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Presseschau zum TV-Duell: Unentschieden mit einem Sieger

Die Presse ist sich einig: Das TV-Duell von Angela Merkel und Peer Steinbrück lieferte wenig Überraschendes. Eine Zeitung kürte daher einen zum Sieger, der gar nicht angetreten war.

Das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück lieferte Zeitungen und Nachrichtenseiten aus Deutschland und aller Welt reichlich Stoff für Kommentare.

"Spiegel Online":

Angela Merkel geht entspannt in die Wahl, sie weiß um ihren großen Sympathievorsprung. Ihre CDU oder gar Programmatisches kommen kaum vor. Allein der Kanzlerbonus soll ihr den Sieg sichern. Peer Steinbrück hat dem nichts entgegenzusetzen. Seine Partei wird nun nicht mehr auf Sieg spielen, sondern auf Platz. Damit es womöglich für eine Beteiligung an einer Großen Koalition reicht.

"faz.net":

Sie (die vier Moderatoren, d. Red.) hüpften von Thema zu Thema – Europa, Leiharbeit, Altersarmut, Strompreis, NSA, Syrien – und bei allem hatte man am Ende den Eindruck: vergeblich. Angela Merkel und Peer Steinbrück sind einfach nicht dazu geschaffen, aufeinander loszugehen. Das macht sie beide sympathisch. Aber Frau Merkel hat mehr davon.

"sueddeutsche.de":

Beide Duellanten haben gezeigt, dass man ihnen ein Land anvertrauen kann. Peer Steinbrücks objektives Handicap sind weniger die Umfragen als die Regel, dass in der Demokratie ein neuer Regierungschef nicht erwählt, sondern ein alter abgewählt wird. Zur Abwahl hat Angela Merkel auch am Sonntag kaum Anlass gegeben. Wenn die nächste Umfrage kommt, wird interessant sein, wie groß nun die Gruppe der Unentschlossenen noch ist.

Wer hat das TV-Duell gewonnen?

"Bild.de": Peer Steinbrück zeigte sich überraschend aggressiv. Zu Beginn mit Nervositäts-Tremolo in der Stimme, gewann er während der 90 Minuten an Fahrt und an Statur. Seinen schwächsten Moment hatte er als er für die Angleichung von Beamtenpensionen und Renten warb – und Angela Merkel dies eiskalt gegen ihn wendete, die Altersbezüge von Polizisten verteidigte. Angela Merkel kam bei Nachfragen nach Pkw-Maut und Details der Snowden-Affäre unter Druck. Ihr Vorteil ist, dass ihre Kernaussage "uns geht es besser als vor 4 Jahren" von Konjunkturdaten gestützt wird. … Und einer schlug sie am Ende beide: Stefan Raab...

"taz.de":

Der Herausforderer hat kämpferisch attackiert. Merkel ließ ihn ins Leere laufen. Das tut der Politik nicht gut, ist aber erkennbar egal.

Lokalpresse

"Badische Neueste Nachrichten", Karlsruhe: Das zum "Straßenfeger" hochstilisierte Rede-Duell sorgte aber immerhin dafür, dass sich so mancher Zuschauer erstmals so richtig für den Wahlkampf interessierte. Allein schon das war es wert, dass der "Tatort" eine Zwangspause einlegen musste.

"Mittelbayrische Zeitung", Regensburg:

Steinbrücks einzige Chance lag darin, zu zeigen, dass es noch etwas anderes gibt als eine Weiter-so-Republik. Gestern Abend hat er sie genutzt. Die Zeit arbeitet gegen ihn. Westernhelden im Film hat das nie gestört. Die Frage wird sein, ob Steinbrück die Munition noch für die kommenden drei Wochen ausreicht.

"Stuttgarter Zeitung", Stuttgart:

Merkels stärkstes Argument ist für ihn (Peer Steinbrück, d .Red.) nicht breitenwirksam zu widerlegen: acht Jahre mit Merkel in der Berliner Regierungszentrale waren für die meisten Deutschen keine schlechten Jahre. Dieses erfahrungsgesättigte Weiter-So ist Merkels wichtigste Botschaft - und sie überlebt dieses TV-Duell.

"Stuttgarter Nachrichten", Stuttgart:

Das TV-Duell zwischen dem SPD-Kanzlerkandidaten und der Bundeskanzlerin blieb ohne inhaltliche Überraschungen und neue persönliche Erkenntnisse. Was unter dem Strich bedeuten könnte: Der Herausforderer war stärker als von vielen vorhersagt, die Regierungschefin so souverän wie erwartet.

"Allgemeine Zeitung", Mainz:

Kaum jemand hatte erwartet, dass es Steinbrück gelingen würde, die Kanzlerin in ihrer Beliebtheit überrunden zu können. Er hat aber auch die Chance vertan, SPD-Wähler aufzurütteln und Unentschlossene zur SPD zu ziehen. Ein folgenschwerer Abend für eine abgeschlagene Volkspartei.

"Mitteldeutsche Zeitung", Halle/Saale:

Allein die Tatsache, dass die Kanzlerin erstmals in diesem Wahlkampf gezwungen war, ihren Herausforderer nicht zu ignorieren, ist ein Fortschritt.

"Westfalen-Blatt", Bielefeld: Das Duell war keine Sensation, aber hat die Wahl am 22. September ins Bewusstsein gerückt. Vor allem: Es war Wahlkampf - wenigstens für 90 Minuten.

"Südwest-Presse", Ulm:

Schlafabtausch statt Schlagabtausch? Nicht ganz: Beide, Merkel und Steinbrück, zeigten zumindest viel von ihrer politischen Persönlichkeit. Präsidial, zum Teil fast gönnerhaft, präsentierte die Kanzlerin staatsmännisch die Bilanz ihrer Regierungszeit. Bissig, im Lauf der Sendung immer aufbrausender griff Steinbrück seine Gegnerin an. Am Ende aber zerschellten die Attacken am Gelassenheits-Bollwerk einer siegessicheren Kanzlerin.

"Freie Presse", Chemnitz:

Ob Steinbrück am Ende ein besserer Kanzler wäre, sei dahingestellt. Er hat allerdings bewiesen, dass er auf die verheerenden Umfragewerte pfeift und auf einen furiosen Endspurt setzt. Das könnte den bisher lauen Wahlkampf befeuern. Denn spätestens seit 22 Uhr weiß Angela Merkel, dass sie mit bloßer Wohlfühl-Rhetorik auch verlieren könnte.

"Thüringische Landeszeitung", Weimar:

Merkel und Steinbrück genossen das Privileg, sich exklusiv einem Millionenpublikum präsentieren zu können. Bei so viel demonstrierter Gleichheit könnte mancher Bürger versucht sein, sich auch die Konzepte anderer Parteien etwas genauer anzuschauen.

Internationale Presse

"BBC", Großbritannien: Sicher ist, dass keiner der beiden einen K.O.-Schlag gelandet hat, der den Verlauf des Wahlkampfes verändert. Kanzlerin Merkel ist mit überwältigender Zustimmung in die Debatte gestartet und diese Position komplett umzudrehen ist unwahrscheinlich.

"Times", Großbritannien:

Aller Augen liegen auf Merkels Hals, nachdem sie in der TV-Debatte verloren hat. ... Ihr Rivale, Peer Steinbrück, hat noch einen Berg zu bestiegen, um sie aus dem Sitz zu heben.

"New York Times", USA:

Die Auseinandersetzung war eine Sache von größtenteils anständigen 90 Minuten, die als Herr Steinbrücks letzte Chance gegolten hatten, seinen Mut zu zeigen und seine früheren Fehler vergessen zu machen.

"Neue Zürcher Zeitung", Schweiz:

Beide Politiker blieben fair und sachlich und verzichteten auf persönliche oder gar herabsetzende Angriffe. Aufschlussreich war die Fragestunde dennoch, denn zur Verblüffung vieler zeigte sie eine kristallklar argumentierende, sehr durchsetzungsfähige Regierungschefin und einen Herausforderer, dem offenbar ans Herz gelegt worden war, sich nicht durch allzu heftige oder gar giftige Attacken auf Merkel die Gunst der Wähler zu verscherzen.

"Die Presse", Österreich:

Steinbrück verspielt seine Chance.

"Kronen Zeitung", Österreich:

Merkel - sehr staatstragend - und Steinbrück - sehr angriffslustig - hielten Kurs und spulten ihre Argumente ab. Eine Wende durch das Duell im bisher eher farblos verlaufenden Wahlkampf scheint so gut wie ausgeschlossen.

"Le Monde", Frankreich:

Peer Steinbrück hat ein "gerechteres" Deutschland versprochen, Angela Merkel hat versprochen ... Angela Merkel zu bleiben.

"El País", Spanien:

Steinbrück attackiert Merkel hart. Der SPD-Kandidat hielt der Kanzlerin Unentschlossenheit in der Europapolitik vor. Merkel verwies dagegen auf ihre wirtschaftlichen Erfolge.

"El Mundo", Spanien:

Merkel erringt einen hauchdünnen Sieg über Steinbrück.

"ABC", Spanien:

Merkel setzt sich gegen den SPD-Kandidaten Steinbrück durch. Die Kanzlerin wirkte in der TV-Debatte ruhig und selbstsicher.

"El Periódico de Catalunya", Spanien:

Die TV-Debatte endet mit einem technischen Remis. Der SPD-Kandidat Steinbrück machte Merkel für die Leiden der Euro-Krisenländer mitverantwortlich. Merkel kündigte an, diesen Staaten auch weiterhin Reformen abzuverlangen.

"Ta Nea", Griechenland:

Am Ende siegte Merkels Halsband in den deutschen Farben.

"Dagens Nyheter", Schweden:

Wenn der Wahlkampf morgen weitergeht, werden beide Parteien den Ausgang des Duells zu ihrem Vorteil interpretieren, aber der Wendepunkt, auf den die Sozialdemokraten gehofft hatten, war das wahrscheinlich nicht.

"Politiken", Dänemark:

Insgesamt war es eine Debatte, in der Steinbrück angriffslustig und Angela Merkel etwas mehr in der Defensive war, lautet die Einschätzung von Beobachtern.

"Gazeta Wyborcza", Polen:

Die Debatte Merkel - Steinbrück endete unentschieden, aber der SPD-Kandidat ging der Kanzlerin unter die Haut.

"Fernsehsender bTV", Bulgarien:

Die Debatte galt als Steinbrücks größte Chance, Merkels Vorsprung in den Meinungsumfragen zu verringern. (.) Angela Merkel nutzte die Gelegenheit, ihre erfolgreiche Amtszeit an der Spitze der größten Volkswirtschaft Europas zu Zeiten einer Krise in der Eurozone zu unterstreichen.

"Staatlicher Radiosender CRI", China:

Auch wenn Umfragen Steinbrück bei der Debatte leicht vorne gesehen haben, ist der Einfluss der TV-Debatte auf die Wähler sehr begrenzt. Deshalb wird Merkel dank ihrer vielen Unterstützer mit großer Wahrscheinlichkeit wiedergewählt werden.

tkr
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(