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Ex-Trump-Berater: Bannon warnt vor Republikaner-Krieg - und bringt selbst heimlich Kanonen in Stellung

Was führt Steve Bannon im Schilde? Während der Ex-Berater von Donald Trump in einem TV-Interview vor einem Kampf in der republikanischen Partei warnt, zettelt er selbst offenbar gerade einen Krieg an.

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"Das republikanische Establishment versucht, die Wahl von 2016 zu annullieren": Ex-Präsidentenberater Stephen Bannon

Der ehemalige Chefstratege des Weißen Hauses, Stephen Bannon, befürchtet, dass den Republikanern heftige innerparteiliche Kämpfe bevorstehen und sie deshalb bei den Kongresswahlen 2018 ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren könnten. Grund sei der Streit um das "Dreamer"-Programm, sagte Bannon in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS. US-Präsident Donald Trump hat das Programm gekippt und damit hunderttausenden als Kinder mit ihren Eltern in die USA eingewanderten Menschen ohne US-Staatsbürgerschaft den Schutz vor Ausweisung und den Traum von einem Leben in den USA genommen.

"Ich mache mir Sorgen, deswegen das [Repräsentanten-]Haus zu verlieren", erklärte Bannon, der die Abschaffung des Programms unterstützt. Er befürchte, bei der derzeitigen Entwicklung werde es "im Februar oder März einen in der Republikanischen Partei geben". In der Anlaufphase für die Wahlsaison 2018 sei das "extrem unklug".

Bannon will republikanische Amtsinhaber stürzen

Die Frage, wie mit den sogenannten Dreamers umzugehen ist, spaltet die Republikaner. Hardliner wie Justizminister Jeff Sessions lehnen jedes Entgegenkommen gegenüber den Migranten strikt ab. Andere dagegen befürchten, die Abschaffung des Schutzprogramms könne der US-Wirtschaft schaden und sehen sie im Widerspruch zu den amerikanischen Werten.

Während Bannon öffentlich vor einem Bürgerkrieg zwischen Republikanern warnt, ist er offenbar heimlich dabei, selber einen Krieg gegen Teile der Grand Old Party anzuzetteln: Gemeinsam mit Gleichgesinnten arbeite der 63-Jährige daran, bei den Wahlen 2018 mehrere republikanische Senatoren, die Trumps politische Agenda behinderten, aus dem Amt zu drängen, berichtet die Nachrichtenseite "Politico".

"Bannon hat damit begonnen, private Treffen mit rebellischen Herausforderern abzuhalten, und ihnen seine Unterstützung zugesichert", schreibt "Politico". Er stimme sich mit dem konservativen Mega-Spender Robert Mercer ab, der bereit sei, Millionen von Dollar in Angriffe auf republikanische Amtsinhaber zu stecken. "Bannon hat außerdem einen Vertrauten in einer Außengruppe installiert, die Abgeordnete der Republikaner attackieren und die Trump-Agenda pushen soll."

Im Visier hat der 63-Jährige dem Bericht zufolge unter anderen den Senator von Arizona, Jeff Flake. Der ist ein offener Kritiker von Donald Trump und hat kürzlich ein Buch veröffentlicht, in dem er den Aufstieg des Immobilienmilliardärs zum Präsidenten beklagt.

"Das Establishment versucht, die Wahl von 2016 zu annullieren"

Aus seiner Abneigung gegen Teile der Republikaner macht Bannon kein Geheimnis: Auf die Frage, wer von den Mächtigen in der Partei Trumps politische Pläne behindere, nannte er dem Sender CBS den Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnel, und den Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan. "Das republikanische Establishment versucht, die Wahl von 2016 zu annullieren", sagte Bannon. "Sie wollen nicht, dass Donald Trumps populistische, nationalökonomische Agenda umgesetzt wird." 

Die Aktivitäten des Chefs der rechten Internetplattform "Breitbart" haben führende Republikaner in Alarmstimmung versetzt, wie "Politico" weiter schreibt. Diese befürchteten, dass ihre Partei gezwungen sein könnte, Millionen in die Auseinandersetzung mit Pro-Trump-Herausforderern zu investieren, anstatt mit dem Geld die Demokraten zu bekämpfen. Diese Strategie gefährde die dünne republikanische Mehrheit im Senat, so die Befürchtung.

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