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Anerkennung neuer Ukraine-Führung: Medwedew wirft Westen "Verirrung" vor

Kremlchef Dmitri Medwedew hat den Westen scharf für seine Annerkenung der neuen Führung in der Ukraine kritisiert - und kräftig gegen die bisherige Oppostion im Nachbarland ausgeteilt.

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat die Anerkennung der Übergangsregierung in der Ukraine durch den Westen scharf kritisiert. "Falls sich Leute, die in schwarzen Masken und mit Kalaschnikow-Sturmgewehren durch Kiew schlendern, als Regierung bezeichnen, so wird die Arbeit mit einem solchen Kabinett sehr schwierig sein", sagte der Regierungschef. "Es gibt niemanden, mit dem wir dort sprechen können."

Russland hatte wiederholt einen "Staatsstreich" in der Ukraine kritisiert und vor einer Machtübernahme von Extremisten und Rechtsradikalen in Kiew gewarnt. Das Außenministerium in Moskau hatte am Vorabend Botschafter Michail Surabow zurück beordert. "Es besteht eine reale Gefahr für unsere Interessen sowie für Leben und Gesundheit unserer Landsleute", sagte Medwedew.

"Es besteht eine Gefahr für unsere Interessen"

"Einige unserer westlichen Partner halten sie für legitim. Ich weiß nicht, welche Verfassung sie gelesen haben, aber es erscheint mir als eine Verirrung, für legitim zu halten, was in Wahrheit das Ergebnis einer bewaffneten Revolte ist", sagte Medwedew. Zugleich betonte der Regierungschef, alle juristisch bindenden Vereinbarungen mit der Ukraine blieben bestehen. Das gelte auch für das Abkommen über Gaslieferungen, für das es festgelegte Fristen gebe

Russland hatte dem mittlerweile gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch Milliardenhilfen zugesagt. Kremlchef Wladimir Putin ließ die Auszahlung aber angesichts der revolutionären Umbrüche im nahezu maroden "Bruderstaat" auf Eis legen.

she/AFP/DPA / DPA