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Bundesspitze: Die neuen und alten AfD-Vorstände – und ihre Skandale, Beschimpfungen und "Ausrutscher"

Der neue AfD-Bundesvorstand ist komplett. In ihm finden sich NS-Verharmloser, Klimawandelleugner, Fremdenfeinde, Provokateure. Eine Übersicht über Skandale und Ausrutscher des Führungspersonals.

AfD-Beisitzer Andreas Kalbitz

Der stramm Rechte: Andreas Kalbitz, Beisitzer

47 Jahre, Fraktionsvorsitzender im Landtag Brandenburg, Medienkaufmann

Kalbitz zählt zum rechtsnationalen "Flügel", einer AfD-Gruppierung, die der Thüringer Björn Höcke aufgebaut hat; nach Kalbitz' Worten ist es die "Schildwache der Partei". Er knüpfte bereits früh Kontakte ins Milieu der Neonazis. 1993 war er Mitglied der Republikaner, im selben Jahr trat er dem völkischen Witikobund bei. Sein Name und seine Anschrift befanden sich zudem auf einer Interessentenliste der NPD. Kalbitz wurde lobend im Thulenetz erwähnt, einem Mailbox-System, mit dem sich Rechtsextremisten Mitte der 90er Jahre verständigten. Bei einem "Grillfest nach buendischer Art", schrieb dort jemand, habe er den "jungen Kameraden" kennengelernt. Der sei "sportlich, intelligent, gebildet und sehr engagiert", gehöre sicher nicht zu den "Weicheiern". 2001 schrieb Kalbitz im Witikobrief vom "Ethnozid am deutschen Volk". Später trat er einem rechtsextremen Verein bei, den ein früheres Mitglied der Waffen-SS gegründet hatte. 2010 übernahm Kalbitz dort den Vorsitz. Er amtierte bis 2015.

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AFP