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News von heute Erster Randalierer nach Sturm auf US-Kapitol zu Haftstrafe verurteilt

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Trump stürmen das US-Kapitolgebäude und schwingen eine USA-Flagge
Die Erstürmung des Kapitols am 6. Januar hatte viele Amerikaner schockiert 
© M. Suarez/Zuma Press / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Alle Entwicklungen in den Hochwassergebieten in Deutschland lesen Sie hier.

Die News von heute im stern-Ticker: 

21.49 Uhr: Erster Randalierer nach Sturm auf US-Kapitol zu Haftstrafe verurteilt

Gut ein halbes Jahr nach dem Sturm auf das US-Kapitol ist erstmals ein Beteiligter an den Randalen zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Ein Gericht in Washington verhängte eine achtmonatige Gefängnisstrafe für einen 38-Jährigen aus Florida, der mit hunderten radikalen Anhängern des früheren US-Präsidenten Donald Trump im Januar das Kongressgebäude gestürmt hatte. Laut Gerichtsdokumenten hatte der Mann das Kapitol mit einem Rucksack betreten. Er gelangte bis zum Plenarsaal, wo er ein Foto von sich machte. Er sei jedoch "nicht persönlich an der Gewalt oder der Zerstörung von Eigentum" beteiligt.

21.03 Uhr: Kanada öffnet Grenze ab 7. September für Geimpfte aus allen Ländern

Nach mehr als einem Jahr strikter Einreisebeschränkungen öffnet Kanada ab Anfang September seine Grenze für geimpfte Reisende aus dem Ausland. Nach einer Wiederöffnung der Grenze zu den USA am 9. August werde Kanada ab dem 7. September vollständig geimpfte Bürger aus allen Ländern wieder willkommen heißen, teilte der Minister für zwischenstaatliche Angelegenheiten, Dominic LeBlair, mit. Reisende müssen nach Angaben des Ministeriums mindestens 14 Tage vor ihrer Ankunft eine vollständige Immunisierung mit einem von den kanadischen Behörden genehmigten Impfstoff erhalten haben.

20.56 Uhr: US-Behörde warnt wegen Corona-Welle vor Reisen nach Großbritannien

Die US-Gesundheitsbehörde CDC warnt angesichts der starken Zunahme der Coronavirus-Infektionen in Großbritannien vor Reisen in das Land. Der Reisehinweis wurde auf die Stufe vier von vier angehoben ("Vermeiden Sie Reisen"). Angesichts der Infektionslage bestehe selbst für vollständig geimpfte Reisende das Risiko, sich zu infizieren und Varianten des Coronavirus weiterzuverbreiten, hieß es. Die CDC-Mitteilung kam just an dem Tag, an dem die Regierung in Großbritannien fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen für den Landesteil England aufhob. Wegen der hochansteckenden Delta-Variante ist die Zahl der Infektionen dort zuletzt stark angestiegen.

20.51 Uhr: US-Justiz darf Journalisten nicht mehr zur Offenlegung ihrer Quellen zwingen

US-Bundesstaatsanwälte dürfen Journalisten künftig nicht mehr durch Haftbefehle oder Vorladungen zur Offenlegung ihrer Quellen zwingen. Entsprechende Druckmittel sollten nicht länger gegen Nachrichtenjournalisten angewendet werden, teilte das Justizministerium mit. Vorangegangen waren Berichte, wonach das Justizministerium unter Ex-Präsident Donald Trump sich heimlich Telefondaten von Journalisten verschafft hatte, die Recherchen zur Trump-Regierung anstellten. Die neue Anweisung sei ergangen, "weil eine freie und unabhängige Presse entscheidend für das Funktionieren unserer Demokratie ist", erklärte das Ministerium. Die neue Anordnung gelte für Reporter, Verlagshäuser, Provider und andere, die an der Nachrichtenbeschaffung beteiligt sind, und erstreckt sich auf digitale und schriftliche Unterlagen ebenso wie auf Telefondaten.

20.42 Uhr: Humboldt Forum in Berlin eröffnet am Dienstag für Besucher

Nach mehr als sieben Jahren Bauzeit wird am Dienstag, um 14 Uhr das Humboldt Forum in Berlin mit einem Festakt eröffnet. Für den Kulturbau wurde im Herzen der Hauptstadt auf der Spreeinsel das Berliner Schloss zum Teil wiederaufgebaut - und mit einem modern gestalteten Teil kombiniert. Der rund 680 Millionen Euro teure Bau soll ein Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft sein. Die ersten 100 Tage ist der Besuch kostenfrei.

20.27 Uhr: Prinz Harry will im kommenden Jahr seine Memoiren veröffentlichen

Prinz Harry will im kommenden Jahr ein Buch mit seinen Memoiren veröffentlichen. Der mittlerweile mit seiner Frau Meghan und zwei gemeinsamen Kindern in den USA lebende britische Prinz, werde "zum allerersten Mal einen endgültigen Bericht über die Erfahrungen, Abenteuer, Verluste und Lektionen teilen, die ihn geprägt haben", teilte der Verlag Penguin Random House in New York mit. "Ich schreibe das nicht als Prinz, als der ich geboren bin, sondern als Mann, der ich geworden bin", erklärte der 36-Jährige in einer Mitteilung. Er freue sich darauf, dass Menschen eine "Darstellung meines Lebens aus erster Hand lesen werden, die akkurat und völlig ehrlich" sein werde. Das Buch soll später im Jahr 2022 erscheinen und die Erlöse an gemeinnützige Zwecke gehen.

20.24 Uhr: "Manhattan nicht der Wilde Westen": Leibwächter von Rapper angeklagt

Weil sie einen Mann mit Blaulicht und Sirenen durch New York gejagt haben sollen, sind fünf Leibwächter des US-Rappers Tekashi 6ix9ine angeklagt worden. Die Leibwächter müssten sich unter anderem wegen Raubs verantworten, teilte der oberste Staatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance, mit. "Die Begleiter eines Stars sind keine Polizeibehörde, und Manhattan ist nicht der Wilde Westen." Im August 2020 sollen die Leibwächter einen Mann im Stadtteil Harlem mit einem Auto mit Blaulicht und Sirenen über mehrere Straßenblocks hinweg verfolgt haben, um dann sein Handy zu klauen und zu zerstören. Der Rapper selbst, der schon mehrfach mit Polizei und Gerichten zu tun gehabt hat, soll bei diesem Vorfall nicht beteiligt gewesen sein.

20.15 Uhr: Tote bei Anschlag auf Markt in Bagdad

Bei einem Terroranschlag in Bagdad sind mehrere Menschen getötet worden. Auf einem Marktplatz sei ein selbstgebauter Sprengsatz zur Explosion gebracht worden, berichtete die staatlichen Nachrichtenagentur INA unter Berufung auf Sicherheitskreise. Nach Angaben von Augenzeugen gab es vier Tote und 15 Verletzte. Örtliche Medien sprachen von deutlich mehr Toten. Armeesprecher Jahia Rasul leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein.

18.06 Uhr: Großfahndung nach bewaffnetem Mann an der Côte d'Azur

Mit Hunden, Hubschraubern und Spezialeinheiten hat die französische Gendarmerie in der Ferienregion Côte d'Azur nach einem bewaffneten 33-Jährigen gesucht. Die Fahndung nach dem gefährlichen Mann konzentriere sich auf die Umgebung des Ortes Gréolières im bergigen Hinterland von Nizza, teilte die Gendarmerie via Twitter mit. Er wird laut Medien verdächtigt, eine 32-jährige Frau in der Nähe des mondänen Mittelmeer-Badeortes Saint-Tropez getötet zu haben. Das Opfer war am Sonntag tot aufgefunden worden. Der gesuchte Mann soll die Frau vorher gekannt haben, Hintergründe blieben zunächst unklar. Die Gendarmerie gehört in Frankreich zu den Streitkräften, nimmt aber auch Polizeiaufgaben wahr.

18.05 Uhr: Deutschland steuert auf Überangebot an Corona-Impfstoff zu

Mehr als ein halbes Jahr nach Start der Corona-Impfungen steuert Deutschland auf ein Überangebot an Impfstoff zu. Die Verfügbarkeit an Impfstoffen werde die Nachfrage schon bald "deutlich" übersteigen, stellten die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern in einem Beschluss nach einer Videoschalte fest. Der Beschluss lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. "Ein Rückgang der Nachfrage ist sowohl in den Impfzentren als auch in den Arztpraxen und bei den Betriebsärzten zu verzeichnen."

17.30 Uhr: Haiti bekommt neue Regierung unter Führung von Ariel Henry

Zwei Wochen nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse wird in dem Karibikstaat am Dienstag eine neue Regierung gebildet. Zum neuen Ministerpräsidenten werde Ariel Henry ernannt, verlautete am Montag aus Regierungskreisen. Interims-Ministerpräsident Claude Joseph werde auf seinen bisherigen Posten als Außenminister zurückkehren. Die neue Regierung werde "so bald wie möglich" Wahlen organisieren.

Moïse war in der Nacht zum 7. Juli in seinem Haus in Port-au-Prince erschossen worden. Nach Polizeiangaben war ein Mordkommando aus 26 Kolumbianern und zwei US-Bürgern haitianischer Herkunft an dem Attentat beteiligt. Mehr als 20 Menschen wurden seither festgenommen.

16.57 Uhr: Lkw fährt schlafendem Obdachlosem über die Füße

Ein Lastwagen ist einem schlafendem Obdachlosen in Hamburg über die Füße gefahren. Der 39-Jährige sei mit schweren Fußverletzungen in ein Krankenhaus gebracht und operiert worden, teilte die Polizei mit. Der Obdachlose hatte den Angaben zufolge sein Nachtlager auf einer Verkehrsinsel unter einer Eisenbahnbrücke aufgeschlagen. Seine Füße hätten zum Kantstein gezeigt.

Nach dem Zwischenfall am frühen Morgen habe der Verletzte die Polizei verständigt. Er gab an, der abbiegende Lastwagen sei einfach weitergefahren. Die Beamten stellten in der Nähe einen Sattelzug fest, auf den die Beschreibung des Obdachlosen passte. Der Fahrer der Zugmaschine mit Tieflader erklärte der Polizei, er habe von dem Unfall nichts mitbekommen. Er habe an der Stelle gewendet. Die Beamten beschlagnahmten seinen Führerschein und ließen das Fahrzeug auf mögliche Spuren untersuchen.

16.42 Uhr: Auch Geimpfte müssen bei Ankunft auf Island Corona-Test vorlegen

Bei der Einreise auf Island müssen künftig auch geimpfte und genesene Touristen einen negativen Corona-Test vorlegen. Wie die isländische Regierung am Montag mitteilte, wird die Maßnahme zum Start der kommenden Woche in Kraft treten. Ab dann muss man einen PCR- oder Schnelltest vorlegen, der höchstens 72 Stunden alt ist.

Grund dafür ist eine Zunahme der Neuinfektionen auf der Nordatlantik-Insel, die ansonsten vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen ist. Ohne Impfung muss man weiterhin einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen und nach Ankunft zwei weitere Tests machen, zwischen denen eine fünftägige Quarantänezeit liegt.

16.18 Uhr: Güterzug reißt 67-Jähriger in Hessen Handtasche ab

Beim illegalen Überqueren eines Gleises im nordhessischen Baunatal ist eine 67-Jährige nur um Haaresbreite von einem durchfahrenden Güterzug verfehlt worden. Wie die Bundespolizei am Montag in Kassel mitteilte, riss der fast 2000 Tonnen schwere Zug die Handtasche der Frau ab. Sie selbst blieb allerdings unverletzt. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste anschließend von einem Kollegen abgelöst werden.

Laut Polizei war die Rentnerin am Samstag verbotenerweise über die Gleise am Bahnhof von Rengershausen gegangen, als der Zug herandonnerte. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein und brachte seinen Zug nach einem halben Kilometer zum Stehen. Die 67-Jährige wurde zur Sicherheit vor Ort in ein Krankenhaus gebracht. Ihre Tasche fanden Einsatzkräfte später an der Bahnstrecke. Gegen die Frau wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

15.56 Uhr: Vor Babyklappe gefundener toter Säugling wird beerdigt

Nach der Entdeckung eines toten Babys vor der Babyklappe eines Frauenhauses in Köln soll der Säugling am Donnerstag bestattet werden. Auf dem Nordfriedhof soll es eine Trauerfeier geben, sagte ein Sprecher der Stadt Köln am Montag. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet. Der tote Säugling war am vergangenen Montag im Freien vor der Babyklappe entdeckt worden. Rechtsmediziner gingen nach der Obduktion davon aus, dass der Junge zum Zeitpunkt seiner Geburt noch gelebt hat. Eine Mordkommission ermittelt.

15.12 Uhr: Ungarns Außenminister weist Ausspäh-Vorwürfe zurück

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hat einem Medienbericht zufolge Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen sein Land Journalisten oder Aktivisten mit der Pegasus-Software des israelischen Herstellers NSO überwacht haben soll. Der Direktor des Geheimdienstes IH habe auf Anfrage bestritten, dass der Dienst die Software einsetze, sagte Szijjarto nach einem Bericht des Nachrichtenportals "Telex.hu" am Montag im nordungarischen Komarom. Der seinem Ministerium unterstellte Dienst sei bereit, dem Sicherheitsausschuss des ungarischen Parlaments darüber Auskunft zu geben. Die Opposition will zu den Vorwürfen eine Sondersitzung des Gremiums einberufen.

IH ist einer der fünf ungarischen Geheimdienste. Ob möglicherweise eine andere Behörde Menschen über Pegasus überwacht haben könnte, wollte Szijjarto nicht sagen, wie "telex.hu" weiter berichtete.

14.55 Uhr: Erdogan kündigt Gespräche mit Taliban zu Flughafen in Kabul an

Die Türkei hat Gespräche mit den radikalislamischen Taliban über die Zukunft des internationalen Flughafens in Kabul angekündigt. "Wir werden sehen, welche Art von Gesprächen wir mit den Taliban haben werden und wohin uns diese Gespräche führen werden", sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in Istanbul.

Die Türkei hatte angekündigt, nach dem Abzug der verbliebenen US-Soldaten aus Afghanistan den Flughafen von Kabul zu sichern, um der internationalen Gemeinschaft weiterhin eine diplomatische Präsenz in Afghanistan zu ermöglichen. Die USA und die Nato wollen Ankara dabei finanziell und logistisch unterstützen. 

14.36 Uhr: Empörung in Frankreich nach Nazi-Vergleichen bei Protesten

Frankreichs Regierung hat empört auf Nazi-Vergleiche bei Demonstrationen gegen verschärfte Corona-Regeln reagiert. Wie Medien berichteten, hatten am Wochenende einige Demonstranten einen gelben Stern getragen. Demnach sollte eine Parallele gezogen werden zwischen der Judenverfolgung während der Nazi-Diktatur und der Lage von Nicht-Geimpften heutzutage. "Das sind absolut widerliche Vergleiche", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal im Nachrichtensender Franceinfo.

14.32 Uhr: Südafrikas Ex-Präsident Zuma ficht Online-Verfahren gegen ihn an

In Südafrika ist der seit eineinhalb Wochen inhaftierte Ex-Präsident Jacob Zuma erstmals wieder öffentlich in Erscheinung getreten. Aus seiner Haftanstalt war er per Video einer öffentlich übertragenen Anhörung eines Gerichts der Stadt Pietermaritzburg zugeschaltet, vor dem es um einen Korruptionsprozess geht. Zuma werden in dem Verfahren Korruption, Geldwäsche sowie Betrug im Zusammenhang mit einem milliardenschweren Rüstungsgeschäft vorgeworfen. Er bestreitet alle Vorwürfe und hatte vergeblich eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen versucht. Zuma war von 2009 bis 2018 südafrikanischer Präsident, ehe er nach einer Reihe von Korruptionsskandalen zurücktrat. Ihm drohen bis zu 25 Jahre Haft.

13.50 Uhr: Bericht: WHO-Chef plant Japan-Besuch während Olympia

Der Chef der Weltgesundheitsbehörde (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, plant, Japan während der Olympischen Spiele einen Besuch abzustatten. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsvertreter in Tokio. Themen bei einem möglichen Treffen mit Japans Regierungschef Yoshihide Suga wären im Falle eines Besuches die Corona-Maßnahmen bei den Olympischen Spielen und Paralympics. Südkoreas Präsident Moon Jae In verzichtet dagegen nach Angaben seines Büros auf einen Besuch im Nachbarland während der Spiele.

13.41 Uhr: Neue US-Regierung überstellt erstmals einen Guantanamo-Häftling

Rund sechs Monate nach Amtsantritt hat US-Präsident Joe Bidens Regierung erstmals einen Häftling aus dem Gefangenenlager Guantanamo an dessen Heimatland überstellt. Abdul Latif Nasir sei nach Marokko gebracht worden, weil er keine Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten mehr darstelle, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte. Marokko habe Sicherheitsgarantien gegeben und eine "menschliche Behandlung" Nasirs zugesagt, hieß es.

In Guantanamo Bay in Kuba verbleiben damit noch 39 Häftlinge. Das Lager war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush errichtet worden, um mutmaßliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten.

13.36 Uhr: Gletscherschmelze: 180 neue Seen in der Schweiz in einem Jahrzehnt

Die Gletscherschmelze in den Alpen hat in der Schweiz allein innerhalb von zehn Jahren 180 neue Gletscherseen entstehen lassen. Zwischen 2006 und 2016 wuchs die Wasserfläche jedes Jahr um rund 150 000 Quadratmeter (15 Hektar) - "ein sichtbarer Beweis für den Klimawandel in den Alpen", wie das schweizerische Wasserforschungsinstitut (Eawag) berichtete.

Das Institut hat erstmals ein Inventar sämtlicher Gletscherseen angelegt, die seit dem Ende der sogenannten Kleinen Eiszeit um 1850 entstanden sind. Zu dem Zeitpunkt hatten die Alpengletscher ihre größte Ausdehnung der Neuzeit. In den Jahren 1850 bis 2016 stieg die Fläche der Gletscherseen nach Auskunft des Mitautors Nico Mölg im Durchschnitt jährlich um rund 40 000 Quadratmeter (4 Hektar) an - mit stark gestiegener Tendenz in den jüngsten Studienjahren 2006 bis 2016.

13.34 Uhr: Von der Leyen: Pegasus-Ausspähung wäre "komplett inakzeptabel"

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eine Überprüfung der Enthüllungen über die weltweite Ausspähung von Journalisten, Aktivisten und Oppositionellen mit Hilfe der Software Pegasus gefordert. "Wenn es stimmt, dann ist es komplett inakzeptabel", sagte von der Leyen vor Journalisten in Prag. "Eine freie Presse ist einer der Grundpfeiler der Europäischen Union." Auch die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Martina Fietz,  betonte die Bedeutung der Pressefreiheit. Eine freie Presse und ein freier Rundfunk" seien "von besonderer Bedeutung für das Funktionieren eines demokratischen Staates und einer demokratischen Gesellschaft".

13.24 Uhr: Nach Cyberangriff: Kreis Anhalt-Bitterfeld wieder per Mail erreichbar

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt ist knapp zwei Wochen nach dem Cyberangriff auf seine Computersysteme wieder elektronisch erreichbar. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen könnten die einzelnen Ämter ab sofort wieder per E-Mail kontaktieren, sagte ein Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Vorbereitungsarbeiten für die Notinfrastruktur waren am Wochenende abgeschlossen worden. Nach dem Angriff waren die Behörden bislang nur telefonisch und per Fax erreichbar.

13.15 Uhr: Tote nach Flugzeugabsturz in Böblingen identifiziert

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Kreis Böblingen (Baden-Württemberg) hat die Polizei die drei Todesopfer identifiziert. Der mutmaßliche Pilot sei mit hoher Wahrscheinlichkeit ein 62-Jähriger, wie die Polizei am Montag mitteilte. Bei den beiden anderen Toten handele es sich demnach wahrscheinlich um eine 65-Jährige und ihren 73-jährigen Ehemann.

13.09 Uhr: Zumas Korruptionsprozess nach tagelanger Gewalt in Südafrika wieder aufgenommen

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Südafrika ist der Korruptionsprozess gegen Ex-Präsident Jacob Zuma am Montag fortgesetzt worden. Obwohl der Prozess online abgehalten wurde, um erneute gewaltsame Proteste von Anhängern des 79-Jährigen zu verhindern, herrschten vor dem Gerichtshof in Pietermaritzburg massive Sicherheitsvorkehrungen. Bewaffnete Polizisten und Soldaten riegelten das Gebiet um das Gerichtsgebäude in der Hauptstadt von Zumas Heimatprovinz KwaZulu-Natal ab.

Zuma muss sich wegen Betrugs, Bestechung und Erpressung vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Ende der 90er Jahre im Zuge eines Rüstungsgeschäftes hunderttausende Euro Bestechungsgelder angenommen zu haben. Nach zahlreichen Vertagungen und Verzögerungen begann der Prozess im Mai, damals wies der langjährige ehemalige Präsident alle Vorwürfe von sich.

13.04 Uhr: USA und Verbündete werfen China "bösartige" Cyberaktivitäten vor

Die USA und verbündete Staaten werfen China nach Angaben eines US-Regierungsvertreters "bösartige" Cyberaktivitäten und die Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit vor. Der US-Vertreter sagte am Montag, Chinas "unverantwortliches Verhalten im Cyber-Raum" stehe im Widerspruch zu seinem "erklärten Ziel, als verantwortungsvolle Führungsmacht" wahrgenommen zu werden. Ein "beispielloses" Bündnis aus Verbündeten, darunter die EU, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und die Nato, werde sich den USA "anschließen, um die bösartigen Cyberaktivitäten des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit aufzudecken".

12.32 Uhr: Lindner will bei FDP-Regierungsbeteiligung Finanzminister werden

FDP-Chef Christian Lindner will im Fall einer Beteiligung seiner Partei an der nächsten Bundesregierung für sich das Finanzministerium beanspruchen. Anders als in früheren Koalitionsregierungen werde die FDP diesmal nicht das Außenministerium anstreben, sondern das Finanzressort mit ihm als Minister, sagte Lindner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wenn wir die Möglichkeit zur Gestaltung haben, dann wäre das mein Angebot", sagte der FDP-Politiker.

12.24 Uhr: EU-Kommission genehmigt Tschechiens Corona-Aufbauplan

Tschechien hat von der EU-Kommission grünes Licht für seinen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise erhalten. Tschechien erhält rund sieben Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Corona-Hilfsfonds der EU. Bis zur Rückkehr zur Normalität sei es noch ein langer Weg, sagte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis in Prag bei einer Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

12.08 Uhr: Paris "extrem schockiert" über weltweite Ausspähung von Journalisten

Die französische Regierung hat "extrem schockiert" auf die Enthüllungen über die weltweite Ausspähung von Journalisten mit Hilfe der Software Pegasus reagiert. Sollten sich die Anschuldigen bewahrheiten, dann "wiegen sie extrem schwer", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal dem Rundfunksender Franceinfo. Frankreich sei der Pressefreiheit verpflichtet. "Deshalb ist es sehr schlimm, wenn es Manipulationen gibt und Techniken, die die Freiheit von Journalisten einschränken und ihre Freiheit, zu recherchieren und zu informieren".

11.53 Uhr: Weniger Corona-Fälle in Moskau – Beschränkungen zurückgenommen

Trotz Tausender neuer Corona-Fälle nimmt die russische Hauptstadt Moskau Beschränkungen zurück. Seit Montag können in Europas größter Metropole mit schätzungsweise 15 Millionen Einwohnern auch Ungeimpfte wieder in Bars und Restaurants gehen. Das war zuvor nur möglich mit einem negativen PCR-Test und für Menschen nach einer Impfung mit einem QR-Code. 

11.36 Uhr: Nepals Parlament stellt sich hinter neu ernannten Ministerpräsidenten

Das Parlament in Nepal hat dem neu ernannten Ministerpräsidenten Sher Bahadur Deuba sein Vertrauen ausgesprochen. Für den 75 Jahre alten Sozialdemokraten stimmten am späten Sonntagabend 165 von 249 anwesenden Abgeordneten. Das Oberste Gericht Nepals hatte vergangene Woche die Präsidentin des Himalaya-Landes, Bidya Devi Bhandari, aufgefordert, Deuba zum Ministerpräsidenten zu ernennen. Der bisherige kommunistische Regierungschef Khadga Prasad Sharma Oli hatte in den vergangenen Monaten zweimal das Parlament auflösen lassen - in der Hoffnung, damit seine Position zu stärken.

11.25 Uhr: Millionen Mücken bedecken Himmel über Halbinsel Kamtschatka

Millionen von Mücken haben sich in einem Dorf auf der Halbinsel Kamtschatka im äußersten Osten Russlands zu einem riesigen Schwarm vereinigt. Ein entsprechendes Video aus dem Dorf Ust-Kamtschatsk an der Ostküste sorgt seit dem Wochenende für Aufsehen. Zu sehen ist, wie ein Bewohner im Auto fährt und die Straße wegen unzählig vieler Insekten nur schwer zu erkennen ist. Die Aufnahmen erinnern an einen Tornado. Es habe hier und da am Horizont viele "Säulen" aus Mücken gegeben, berichtete der Mann.

11.21 Uhr: Sechstägiger Corona-Lockdown in Irans Hauptstadt verhängt

Nach einem Anstieg der Todes- und Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus hat die iranische Regierung einen sechstägigen Lockdown in der Hauptstadt Teheran verhängt. "Teheran ist zur Roten Zone erklärt worden und daher bleiben alle Behörden in der Stadt von diesem Dienstag bis kommenden Sonntag geschlossen", sagte Regierungssprecher Ali Rabiei im Staatsfernsehen. Medienberichten zufolge sollen auch der Basar und die Einkaufspassagen während dieses Zeitraums geschlossen bleiben. Unklar sei noch, ob auch die Banken schließen oder nicht.    

11.17 Uhr: Umfrage: Corona-Pandemie könnte Abwanderung aus Stadtzentren vorantreiben

Die Corona-Pandemie könnte die Abwanderung aus Stadtzentren weiter vorantreiben. Wie eine Umfrage des Ifo-Instituts und des Immobilienportals Immowelt ergab, planen 13 Prozent der Befragten aus Großstädten mit über einer halben Million Einwohner, diese im kommenden Jahr zu verlassen. Fast die Hälfte der Befragten nannte die Corona-Pandemie als Faktor für die Entscheidung. 

Besonders junge Familie erwägen laut den Studienergebnissen einen Umzug. Damit werde die Anbindung suburbaner Räume und der Ausbau der dortigen Bildungsinfrastruktur an Bedeutung gewinnen, erklärte Mathias Dolls, Ifo-Forscher und Koautor der Studie. Vor allem kleinere Großstädte mit bis zu 500.000 Einwohnern und die Speckgürtel gehören zu den Umzugszielen.

11.10 Uhr: Kleinkind stürzt acht Meter in die Tiefe – lebensgefährlich verletzt

Ein Kleinkind ist am Sonntag aus dem Fenster eines Wohnhauses acht Meter in die Tiefe gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Es sei zunächst unbemerkt über ein Bett zur Fensterbrüstung geklettert und dann hinunter auf eine Terrasse gefallen, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Unfall in Leinzell in Baden-Württemberg flog ein Rettungshubschrauber das ein Jahr alte Kind in eine Klinik. Wie es zu dem Sturz kam, war zunächst unklar.

11.06 Uhr: Polizei findet in Wohnungen in Essen kiloweise versteckte Drogen und Bargeld

In Essen hat die Polizei in zwei Wohnungen große Mengen Drogen und Bargeld beschlagnahmt. Am Dienstag hätten Ermittler eine Drogenübergabe beobachtet und daraufhin Wohnungen in der Innenstadt durchsucht, teilte die Polizei mit. Dabei seien etwa 1,2 Kilogramm Kokain, zwei Kilogramm Marihuana, eine Schusswaffe und 50.000 Euro gefunden worden.

10.53 Uhr: Feuer in Unterkunft für Geflüchtete – mögliche Brandstiftung

Eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Arnstadt in Thüringen musste wegen eines Brandes evakuiert werden. Das Feuer sei am Morgen ausgebrochen, es werde wegen des Verdachts auf Brandstiftung ermittelt, teilte die Polizei mit. 80 Menschen seien während der Löscharbeiten, die schnell abgeschlossen werden konnten, in einer nahe gelegenen Turnhalle vorübergehend untergebracht worden. Ein Tatverdächtiger sei vorläufig festgenommen worden. Die Ermittlungen zur Brandursache und zu möglichen Verletzten liefen, hieß es.

10.44 Uhr: Russland meldet erneut erfolgreichen Test von Hyperschall-Marschflugkörper

Russland hat nach eigenen Angaben erneut einen erfolgreichen Test seiner Zirkon-Hyperschallrakete vorgenommen. Auf einem vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Video war zu sehen, wie die Rakete vom russischen Kriegsschiff "Admiral Gorschkow" in der nordrussischen Barentssee aus abgefeuert wurde. "Die Zirkon-Rakete habe erfolgreich ein Ziel in einer Entfernung von 350 Kilometern getroffen, erklärte das Ministerium.

10.33 Uhr: Erste Bescheide für Grundrente werden verschickt

Nach langer Verzögerung sind die ersten Bescheide für die Grundrente verschickt worden. Sie gehen zuerst an Neurentnerinnen und Neurentner, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund mitteilte. "Da bei insgesamt 26 Millionen Renten geprüft werden muss, ob der Zuschlag gezahlt werden kann, werden die letzten Fälle Ende 2022 abgearbeitet", fügte die Behörde hinzu. Die Grundrente war zum 1. Januar 2021 eingeführt worden. Bei der nun startenden praktischen Umsetzung werden die seither aufgelaufenen Ansprüche rückwirkend ausgezahlt. Die Rentenversicherung erklärte, das gesamte Vorgehen rund um die Grundrente sei "mit einem großen Kraftakt verbunden".

10.17 Uhr: "Lautes Stöhnen": Verliebte Igel rufen Polizei auf Plan

Zwei verliebte Igel waren beim Geschlechtsverkehr so laut, dass ein besorgter Mann in Schwaben die Polizei rief. Der Mann gab am Telefon an, dass er im hohen Gras neben seinem Haus in Buchdorf (Landkreis Donau-Ries) ein verletztes Tier vermute, das laute hechele, wie die Polizei mitteilte: "Er vermutete eine angeschossene Wildsau." Als die Streife am Sonntag vor Ort eintrafen, stellte sich jedoch schnell heraus, dass es sich bei den Geräuschen nicht etwa um ein verletztes Wildschwein, sondern um zwei "liebestolle Igel" handelte, so die Polizei. "Zwei Igel waren gerade ziemlich intensiv bei der Sache und verursachten durch lautes Stöhnen das Unbehagen des Mitteilers."

10.06 Uhr: Vier Tote nach Absturz eines Kleinflugzeugs in Sachsen-Anhalt

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf einem Flugplatz in sachsen-anhaltinischen Sandersdorf-Brehna sind vier Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Unglück am Sonntagnachmittag starben drei Menschen, eine Jugendliche erlag später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen stürzte das Flugzeug kurz nach dem Start ab und geriet in Brand, wie die Polizei in Dessau-Roßlau mitteilte. 

9.51 Uhr: FDP will "geordneten Ausstieg" aus Corona-Notlage

Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, rechtzeitig einen "geordneten Ausstieg" aus der Corona-Notlage vorzubereiten. "Die epidemische Lage von nationaler Tragweite ist nicht mehr das geeignete Mittel in der Pandemiebekämpfung", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Er drängte darauf, bis zur nächsten Bundestags-Sitzung am 7. September gesetzliche Regelungen für die Zeit danach vorzubereiten.

9.49 Uhr: Waldbrände in Russland: Giftiger Rauch breitet sich aus

Der giftige Rauch von den schweren Waldbränden im Osten Russlands breitet sich weiter aus. Mehr als 60 Dörfer und die Stadt Jakutsk in der besonders betroffenen sibirischen Region Jakutien (Republik Sacha) litten unter dem Qualm, teilten die Behörden mit. Das waren noch einmal mehr als am Sonntag. Rauch sei nun auch wegen ungünstiger Winde in die weiter östlich gelegenen Gebiete gezogen, warnte der Zivilschutz der Region Chabarowsk am Pazifik. Die Bewohner sollten Schutzmasken tragen, wenn sie das Haus verlassen. Türen und Fenster sollten abgedichtet werden.

9.46 Uhr: Impfgegner randalieren auf Zypern – Zwölf Polizisten verletzt

Eine Demonstration gegen Corona-Maßnahmen und -Impfungen ist am Sonntagabend auf Zypern eskaliert. Ein wütender Mob drang in die Räume des zyprischen Fernsehsenders Sigma ein und zerstörte das Mobiliar. Vor dem Medienhaus wurden Autos der Mitarbeiter des Senders angezündet, es flogen Steine und Brandsätze, mindestens zwölf Polizisten wurden verletzt, zwei von ihnen schwer, wie zyprische Medien am Montag berichteten. Bis zum Morgen gab es fünf Festnahmen. Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades sprach von einem "Schlag gegen die Demokratie".

9.41 Uhr: London lockert Pflicht zur Selbstisolation für Gesundheitsdienst

Weil es beim Nationalen Gesundheitsdienst NHS in England zu immer mehr Personal-Engpässen kommt, hat die britische Regierung für die Mitarbeiter die Regeln zur Selbstisolation nach Kontakt mit Infizierten gelockert. In Ausnahmefällen dürften zweifach geimpfte Mitarbeiter die eigentlich vorgeschriebene zehntägige Selbstisolation durch einen negativen PCR-Test und tägliche Antigen-Tests ersetzen und weiterhin zur Arbeit erscheinen, hieß es in einer Mitteilung der Regierung.

Einem Bericht zufolge befinden sich derzeit bis zu 1,7 Millionen Menschen in Großbritannien in Selbstisolation. Das führte bereits dazu, dass Zugverbindungen ausfielen und Supermarktfilialen schließen mussten, weil nicht mehr genügend Mitarbeiter da waren. Nachdem in England nun fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben sind, wird mit einem weiteren Anstieg der "pingdemic" gerechnet, wie britische Medien das Phänomen bezeichnen. Als "ping" wird das Klingeln der Warn-App oder eines Anrufs der Kontaktverfolgungsteams auf dem Handy bezeichnet.

9.21 Uhr: Großbrand in Flüchtlingsunterkunft in Norderstedt

Im schleswig-holsteinischen Norderstedt hat am Donnerstag eine Unterkunft für geflüchtete und obdachlose Menschen gebrannt. Die Feuerwehr habe zwei Menschen aus dem brennenden Gebäude gerettet, teilte sie am Sonntagabend mit. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftung in eine Klinik; drei Feuerwehrleute hätten sich außerdem leicht verletzt, hieß es. Die Feuerwehr habe den Großbrand den ganzen Nachmittag bis in den späten Abend hinein gelöscht. Zur Ursache des Brands konnte sie noch nichts sagen.

9.19 Uhr: Deutscher Journalistenverband verlangt Aufklärung über Einsatz von Spähsoftware

Nach den Enthüllungen über die Nutzung der Software Pegasus zur Ausspähung von Journalisten, Aktivisten und Oppositionellen weltweit fordert der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Aufklärung über eine mögliche Verwendung durch deutsche Stellen. "Für die Sicherheitsbehörden muss es jetzt heißen: Karten auf den Tisch", erklärte der DJV-Vorsitzende Frank Überall. "Wir wollen Fakten sehen und keine Ausflüchte."

8.46 Uhr: Riesiger Waldbrand im US-Bundesstaat Oregon breitet sich erneut aus

Begünstigt durch ungewöhnlich heißes und trockenes Wetter hat sich ein riesiger Waldbrand im westlichen US-Bundesstaat Oregon nochmals ausgebreitet. Angesichts der Lage ordneten die Behörden am Sonntag neue Evakuierungen an. Auch in anderen Bundesstaaten entlang der US-Westküste und in Kanada lodern unzählige Brände.

Der nach der nahegelegenen Ortschaft "Bootleg" getaufte Waldbrand im Süden Oregons ist das mächtigste von derzeit rund 80 aktiven größeren Feuern in den USA. Zwar machten die Einsatzkräfte nach Behördenangaben am Sonntag Fortschritte an der Westflanke des Brandes, doch noch immer waren nur rund 22 Prozent der Flammen unter Kontrolle. Die Gesamtgröße des Brandes weitete sich auf rund rund 117.000 Hektar aus - das entspricht der dreifachen Fläche der Millionenstadt Detroit.

8.15 Uhr: Mindestens 28 Arbeiter bei Busunfall in Pakistan getötet

Beim Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Lastwagen in Zentralpakistan sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Rund 40 weitere seien verletzt worden, teilte die lokale Polizei mit. Demnach brachte der Reisebus vor allem Arbeiter aus der Industriestadt Sialkot in der Provinz Punjab in ihre Heimatstadt im abgelegenen Bezirk Dera Ghazi Khazi Khan, damit sie diese Woche das muslimische Eid-Fest mit ihre Familien feiern könnten.

8.11 Uhr: Weitere Anklage in Mexiko gegen Ex-Pemex-Chef in Odebrecht-Skandal

Im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal um den den brasilianischen Baukonzern Odebrecht hat die mexikanische Justiz eine weitere Anklage gegen den früheren Öl-Funktionär Emilio Loyoza erhoben. Loyoza werde vorgeworfen, während seiner Zeit als Chef des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Pemex öffentliche Gelder veruntreut zu haben, erklärten die Ermittler am Sonntag. Loyoza steht bereits wegen des Vorwurfs vor Gericht, Bestechungsgelder in Millionenhöhe von Odebrecht angenommen zu haben. Er selbst gibt an, dass die Gelder in den Wahlkampf des früheren mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto geflossen seien, dessen Berater Loyoza in der Vergangenheit war. 

8.03 Uhr: Mehrere Länder rufen Taliban zur Einstellung der Militäroffensive auf

Die USA, Deutschland und weitere Länder haben die militant-islamistischen Taliban dazu aufgerufen, ihre Militäroffensive in Afghanistan einzustellen. In einer Erklärung der diplomatischen Vertretungen forderten die Unterzeichner ein rasches Ende des militärischen Vorrückens der Islamisten. Dieses stehe in direktem Widerspruch zu ihrer Behauptung, eine politische Lösung des Konflikts zu unterstützen.

7.19 Uhr: Fluchthelfer von Ex-Autoboss Ghosn müssen in Japan ins Gefängnis

Zwei Amerikaner, die dem früheren Autoboss Carlos Ghosn zu seiner spektakulären Flucht aus Japan verholfen haben, müssen in Japan ins Gefängnis. Das Bezirksgericht in Tokio verurteilte den 60 Jahre alten früheren Elite-Soldaten Michael Taylor zu zwei Jahren Haft. Sein Sohn Peter (28) muss für ein Jahr und acht Monate hinter Gitter. Die beiden hatten sich schuldig bekannt und entschuldigt. Ihre Verteidigung hatte Bewährungsstrafen gefordert. Ihnen war vorgeworfen worden, Ghosn in einer Kiste, die für Musikinstrumente deklariert war, versteckt und per Privatjet außer Landes gebracht zu haben - wissend, dass dies gegen Ghosns Kautionsauflagen verstößt.

7.06 Uhr: Behörden verlängern Corona-Lockdown in Melbourne

Wegen weiterhin steigender Infektionszahlen haben die australischen Behörden den Corona-Lockdown in der Metropole Melbourne verlängert. Anders als geplant würden die Restriktionen nicht am Dienstag um Mitternacht enden, sondern würden fortgesetzt, sagte der Regierungschef des Bundesstaats Victoria, Daniel Andrews. Zur Dauer der Verlängerung äußerte er sich zunächst nicht.

Als Reaktion auf einen Corona-Ausbruch hatten die Behörden in Melbourne ursprünglich einen fünftägigen Lockdown verhängt - in der Hoffnung, dass die Zahl der Neuinfektionen bis zum Ende der Beschränkungen wieder auf null zurückgehen würde. Dieses Ziel wurde nicht erreicht: Am Montag meldeten die Behörden im Bundesstaat Victoria 13 weitere Ansteckungsfälle.

6.37 Uhr: Feuerwehr bringt Waldbrand in Katalonien unter Kontrolle

Ein seit Freitag wütender Waldbrand in Katalonien ist unter Kontrolle gebracht worden. Insgesamt habe das Feuer mehr als 415 Hektar Wald zerstört, teilte die spanische Feuerwehr am Sonntagabend mit. Das Feuer war am Freitagmorgen in einem Naturpark am Cap de Creus nahe der französischen Grenze ausgebrochen. Ursache war nach Behördenangaben vermutlich eine weggeschmissene Zigarettenkippe. 15 Feuerwehrleute waren in der Nacht zu Montag noch im Einsatz, um die Lage zu überwachen.

5.53 Uhr: Freiwillige sammeln in Myanmar Corona-Tote ein

Wegen der rasch steigenden Zahl an Corona-Toten in Myanmar gehen Freiwillige dort von Haus zu Haus und holen die Leichname ab. "Wir betreiben unseren Dienst ohne Pause", sagte Helferin Than Than Soe der Nachrichtenagentur AFP in Yangon. Jeden Tag sammle ihr Team zwischen 30 und 40 Leichen ein. "Ich denke, anderen Teams wird es ähnlich gehen wie uns."

Die Corona-Fallzahlen in dem südostasiatischen Land steigen landesweit an. Die Behörden meldeten am Wochenende fast 5500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, Anfang Mai waren es nur rund 50 neue Fälle pro Tag gewesen. Beobachter schätzen die tatsächliche Infektionsrate deutlich höher ein.

5.30 Uhr: Berichte: Dänischer Karikaturist Kurt Westergaard gestorben

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge tot. Er starb friedlich nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren, wie die Zeitung "Berlingske" unter Berufung auf seine Familie meldete.

Westergaard wurde 2005 weltberühmt, als eine Reihe von Karikaturen des Propheten Mohammed in der Zeitung "Jyllands-Posten" Dänemark in die größte außenpolitische Krise seit dem Zweiten Weltkrieg stürzte. Vier Monate nach der Veröffentlichung nahmen Menschen in vielen islamischen Ländern die Karikaturen zum Anlass für teilweise gewaltsame Massenproteste. Unter anderem wurden dabei auch Botschaften Dänemarks und sogar Norwegens attackiert, Dutzende Menschen kamen ums Leben.

4.48 Uhr: RKI registriert 546 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 10,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 546 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 324 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 10). Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

dho/les/tkr DPA AFP

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