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Washington Memo: Die Bush-Ladys brechen aus

Die US-First Lady Laura Bush galt bislang als Musterbeispiel für eine präsidiale Langeweiler-Gattin. Blass, brav, steif. Doch nun dies: Ungewohnt laut fordert sie scharfe Sanktionen gegen Burmas Militärjunta. Und auch Tochter Jenna bricht aus ihrer Image-Festung aus.

Von Katja Gloger, Washington

Sie passte so wunderbar in die Kiste der Klischees. Jahrelang galt Jenna Bush, 25, Tochter des mittlerweile wohl unbeliebtesten Präsidenten der USA, als rabaukiges "party-girl" aus Texas, das Reportern vorzugsweise die Zunge rausstreckte. "The blond one", lästerte man über sie. Wie ihre Zwillingsschwester Barbara schien auch Jenna stets ein bisschen zu sehr auf Krawall gebürstet, hatte Schlagzeilen vor allem mit studentischen Alkohol-Eskapaden gemacht. Die hatten bei ihr zu zweimaliger Verhaftung sowie kurzfristigem Führerschein-Entzug und richterlich angeordneter kommunaler Sühnearbeit geführt.

So sind sie halt, dachte man sich, die Bushs aus Texas. Nicht ganz so extravagant vielleicht wie Alice Roosevelt, Tochter des 32. Präsidenten der USA, die vorzugsweise rauchend auf dem Dach des Weißen Hauses saß und ansonsten Besucher mit einer um ihren Hals gelegten giftgrünen Boa Konstriktor in Panik versetzte. Aber die Bush-girls waren eben auch nicht so brav wie Amy Carter oder gar die engelsgelockt- perfekte Chelsea Clinton.

Laura Bush wird politisch

First Lady Laura Bush hingegen galt bislang eher als Musterbeispiel für eine präsidiale Langeweiler-Gattin. Blass, brav, steif. Kein Glamour wie einst bei Jackie Bouvier-Kennedy, sondern breitester Texas-Akzent. Und in die Politik ihres Mannes wolle sie sich nicht einmischen, betonte sie stets - ganz anders als einst Hillary. Die Clinton.

Doch in diesen Wochen scheint auf einmal alles ganz anders. Da brechen Mutter und Tochter doch glatt aus der Festung aus, die "Weißes Haus" heißt. Während George W. öffentlich über die Gefahr eines Dritten Weltkrieges spekuliert, nutzen sie den Namen Bush weltweit für - kaum zu glauben - noble Anliegen. Und das ist mehr als die verzweifelte Marketing-Maßnahme für einen isolierten Präsidenten. Es ist wie eine kleine Befreiung.

Schon seit längerer Zeit engagiert sich die Bibliothekarin Laura Bush für die Demokratiebewegung in Burma. Vor fünf Jahren wurde sie von einer Verwandten auf das Schicksal der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi aufmerksam gemacht. Seitdem fordert Laura Bush die Aufhebung ihres Hausarrestes und scharfe Sanktionen gegen das Militärregime. In diesem Frühjahr nahm sie an einer Burma-Konferenz der von ihrem Mann so verachteten Vereinten Nationen teil, zeigte BBC-Dokumentarfilme im Kino des Weißen Hauses, lud Dissidenten in den East Wing ein, den Wohntrakt der Präsidentenfamilie. Sie tritt im US-Kongress auf, schreibt Leitartikel, fordert die Militärjunta t ebenso laut wie hartnäckig auf, demokratische Reformen zu beginnen. "Oder verschwindet endlich!" "Je länger ich im Weißen Haus lebe", sagte Laura Bush vergangene Woche der Washington Post, "desto klarer wird mir, dass ich mich zu all den Dingen äußern kann, die mir wichtig sind. Und das gedenke ich, auch weiterhin zu tun." Zwar ist jede Äußerung mit ihrem Mann oder US-Außenministerium abgesprochen. Doch selbst Kritiker würdigen ihr Engagement: "Ich bin ein großer Kritiker ihres Mannes", meint Tom Malinowski von der US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, " doch was Burma betrifft, so glaube ich, dass sie das Richtige tut."

Jenna Bush wird literarisch

Vor allem aber macht "party-girl" Jenna Bush von sich reden. Sie gibt ihr Debüt als Erwachsene. Da kam zunächst ihre Verlobung mit Henry Hager, 29, einem rotwangigen erzkonservativen jungen Mann aus erzrepublikanischer Familie im erzkonservativen Virginia , der einst bei Karl Rove arbeitete und seinen zukünftigen Schwiegerpapa brav um Jennas Hand bat. Da war sein ultraromantischer Antrag bei Sonnenaufgang auf einem symbolbesetzten Berggipfel im Bundesstaat Maine - dort, wo jeden Morgen die ersten Sonnenstrahlen die USA erreichen sollen. Und seitdem spekuliert man natürlich heftig über eine rauschende Hochzeitsparty im Weißen Haus - ein Fest, das Papa George W. den ansonsten sehr tristen Abgang in die Geschichte wenigstens noch ein bisschen verschönern könnte.

Mehr noch: die junge Grundschullehrerin hat ein Buch geschrieben, "Anas Geschichte", heißt es. Ein Jugendbuch, das gleich mehrere brisante Themen behandelt: Armut, sexuellen Missbrauch, frühe Schwangerschaft und HIV/AIDS. "Anas Geschichte" erzählt die wahre Geschichte eines heute 17jährigen Mädchens aus Mittelamerika. Der Name "Ana" ist ein Pseudonym - denn Ana ist HIV-infiziert.

Jenna Bush hatte an einer Schule in Washington unterrichtet, bevor sie im vergangenen Jahr für die UN-Kinderhilfsorganisation Unicef nach Mittelamerika ging. Dort traf sie Ana. Ana kam HIV-positiv zur Welt, ihre Eltern starben an AIDS, als sie noch ein Kleinkind war. Sie wuchs bei ihrer Großmutter auf, bis heute darf niemand erfahren, dass sie HIV-infiziert ist. So wie bis heute auch niemand erfahren darf, dass sie von einem Mitglied der Familie sexuell missbraucht wurde. Ana bekam ein Kind, als sie selbst noch ein Kind war. Doch Ana war bereit, der jungen blonden Frau aus Amerika ihre Geschichte zu erzählen. Und Jenna Bush setzte sich in den Kopf, ein Buch über Anas Leben zu schreiben. Eigenhändig, alleine, ohne Ghostwriter.

"Ich möchte nur eine faire Chance"

Der Rest folgte dem klassischen Muster des Washingtoner Polit-Marketing. Mama Laura vermittelte Robert Barnett, DEN Rechtsanwalt der Stadt, der auch Kunden wie Alan Greenspan und Lynne Cheney bei ihren Millionen-Buchverträgen vertritt. Laura Bush las Korrektur, die Startauflage beträgt 500.000 Exemplare, und ihre erste Lesereise führt die Jung-Autorin durch 25 Städte in den USA. Das Buch zählt geschlagene 102 Kapitel, einige nur wenige Zeilen lang, und den Lektoren sind dabei wohl Sätze entgangen wie etwa: " Er hatte wilde Augen, wie die eines Pumas" oder: "Sie wurde in eine Decke gewickelt, wie ein Burrito." Es ist kein literarisches Meisterwerk, aber es erzählt eine wahre, eine wichtige Geschichte. Zum Entsetzen jedes echten Konservativen fordert es Jugendliche sogar zum Gebrauch von Kondomen auf. Und das, obwohl Papa Bush gerne Abstinenz bis zur Ehe propagiert.

Alle Erlöse - auch die einigen Hunderttausend Dollar Honorar für Jenna Bush - gehen in einen Unicef-Fonds, aus dem unter anderem Anas Ausbildung gezahlt werden soll. "Jenna Bush ist eine Sprecherin für globale Chancengleichheit" jubelt das Nachrichtenmagazin Newsweek.

Und Jenna tat, was alle Autoren tun, die ein Buch zu vermarkten haben: sie ging auf Werbetour. Saß brav in nahezu allen Talkshows aller großen US-Fernsehsender, beantwortete lebhaft alle Fragen. Es waren viele Fragen, auch nach Aids und Armut, vor allem aber nach ihrem Vater und seinem Krieg. Immer wieder auch die Frage, die Schauspieler Matt Damon einst öffentlich gestellt hatte: Warum sie und ihre Zwillingsschwester nicht im Irak dienen, da doch der Krieg angeblich so eine noble Sache sei? "Ich glaube, meine Kenntnisse besser bei Unicef nutzen zu können", sagt sie dann mit ihrer tiefen Stimme und weiß, eigentlich reicht diese Antwort nicht. Sie muss sich auch fragen lassen, warum sie ihren Vater nicht für dessen Irak-Politik kritisiert. "Es ist schwer, zuzusehen, wenn mein Vater kritisiert wird", sagt sie dann, ganz Tochter. "Niemand will Krieg. Auch er nicht. Er ist mein Vater, der beste auf der Welt. Er kam zu meinem Fußballtraining, er feuerte mich an und er jubelte mir selbst dann noch zu, wenn ich ein Eigentor schoss."

Ihr Vater, sagte sie, habe sie gewarnt. Mit diesem Namen sei sie ein leichtes Ziel für Bush-Gegner. "Ein Sündenbock." Dieses Risiko nimmt sie in Kauf. "Ich möchte nur eine faire Chance", sagt sie.

Noch bis zum profitablen Weihnachtsgeschäft wird Jenna Bush für Ana und ihre Geschichte werben. Dann wird Amerikas First Daughter das Projekt Hochzeit in Angriff nehmen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(