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Österreich: Ein Terrorverdächtiger freigelassen

In Österreich haben die Behörden eine der drei Personen freigelassen, die in dieser Woche unter Terrorverdacht festgenommen worden waren. Gegen den 26-jährigen Mann lägen nicht genug Beweise vor, sagte ein Justiz-Sprecher.

Ein Wiener Haftrichter hat einen der drei Islamisten auf freien Fuß gesetzt, die am Mittwoch in Wien wegen ihrer angeblichen Kontakte zur Terrororganisation Al Kaida festgenommen worden waren. Er entschied am späten Freitagabend, dass die Verdachtsmomente gegen den 26-Jährigen österreichischen Muslim für eine Untersuchungshaft nicht ausreichten. Dem Trio wird der Versuch vorgeworfen, Deutschland und Österreich im März dieses Jahres über ein im Internet verbreitetes Droh-Video zum Rückzug aus Afghanistan zu zwingen, berichtete am Samstag die Nachrichtenagentur APA.

Der 22-jährige Hauptverdächtige und seine 20-jährige Ehefrau bleiben dagegen in Haft. Das Paar muss sich, so ein Sprecher des Landesgerichtes, wegen des Verdachtes der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten. Die Höchststrafe für dieses Vergehen liegt in Österreich bei zehn Jahren Haft. Außerdem wird dem Hauptverdächtigen die Nötigung der Regierung vorgeworfen.

Inzwischen hat sich der Verdacht nicht bestätigt, dass die Wiener Islamisten mit einer terroristischen Gruppe im Irak in Kontakt standen, die für die Entführung von zwei Deutschen - Mutter und Sohn - verantwortlich sein sollen. Auch dass die Verdächtigen "Terror- Camps" absolviert hätten, wollte Innenministeriums-Sprecher Rudolf Gollia nicht bestätigen.

DPA/Reuters / DPA / Reuters