Trump hat offenbar einen 15-Punkte-Friedensplan, trotzdem verlegt er 2000 Soldaten in den Nahen Osten. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Rune Weichert
Das israelische Militär beginnt nach Angaben eines Sprechers am späten Abend eine erneute Angriffswelle gegen Hisbollah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Bereits wenige Stunden zuvor waren Angriffe gegen die proiranische Miliz geflogen worden. Weitere Einzelheiten werden zunächst nicht genannt. Am Abend hatte nach Militärangaben auch eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet. Zu den Zielen machte das Militär zunächst keine Angaben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Der Iran hat einem Insider zufolge nach den jüngsten Attacken auf seine Industrie- und Atomanlagen noch nicht entschieden, ob er auf den Verhandlungsvorschlag der USA reagieren wird. Es sei unerträglich, dass die USA Angriffe flögen und gleichzeitig zu Gesprächen aufriefen, sagt ein hochrangiger iranischer Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Ursprünglich sei die Antwort der Regierung in Teheran noch für Freitag oder Samstag erwartet worden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Merz wirft Trump „massive Eskalation“ im Irankrieg vor
Bei seinem Besuch im Weißen Haus hat sich der Kanzler Anfang des Monats noch ganz gut mit Donald Trump verstanden. Nun verschlechtert sich das Verhältnis wieder von Tag zu Tag und wird konfrontativer. Friedrich Merz (CDU) attackiert den US-Präsidenten persönlich scharf für dessen Agieren im Irankrieg.
„Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang. Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle.“Friedrich Merz auf dem „F.A.Z.-Kongress 2026“
Merz bezweifelt auch, dass ein Sturz der Führung im Iran erreicht werden kann. „Ist das Thema Regime-Change wirklich das Ziel?“, fragt er. „Wenn das das Ziel ist, glaube ich nicht, dass sie das erreichen werden. Das ist meistens schiefgegangen.“
Zuvor hatte US-Präsident Trump Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Bei Angriffen auf Wohngebiete in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Kurdenprovinz Kermanschah sind Medienberichten zufolge mehr als 20 Zivilisten ums Leben gekommen. In Teheran sterben im Stadtviertel Schahr-e Rey zehn Bewohner eines Wohnkomplexes bei einem Raketenangriff der amerikanisch-israelischen Streitkräfte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher berichtet.
In der Stadt Kermanschah im Westen des Landes wurden dem Gouverneursbüro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen. 13 Menschen seien ums Leben gekommen, darunter 2 Kinder und 4 Frauen.
Zudem gab es Angriffe auf die beiden Stahlwerke in Isfahan in Zentral- und Ahwas im Südwestiran. Teile der Stromversorgungsanlagen sowie eine Werkhalle der beiden Fabriken wurden Berichten zufolge beschädigt. Demnach gab es in Isfahan einen Toten und zwei Verletzte.
In der Stadt Kermanschah im Westen des Landes wurden dem Gouverneursbüro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen. 13 Menschen seien ums Leben gekommen, darunter 2 Kinder und 4 Frauen.
Zudem gab es Angriffe auf die beiden Stahlwerke in Isfahan in Zentral- und Ahwas im Südwestiran. Teile der Stromversorgungsanlagen sowie eine Werkhalle der beiden Fabriken wurden Berichten zufolge beschädigt. Demnach gab es in Isfahan einen Toten und zwei Verletzte.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Der US-Außenminister Rubio geht von einem Ende des US-Einsatzes im Irankrieg innerhalb weniger Wochen aus. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist da weniger optimistisch. Er hat nach eigenen Worten wenig Hoffnung, dass der Irankrieg schnell endet.
„Zurzeit verstricken sich die Amerikaner und die Israelis in diesem Konflikt jeden Tag tiefer“Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer Veranstaltung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“
Er bezweifele, dass es eine wirkliche Strategie gebe. Wenn „Regime Change“, also der Sturz der Regierung in Teheran das Ziel sei, glaube er nicht, dass dieses Ziel erreicht werde. „Ich habe große Zweifel, ob es eine Strategie gibt und ob diese Strategie dann tatsächlich auch erfolgreich ausgeübt wird“, sagt Merz. „Insofern könnte es auch noch etwas länger dauern. Es wird wahrscheinlich nicht besser.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Rubio: Einsatz im Iran voraussichtlich in Wochen abgeschlossen
Die USA können ihre Ziele im Iran nach Darstellung von Außenminister Marco Rubio ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen. Ein mögliches iranisches Gebührensystem für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus sei für die USA inakzeptabel, sagt er nach einem Treffen der G7-Außenminister in Frankreich zudem. Der Einsatz im Iran werde voraussichtlich in Wochen, nicht in Monaten abgeschlossen sein. Gegenwärtig warteten die USA auf eine Klarstellung, mit wem sie auf iranischer Seite verhandeln werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
US-Außenminister Marco Rubio hat Insidern zufolge seinen G7-Kollegen bei dem heutigen Treffen in Frankreich mitgeteilt, dass der Irankrieg innerhalb von Wochen zu Ende sein dürfte. Rubio habe die anderen Minister nicht gebeten, Schiffe zur Öffnung der Straße von Hormus zu entsenden, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen zudem. Allerdings sollten sie sich auf ein Engagement nach Kriegsende vorbereiten. US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn des Krieges Ende Februar gesagt, dieser dürfte „vier Wochen oder weniger“ dauern. Seitdem hat Trump wiederholt gesagt, die USA hätten den Krieg bereits gewonnen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Eine Uran-Aufbereitungsanlage im Iran ist nach Angaben der iranischen Atomenergiebehörde von den USA und Israel angegriffen worden. Die Anlage zur Umwandlung von Uranoxid in Arkadan im Zentrum des Landes sei "vor wenigen Minuten vom amerikanisch-zionistischen Feind" ins Visier genommen worden, berichtet die Behörde im Onlinedienst Telegram. Radioaktives Material sei jedoch nicht freigesetzt worden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Teherans Außenministerium wirft Israel einen tödlichen Angriff auf einen Wohnsitz iranischer Diplomaten im Libanon vor. Das Ministerium spricht in einer Mitteilung von sechs getöteten Diplomaten und verurteilt den Angriff aufs Schärfste. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Die israelische Armee äußert sich zunächst nicht zu den iranischen Angaben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Bei einem Angriff der USA und Israels im Zentrum des Iran ist nach Angaben der iranischen Staatsmedien ein Schwerwasserreaktor getroffen worden. Die Atomanlage in Chondab sei in zwei Wellen angegriffen worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Verwaltung der Provinz Markasi. Es habe keine Verletzten gegeben, auch Radioaktivität sei nicht ausgetreten. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Thomas Krause
Polens Regierungschef Donald Tusk hält eine weitere Eskalation der Lage im Nahen Osten für möglich. „Ich habe seit einigen Dutzend Stunden Grund zur Annahme – auch aufgrund von Informationen unserer Verbündeten – dass in den nächsten Tagen kaum mit einer Stabilisierung im Nahen Osten zu rechnen ist“, sagte Tusk in Warschau. Das Gegenteil sei der Fall: „Die nächsten Tage und Wochen könnten zu einer Eskalation dieser Situation führen.“
Tusk sprach am Rande einer Parlamentssitzung, in der über zwei Gesetzentwürfe seiner Regierung zur Senkung der Treibstoffpreise abgestimmt werden sollte. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme begründete er mit der Einschätzung der Lage in Nahost.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Hacker mit Verbindungen zum Iran haben sich nach eigenen Angaben Zugang zum E-Mail-Account des FBI-Direktors Kash Patel verschafft und angebliches Material daraus veröffentlicht. Auf ihrer Website teilte die Hackergruppe Handala Hack Team mit, der Chef der US-Bundespolizei werde „nun seinen Namen auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden“. Ein Beamter des Justizministeriums bestätigt der Nachrichtenagentur Reuters, dass Patels E-Mails kompromittiert worden seien, nennt aber keine Details. Später sagt eine Quelle aus dem Ministerium, das Material scheine echt zu sein.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Thomas Krause
CDU-Politiker pocht auf Bundeswehr-Einsatz in Straße von Hormus
Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), pocht auf einen deutschen Militäreinsatz in der Straße von Hormus. „Die Stabilität im Golf ist für unsere sicherheitspolitischen Interessen von zentraler Bedeutung“, sagte Röwekamp der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). „Deshalb halte ich es für richtig, dass wir uns auch selbst einbringen – etwa beim Schutz der Schifffahrtswege in der Straße von Hormus.“
„Es geht dabei ausdrücklich nicht um einen Kampfeinsatz, sondern um Verantwortung in einer Phase nach akuten Kampfhandlungen“, betonte der Verteidigungspolitiker. Ein solcher Einsatz sei im Aspides-Mandat – die EU-Marinemission im Roten Meer - schon so angelegt und regional erfasst. Wer verlässliche Stabilität will, darf sich dieser Verantwortung nicht entziehen", mahnte Röwekamp.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Thomas Krause
USA haben wohl nur ein Drittel der iranischen Raketen zerstört
Die USA können Insidern zufolge mit Sicherheit nur bestätigen, dass sie etwa ein Drittel des riesigen iranischen Raketenarsenals zerstört haben. Dies sagen fünf den US-Geheimdiensten nahestehende Personen. Der Status von etwa einem weiteren Drittel ist weniger klar, doch die Bombardements haben diese Raketen wahrscheinlich beschädigt, zerstört oder in unterirdischen Tunneln und Bunkern verschüttet, sagen vier der Insider. Ein Insider sagt, die Erkenntnisse seien ähnlich wie bei den Drohnenkapazitäten des Irans, wobei eine gewisse Sicherheit bestehe, dass etwa ein Drittel zerstört worden sei. Die Einschätzung, über die bisher noch nicht berichtet wurde, zeigt, dass zwar die meisten iranischen Raketen entweder zerstört oder unzugänglich sind, Teheran jedoch immer noch über einen beträchtlichen Raketenbestand verfügt und möglicherweise in der Lage sein könnte, einige verschüttete oder beschädigte Raketen wiederherzustellen, sobald die Kämpfe aufhören.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Thomas Krause
Regierungssprecher: Trumps Äußerung raubt uns nicht den Schlaf
Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf neue Kritik von US-Präsident Donald Trump wegen ausbleibender Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus. „Wir kommentieren jetzt nicht jede Äußerung anderer Staatsoberhäupter und werden auch in diesem Fall diese Äußerung intern bewerten“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius vor Journalisten in Berlin.
Man stehe im engen Kontakt mit der US-Regierung. “Aber es ist jetzt keine Äußerung, die uns den Schlaf raubt“, fügte er hinzu.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA · AFP · Reuters · SID
due / nik / km / urb / tkr