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Kampf gegen den Islamischen Staat: Kanadische Luftwaffe bombardiert nun auch Syrien

Das kanadische Parlament verlängert ihren Anti-IS-Einsatz und weitet die Luftschläge auf Syrien aus. Der Präsident des Landes, Baschar al Assad, lobpreist zudem Russland und den Iran.

Das Symbol des Feindes - die Flagge des IS

Das Symbol des Feindes - die Flagge des IS

Kanada beteiligt sich an den Luftangriffen auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Das Parlament in Ottawa beschloss, den Einsatz des kanadischen Militärs im Irak auf das benachbarte Syrien auszuweiten. Verabschiedet wurde zudem die Verlängerung des Anti-IS-Einsatzes um ein Jahr. Die sechsmonatige Irak-Mission der kanadischen Streitkräfte wäre am 7. April ausgelaufen.

Außerdem geht eine von den USA angeführte Militärkoalition in Syrien sowie im Irak mit Luftangriffen gegen Stellungen der Dschihadisten vor. Neben den USA fliegen in Syrien bislang auch mehrere arabische Länder Luftangriffe.

Teheran und Moskau haben "dieselbe Vision"

Unterdessen sagte Syriens Präsident Baschar al Assad im Interview mit dem US-Sender PBS, dass Teheran und Moskau ein "Gleichgewicht in der Welt" wollten. Für Syrien wünschten sich diese beiden Länder "Stabilität und eine politische Lösung" des Konflikts. Damit hätten alle drei Staaten "dieselbe Vision".

Die beiden Länder sind Verbündete der syrischen Führung. Russland verfügt im syrischen Tartus über eine Militärbasis. Ende vergangener Woche hatte sich Assad für eine stärkere russische Militärpräsenz im Land ausgesprochen. Vom Iran unterstützte schiitische Milizen kämpfen in Syrien gegen den Islamischen Staat.

Brutale Herrschaft der IS

In Syrien herrscht seit über vier Jahren Bürgerkrieg. Begonnen hatte der Konflikt Mitte März 2011 mit regierungskritischen Protesten. Seitdem wurden Schätzungen zufolge mehr als 215.000 Menschen getötet. Die Hälfte der syrischen Bevölkerung wurde vertrieben.
Verschärft hatte sich die Lage in dem Land zuletzt durch den IS. Die Miliz eroberte im Sommer weite Landesteile in Syrien und setzt dort eine brutale Herrschaft durch.

lib/DPA/AFP / DPA