zwischen den Beinen von Nachtclub-Gästen.     Diese Aktivität werde als Straftat gelten und demnach rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, hieß es weiter in der Anordnung, die die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte. Rosenfeld sagte, einige Clubbesitzer seien bereits informiert worden. 

Abgeordnete der Regierungskoalition sowie der Opposition wollten unabhängig davon einen Gesetzentwurf durchsetzen, um Striptease zu verbieten - als "Teil des Prostitutionskreislaufs". Der Entwurf ziele darauf ab, auch im Gesetz die "direkte Verbindung zwischen Striptease und Prostitution" zu zeigen. Beides führe zur Erniedrigung von Frauen. Zudem würden zahlreiche Strip-Clubs auch als Bordelle genutzt. 

+++ 16.38 Uhr: Archäologen finden in Ägypten Dorf aus Zeit vor den Pharaonen +++

Archäologen haben eines der ältesten Dörfer im ägyptischen Nildelta ausgegraben. Es gehe auf eine Zeit vor den Pharaonen zurück, teilte Ägyptens Antikenministerium am Sonntag mit. Das neolithische Dorf sei bei Ausgrabungen nördlich von Kairo im Tal al-Samara-Gebiet in der Provinz Dakahlija entdeckt worden. Archäologen fanden unter anderem Tierknochen und Keramik, wie der Leiter des ägyptisch-französischen Forscherteams, Frederic Gio, mitteilte. Die Funde zeigten, dass es im Deltagebiet auch schon 5000 vor Christus sesshafte Gesellschaften gegeben habe. In den vergangenen Monaten hatte Ägypten eine Reihe von Entdeckungen gemeldet. So fanden Archäologen etwa in der Stadt Minja eine antike Totenstadt mit Dutzenden Sarkophagen und Kunstschätzen.

++ 16.23 Uhr: Billig-Benzin legt Verkehr lahm +++

Super und Diesel für 99 Cent pro Liter: Mit günstigen Benzinpreisen hat eine Tankstelle im westpfälzischen Kusel am Sonntag ein Verkehrschaos ausgelöst. Zwischenzeitlich habe es mehr als 100
Meter lange Warteschlangen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Innenstadt sei teilweise nicht befahrbar gewesen, weil sich dort 300 Fahrzeuge stauten. Für Rettungsfahrzeuge sei ein Durchkommen kaum möglich gewesen. Am Nachmittag dann war der Spuk vorbei: "Die Lage hat sich mittlerweile beruhigt."

Denn die Tankstelle hat ihr Ziel erreicht - und die Tanks komplett leer gemacht. "Wir haben heute 25 000 Liter verkauft", sagte eine Mitarbeiterin der Tankstelle. Dies sei angestrebt gewesen, denn von Montag an solle die Tankstelle wegen eines Betreiberwechsels umgebaut werden. "Die Tanks mussten leer sein, damit sie gereinigt werden können." Daher seien Super und Diesel am Sonntag für 99 Cent je Liter
angeboten worden. "Mit so einem Andrang hatten wir nicht gerechnet", sagte die Mitarbeiterin. Die Autofahrer seien aus der ganzen Gegend gekommen, um billig zu tanken. Mitte September werde die Tankstelle neu eröffnen - dann aber ohne Billigangebot.

+++ 16 Uhr: Laut Aktivisten zwei Tote bei Explosion in Damaskus +++

Gewaltige Explosionen haben in der Nacht zum Sonntag einen Militärflughafen nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus erschüttert. Mindestens zwei regierungstreue Kämpfer seien ums Leben gekommen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Es habe sich möglicherweise um einen israelischen Luftangriff gehandelt, der ein Munitionsdepot getroffen habe. Unterdessen warnte Papst Franziskus angesichts der drohenden Offensive syrischer Regierungstruppen auf die Rebellenhochburg Idlib in Nordsyrien vor einer "humanitären Katastrophe".

Nach den Explosionen bei Damaskus berichteten Staatsmedien über einen Kurzschluss im Depot. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana zitierte einen syrischen Armeevertreter, demzufolge der Stützpunkt Masseh "nicht das Ziel eines israelischen Angriffs" gewesen sei. Die Explosionen seien "durch einen elektrischen Kurzschluss ausgelöst" worden. Über Opfer sagte er nichts. Am Sonntagmorgen war es in Damaskus wieder ruhig.  

+++ 15.40 Uhr: Demonstration für Demokratie in Chemnitz +++

Rund 200 Menschen haben friedlich in Chemnitz für Demokratie und gegen Extremismus demonstriert. Unter den Teilnehmern waren auch Familien. "Wir müssen aufstehen und zeigen, dass wir uns unser bisheriges Leben - demokratisch, weltoffen und tolerant - nicht wegnehmen lassen", sagte der Organisator der Demonstration, Dirk Richter. "Wir können das Feld nicht den Extremen überlassen." Deren Stärke sei zu lange unterschätzt worden, es sei eine Dimension erreicht, die zeige, "dass es mehr als Zeit ist", zu handeln. Die gespenstische Szenerie angesichts der Masse und Gewalt dürfe sich nicht weiterentwickeln, "dem muss Einhalt geboten werden".

Demonstrationen in Chemnitz: Herz gegen rechte Parolen: Szenen aus einer gespaltenen Stadt

+++ 15.28 Uhr: Erdogan: USA verhalten sich bei Sanktionen wie "wilde Wölfe" +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den USA vorgeworfen, sich bei ihrer Sanktionspolitik wie "wilde Wölfe" zu verhalten. "Glaubt ihnen nicht", sagte Erdogan bei einem Wirtschaftsforum im zentralasiatischen Kirgistan. Er kündigte zudem an, beim Handel mit Russland und anderen Ländern künftig den Dollar zu umgehen. Mit Russland verhandele die Türkei bereits über Handel ohne den Dollar. "Den Dollar zu benutzen, schadet uns nur", sagte Erdogan.

Die türkische Währung Lira hat im August ein Viertel ihres Wertes zum Dollar verloren. Verschärft wird die Währungskrise durch den Streit mit den USA um die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson, in dessen Zuge US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen zwei türkische Minister verhängt und die Zölle auf türkische Stahl- und Aluminiumimporte verdoppelt hat. 

+++ 15.07 Uhr: Hakenkreuze im Ulmer Münster - Dekan beklagt rechte Parolen +++

Der Dekan des Ulmer Münsters, Ernst-Wilhelm Gohl, hat rechte Parolen und Schmierereien in der Kirche publik gemacht. Auf Facebook veröffentlichte er am Wochenende Fotos von Schriftzügen wie "Hakenkreuz statt Kreuz" unter anderem auf Kirchenbänken. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. Rassismus und Hass (Hakenkreuz) sind mit dem Evangelium (Kreuz) unvereinbar", schrieb Gohl auf Facebook. "Statt Wut und Spaltung brauchen wir Mut und Haltung!" Laut SWR erstattete der Dekan Strafanzeige gegen unbekannt. Bei der Polizei konnte man den Eingang der Anzeige am Sonntag zunächst nicht überprüfen. Etwa eine Million Menschen besuchte das Gotteshaus mit dem höchsten Kirchturm der Welt im vergangenen Jahr nach Angaben der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Der Kirchturm des Ulmer Münsters ist 161,53 Meter hoch. Ihn bestiegen 2017 demnach 147.000 Menschen.

+++ 14.41 Uhr: Tausende protestieren wieder gegen höheres Rentenalter in Russland +++

Trotz eines Machtworts von Präsident Wladimir Putin zur Rentenreform haben erneut Tausende Russen gegen eine Erhöhung des Rentenalters protestiert. In Moskau folgten knapp 9000 Menschen einem Demonstrationsaufruf der Kommunisten, wie Helfer einer Nichtregierungsorganisation auszählten. Anderthalb Tausend kamen zu einer Kundgebung der Partei Gerechtes Russland. Auch in anderen russischen Städten gab es Agenturmeldungen zufolge Demonstrationen. 

Putin hatte sich in einer landesweiten Fernsehansprache am Mittwoch hinter die Rentenpläne der Regierung gestellt, die seit Juni für Unmut in der Bevölkerung sorgen. Der Kremlchef milderte die Reform nur beim künftigen Rentenalter der Frauen ab. Es war das erste Mal, dass Putin zu einem sozialpolitischen Thema vor die Kamera ging. Der Auftritt sollte nach Einschätzung russischer Experten den Schaden mildern, den auch sein Ansehen wegen der Rentenpläne genommen hat.

+++ 14.02 Uhr: 58-Jährige sticht mit Fleischermesser auf Menschen ein - eine Tote +++

Eine Frau hat in einem Spielzeugmuseum in Norditalien mit einem Fleischermesser eine 54-Jährige getötet. Drei weitere Menschen seien außerhalb des städtischen Museums in dem Ort Canneto sull'Oglio bei Mantua verletzt worden, berichteten italienische Medien unter Berufung auf die Polizei. Die Angreiferin, eine 58-jährige Polin, sei kurz darauf am Samstag festgenommen worden. Ein Tatmotiv war vorerst nicht bekannt, eine psychische Störung wurde nicht ausgeschlossen. Bei der Toten handelt es sich um eine Mitarbeiterin des Museums.

+++ 12.55 Uhr: Zahl der in Chemnitz Verletzten steigt auf 18 +++

Bei den jüngsten Protesten in Chemnitz mit tausenden Teilnehmern verschiedener Lager sind am Samstag nach neuen Angaben mindestens 18 Menschen verletzt worden. Unter ihnen seien drei Polizeibeamte, teilte die Polizei Sachsen mit. Sie korrigierte auch die Zahl der Teilnehmer an den Demonstrationen in der Stadt deutlich auf mehr als 11.000 nach oben.

Demos in Chemnitz: AfD und Pegida laufen Seite an Seite – neun Verletzte nach erster Polizeibilanz

+++ 12.19 Uhr: Selbstmordanschlag in Somalia: Mindestens acht Tote +++

Bei einem Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens acht Menschen getötet worden. Der Attentäter habe sich am Morgen in einem mit Sprengsätzen beladenen Auto in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Mindestens zehn Menschen seien verletzt worden. Die meisten Opfer seien Zivilisten. Die Explosion habe sich vor einem Gebäude ereignet, in dem Regierungsbeamte leben. 

+++ 11.59 Uhr: Mindestens acht Tote bei Zusammenstoß von Laster und Kleinbus +++

Beim Zusammenstoß eines Kleinbusses mit einem Lastwagen voller Saisonarbeiter sind in der Südtürkei mindestens acht Menschen getötet und 18 verletzt worden. Der Unfall habe sich im Bezirk Oguzeli in der türkischen Provinz Gaziantep ereignet, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Bildern von der Unfallstelle zufolge könnten die Arbeiter, die von der Arbeit in einer Erdnuss-Plantage kamen, auf der offenen Ladefläche des Lastwagens gestanden oder gesessen haben. Vier Menschen starben laut DHA noch vor Ort, vier weitere erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. In der ländlichen Türkei gibt es vor allem während der Erntesaison jedes Jahr viele solcher Unfälle. Politiker kritisieren mangelnde Sicherheitsvorkehrungen für die Arbeiter.

+++ 11.40 Uhr: Nachwuchsfußballer stirbt in den Niederlanden nach Zusammenstoß +++

Im niederländischen Jugendfußball ist es zu einem tragischen Vorfall gekommen. Ein 13 Jahre alter Torhüter ist nach einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Spieler gestorben. Der Vorfall ereignete sich am Samstag in Heerenberg, etwa 120 Kilometer südöstlich von Amsterdam. In einer Mitteilung informierte der Verein MvR Heerenberg darüber, dass der Junge nach dem Zusammenstoß das Bewusstsein verloren hatte und Wiederbelebungsmaßnahmen nicht erfolgreich waren. Der junge Keeper starb anschließend in einem Krankenhaus im benachbarten Nijmegen. Bei Twitter kondolierte Jan Dirk van der Zee, beim niederländischen Verband für Amateurfußball verantwortlich, und sagte dem Verein Hilfe zu. Alle Spiele von MvR Heerenberg an diesem Wochenende wurden in Folge der Tragödie abgesagt und verschoben.

+++ 11.35 Uhr: Aserbaidschanische Studenten in Rostock angegriffen +++

Drei aserbaidschanischen Studenten sind am Samstagabend in Rostock von Unbekannten angegriffen worden. Die 23- bis 28-Jährigen wurden von einer Frau und einem Mann im Alter von etwa 45 Jahren an einer S-Bahn-Haltestelle zunächst fremdenfeindlich beschimpft, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Mann habe mit einem kurzen Knüppel auf einen der Studenten eingeschlagen. Dieser zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Im Anschluss bestieg das Täterpaar den Angaben zufolge eine S-Bahn und fuhr in Richtung Innenstadt. Nähere Beschreibungen zu den Tatverdächtigen lagen der Polizei zunächst nicht vor. Die Ermittlungen zu den Verdächtigen und zum genauen Tathergang dauerten am Sonntag an.

+++ 11.03 Uhr: Japans Wetteramt warnt vor "sehr starkem" Taifun +++

ach dem tödlichen Unwetter in Japan hat das Wetteramt vor einem weiteren "sehr starken" Taifun gewarnt. Der Sturm "Jebi" dürfte die japanische Hauptinsel am Dienstag erreichen, wie die Behörde am Sonntag mitteilte. Demnach erreichen die Windböen des Sturms bis zu 252 Stundenkilometer. Örtlichen Medienberichten zufolge könnte der Taifun der stärkste Sturm des Jahres in Japan werden. Noch befindet sich "Jebi" hunderte Kilometer von Japan entfernt im Pazifik. Die Wetterbehörde rief Bewohner im Westen und Osten des Inselstaates dazu auf, sich auf Überschwemmungen und Erdrutsche vorzubereiten. Wegen sintflutartiger Regenfälle mussten erst am Samstag 27.000 Menschen im Westen des Landes ihre Häuser verlassen.

+++ 10 Uhr: Mehrheit in Umfrage sieht Rechtsradikalismus als Ostproblem +++

Eine klare Mehrheit der Bürger ist einer Umfrage zufolge der Überzeugung, dass der Osten Deutschland ein größeres Problem mit Rechtsradikalismus hat als der Westen. In einer Emnid-Erhebung für die "Bild am Sonntag" äußerten 66 Prozent der Befragten diese Auffassung, nur 21 Prozent sahen dies anders. Selbst in Ostdeutschland teilten 57 Prozent diesen Standpunkt, 39 Prozent verneinten, dass das Problem im Osten größer ist als im Westen. Für 66 Prozent der Deutschen hat sich das Land der Umfrage zufolge seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 zum Negativen verändert. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, Deutschland habe sich zum Guten entwickelt. Vier von fünf Bürgern (82 Prozent) empfinden demnach das gesellschaftliche Klima als deutlich rauer im Vergleich zu den Vorjahren, 11 Prozent verneinen dies.

+++ 7.25 Uhr: Polizeibilanz: 25 Straftaten, neun Verletzte in Chemnitz +++

Bei den Demonstrationen in Chemnitz sind nach einer ersten Bilanz der Polizei neun Menschen verletzt worden. Zudem wurden mindestens 25 Straftaten verzeichnet, wie die Polizei am späten Samstagabend mitteilte. Details zu den Verletzten nannte die Polizei nicht. Bei den Straftaten handelte es sich den Angaben zufolge um Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Insgesamt waren 1800 Beamte im Einsatz. An den verschiedenen Kundgebungen beteiligten sich den Angaben zufolge rund 9500 Menschen. Rangeleien mit der Polizei lieferten sich auch Teilnehmer aus einer Gruppe von 300 Personen, die versucht hatten, zu einer Versammlung der AfD vorzudringen, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Beamten sicherten wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs die Personalien der Betroffenen. 

Abseits der Demonstrationen wurde ein 20-jähriger Afghane von vier vermummten Menschen angegriffen und geschlagen. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Die Polizei prüft, ob es sich bei den Tätern möglicherweise um ehemalige Versammlungsteilnehmer handeln könnte.

Demos in Chemnitz: AfD und Pegida laufen Seite an Seite – neun Verletzte nach erster Polizeibilanz

Nachrichten von Samstag, 1. September:

+++ 23 Uhr: Rückblick auf Abschied von McCain +++

Donald Trump war golfen als die US-Politik John McCain verabschiedete. Wie die Stimmung auf der Trauerfeier war - und welche Ansprachen es gab lesen Sie hier.

+++ 21 Uhr: Tausende Menschen bei Protesten gegen Rechts und gegen Flüchtlinge +++

Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot sind in Chemnitz rund 8000 Menschen verschiedener Lager bei mehreren Kundgebungen auf die Straße gegangen. Knapp eine Woche nach den tödlichen Messerstichen und den folgenden ausländerfeindlichen Ausschreitungen nahmen laut Versammlungsbehörde rund 4500 Menschen an einem gemeinsamen Marsch der AfD und des ausländerfeindlichen Bündnisses Pegida teil. Diesem schlossen sich auch Demonstranten der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz an. Zeitgleich kamen zu einer Veranstaltung für Frieden und gegen Ausländerfeindlichkeit den Angaben zufolge rund 3500 Menschen auf einen Parkplatz bei der Johanniskirche. In den Nebenstraßen wurden zudem weitere hundert Teilnehmer gezählt. 

+++ Alles zu den Ereignissen in Chemnitz lesen Sie hier in unserem Ticker +++

+++ 18.53 Uhr: Messerattacke in Amsterdam - Ermittler sehen "terroristisches Motiv" +++

Das Messerattentat vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof war nach Einschätzung der Ermittler ein Terroranschlag: Der Täter "hatte ein terroristisches Motiv", gab die Stadtverwaltung bekannt. Bei dem Verdächtigen, der am Freitag zwei US-Bürger schwer verletzt haben soll, handelt es sich um einen Afghanen mit deutscher Aufenthaltserlaubnis.

+++ 17.41 Uhr: Zwei junge Frauen bei Bootsunglück der österreichischen Armee verletzt +++

Tragischer Unfall bei einem Schnupper-Wochenende für junge Frauen bei der österreichischen Armee: Ein mit 13 Menschen besetztes Boot des Bundesheeres kenterte auf der Donau bei Hainburg, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Zwei Frauen im Alter von 22 und 18 Jahren gerieten demnach unter das Boot und mussten reanimiert werden. Sie wurden in Krankenhäuser nach Wien geflogen.

An Bord des Unglücksbootes hatten sich dem Bericht zufolge fünf Soldaten und acht Teilnehmerinnen des "Girls' Camp" befunden. Dies ist laut APA ein "Schnupperwochenende" für Mädchen und junge Frauen beim österreichischen Bundesheer.

+++ 17.03 Uhr: Nationale Trauerfeier für verstorbenen Senator John McCain begonnen +++

In der Kathedrale von Washington hat die nationale Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator John McCain begonnen. Mit Spannung erwartet wurden die Ansprachen der beiden früheren US-Präsidenten George W. Bush und Barack Obama. US-Präsident Donald Trump war auf Wunsch McCains nicht geladen. 

+++ 15.02 Uhr: Kurz vor Urteil im Mordprozess: Zwei Demonstrationen in Kandel +++

Zwei Tage vor dem für Montag erwarteten Urteil um den Tod der 15 Jahre alten Mia aus Kandel haben sich erneut Demonstranten in der südpfälzischen Kleinstadt versammelt. Unter starken Sicherheitsvorkehrungen gingen zunächst Demonstranten unter dem Motto "Wer schweigt, stimmt zu - dem Rechtsruck entgegentreten" auf die Straße. Auf einem der Plakate in Bahnhofsnähe stand etwa "Den Faschisten die Grenzen zeigen".

In der Ortsmitte formierte sich unterdessen ein Protestzug von Teilnehmern, die unter dem Motto "Migration und Sicherheit" demonstrieren wollten. Die Polizei war unter anderem mit Absperrgittern vor Ort, um beide Lager auseinanderzuhalten.

Mehrere Bürger des 9000-Einwohner-Ortes kritisierten die Kundgebungen als "importierte Empörung". Sie warfen Demonstranten vor, den Tod der 15-Jährigen Mia im Dezember in Kandel als Vorwand für die Proteste zu missbrauchen.

+++ 13.52 Uhr: Kubicki nach Vorwürfen gegen Merkel: Habe nichts Grenzwertiges gesagt +++

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hat sich gegen Kritik an seinen Vorwürfen gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen der ausländerfeindlichen Übergriffe in Chemnitz gewehrt. "Ich habe nichts Grenzwertiges gesagt", sagte der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende der "Rhein-Neckar-Zeitung". Er müsse sich bei der Kanzlerin nicht entschuldigen. "Ich habe eine unglückliche Wortwahl getroffen, aber in der Sache bleibe ich dabei." Internen Kritikern in der FDP riet Kubicki zu mehr Gelassenheit.

Kubicki hatte angesichts der rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz gesagt: "Die Wurzeln für die Ausschreitungen liegen im "Wir schaffen das" von Kanzlerin Angela Merkel." Merkel hatte den Satz am 31. August 2015 vor dem Hintergrund der damals nach Deutschland kommenden hunderttausenden Flüchtlingen gesagt.

+++ 13.32 Uhr: Ballon-Protest zeigt Londons Bürgermeister Khan als Bikini-Model +++

Mit einem riesigen Ballon in Form des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan im gelben Bikini haben Gegner des Labour-Politikers gegen dessen Politik demonstriert. Der Ballon wurde am Vormittag über dem Parliament Square in der britischen Hauptstadt steigen gelassen. 

Der Organisator Yanny Bruere begründete den Protest auch mit einer ähnlichen Aktion, die die Achtung für den US-Präsidenten Donald Trump habe vermissen lassen. Während Trumps Besuch in Großbritannien im Juli habe Khan zugelassen, dass für kurze Zeit ein Ballon in Form eines Baby-Trumps in Windeln und mit Handy über dem Platz vor dem Parlament schwebte. 

Khan reagierte gelassen. "Gelb ist nicht wirklich meine Farbe", sagte er dem "Guardian" zufolge. Trotzdem seien die Menschen "willkommen", sich den Ballon anzuschauen. 

+++ 12.36 Uhr: Bundespolizisten sollen Hitlergruß gezeigt haben +++

Zwei Beamte der Bundespolizei und ein Mitglied der Rosenheimer Sicherheitswacht sollen in der Öffentlichkeit den Hitlergruß gezeigt haben. Gegen sie werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermmittelt, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mit. 

Laut eines Zeugen äußerten die Beschuldigten am späten Donnerstagabend vor einem Rosenheimer Lokal fremdenfeindliche Sprüche und Parolen und zeigten den Hitlergruß. In einer Pressemitteilung bezeichnete die Polizei in Rosenheim die Äußerungen als "Tischgespräche", die unter Alkoholeinfluss stattgefunden hätten. 

Welche Parolen genau formuliert wurden, wolle man nicht öffentlich machen, da noch nach weiteren Zeugen des Vorfalls gesucht werde, hieß es. Zwei der Verdächtigen sollen der Bundespolizei angehören, einer soll bei der Sicherheitswacht der Stadt arbeiten. Die 44 und 45 Jahre alten männlichen Bundespolizisten seien nicht bei der Rosenheimer Inspektion beschäftigt, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundespolizei wurde von dem Vorfall und den Ermittlungen in Kenntnis gesetzt.

+++ 12.11 Uhr: Myanmars Marine klärt Rätsel um Geisterschiff auf +++

Ein Geisterschiff hat vor der Küste von Myanmar für Rätselraten gesorgt. Wie die Marine des südostasiatischen Landes am Freitagabend auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, waren Fischer auf das unbemannte Schiff "Sam Rataulangi PB 1600" gestoßen, welches rund elf Kilometer vor Rangun im Golf von Martaban trieb. Mittlerweile geht die Marine davon aus, dass das verrostete Schiff auf dem Weg zu einer Abwrackwerft in Bangladesch verloren ging.

Marine-Soldaten entdeckten den Angaben zufolge zwei abgerissene Seile an Bord. Auf Radarbildern waren zudem zwei Schiffe zu sehen, die am Sonntag und Montag vergangener Woche zusammen unterwegs gewesen waren. Auf der Suche nach dem zweiten Schiff stieß die Marine schließlich auf die "Independence" mit 13 Indonesiern an Bord.

Eine Befragung der Besatzungsmitglieder ergab, dass die "Independence" Mitte August mit dem verrosteten Schiff im Schlepptau in Jakarta in See gestochen war. Südlich von Rangun sei das Schiff dann in ein Unwetter geraten, in dem die Seile gerissen und das unbemannte Schiff abgetrieben worden sei. In Chittagong im Südosten von Bangladesch befinden sich zahlreiche Werften, auf denen Hochseeschiffe abgewrackt werden.

+++ 11.48 Uhr: Busunglück in USA: Zahl der Toten steigt - Schwangere verletzt +++

Nach einem schweren Busunglück im US-Staat New Mexico ist die Zahl der Toten auf acht gestiegen. Das berichtete der Sender CNN in der Nacht zum Samstag (Ortszeit). 26 Menschen mussten demnach in Krankenhäusern behandelt werden, darunter auch eine mit Zwillingen schwangere Frau.

Wenige Stunden nach dem Unfall habe die Frau die Zwillinge zur Welt gebracht. Sie befänden sich in kritischem Zustand. Wie es der Mutter gehe, sei zunächst unklar. Der Unfall hatte sich am Donnerstag ereignet, als ein Reisebus auf dem Highway 40 in der Nähe von Thoreau im Nordwesten New Mexicos mit einem Sattelschlepper zusammenstieß. Unter den Verletzten sind laut CNN fünf Kinder.

+++ 11.20 Uhr: Petry zu Chemnitz: Legitimes Bedürfnis, brutale Tat zu thematisieren +++

Die frühere AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry hat die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz relativiert. "Keiner kann gutheißen, wenn Menschen, Ausländer oder nicht, verfolgt oder angegriffen werden", sagte Petry der "Thüringer Allgemeinen" und anderen Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Aber es gibt auch das legitime Bedürfnis, eine so brutale Tat in einer Versammlung zu thematisieren."

Damit bezog sie sich auf den gewaltsamen Tod eines Deutschen in Chemnitz am vergangenen Sonntag. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft. Später gab es in der Stadt ausländerfeindliche Übergriffe sowie Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Gegendemonstranten.

Über ihre frühere Partei sagte Petry: "Die AfD verbarrikadiert sich und macht sich mit jeder noch so extremistischen Aussage gemein." Nach ihrem AfD-Rückzug initiierte Petry die Kleinpartei Die Blauen.

+++ 10.20 Uhr: Zweites Todesopfer bei Anschlag auf Separatistenführer in Ostukraine +++

Bei dem tödlichen Anschlag auf den Donezker Separatistenchef Alexander Sachartschenko in der Ostukraine hat es nach offiziellen Angaben ein zweites Todesopfer gegeben. Sechs Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Zivilschutz der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk mit. 

Fünf Verletzte seien ambulant behandelt worden, meldete die Agentur Interfax nach diesen Angaben. Unabhängige Berichte gab es nicht. Am Vorabend war im Café "Separ" (Separatist) in Donezk eine Bombe explodiert und hatte den 42-jährigen Sachartschenko getötet.

+++ 8.43 Uhr: Außenminister Maas: Entschlossen für Demokratie eintreten +++

Anlässlich des 79. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges und vor erneuten Demonstrationen in hat Außenminister Heiko Maas ein entschlossenes Eintreten für Demokratie angemahnt. "Vor 79 Jahren begann der 2. Weltkrieg. Deutschland brachte unvorstellbares Leid über Europa", schrieb der SPD-Politiker am Samstag bei Twitter. "Wenn heute wieder Menschen mit Hitlergruß durch die Straßen ziehen, bleibt unsere Geschichte Mahnung und Auftrag, entschlossen für Demokratie einzutreten. #Chemnitz #herzstatthetze #C0109"

An diesem Samstag werden Tausende Menschen zu Demonstrationen in Chemnitz erwartet. Ein Bündnis aus rund 70 Vereinen, Organisationen und Parteien hat ab dem Vormittag zu Demonstrationen unter dem Motto "Herz statt Hetze" aufgerufen. Am Nachmittag sind Kundgebungen der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz sowie der und des ausländerfeindlichen Bündnisses Pegida geplant.

+++ 8.05 Uhr: Ruhige Nacht vor Demonstrationen in Chemnitz +++

Vor den für Samstag angekündigten Demonstrationen in Chemnitz ist es in der Nacht ruhig in der sächsischen Stadt geblieben. Das teilte das Lagezentrum der Polizei mit. Tausende Menschen werden in Chemnitz erwartet. Ein breites Bündnis aus rund 70 Vereinen, Organisationen und Parteien hat ab dem Vormittag zu Demonstrationen unter dem Motto "Herz statt Hetze" aufgerufen. Am Nachmittag sind Kundgebungen der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz sowie der AfD und des fremden- und islamfeindlichen Bündnisses Pegida geplant.

Szenen aus Chemnitz: Pro-Chemnitz-Anhänger streiten mit Gegendemonstrantin – Video eines verzweifelten Dialogs

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen war es in Chemnitz an mehreren Tagen zu Ausschreitungen mit Verletzten gekommen. Als Tatverdächtige sitzen ein Iraker und ein Syrer in Untersuchungshaft.

+++ 6.03 Uhr: Nach Genua: Schwerverkehr auf Schiene verlagern kostet Milliarden +++

Nach dem Autobahneinsturz in werden Forderungen lauter, mehr Schwerverkehr auf die Schiene zu verlagern. Zwar ist noch nicht bekannt, ob eine hohe Verkehrsbelastung zum Brückeneinsturz beitrug, aber nach dem Unglück wurde bekannt, dass viele Straßen und Brücken ein Vielfaches von dem Verkehr aushalten müssen, für den sie einst konzipiert wurden. Die Verlegung des Schwerverkehrs auf die Schiene macht die Schweiz vor, mit hohen Straßennutzungsgebühren und dem Ausbau des Schienen- und Verladenetzes. Verkehrsforscher Gernot Liedtke sieht darin ein Vorbild. 

"Je weniger Schwerverkehr auf den Straßen fährt, desto besser ist es für die Straßenoberflächen und damit auch für die Brücken", sagte der Professor am Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. Das brauche allerdings Milliardeninvestitionen. Nach seinen Angaben sind 18 Milliarden Euro Investitionen nötig, damit 50 Prozent des Güterverkehrs, der mehr als 300 Kilometer zurücklegt, auf die Schiene verlegt werden kann. "Dazu kommen zusätzliche Schienenausbaumaßnahmen in Ballungszentren, wo es häufig Kapazitätsengpässe gibt." Zusätzlich seien etwa fünf Milliarden Euro nötig, um die nötigen Umschlaganlagen zu bauen.

+++ 5.19 Uhr: Röttgen: Tod McCains Rückschlag im transatlantischen Verhältnis +++

Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen sieht im Tod von US-Senator John McCain einen weiteren Rückschlag für das bereits angespannte transatlantische Verhältnis. "Mit John McCain ist ein letzter Mohikaner von uns gegangen", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag am Freitag (Ortszeit) vor deutschen Korrespondenten in Washington. Röttgen nimmt am Samstag in der US-Hauptstadt am Trauergottesdienst für McCain teil. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) wird erwartet. McCain war ein innerparteilicher Widersacher von US-Präsident Donald Trump.

Langjähriger Freund: Joe Biden verabschiedet sich mit emotionaler Rede von John McCain

+++ 4.38 Uhr: Richtermehrheit gegen Kandidatur von Brasiliens Ex-Staatschef Lula +++

Das Oberste Wahlgericht Brasiliens hat sich mehrheitlich gegen eine Kandidatur des inhaftierten Ex-Staatschefs bei der Präsidentenwahl im Oktober ausgesprochen. Vier von sieben Richtern des Obersten Wahlgerichts in Brasília stimmten am Freitag (Ortszeit) gegen den von der Arbeiterpartei (PT) nominierten 72-Jährigen. Der in Umfragen führende Lula sitzt nach seiner Verurteilung wegen Korruption im Gefängnis.

+++ 4.15 Uhr: Passagierjet macht Bruch bei Landung in Sotschi +++

Bei der Bruchlandung eines Passagierjets am Flughafen des russischen Urlaubsorts Sotschi sind alle 166 Insassen mit dem Schrecken davongekommen. Lediglich vier Insassen der Maschine, darunter ein Kind, seien mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Agentur Interfax. Ein Flughafenangestellter sei an Herzversagen gestorben, während er den Passagieren beim Verlassen des Jets über die Notrutschen half.

Die Maschine rutschte bei der Landung über die Piste hinaus und rammte einen Erdwall. Dabei brach die linke Tragfläche ab und fing Feuer. Zur Unglücksursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor, Experten begannen kurz nach dem Zwischenfall mit den Untersuchungen. Der Flugbetrieb in Sotschi wurde zunächst unterbrochen. 

+++ 3.03 Uhr: Seehofer gegen Beobachtung der AfD durch Verfassungsschutz +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht derzeit keinen Grund für eine Beobachtung der rechtspopulistischen AfD durch den Verfassungsschutz. "Natürlich muss man immer genau hinschauen, und das tut der Verfassungsschutz, ob es sich bei Aussagen von Parteimitgliedern oder Zusammenarbeit mit bestimmten Gruppen um Einzelmeinungen oder parteipolitische Linie handelt", sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Voraussetzungen für eine Beobachtung der Partei "als Ganzes" lägen für ihn derzeit nicht vor. 

Die Äußerungen von AfD-Fraktionschef Alexander Gauland, der die ausländerfeindlichen Krawalle in Chemnitz nach der Tötung eines Deutschen als "Selbstverteidigung" bezeichnet hatte, seien unpassend, sagte Seehofer.

Eine Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen

+++ 2.07 Uhr: Keine Einigung im Ringen um Umgang mit Killerrobotern in Genf +++

Im Ringen um einem Minimalkonsens im Streit um Kontrollen und Schranken für sogenannte Killerroboter haben Abrüstungsexperten in Genf ihr Treffen ohne offizielles Abschlusspapier beendet. Eine Mehrheit der Teilnehmer habe sich für Verhandlungen über eine neue internationale Gesetzgebung ausgesprochen, eine kleine Gruppe von Rüstungsmächten sei aber dagegen, hieß es zum Ende der Verhandlungen.

Eine Einigung hätte nach den Gepflogenheiten im Konsens verabschiedet werden müsste. Es geht darum, ob Herstellung und Einsatz von autonomen Waffen durch einen international verbindlichen Vertrag geregelt werden müssen. Die USA und andere Länder mit großer Rüstungsindustrie sind dagegen.

+++ 0.43 Uhr: Trump reist im November zu Weltkriegsgedenken nach Paris +++

US-Präsident Donald Trump nimmt im November an den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg teil. Trump werde für die Zeremonie am 11. November nach Paris reisen, teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Anschließend werde der Präsident Irland besuchen.

Video: Trump will vorerst auf Militärmanöver mit Südkorea verzichten

+++ 0.27 Uhr: Elffach-Mutter Silvia Wollny gewinnt "Promi Big Brother" +++

Silvia Wollny ist die Gewinnerin der Sat.1-Show "Promi Big Brother". Die 53-Jährige setzte sich am späten Freitagabend gegen drei weitere Finalisten durch und gewann 100.000 Euro. Die Elffach-Mutter ist die Hauptfigur der RTL II-Fernsehserie "Die Wollnys - Eine schrecklich große Familie". 

Die Zuschauer wählten "Love Island"-Kandidatin Chethrin Schulze, 26, auf den zweiten Platz, gefolgt von Alphonso Williams, 56, Vorjahressieger von "Deutschland sucht den Superstar", und "Bachelor" Daniel Völz, 33.

+++ 0.10 Uhr: Zwei Deutsche knacken Eurojackpot von mehr als 61 Millionen Euro +++

Zwei Deutsche haben den mit mehr als 61 Millionen Euro gefüllten Eurojackpot geknackt. Die Ziehung am Freitagabend im finnischen Helsinki bescherte zwei Lotto-Spielern aus Hessen und Nordrhein-Westfalen jeweils 30,9 Millionen Euro, wie Westlotto mitteilte. In den vergangenen Wochen war der Jackpot fünf Mal in Folge nicht geknackt worden.

Der Eurojackpot, an dem sich 18 europäische Länder beteiligen, ist bei 90 Millionen Euro gedeckelt. Seit dem Start der Lotterie im Jahr 2012 erreichte der Eurojackpot fünf Mal diese maximale Höhe. Spieleinsätze, die über diese Summe hinausgehen, werden der zweiten Gewinnklasse zugeschlagen und bilden dort einen weiteren Jackpot.

+++ 0.08 Uhr: Brite fährt auf linker Seite - drei Verletzte +++

Weil ein Brite die falsche Straßenseite befahren hatte, sind in der Eifel bei einem Unfall drei Menschen schwer verletzt worden. Der Brite hatte auf der Landstraße 94 zwischen Brücktal und Boos in einer Kurve "das Rechtsfahrgebot missachtet", wie die Polizei Adenau in Rheinland-Pfalz am Freitagabend mitteilte. Sein Wagen stieß frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Beide Fahrer sowie der Beifahrer des Briten wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

fs / DPA / AFP