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Blutige Unruhen in Bischkek: Gestürzter Präsident Bakijew verlässt Kasachstan

Vier Tage nach seiner Flucht nach Kasachstan hat der bei einem Volksaufstand gestürzte kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew die frühere Sowjetrepublik wieder verlassen. Wohin, sei unbekannt, teilte das kasachische Außenministerium am Montag mit.

Vier Tage nach seiner Flucht nach Kasachstan hat der bei einem Volksaufstand gestürzte kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew die frühere Sowjetrepublik wieder verlassen. Wohin, sei unbekannt, teilte das kasachische Außenministerium am Montag mit. Als mögliche Ziele kommen Weißrussland oder die Vereinigten Arabischen Emirate in Frage. Die Spannungen in Kirgistan hielten auch nach Bakijews Flucht weiter an: Bei einem Überfall auf ein Dorf wurden nach Regierungsangaben mindestens zwei Menschen getötet.

Hunderte mit Stöcken und Metallstangen bewaffnete Männer wüteten am Montag in der Ortschaft Majewka nahe der Hauptstadt Bischkek und setzten mehrere Häuser in Brand. Nach Angaben des Innenministeriums wurden Dutzende Personen festgenommen. Augenzeugen berichteten, die Angreifer hätten Ackerland beschlagnahmen wollen.

Bakijew hatte der autoritär regierende Präsident Weißrusslands, Alexander Lukaschenko, am Sonntag Zuflucht angeboten. In den Emiraten soll Bakijew über einigen Besitz verfügten. Bakijew war am Donnerstag nach Kasachstan geflohen, rund eine Woche, nachdem er bei einem blutigen Aufstand aus der Hauptstadt Bischkek vertrieben worden war.

APN / APN