Krieg in der Ukraine Die ukrainische Stadt Mykolajiw wird täglich beschossen. Vom Überleben mitten in der Katastrophe

Alexander Prichodko steht in seinem zerbombten Textil- und Lebensmittel-Laden in Mykolaiv
Zwanzig Jahre Arbeit steckten in dem zerbombten Textil- und Lebensmittel-Laden von Alexander Prichodko, bevor russische Geschosse alles zunichte machten
© Andrzej Rybak
Die ukrainische Hafenstadt Mykolajiw wird seit dem russischen Angriff auf die Ukraine jeden Tag beschossen. Mehrmals haben russische Einheiten versucht, sie einzunehmen. Doch immer wieder gelang es den ukrainischen Streitkräften, den Feind zurückzuschlagen – zu einem hohen Preis.

Lachen von Blut auf dem Gehweg. Zerborstene Fensterscheiben der Post-Filiale. Spuren von Splittergeschossen im Asphalt. Schuhe, deren Besitzer nun in der Leichenhalle liegen. Es ist ein ganz normaler Freitagmorgen in Korobelnyj, einem Stadtteil von Mykolajiw an der ukrainischen Schwarzmeerküste.

Es war 9.45 Uhr als die russischen Splittergeschoße einschlugen. Ein paar Menschen warteten an der Bushaltestelle, um zu Arbeit zu fahren. Auf Parkbänken neben einem Panzerwagen aus dem Zweiten Weltkrieg saßen Rentner. Sie wollten ihr Geld bei der Post abheben. 


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