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2:2 gegen Kamerun: Es rumpelt noch bei der DFB-Elf

Nach dem mühevollen 2:2-Remis der deutschen Nationalelf gegen Kamerun ist eines klar: Wichtige Spieler suchen noch ihre Form, in der Defensive rumpelt es gewaltig. Doch es gab auch Gewinner.

Von Tim Schulze

Mit ziemlich grimmiger Miene stellte sich der Kapitän der Nationalelf nach dem mühsamen 2:2-Remis gegen Kamerun den Fragen des TV-Reporters. Per Mertesacker vertrat als dienstältester Spieler den verletzten Philipp Lahm als Chef auf dem Rasen und wollte nichts von einer verpatzten Generalprobe für die WM hören. Schließlich stehe ja noch das Spiel am kommenden Freitag gegen Armenien aus – das sei erst die richtige Generalprobe, knurrte Mertesacker. Der Ersatz-Kapitän versuchte auf diese Art, unangenehmen Fragen nach dem Auftritt seiner Elf zuvorzukommen. Denn der hinterließ zwei Wochen vor dem ersten WM-Spiel gegen Portugal viele Fragezeichen.

"Ich glaube über weite Strecken haben wir es nicht so gut gemacht. Wir müssen anknüpfen an die ersten 15 Minuten. Es ist noch nicht alles klar bei uns", analysierte der Ex-Bremer ehrlich. Dabei war die deutsche Mannschaft furios in die Partie gestartet. Mesut Özil und Mario Götze hatten innerhalb der ersten fünf Minuten die Führung auf dem Fuß. "Wir sind mit unseren Chancen nicht so umgegangen, wie wir es wollen. Das gefällt uns jetzt nicht", erklärte Thomas Müller Müller später das Problem der mangelnden Chancenververtung.

Die Defensive bleibt Problemzone

Ohne die angeschlagenen Manuel Neuer, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger baute das Team von Joachim Löw nach einer Viertelstunde merklich ab. Das lag auch am Gegner. Die Kameruner, trainiert von Volker Finke, hielten in Mönchengladbach mit Härte, Kampf und einer aufmerksamen Abwehr dagegen – und das beeindruckte die deutschen Spieler sichtlich. Der Bundestrainer drückte es so aus: "Es war ein guter Gegner mit Kamerun, ein echter Härtetest, sie haben sehr körperbetont gespielt."

Die Stärken und Schwächen der DFB-Elf traten gegen die motivierten Afrikaner deutlich zu Tage. Da ist zum Beispiel die Defensive. Die Löcher im Mittelfeld nach Ballverlusten boten Kamerun viel Platz - eine altbekannte Schwäche unter Löw. Gelöst hat er sie immer noch nicht. Beim 1:0 durch Samuel Eto’o war die deutsche Abwehr zwar ungeordnet und beim verdienten Treffer zum 2:2 ließ Jerome Boateng, der auf der rechten Abwehrseite spielte, den pfeilschnellen Maxim Choupo-Moting ohne Gegenwehr passieren. Doch die Verteidiger können nicht immer die Fehler ausbügeln, die im Mittelfeld begangen werden. Dass Boateng nicht die Ideallösung auf der Außenposition ist, wusste man schon vorher. Sollte der Bayern-Verteidiger in Brasilien außen spielen, bleibt es eine provisorische Lösung, auch wenn seine Flanke auf Thomas Müller zum Ausgleichstreffer führte. Mertesacker und Mats Hummels in der Innenverteidigung begingen sonst kaum Fehler.

Ein Gewinner des Abends war auf der linken Abwehrseite zu finden. Der junge Erik Durm stand in der Startelf und zeigte bei seinem Länderspieldebüt eine solide Leistung. Der Dortmunder dürfte auf dem Zettel stehen, wenn am Montag der endgültige Kader für Brasilien benannt wird. Vielleicht wird er sogar zu einem ernsthaften Konkurrenten für den angeschlagenen Marcell Schmelzer.

Götze und Özil außer Form

Es wiegt besonders schwer, dass mit Sami Khedira einer der wichtigsten Spieler des Bundestrainers nach seinem Kreuzbandriss nicht in Form ist (und natürlich auch nicht sein kann). Seine Fähigkeiten wären so wichtig für die Stabilität im defensiven Zentrum. Felix Kroos, der neben Khedira ran durfte, versuchte das Spiel mit langen Bällen zu lenken. Doch auf der Sechserposition entfaltet Kroos nicht sein ganzes Potential, auch wenn er das Gegenteil behauptet. Gerade ihn beeindruckte das harte Spiel des Gegners phasenweise sichtlich. Mit Christoph Kramer hat Löw zumindest eine Alternative. Der zweite Debütant an diesem Abend legte sich nach seiner Einwechslung in der Schlussviertelstunde mächtig ins Zeug. Auch Kramer dürfte den Sprung nach Brasilien schaffen. Wichtiger ist hier, dass Lahm gesund wird.

Die beiden deutschen Spieler, die in den ersten fünf Minuten die Führung hätten erzielen müssen, waren danach nicht mehr gesehen. Mesut Özil ist außer Form und fand gegen Kamerun nicht statt. Der Spielmacher wurde in der 64. Minute für Lukas Podolski ausgewechselt. Im Angriff ließ Löw Götze als "falsche" Neun spielen. Auch das Modell funktionierte nicht. Götze fand kaum Bindung an das Spiel. Ganz im Gegensatz zu Marco Reus, der nicht überragend spielte, aber zwischendurch für viel Wirbel sorgte. Götze wurde schließlich durch André Schürrle ersetzt. Alternativen sind Klose (wenn er fit ist) und der Hoffenheimer Kevin Volland, der schon längst eine größere Rolle verdient hätte.

Bezeichnend ist, dass die deutsche Offensive wieder besser ins Rollen kam, als Götze und Özil den Rasen verlassen hatten. Müller, der extrem engagiert war, wechselte ins offensive Zentrum und köpfte prompt den Ausgleich. Auch der öffnende Pass auf Podolski, der Schürrle den Ball zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung auflegte, kam von ihm. Das war genau der Fußball, den Löw predigt.

Als einziger Spieler, die gegen Kamerun auf dem Platz standen, muss wohl Benedikt Höwedes (für Durm eingewechselt) um einen WM-Platz bangen. Ansonsten sind Matthias Ginter, Shkodran Mustafi, Julian Draxler, Kevin Volland und Kevin Großkreutz Streichkandidaten. Löw ließ sich allerdings keine Tendenz entlocken. Sicher dabei ist Roman Weidenfeller. Der Dortmunder Keeper hielt glänzend. Aber auf der Torwartposition hatten die Deutschen ja noch nie Sorgen.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(