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Umstrittene Geschäfte: Rheinmetall ist Zulieferer für Munitionsfabrik in Saudi-Arabien

Bombengeschäfte mit den Saudis: Die deutsche Firma Rheinmetall macht umstrittene Deals mit Saudi-Arabien - obwohl das Königreich Krieg im Jemen führt.

Das Logo der Rheinmetall AG in Düsseldorf

Das Logo der Rheinmetall AG in Düsseldorf: Der Konzern ließ Fragen zu dem möglichen Einsatz von Rheinmetall-Bomben im Jemen unbeantwortet.

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern hilft dem Militär des Königreichs Saudi-Arabien bei der Produktion von Munition. Wie der stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Rheinmetall erstmals eingeräumt, bei einer neuen Fabrik der Military Industries Corporation nahe Riad über eine südafrikanische Tochter "als Zulieferer eingebunden" zu sein.

Das neu errichtete Werk war Ende März im Beisein des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma eröffnet worden. Laut einer offiziellen Erklärung von Zuma ist die südafrikanische Rheinmetall-Tochter Rheinmetall Denel Munition auch Betreiber der Fertigungsstätte. Rheinmetall bestritt das gegenüber dem stern. Betreiber sei allein die Military Industries Corporation. Sie ist dem saudi-arabischen Verteidigungsminister unterstellt.

Blindgänger weist auf Rheinmetall-Tochter hin

Das saudische Militär wird seit Monaten von Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch kritisiert. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition bombardiere im benachbarten Jemen bei Luftschlägen gegen Rebellen immer wieder auch zivile Ziele.

Die saudische Botschaft in Deutschland versicherte gegenüber dem stern, man respektiere das humanitäre Völkerrecht und bemühe sich, Zivilisten zu verschonen. Sowohl die Botschaft wie Rheinmetall ließen aber Fragen zu dem möglichen Einsatz von Rheinmetall-Bomben im Jemen unbeantwortet.

Ein Mitarbeiter von Human Rights Watch hatte bereits im Mai 2015 in einem Gebiet der jemenitischen Huthi-Rebellen eine nicht explodierte 1000-Pfund-Bombe fotografiert. Ihr Code verwies als Produktionsort auf die Munitionsfabrik der italienischen Rheinmetall-Tochter RWM Italia auf Sardinien.

Bundesregierung hält sich für nicht zuständig

Laut einer offiziellen Liste vom April 2016, auf der die italienische Regierung genehmigte Rüstungsexporte aufführt, sind für RWM Italia und Rheinmetall Italia für das Jahr 2015 Transaktionen mit Saudi-Arabien im Gesamtwert von 30 Millionen Euro aufgeführt. Für das Jahr 2014 betrug diese Summe sogar 41,5 Millionen Euro.

Ein Sprecher von Human Rights Watch forderte gegenüber dem stern die Bundesregierung auf, die Vorwürfe "zu untersuchen". Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium wies das zurück. Für Lieferungen aus Südafrika und Italien seien die dortigen Behörden zuständig.



Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.

Von:

und Luisa Brandl