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Energieversorgung Finanzminister Christian Lindner verteidigt Gas-Deal mit Katar

Christian Lindner steht an einem Pult und gestikuliert
Finanzminister Christian Lindner 
© Kay Nietfeld / DPA
Deutschland und Katar haben sich auf einen Gas-Deal geeinigt. Ab 2026 will das Energieunternehmen Qatar Energy Flüssigerdgas nach Deutschland liefern. Daran gibt es Kritik. Finanzminister Christian Lindner verteidigt den Deal. 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat die Geschäftsbeziehungen mit Katar verteidigt: "Das Geschäft darf nicht vor die Moral gestellt werden", sagte er zum Abkommen zwischen Deutschland und Katar zur Lieferung von Flüssiggas ab 2026. Es könne zwar "keine Abstriche geben bei unserem Einsatz für Toleranz und Liberalität", so der FDP-Vorsitzende mit Blick auf die Kritik an dem Golfstaat im Zusammenhang mit der Fußball-WM. "Aber wir haben eben auch geschäftliche, in diesem Fall energiewirtschaftliche Interessen, die man verfolgen muss."

Lindner plädiert fürs Fracking in Deutschland

Zugleich konterte er den Vorwurf von Unions-Fraktionschef Friedrich Merz, die Vereinbarung mit Katar lohne sich nicht. "Es war ja eine CDU-geführte Bundesregierung, die uns in die einseitige Abhängigkeit von russischem Pipelinegas gebracht hat. Da finde ich es etwas wohlfeil, wenn Herr Merz jetzt von der Seitenlinie die Regierung kritisiert, dass wir nicht schnell genug die Hypothek der CDU-geführten früheren Bundesregierung beiseite geräumt bekommen."

Angesichts drohender Energieengpässe in den kommenden Jahren sprach sich Lindner zudem dafür aus, über Fracking in Deutschland nachzudenken. "Mir wäre wohler, wenn wir unsere eigenen heimischen Quellen von Gas und Öl auch nutzen würden. Das würde uns unabhängiger machen. Am langen Ende glaube ich, dass das auch wirtschaftlicher wäre."

Lindner rechnet auch im nächsten Jahr mit hoher Inflation 

Darüber hinaus hat Bundesfinanzminister Christian Lindner vor den Folgen der anhaltend hohen Inflation gewarnt. Die Teuerungsrate sei immer noch "viel zu hoch" und eine "ganz große Gefahr für den sozialen Zusammenhalt und auch die gute wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes", sagte der FDP-Politiker am Dienstagabend in der Sendung "RTL Direkt".

Zwar unternehme die Bundesregierung "alles, was in unserer Macht steht", um die Folgen steigender Preise abzumildern, so Lindner unter Verweis auf die beschlossenen Entlastungspakete. Allerdings werde die hohe Inflation die Menschen "gewiss im nächsten Jahr auch noch begleiten". 

key; eku, RTL.de

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