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Richtungsstreit in der AfD: Henkel plädiert für Partei-Säuberungen

Der Richtungsstreit in der AfD nimmt immer schärfere Züge an. Jetzt schaltete sich Hans-Olaf Henkel in die Debatte ein - und verwendete dabei eine historisch problematische Formulierung.

Der frühere Industrie-Präsident Hans-Olaf Henkel legt sich für die AfD mächtig ins Zeug

Der frühere Industrie-Präsident Hans-Olaf Henkel legt sich für die AfD mächtig ins Zeug

Im parteiinternen Richtungsstreit der #link;http://www.alternativefuer.de/;Alternative für Deutschland (AfD)# wird der Ton zwischen dem bürgerlichen und dem rechten Flügel immer schärfer. Ex-AfD-Vorstandsmitglied Hans-Olaf Henkel, ein Vertrauter von Parteichef Bernd Lucke, plädiert dafür, dessen rechtskonservative Widersacher wie Frauke Petry und Alexander Gauland, aus der AfD zu drängen. "Wir müssen die Partei von diesen Elementen säubern", sagte er dem "Spiegel".

Eine Kompromisslinie zwischen beiden Lagern sieht der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) nicht. "Tausende Mitglieder leiden unter diesen Leuten. Sie sagen: "Bitte, vertragt euch." Aber sie begreifen nicht, dass das nicht geht." Dem Bericht zufolge will Parteichef Lucke am kommenden Dienstag in Straßburg öffentlich machen, unter welchen personellen und inhaltlichen Bedingungen er zu einem Verbleib an der Parteispitze bereit ist.

Über die Zusammensetzung der neuen Führung soll Mitte Juni ein Bundesparteitag entscheiden. Der zweite Co-Vorsitzende Konrad Adam hatte vor kurzem erklärt, Lucke wolle die AfD verlassen und eine neue Partei gründen. Lucke wollte dies nicht öffentlich kommentieren. Henkel war im April als stellvertretender AfD-Vorsitzender zurückgetreten. Er begründete dies mit Versuchen von "Rechtsideologen", die Partei zu übernehmen.

che/DPA / DPA