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Studie der Körber-Stiftung: Deutsche und Russen werden sich immer fremder

Es war Michail Gorbatschow, der einst vom "gemeinsamen europäischen Haus" sprach. Von diesem Geist ist praktisch nichts übrig geblieben. Zwischen Deutschen und Russen - das belegt eine aktuelle Studie der Körber-Stiftung - herrscht Eiszeit.

Von Katja Gloger

Angela Merkel und Wladimir Putin hantieren mit Ohr-Hörern

Angela Merkel, Wladimir Putin (im Mai 2015 in Moskau): Verständigungsprobleme zwischen Deutschen und Russen gibt es beileibe nicht nur auf politischer Ebene.

Es ist nicht gerade zum Besten bestellt um das Verhältnis zwischen Russland und Deutschland. Mit Beginn der Ukraine-Krise und den Sanktionen des Westens gegen Russland  wurde  aus der erhofften "Modernisierungspartnerschaft" eine formidable Gegnerschaft. In Deutschland herrscht Misstrauen gegenüber dem russischen Präsidenten. In Russland wird "der Westen" - also die USA und Europa - zunehmend als Feind dargestellt. In den vergangenen Wochen etwa erweckten russische Fernsehberichte den Eindruck, als islamisiere sich Deutschland, Kanzlerin Angela Merkel wurde als Büttel Erdogans dargestellt. In den Köpfen herrscht, so scheint es, ein neuer Kalter Krieg.

Wie groß ist im Jahr 2016 der Vertrauensverlust, wie tief die Krise zwischen Russland und Deutschland, zwischen Russland und Europa? Finden sich noch Gemeinsamkeiten, gemeinsame Werte? Die Menschen in Russland und Deutschland entfremden sich zunehmend voneinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative TNS-Infratest-Umfrage im Auftrag der Hamburger Körber-Stiftung, die auch im stern veröffentlicht ist: "Russland in Europa".  Dabei wurden Menschen gleichzeitig sowohl in Russland als auch in Deutschland befragt.

Distanz durch Ukraine-Konflikt und Nato-Osterweiterung

Jeder zweite Deutsche und jeder zweite Russe ist demnach überzeugt: Russland gehört nicht zu Europa. In beiden Ländern äußern sich vor allem jüngere Menschen skeptisch. In Russland ist die Zahl der "Neinsager" in den vergangenen acht Jahren um rund 20 Prozentpunkte gestiegen. Fast jeder zweite Deutsche hält Russland für ein "bedrohliches Land". Vom "Gemeinsamen Europäischen Haus", das Michail Gorbatschow einst propagierte, ist kaum noch die Rede. Die Osterweiterung der Nato und der EU sowie der Ukraine-Konflikt sind für die Mehrheit der Befragten in beiden Ländern verantwortlich für die Verschlechterung der Beziehungen. Immerhin 44 Prozent der Deutschen glauben, die Politik der EU gegenüber Russland sei nicht angemessen – also falsch. Allerdings kennen die Menschen einander kaum: Acht von zehn Deutschen waren noch nie in Russland; acht von zehn Russen noch nie in einem Staat der EU.

Die zunehmende Entfremdung hat offenbar vor allem mit unterschiedlichen Wertvorstellungen zu tun. Man teile nicht die gleichen Werte, heißt es in beiden Ländern. So glauben 58 Prozent der Russen – aber nur 11 Prozent der Deutschen –, dass Streiks und Demonstrationen verboten werden sollten. 94 Prozent der Russen lehnen Homosexualität ab  – bei den Deutschen sind es gerade mal 20 Prozent. 77 Prozent der Russen meinen, dass Medien die Arbeit der Regierung "unterstützen" und deren Entscheidungen "mittragen" sollten. Zu den eher erschreckenden Ergebnissen der Umfrage gehört allerdings auch, dass auch 36 Prozent der Deutschen der Ansicht sind, dass die Presse der Regierung dienen solle.

Einig nur bei Wirtschaftsinteressen

Nur wenn es ums Geschäft geht, geben sich sowohl Russen als auch Deutsche pragmatisch: So fordert die absolute Mehrheit der Befragten in beiden Ländern ein rasches Ende der gegenseitigen Wirtschaftssanktionen – auch ohne Lösung des Ukraine-Konflikts. "Es scheint, dass der Ukraine-Konflikt mehr und mehr vom Radar der Bevölkerungen beider Länder verschwindet", so Gabriele Woidelko von der Körber-Stiftung.

Einen beginnenden "Paradigmenwechsel" machen die Meinungsforscher in Bezug auf die prägenden historischen Erfahrungen aus. Nicht mehr die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg – den "Großen Vaterländischen Krieg" – bestimmt das Verhältnis, sondern die Zeitenwende 1989/1991. Für die Deutschen ist sie mit der meist positiven Erfahrung der Wiedervereinigung verbunden – für die Russen vor allem mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, mit Unsicherheit und Chaos.

Zusammenbruch der Sowjetunion ein Trauma

So manifestiert sich jetzt, was im Westen lange unterschätzt wurde: wie groß das Trauma der  Implosion des maroden Sowjetimperiums für die meisten Menschen in Russland ist. Präsident Wladimir Putin spricht offenbar vielen aus der Seele, wenn er den Zusammenbruch der Sowjetunion als "größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage unter www.koerber-stiftung.de/umfrage-russland-in-europa.


Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?