Trump hat offenbar einen 15-Punkte-Friedensplan, trotzdem verlegt er 2000 Soldaten in den Nahen Osten. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Thomas Krause
Iran will US-Flugzeugträger beschossen haben
Der Iran hat nach Militärangaben Raketen in Richtung des US-Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“ abgefeuert. Der Flugzeugträger sei dadurch gezwungen worden, seine Position zu ändern, zitiert das Staatsfernsehen aus einer Erklärung des Militärs. Marinekommandant Schahram Irani drohte mit weiteren Angriffen, sollten sich feindliche Schiffe in Reichweite der iranischen Streitkräfte befinden.
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Thomas Krause
Sieben irakische Soldaten sind bei einem Luftangriff in der westlichen Provinz Anbar nach Angaben des Verteidigungsministeriums getötet worden. 13 weitere Personen seien zudem verletzt worden, verlautet auch aus Sicherheitskreisen. Der Angriff habe einer Stellung der schiitischen Volksmobilmachungskräfte gegolten, einer Dachorganisation von Milizen, die vom Iran unterstützt werden. Getroffen wurde dem Ministerium zufolge eine in der Nähe gelegene Militärklinik und eine technische Einheit. Rettungskräfte seien dabei, nach möglichen weiteren Opfern zu suchen. Das Ministerium verurteilt den Angriff als "offensichtlichen und schwerwiegenden Verstoß" gegen internationales Recht, das Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Personal verbietet. Es handle sich um eine gefährliche Eskalation. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.
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Thomas Krause
Pakistan hat dem Iran einem Insider zufolge einen Vorschlag der USA übermittelt. Details nennt der ranghohe iranische Insider, der sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters äußert, nicht. Auch sagt er nicht, ob es sich um den 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs handelt, über den mehrere Medien berichten. Der Insider fügt allerdings hinzu, dass auch die Türkei auf der Suche nach Wegen zur Beendigung des Kriegs unterstütze. Das Land werde ebenso wie Pakistan als Gastgeber für etwaige Gespräche in Betracht gezogen. Noch stehe aber kein Ausrichtungsort fest.
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Eugen Epp
Der Iran feuert am Vormittag israelischen Angaben zufolge erneut Raketen auf das Land. Israels Polizei meldet mehrere Einschläge im Land. Bislang gibt es keine Berichte über Opfer, teilt die Polizei sowie der Rettungsdienst Magen David Adom mit. In mehreren Landesteilen gibt es Raketenalarm, in der Küstenmetropole Tel Aviv heulen am Vormittag gleich zweimal hintereinander die Warnsirenen. Der Iran bestätigt die Raketenwelle laut staatlichem Rundfunk.
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Eugen Epp
Auch der iranische Botschafter in Pakistan dementiert Gespräche zwischen Teheran und Washington. Anders als von US-Präsident Trump angedeutet, hätten nach seinen Informationen „bislang keine direkten oder indirekten Verhandlungen zwischen den beiden Ländern stattgefunden”, erklärt Resa Amiri Moghadam. Er fügt hinzu, es sei „selbstverständlich, dass befreundete Länder stets Konsultationen mit beiden Seiten führen, um diese unrechtmäßige Aggression zu beenden”.
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Eugen Epp
Die Bundesregierung betont, dass sie noch keine abschließende Meinung darüber hat, ob der Angriff der USA und Israels auf den Iran völkerrechtswidrig ist. Nachdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gestern gesagt hatte, dass der Krieg für ihn völkerrechtswidrig und „ein politisch verhängnisvoller Fehler” sei, sagt ein Regierungssprecher auf Anfrage, dass man Äußerungen anderer Verfassungsorgane nicht kommentiere. „Grundsätzlich gilt: Die völkerrechtliche Prüfung obliegt der Bundesregierung und ist noch nicht abgeschlossen”, fügt er hinzu. Die Prüfung finde vor dem Hintergrund „vielfältiger Verstöße Irans gegen völkerrechtliche Bestimmungen und internationale Abkommen und einer latenten Bedrohung der Existenz des Staates Israel” statt.
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Eugen Epp
Irans Militärführung weist Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurück und teilt scharf gegen die US-Regierung aus. „Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt”, sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.
„Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen», sagt der Militärsprecher. Die USA müssten akzeptieren, dass Irans Streitkräfte die Stabilität in der Region garantierten. Das „Vorgehen gegen das iranische Volk” müsse aus den „verdorbenen Köpfen” der Amerikaner verschwinden, sagte er. Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. „Weder jetzt noch irgendwann sonst.”
„Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen», sagt der Militärsprecher. Die USA müssten akzeptieren, dass Irans Streitkräfte die Stabilität in der Region garantierten. Das „Vorgehen gegen das iranische Volk” müsse aus den „verdorbenen Köpfen” der Amerikaner verschwinden, sagte er. Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. „Weder jetzt noch irgendwann sonst.”
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Eugen Epp
Iran antwortet mit eigenen Maximalforderungen
Das „Wall Street Journal” berichtet zudem über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorstoß, die wiederum zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen dürfte – darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren.
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Eugen Epp
Der 15-Punkte-Plan soll den Irankrieg beenden. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal „Axios” und die „New York Times”. Außerdem gibt es Berichte über ein möglicherweise geplantes Treffen zwischen Vertretern der USA und des Irans unter Vermittlung Pakistans. Eine schnelle Einigung auf eine Waffenruhe scheint gleichwohl eher unrealistisch: Der Iran ist keineswegs besiegt und dürfte daher Washingtons Wunschzettel kaum erfüllen wollen.
„Axios” berichtet, der US-Sondergesandte Steve Witkoff habe Trump gesagt, die Iraner hätten bei mehreren zentralen Punkten zugestimmt – unter anderem seien sie bereit, ihre Bestände an angereichertem Uran aufzugeben. Offiziell heißt es aus Teheran indes, dass von Verhandlungen mit den Amerikanern überhaupt keine Rede sein könne. Die Medienberichte unter Berufung auf informierte US-Beamte lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zudem bleibt offen, wie Israel als wichtige Kriegspartei und Waffenpartner der USA zu einem möglichen Waffenruheabkommen mit dem Erzfeind steht.
„Axios” berichtet, der US-Sondergesandte Steve Witkoff habe Trump gesagt, die Iraner hätten bei mehreren zentralen Punkten zugestimmt – unter anderem seien sie bereit, ihre Bestände an angereichertem Uran aufzugeben. Offiziell heißt es aus Teheran indes, dass von Verhandlungen mit den Amerikanern überhaupt keine Rede sein könne. Die Medienberichte unter Berufung auf informierte US-Beamte lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zudem bleibt offen, wie Israel als wichtige Kriegspartei und Waffenpartner der USA zu einem möglichen Waffenruheabkommen mit dem Erzfeind steht.
Rune Weichert
Medien: USA legen Iran 15-Punkte-Plan vor
Die USA haben Medienberichten zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges geschickt. Dies melden die US-Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf zwei Insider und der israelische Sender Channel 12 mit Verweis auf drei namentlich nicht genannte Personen. Laut Channel 12 wird darin etwa verlangt, die Atomanlagen Natans, Isfahan und Fordow außer Betrieb zu setzen. Zudem müsse in der Straße von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Stellungnahmen der beiden Staaten liegen zunächst nicht vor.
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Matthias Urbach
Am internationalen Flughafen von Kuwait ist bei einem Drohnenangriff ein Treibstofflager getroffen worden und in Brand geraten. Ersten Erkenntnissen zufolge halte sich der Schaden in Grenzen, teilt die kuwaitische Regierung mit. Es gebe keine Verletzten.
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Matthias Urbach
USA verlegen Fallschirmjäger in den Nahen Osten
Das US-Verteidigungsministerium verlegt 2000 Fallschirmspringer in den Nahen Osten. Das berichtet die Zeitung „New York Times“ mit Verweis auf US-Beamte. Die Soldaten stammten von der 82. Luftlandedivision und könnten innerhalb von 18 Stunden an jedem Ort der Welt sein.
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Matthias Urbach
Bei israelischen Angriffen in dem Gebiet Sidon im Süden des Libanon sind der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Vier Menschen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adloun getötet worden, berichtet NNA. Weitere zwei Menschen seien bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh getötet worden.
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Matthias Urbach
Die israelische Armee hat erneut eine Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Die Angriffe visierten „Infrastruktur“ des Regimes an, erklärt die israelische Armee im Onlinedienst Telegram.
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Matthias Urbach
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel sind neun Menschen verletzt worden. Das meldet der israelische Rettungsdienst Magen David Adom (MDA). Der Angriff richtete sich auf das Gebiet Bnei Brak im Zentrum Israels. Unter den Verletzten seien sechs Kinder. Weitere drei Menschen seien im nahe gelegenen Givat Schmuel verletzt worden.
Nach Angaben eines Armeesprechers sei die Zahl der iranischen Angriffe auf Israel aber zurückgegangen – auf etwa zehn Raketen pro Tag. Der Iran versuche, seine Angriffe alle paar Tage zu bündeln und in größerem Umfang zu feuern.
Nach Angaben eines Armeesprechers sei die Zahl der iranischen Angriffe auf Israel aber zurückgegangen – auf etwa zehn Raketen pro Tag. Der Iran versuche, seine Angriffe alle paar Tage zu bündeln und in größerem Umfang zu feuern.
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Rune Weichert
Die Ölpreise fallen nach erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai liegt nach den Trump-Äußerungen leicht darunter und gibt damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach.
Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen.“
Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen.“
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DPA · AFP · Reuters · SID
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