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Nach Nato-Manöver: Norwegisches Kriegsschiff kollidiert mit Tanker und sinkt fast

Eine Fregatte der norwegischen Marine ist mit einem Tanker zusammengestoßen und beinahe gesunken. Das Kriegsschiff soll auf dem Rückweg vom Nato-Manöver "Trident Juncture" gewesen sein. Bei dem Schiffsunglück in Norwegen sollen acht Menschen verletzt worden sein.

Ein norwegisches Kriegsschiff liegt vor dem felsigen Strand, rechts hinten liegt es tief im Wasser
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500 Millionen Euro auf Grund - Tanker konnte unsichtbare Fregatte nicht orten

Norwegen hat sein teuerstes Kriegsschiff auf Grund gesetzt, nach dem die "Helge Ingstad" mit einem Tanker kollidierte. Dessen Besatzung konnte die Stealth-Fregatte auf dem Radar nicht orten. Erst als es zu spät war, soll die "Helge Ingstad" ihre Position offenbart haben.

Die norwegische Marine hat eines ihrer stärksten und modernsten Schiffe verloren. Die Fregatte  KNM "Helge Ingstad" der Nansen-Klasse kollidierte am Donnerstag mit dem Tanker "Sola". Der moderne Tanker zog sich eine Delle am Bug zu, die Fregatte wurde am hinteren Schiffsrumpf aufgerissen. Sie wäre unweigerlich gesunken, wenn es Schleppern nicht gelungen wäre, das Wrack an die Küste zu schieben, sodass sie dort auf Grund lief.

Glück im Unglück: Die Besatzung konnte geborgen werden, es gab keine Toten. Sieben Matrosen wurden leicht verletzt.

Für die norwegische Marine ist das ein schwerer Schlag, die Fregatte kostet etwa eine halbe Milliarde Euro. Die "Helge Ingstad" wurde im Herbst 2009 als vierte von fünf Fregatten der Nansen-Klasse an die Marine übergeben. Die Fregatte hat eine Verdrängung von 5290 Tonnen. Die Länge beträgt 134 Meter, die Breite 16,8 Meter. Sie ist mit dem Aegis-Kampfsystem ausgerüstet und wurde nach Stealth- Gesichtspunkten konstruiert. Sie ist daher kaum auf dem Radar wahrzunehmen. Insbesondere zivile Schiffe würde das kleine Radarecho der "Helge Ingstad" nicht einem größeren Kampfschiff zuordnen können.

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Bewegliche Fregatte gegen Tanker

Wieder fragt man sich, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Eine Fregatte ist hochgradig beweglich, stark motorisiert und hat weit mehr Personal auf der Brücke als ein ziviles Schiff. Zudem besitzt die "Helge Ingstad" modernste Technik, um ihrerseits andere Schiffe zu orten. Die "Helge Ingstad" verfügt über ein modernes Multifunktionsradar vom Typ AN/SPY-1.

Erst im letzten Jahr sind zwei US-Schiffe schwer havariert, als sie mit zivilen Schiffen kollidierten. In den Medien wurden zunächst die zivilen Schiffe verantwortlich gemacht, eine Untersuchungskommission der US-Navy offenbarte später einen extremen Leichtsinn an Bord der Zerstörer. Beide leiteten gewagte Manöver in der Nähe der Zivilschiffe ein, die die schlecht ausgebildete Besatzungen dann nicht fehlerfrei absolvieren konnten.

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