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Olympia Kompakt

Olympia in Rio: US-Torhüterin Hope Solo für sechs Monate gesperrt

Wenige Tage nach Ende der Olympischen Spiele wurde die US-Torhüterin Hope Solo von ihrem Verband für ein halbes Jahr gesperrt. Die Fußballerin hatte im Turnier die schwedische Nationalmannschaft beleidigt.

US-Torhüterin Hope Solo

Hat nun öfter Zeit, schmollend vor dem Tor zu hocken: US-Fußballerin Hope Solo

Alle Medaillen sind vergeben: Die Wettkämpfe der Olympischen Spiele 2016 sind vorbei. Unter anderem in den Disziplinen Fußball, Bogenschießen, Fechten, Golf, Handball, Reiten, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Schießen, Schwimmen und Tennis traten die Olympioniken gegeneinander an. Neben den großen Geschichten rund um die Spiele und die Sportler gab es auch viele zum Teil bunte und kuriose Meldungen rund um Olympia 2016. 

+++ 25. August: US-Verband sperrt Torhüterin Hope Solo +++

Die amerikanische Fußball-Nationaltorhüterin Hope Solo ist von ihrem Verband wegen beleidigender Äußerungen gegen das schwedische Team während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro für sechs Monate gesperrt worden. Die Kommentare von Solo seien "inakzeptabel" gewesen und würden den Erwartungen an Nationalspieler nicht entsprechen, hieß es in einem Statement des amerikanischen Verbandes. Die 35 Jahre alte Solo hatte nach dem Ausscheiden ihres Teams im Viertelfinale des olympischen Fußball-Turniers die schwedische Mannschaft als einen "Haufen Feiglinge" bezeichnet. Solo hatte sich über die defensive Spielweise der Skandinavierinnen aufgeregt.

+++ 21. August: US-Basketballer holen letztes Gold +++

Die US-Basketball-Stars haben zum Abschluss der Olympischen Spiele die fest eingeplante Goldmedaille gewonnen. Im Finale setzte sich das Team um Kevin Durant am Sonntag wenige Stunden vor der Schlussfeier gegen Serbien überlegen mit 96:66 durch und holte zum dritten Mal nacheinander und zum 15. Mal insgesamt Gold. Bronze ging an Spanien. Es war die letzte von 306 Medaillenentscheidungen der Sommerspiele an der Copacabana.

+++ 21. August: Monglische Trainer ziehen aus Protest blank +++

Aus Protest gegen den Verlust einer sicher geglaubten Bronzemedaille haben sich zwei mongolische Trainer zum Abschluss der olympischen Ringer-Wettbewerbe ausgezogen, einer von ihnen bis auf die Unterhose. Ihr Schützling Mandakhnaran Ganzorig lief am Sonntag in Rio angesichts der 7:6-Führung gegen den Usbeken Ichtijor Nawrusow bereits in den Schlusssekunden des Kampfes der Klasse bei 65 Kilogramm jubelnd über die Matte. Usbekistan legte gegen den Ausgang des Duells erfolgreich Protest ein, Nawrusow erhielt nachträglich noch einen Punkt und gewann Bronze, da bei Unentschieden die letzte Wertung entscheidet.

Der bis dahin noch feiernde Ganzorig sank daraufhin enttäuscht auf die Knie, Trainer Byambarenchin Bayoraa zog Schuhe und Hemd aus und warf sie wutentbrannt vor dem Kampfgericht auf die Matte. Sein Kollege Tsenrenbataar Tsostbayar entkleidete sich fast vollständig. Das brasilianische Publikums reagierte darauf mit "Mongolei, Mongolei"-Sprechchören.

+++ 21. August: Dänemarks Handballer erstmals Olympiasieger +++

Dänemarks Handballer sind erstmals Olympiasieger. Die Skandinavier krönten ihren Auftritt beim olympischen Turnier in Rio de Janeiro mit dem Gold-Coup. Im Finale am Sonntag stoppten die Dänen mit dem 28:26 (16:14) den Siegeszug von Weltmeister Frankreich, der mit einem Erfolg den olympischen Hattrick hätte feiern können. Überragender Werfer beim Rio-Sieger war einmal mehr Superstar Mikkel Hansen vom französischen Doublegewinner Paris Saint-Germain mit acht Toren. Zuvor hatte Deutschland Olympia-Bronze gewonnen nach einem 31:25 gegen Polen. 

+++ 21. August: Speerwurf-Olympiasieger Wolfermann gratuliert seinem Nachfolger Röhler +++

Speerwurf-Olympiasieger Klaus Wolfermann ist von seinem Nachfolger Thomas Röhler begeistert. "Ich habe heute Nacht alles verfolgt und mich riesig gefreut. Da kann man nur gratulieren, gratulieren und nochmals gratulieren", sagte der Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele 1972 in München. "Ich habe es an seinen leuchtenden Augen gesehen: da war viel Aggressivität und die Körpersprache: Ich will, ich will!"

Wolfermann war im März 70 Jahre alt geworden; der Olympiasieger lebt heute im oberbayerischen Penzberg, zwischen München und Garmisch-Partenkirchen. Die Nachtschicht am Fernseher hat sich für den ersten deutschen Speerwurf-Olympiasieger gelohnt. Es dauerte schließlich 44 Jahre, bis der Jenaer Röhler in Rio de Janeiro sein Nachfolger wurde. "Das wurde ja auch höchste Eisenbahn", erzählte Wolfermann lachend.

Kurios: Auch er hatte seinen Gold-Wurf (90,48 Meter) wie Röhler (90,30 Meter) im fünften Versuch geschafft, kam aber damals schon 18 Zentimeter weiter. Dem erst 24 Jahre alten Thüringer traut er noch sehr viel zu. "Thomas hat ein sehr sensibles Speer-Gefühl", meinte Wolfermann, "er kann auch in den nächsten Jahren noch stabile Würfe zwischen 90 und 95 Metern" anbieten. 

+++ 21. August: Bundesliga-Vertreter loben olympische Fußballteams +++

Ligapräsident Reinhard Rauball hat den deutschen Fußball-Mannschaften zu ihren Leistungen bei den Olympischen Spielen gratuliert. "Horst Hrubesch hat es geschafft, in kürzester Zeit eine funktionierende Einheit zu formen und die Spieler für den Traum von Olympia zu begeistern", sagte er am Sonntag zur Silbermedaille der Männer und zum Verdienst des Trainers. "Zusammen mit der Goldmedaille für das Nationalteam der Frauen eine überragende Bilanz für den deutschen Fußball."

Vor den Spielen in Rio de Janeiro hatte es zwischen den Bundesligavereinen und dem DFB Diskussionen über die Abstellung von Profis für das Hrubesch-Team gegeben. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Christian Seifert, sagte nach der 4:5-Niederlage im Elfmeterschießen im Finale gegen Brasilien: "Trotz der Herausforderungen hinsichtlich Saisonvorbereitung und DFB-Pokalspielen konnte in engem Dialog zwischen DFB-Sportdirektor Hansi Flick und den Clubs ein wettbewerbsfähiger Kader zusammengestellt werden." Die deutsche Männer-Mannschaft dürfe "auf das Erreichte stolz sein."

+++ 20. August: US-Schwimmer Lochte gibt sich selbstkritisch +++

US-Schwimmstar Ryan Lochte hat nach dem Zwischenfall bei den Olympischen Spiele weitere Selbstkritik geübt. Sein "unreifes Verhalten" habe ihn und seine drei Teamkollegen erst in dieses Schlamassel auf der nächtlichen Tour durch Rio gebracht, sagte der 32-Jährige in einem NBC-Interview. Dies sei dumm gewesen. "Deshalb übernehme ich die volle Verantwortung dafür", meinte Lochte, "denn ich habe die Geschichte total übertrieben." Wenn er das nicht getan hätte, "würden wir jetzt nicht in diesem Schlamassel stecken". Er habe an jenem Abend "definitiv zu viel getrunken", gab Lochte zu, "und ich war sehr berauscht".

+++ 20. August: Lesbisches Pärchen feiert Hockey-Gold +++

Geteilte Freude ist ja bekanntlich doppelte Freude - und so war es für Helen und Kate Richardson-Welsh ein besonders schöner Tag. Das Ehepaar konnte sich nach dem Endspiel gegen die Niederlande über das erste Hockey-Gold für Großbritanniens Frauen freuen, 2:0 nach Penaltyschießen stand es am Ende. Es ist die sportliche Krönung einer ganz besonderen Liebesgeschichte: Kate und Helen lernten sich als Teenager kennen, kamen beide ins Nationalteam, wurden erst Freundinnen - und verliebten sich dann. Für ihre neue Liebe verließ Kate damals sogar ihren Verlobten Brett Garrard, den früheren Kapitän der Männer-Nationalmannschaft.

+++ 20. August: Weiter gute TV-Quoten für Olympia +++

Die Spiele in Rio ziehen weiter Millionen Zuschauer vor den Fernseher: Das erste Olympia-Gold der deutschen Fußballfrauen gegen Schweden (2:1) verfolgten in der Nacht zum Samstag im ZDF 6,38 Millionen - das ergab einen Marktanteil von 34,1 Prozent. Das Hockey-Finale der Frauen, das Großbritannien gegen die Niederlande für sich entschied, schalteten 5,74 Millionen (31,3 Prozent) ein.

Das Spiel der deutschen Handball-Männer gegen Frankreich (28:29) interessierte 5,48 Millionen (20,7 Prozent), nun spielt das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson am Sonntag um Bronze. Den Modernen Fünfkampf fanden 5,33 (19,8) sehenswert. Das "heute-journal", das am Freitag um kurz nach 22 Uhr zwischen den Olympia-Übertragungen ausgestrahlt wurde, schaffte mit 6,40 Millionen (25,4 Prozent) den Spitzenplatz bei den Quoten.

+++ 20. August: IAAF-Chef: Nach Russland-Urteil Morddrohungen erhalten +++

IAAF-Präsident Sebastian Coe hat nach dem Olympia-Ausschluss der russischen Leichtathleten sogar Morddrohungen erhalten. Entsprechende Medienberichte bestätigte der 59 Jahre alte Brite in einem Interview der "New York Times"
(Freitagausgabe). Allerdings wollte sich der Präsident des Weltverbandes IAAF nicht näher dazu äußern. Die Morddrohungen seien in russischer Sprache gekommen, schrieb die NYT.

Die IAAF hatte den russischen Leichtathletik-Verband im November 2015 suspendiert; eine Untersuchung hatte gravierende Beweise für systematisches Staats-Doping ans Licht gebracht. Im Juni hatte das IAAF-Council diesen Bann bestätigt - das war das Olympia-Aus für die russischen Leichtathleten um Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa. 

+++ 20. August: "Schlechteste Spiele, die wir je hatten" +++

Leichtathletik-Athletensprecherin Martina Strutz hat harte Kritik an den am Sonntag zu Ende gehenden Olympischen Spielen in Rio de Janeiro geübt. "Die Stimmung im deutschen Team ist gut, aber viele sagen, dass sind die schlechtesten Spiele, die wir je hatten", sagte die deutsche Stabhochspringerin aus Schwerin, die im Finale am Freitag (Ortszeit) Neunte wurde. "Für diejenigen, die das erste und vielleicht einzige Mal bei Olympia gewesen sind, ist das traurig."

Ob es der Transport zu den Sportstätten sei, die allgemeine Sicherheitslage oder die fehlende Stimmung in den Arenen - "es ist nicht so wie vor vier Jahren" in London", betonte die Athletin. "Das, was man hier in den letzten Tagen mitbekommen hat, war nicht so erfreulich." Sie könne nicht verstehen, "warum man bei dieser Sicherheitslage die Spiele hierher vergeben konnte. Das hat nichts mit dem olympischen Gedanken zu tun."

+++ 19. August: IOC ermittelt gegen Lochte - und bildet Sonderkommission +++

Das Internationale Olympische Komitee hat eine Disziplinarkommission gebildet, um das Verhalten von vier US-Schwimmern in der Affäre um einen vermeintlichen Überfall zu untersuchen. Das teilte IOC-Sprecher Mark Adams am Freitag der Nachrichtenagentur AP mit und nannte keine weiteren Details. Ein Quartett um Olympiasieger Ryan Lochte hatte angegeben, in Rio de Janeiro überfallen worden zu sein. Videoaufnahmen zeigten aber einen anderen Verlauf des Besuchs einer Tankstelle. Daraufhin entschuldigten sich Lochte und das Olympische Komitee der USA bei den brasilianischen Olympia-Gastgebern für das "Fehlverhalten". 

+++ 19. August: IOC disqualifiziert drei Russen wegen Dopings von Peking-Spielen 2008 +++

Drei russische Leichtathleten sind nachträglich wegen Dopings von den Sommerspielen 2008 in Peking disqualifiziert worden, wie das Internationale Olympische Komitee am Freitag in Rio de Janeiro mitteilte. Unter ihnen ist 400-Meter-Läuferin Anastasija Kapatschinskaja, die mit der Staffel Silber gewonnen hatte.

+++ 19. August: Spanien macht's spannend, aber US-Basketballer im Finale +++

Die US-Basketballer hatten reichlich Mühe, aber sie stehen nach dem Halbfinalsieg über Lieblingsgegner Spanien kurz vor ihrem dritten Olympia-Triumph in Serie. Wie schon in den Endspielen 2008 und 2012 bezwang das Team um Superstar Carmelo Anthony die Iberer und trifft nach dem knappen 82:76 (45:39) auf den Sieger der Partie zwischen Australien und Serbien. Bester US-Werfer am Freitag in Rio de Janeiro war Distanzschütze Klay Thompson mit 22 Punkten. Die Amerikaner feierten den 24. Sieg bei Olympia nacheinander und verbesserten die Sommerspiele-Bilanz gegen Spanien auf 12:0. Für den Europameister waren 23 Zähler des überragenden Pau Gasol zu wenig.

+++ 19. August: Springreiterin Michaels-Beerbaum gibt im Finale auf +++

Die Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum hat beim Einzel-Finale in Rio de Janeiro aufgegeben. Die 46-Jährige aus Thedinghausen hatte bereits am ersten Sprung mit Fibonacci einen Abwurf und wäre fast von ihrem Pferd gefallen. Kurz danach gab sie das Zeichen, dass sie nicht mehr weiterreitet. So ein harter Fehler", lautete die Selbstkritik der Reiterin. "Mit so etwas hatte ich nicht gerechnet", gab sie zu: "Gott sei Dank gibt es nur die Enttäuschung und keine Verletzung. Das Pferd ist gesund und fit" Die Reiterin aus Thedinghausen zeigte sich einsichtig: "Ich wollte wohl zu viel. Ich habe zu spät gemerkt, dass die Distanz zum ersten Hindernis nicht stimmt." Über ihr Pferd sagte sie: "Er hat mich böse angeschaut."

+++ 19. August: Kanute Brendel löscht Gedopten aus Siegerfoto +++

Da ist aber einer richtig sauer. Sebastian Brendel, Olympiasieger im Einer-Canadier über 1000 Meter, hat ein neues Siegerfoto auf Facebook gepostet. Doch dort, wo im Original Bronzemedaillen Gewinner Serghei Tarnovschi über Brendels Schulter schaut, klafft nun ein schwarzes Loch. "Ich muss mein Foto von Dienstag aktualisieren. Ich bin wütend und hoffe das es für solche Personen keinen Platz mehr im Sport gibt.", schreibt Brendel dazu. Der Grund für Brendels Ärger: Tarnovschi wurde wegen einer positiven
Wettkampfprobe suspendiert.

+++ 19. August: Hockey-Herren fliegen aus Deutschem Haus +++

Ganz so rauschend und ausartend wie die Gold-Fete auf der MS Deutschland vor vier Jahren lief die diesjährige Bronze-Party der deutschen Hockey-Herren wohl nicht ab. Die als Feierbiester bekannten Männer sangen, brüllten, tanzten und tranken am Donnerstagabend (Ortszeit) im Deutschen Haus in Rio de Janeiro zwar bis in die frühen Morgenstunden. "Wir haben uns vorgenommen, das Haus stehen zu lassen", verriet Mathias Müller grinsend auf der Bühne.

Doch um vier Uhr morgens war es dann vorbei mit der Party - sehr zum Leidwesen von Moritz Fürste. Der scheidende Kapitän des Hockey-Teams ließ seinen Unmut auf Twitter ab: "Das war einmal gar nichts, DOSB. Ein deutsches Haus, das die Athleten rausschmeißt. Das muss uns einer erklären."

Anscheinend hatte das Personal keine Lust auf noch mehr Überstunden. Denn eigentlich schließt das Deutsche Haus um zwei Uhr morgens. Und vielleicht ist es auch nur dem Rauswurf zu verdanken, dass es bisher keine Berichte über Sachschäden am Deutschen Haus gibt.

+++ 18. August: 15-jährige Chinesin Ren Qian Olympiasiegerin vom Turm +++

Die erst 15-jährige Chinesin Ren Qian ist Olympiasiegerin im Turmspringen. Sie holte sich am Donnerstag (Ortszeit) Gold mit 439,25 Punkten vor ihrer 17 Jahre alten Teamkollegin Si Yajie, die auf 419,40 Punkte kam. Ren Qian kürte sich zur zweitjüngsten Olympiasiegerin in dieser Disziplin. Nur Fu Mingxia war 1992 mit 13 Jahren jünger. Die Kanadierin Meaghan Benfeito gewann Bronze mit 389,20 Punkten.

Damit haben die Chinesen sechs von bislang sieben Goldmedaillen bei den olympischen Wassersprung-Wettbewerben in Rio gewonnen. Die 15-jährige Berlinerin Elena Wassen schied als Halbfinal-17. aus. Für London-Halbfinalistin Maria Kurjo war der Vorkampf Endstation.

+++ 18. August: Moldauer Rennkanute nach Bronzefahrt wegen Dopings suspendiert +++

Rennkanute Serghei Tarnovschi aus Moldau ist als zweiter Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Rio des Dopings überführt worden. Der Dritte im Canadier-Einer über 1000 Meter wurde am Donnerstag wegen einer positiven Wettkampfprobe suspendiert. Kurz zuvor war dem kirgisischen Gewichtheber Isat Artykow wegen Dopings die Bronzemedaille in der Kategorie bis 69 Kilogramm aberkannt worden. Tarnovschi hatte am vergangenen Dienstag hinter Olympiasieger Sebastian Brendel aus Potsdam und dem Brasilianer Isaquias Queiroz dos Santos Bronze gewonnen.

+++ 18. August: Kirgisischer Gewichtheber verliert Bronzemedaille +++

Der kirgisische Gewichtheber Isat Artykow ist als erster Medaillengewinner der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro des Dopings überführt worden. Dem 22-Jährigen wird Bronze in der Kategorie bis 69 Kilogramm aberkannt, teilt der Internationale Sportgerichtshof CAS mit. Wie es heißt, wurde der Kirgise positiv auf das verbotene Alkaloid Strychnin getestet. Artykow wurde von den Spielen in Rio ausgeschlossen. Wem die Bronzemedaille nun zugesprochen wird, ist nun Sache des Gewichtheber-Verbandes und des Internationalen Olympischen Komitees. Üblicherweise dürfte der Viertplatzierte des Wettbewerbs nachrücken. Dabei handelt es sich um den Kolumbianer Luis Javier Mosquera Lozano.

+++ 18. August: Hockey-As Moritz Fürste verlässt die Nationalmannschaft +++

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft muss künftig ohne ihren Kapitän Moritz Fürste auskommen. "Heute werde ich das letzte Mal im Nationaltrikot auflaufen. Ein letztes Mal alles geben um für Deutschland, das Team und für mich eine olympische Medaille zu gewinnen", schreibt der 31-Jährige in einer längeren Erklärung auf seiner Facebook-Seite, die er vor dem Bronze-Match gegen die Niederlande verfasst hat:

+++ 18. August: Deutsche Sprinterinnen im Staffel-Finale +++

Die deutsche Sprintstaffel der Frauen hat sich für das Finale über 4 x 100 Meter qualifiziert. Tatjana Pinto (Paderborn), Rebekka Haase (Erzgebirge), Gina Lückenkemper (Dortmund) und Lisa Mayer (Langgöns/Oberkleen) schlossen ihr Halbfinale in 42,18 Sekunden sogar als Erste ab. Das deutsche Quartett profitiegrgrte allerdings auch von einem fatalen Übergabefehler der USA, die in London 2012 Gold gewonnen hatte, und nun überraschend ausschied. "In der Staffel kann viel passieren. Mal geht es hoch, mal runter. Heute ging es hoch", resümierte Pinto i

+++ 18. August: Deutsche Hockey-Herren holen Bronze +++

Deutschlands Hockey-Herren haben bei den Olympischen Spielen in Rio die Bronzemedaille gewonnen. Die DHB-Auswahl setzte sich am Donnerstag im Spiel um Platz drei gegen die Niederlande mit 4:3 im Penaltyschießen durch.

+++ 18. August: David Storl nur mit Mühe im Kugelstoß-Finale +++

Europameister David Storl aus Leipzig hat den Medaillenkampf der Kugelstoßer bei den Olympischen Spielen in Rio erreicht. Der 26 Jahre alte Olympia-Zweite von 2012 überstand die Qualifikation mit 20,47 Meter, die er im ersten Versuch schaffte. Allerdings musste er bis zuletzt um den Finaleinzug bangen und wurde am Ende Zehnter. Ausgeschieden ist Tobias Dahm vom VfL Sindelfingen, der mit 19,62 Meter nur den 22. Platz erreichte.

+++ 18. August: Springreiter Beerbaum beendet internationale Karriere +++

Springreiter Ludger Beerbaum wird noch dieses Jahr aus der deutschen Nationalmannschaft zurücktreten. "Ich habe nach reiflicher Überlegung entschieden, dass das meine letzten Spiele waren", sagte der 52-Jährige am Donnerstag bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. "Ich mache Platz für junge Leute." Diese Entscheidung habe er mit Bundestrainer Otto Becker getroffen.

Er wolle noch beim Nationenpreis Ende September in Barcelona für Deutschland reiten, sagte Beerbaum. Ein Karriereende sei aber noch nicht geplant. "Nein das ist nicht die Absicht", betonte der Profi aus Riesenbeck. Nach vier Goldmedaillen zwischen 1988 und 2000 hatte Beerbaum zuvor in Rio Bronze mit dem deutschen Team gewonnen. Den Sprung in die Einzel-Konkurrenz hatte er jedoch verpasst, da nur drei Reiter pro Nation starten dürfen.

+++ 18. August: Russland will nicht länger an Wada zahlen +++

Russland hat im Doping-Skandal mit der Einstellung seiner Zahlungen an die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada gedroht, sollte die nationale Anti-Doping-Agentur Rusada nicht rehabilitiert werden.
"Wenn unsere Organisation nicht bald wieder aufgenommen wird, welchen Sinn ergibt es dann für uns zu zahlen?", fragte Sportminister Witali Mutko am Donnerstag in Moskau. Solange die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro noch laufen, wolle er aber nicht weiter darauf eingehen, sagte er der Agentur R-Sport.

Die Wada finanziert sich zu einem Großteil aus Beiträgen der Regierungen der Mitgliedsländer. Details über Russlands Anteil lagen zunächst nicht vor. 2014 hatte Russland nach Wada-Angaben aber einen Zuschuss von rund 400.000 US-Dollar gezahlt.

Wegen der massiven Doping-Vorwürfe hatte die Wada im November 2015 Rusada suspendiert und dem Doping-Kontrolllabor in Moskau die Lizenz entzogen. Britische Experten kontrollieren inzwischen die Arbeit der Rusada.

+++ 17. August: Basketball: Team USA zieht souverän ins Halbfinale ein +++

Das Team der US-amerikanischen Basketballer zieht mit einem souveränen 105:78 gegen Argentinien ins Halbfinale ein. Spieler des Spiels beim "Dream Team" war Kevin Durant mit 27 Punkten, sieben Rebounds und sechs Assists.

+++ 17. August: Beerbaum deutet Karriereende an +++

Springreiter Ludger Beerbaum hat das Ende seiner Karriere angedeutet. "Da kommt nicht mehr viel, wenn überhaupt", sagte der 52-Jährige am Mittwoch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Aber es gebe "noch keinen Abgesang". Der Profi aus Riesenbeck hatte zuvor in Rio nach vier Goldmedaillen zwischen 1988 und 2000 Bronze mit dem deutschen Team gewonnen. "Noch einmal mit grauen Haaren dabei zu sein und eine Medaille zu gewinnen, das tut ganz gut", sagte der älteste aller deutschen Olympia-Sportler.

+++ 17. August: Deutsche Handballer im Olympia-Halbfinale nach Sieg gegen Katar +++

Die deutschen Handballer sind in das Halbfinale des olympischen Turniers in Rio de Janeiro eingezogen. Die Europameister setzten sich am Mittwoch im Viertelfinale gegen den WM-Zweiten Katar klar mit 34:22 (16:12) durch. Gegner in der Vorschlussrunde am Freitag ist Olympiasieger und Weltmeister Frankreich. Die Franzosen hatten zuvor Gastgeber Brasilien mit 34:27 ausgeschaltet.

+++ 17. August: Deutsche Damen scheitern im Hockey-Halbfinale +++

Nach den Hockey-Herren haben auch die deutsche Damen den Einzug in das Finale bei den Olympischen Spielen nicht geschafft. Gegen Weltmeister und London-Olympiasieger Niederlande verlor der Weltranglisten-Neunte am Mittwoch im Penaltyschießen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden.

Im ersten Olympia-Halbfinale der Deutschen seit 2008 war nur Lisa-Marie Schütze mit einem Treffer erfolgreich (11. Minute). Im Spiel um Bronze trifft die Auswahl am Freitag (17.00 Uhr/MESZ) auf Großbritannien oder Neuseeland. Die Herren hatten in der Vorschlussrunde eine klare Niederlage gegen Argentinien hinnehmen müssen und treffen am Donnerstag im Spiel um Bronze auf die Niederlande. 

+++ 17. August: Hambüchen wird Vertretungslehrer in Koblenz +++

Große Aufregung im Koblenzer Asterstein-Gymnasium: Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen wird im Herbst einen Lehrer-Job an der Schule annehmen. "Vor und nach den Herbstferien werde ich dort als Vertretungslehrer eingesetzt. Den Job hat mir ein Kumpel vermittelt, und ich werde das als Praktikum nutzen", berichtete Hambüchen. "Ich freue mich darauf, das wird eine ganz neue Erfahrung", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Er wird ganz normalen Sportunterricht geben. Geräteturnen wird dabei gar keine so große Rolle spielen", sagte Wolfram Krauß, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums. Die Schüler seien voller Vorfreude.

+++ 17.August: Abele startet mäßig in olympischen Zehnkampf +++

Medaillenkandidat Arthur Abele hat einen mäßigen Start in den olympischen Zehnkampf erwischt. Der 30-Jährige Ulmer sprintete die 100 Meter in Rio de Janeiro in 10,87 Sekunden. Den Lauf gewann der in dieser Saison länger verletzte WM-Dritte Rico Freimuth aus Halle/Saale in 10,73 Sekunden. Topfavorit Ashton Eaton aus den USA lief die 100 Meter in 10,46 Sekunden.

Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied kam mit 10,78 Sekunden als Vierter in den Wettkampf. Abele liegt in der diesjährigen Weltbestenliste mit 8605 Punkten hinter dem Weltrekordler und Olympiasieger Eaton aus den USA (8750). Der Kanadier Damian Warner (10,30 Sekunden) übernahm mit 1023 Punkten erst einmal die Führung vor Eaton.

+++ 17. August: Läuferin hilft gestürzter Konkurrentin ins Ziel +++

Gewinnen ist nicht alles: Im zweiten Halbfinale der Frauen über 5000 Meter halfen sich am Dienstag die Neuseeländerin Nikki Hamblin und US-Athletin Abbey D'Agostino nach einem Sturz ohne Rücksicht auf die eigenen Chancen, das Rennen zu beenden. Hamblin war gestürzt und hatte im Pulk D'Agostino unfreiwillig zu Fall gebracht. D'Agostino habe ihr gesagt, sie müsse aufstehen und weiterlaufen, sagte Hamblin, wie die "Washington Post"
berichtete
. "Dieses Mädchen, das ist der olympische Geist."

D'Agostino zog sich dem Anschein nach eine Knieverletzung zu, setzte - unterstützt von Hamblin - unter Schmerzen ihren Lauf fort. An der Ziellinie fielen sich die Beiden in die Arme. Die Rennrichter entschieden, dass beide Läuferinnen beim Finale am Freitag antreten dürfen, meldete die "Post". Internationale Medien und soziale Netzwerke feierten diesen Moment. Es seien die "bislang bewegendsten" Bilder dieser Wettkämpfe, schrieb etwa "USA Today".

+++ 17. August: Henzes Organe retten Menschenleben +++

Herz, Leber und beide Nieren des verstorbenen Kanuslalom-Trainers Stefan Henze wurden schwer kranken Patienten transplantiert. Das bestätigte die Gesundheitsbehörde des Bundeslandes Rio de Janeiro laut übereinstimmenden Medienberichten. "Damit hat er vier Menschenleben gerettet",  sagte Sprecherin Roberta Napolis laut "Bild" und "Süddeutsche Zeitung". "Die Familie des Deutschen hat eine Geste enormer Großzügigkeit gezeigt", zitierte die brasilianische Zeitung "O Globo" den Chefchirurgen Alexandre Siciliano, der die Herztransplantation durchgeführt hatte.

Henze war an den Folgen eines Autounfalls in Rio de Janeiro verstorben.

+++ 16. August: Wasserspringer Patrick Hausding: Bronzemedaille vom 3-Meter-Brett +++

Der deutsche Rekordeuropameister Patrick Hausding hat im Finale vom Drei-Meter-Brett die Bronzemedaille geholt.

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+++ 16. August: Boxer Harutyunyan hat Olympia-Bronze sicher +++

Boxer Artem Harutyunyan hat bei Olympia in Rio de Janeiro mindestens Bronze sicher. Der Halbweltergewichtler besiegte im Viertelfinale am Dienstag den Türken Batuhan Gözgec und holte damit die erste Olympia-Medaille seit zwölf Jahren für den Deutschen Boxsport-Verband.

+++ 16. August: Deutschlands Fußball-Frauen spielen gegen Schweden um Gold +++

Deutschlands Fußball-Frauen haben mit einem Jubiläumssieg den historischen Einzug ins Olympia-Finale perfekt gemacht und spielen bei der Abschiedsvorstellung von Bundestrainerin Silvia Neid erstmals um Gold. Auf dem Weg ins Endspiel gegen Brasilien-Bezwinger Schweden im legendären Maracanã-Stadion von Rio besiegte der Europameister am Dienstag Kanada mit 2:0 (1:0) und feierte damit den 300. Erfolg der Länderspiel-Geschichte. An der Stätte des magischen 7:1-Sieges der Männer vor zwei Jahren im WM-Halbfinale gegen Brasilien ließen Melanie Behringer mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 21. Minute und Sara Däbritz (59.) nun auch die deutschen Frauen jubeln.

2000 in Sydney, 2004 in Athen und 2008 in Peking hatte die DFB-Auswahl jeweils Bronze gewonnen. Vor vier Jahren in London war der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister nur Zaungast. Dem ersehnten Olympiasieg steht nun nur noch Schweden im Weg. Die Skandinavierinnen setzten sich im Elfmeterschießen gegen Gastgeber Brasilien mit 4:3 durch und warfen damit nach Weltmeister USA den zweiten Topfavoriten aus dem Turnier. 

+++ 16. August: Sieg gegen Brasilien: Beachvolleyballerinnen spielen um Gold +++

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst stehen an der Copacabana im Endspiel des olympischen Beachvolleyball-Turniers.
Die Europameisterinnen aus Hamburg gewannen am Dienstag im Halbfinale von Rio de Janeiro gegen die topgesetzten Brasilianerinnen Larissa/Talita vor 11 000 Zuschauern mit 2:0 (21:18, 21:12). Damit spielt erstmals ein deutsches Beach-Frauenteam bei Olympischen Spielen um die Goldmedaille.

Ludwig/Walkenhorst treffen im Finale in der Nacht zum Donnerstag (05.00 Uhr/MESZ) auf Kerri Walsh Jennings umd April Ross aus den USA oder Agatha und Barbara aus Brasilien. Vor vier Jahren in London waren Julius Brink und Jonas Reckermann Olympiasieger geworden.

+++ 16. August: Deutschland unterliegt Argentinien im Hockey-Halbfinale +++

Die deutschen Hockey-Herren stehen erstmals seit 2004 nicht im Finale des olympischen Turniers. Der Olympiasieger unterlag im Halbfinale in Rio 2:5 (0:3) gegen Argentinien. Damit bleibt nur die Chance auf Bronze. Im Spiel um Platz drei trifft Deutschland am Donnerstag (17.00 Uhr/MESZ) auf die Niederlande oder Belgien. Schon zur Halbzeit lagen die deutschen Herren am Dienstag 0:3 zurück. Erstmals seit zwölf Jahren gab es in einem Olympia-Entscheidungsspiel wieder eine Niederlage. Zuletzt hatten die Hockey-Herren im Halbfinale 2004 in Athen gegen die Niederlande verloren.

+++ 16. August: Gedenkfeier für Stefan Henze +++

Der Deutsche Kanu-Verband will zusammen mit Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes und Sportlern am Dienstagnachmittag eine Trauerfeier für den gestorbenen Kanu-Slalom-Trainer Stefan Henze abhalten. Sie soll nach DKV-Angaben um 16.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) im olympischen Dorf von Rio de Janeiro beginnen. Teilnehmen soll auch das Rennsport-Team der deutschen Paddler. Henze war Disziplintrainer bei der davon losgelösten Slalom-Mannschaft. Auf Bitten des DOSB wird das Internationale Olympische Komitee am elften Wettkampftag alle deutschen Fahnen zudem auf halbmast setzen.

+++ 16. August: Shaunae Miller gewinnt Gold über 400 Meter mit Hechtsprung +++

Was tun, wenn es kurz vor dem Ziel eng wird mit dem Sieg? Wie wär's mal mit einem Hechtsprung - dachte sich wohl Shaunae Miller von den Bahamas. Sie führte das Rennen über die 400 Meter an, doch US-Athletin Allyson Felix, selbst bereits vierfache Olympiasiegerin, kam immer näher heran und holte Miller auf den entscheidenden Metern ein. Miller entschied sich für den Sprung über die Ziellinie - und holte Gold in 49.44 Sekunden. Felix lag minimal dahinter und kam bei 49,51 Sekunden ins Ziel.

+++ 16. August: Bulgare wegen Angriff auf Zimmermädchen verhört +++

Wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf mehrere Zimmermädchen im Olympischen Dorf in Rio de Janeiro ist ein bulgarischer Sportler von der Polizei verhört worden. Die Polizei in der brasilianischen Metropole teilte am Montag mit, sie habe Ermittlungen eingeleitet gegen "einen Athleten der bulgarischen Delegation", der mehrere Zimmermädchen verletzt haben soll.

Eines der mutmaßlichen Opfer sagte den Angaben zufolge bei der Polizei aus, der Vorfall habe sich ereignet, als sie und ihre Kolleginnen das Zimmer des Bulgaren reinigen wollten. Der Sportler habe die Frauen aufgefordert, sein Zimmer zu verlassen. Dann habe er eine Frau geschlagen und sei anschließend auch auf die anderen losgegangen. Den Namen des Sportlers nannte die Polizei nicht.

Der Bulgare ist nicht der erste Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele in Rio, gegen den die Polizei ermittelt. Die Boxer Hassan Saada aus Marokko und Jonas Junias Jonas aus Namibia waren einige Tage lang wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung festgehalten worden. Der Marokkaner wurde am Mittwoch vergangener Woche vorläufig freigelassen, unter der Auflage, sich seinen mutmaßlichen Opfern nicht mehr zu nähern. Der Namibier kam am Donnerstag auf freien Fuß.

+++ 16. August: Julia Stepanowa fürchtet um das Leben ihrer Familie +++

Nach einem Hackerangriff auf die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat die russische Doping-Informantin Julia Stepanowa Angst um ihr Leben. "Wenn uns etwas passiert, dann müssen Sie wissen, dass es kein Unfall war", sagte sie am Montag in einer Videokonferenz, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Sie und ihr Mann würden alles unternehmen, um in Sicherheit zu bleiben.
"Uns ist aber klar, dass, wenn uns jemand wirklich etwas antun wollte, würden sie damit wahrscheinlich Erfolg haben."

Stepanowa und ihr Mann Witali halten sich nach den Enthüllungen über systematisches Doping in der russischen Leichtathletik an einem unbekannten Ort auf. Nach Angaben der WADA hatte der Hacker-Angriff dem Konto Stepanowas im Athletensystem ADAMS gegolten. Jemand hatte sich illegal das Passwort zu Stepanowas Konto verschafft.

Mit einem ADAMS-Zugang können Hinweise auf den Aufenthaltsort abgerufen werden, da die Athleten ihre Kontaktdaten in das System eingeben, damit sie für Dopingkontrollen erreichbar sind.

Die Aussagen der 800-Meter-Läuferin hatten maßgeblich dazu beigetragen, dass WADA-Ermittler Beweise für die Doping-Praktiken zusammentragen konnten. Auf Grundlage dieses Berichts waren die russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio ausgeschlossen worden.

 

+++ 16. August: Argentinien feiert Olympia-Zweiten del Potro +++

Argentinien feiert Olympia-Silbermedaillengewinner Juan del Potro. Ein Traum sei für ihn wahr geworden, sagte der Tennis-Star am Montag (Ortszeit). Bereits auf dem Flug von Brasilien nach Buenos Aires wurde er bejubelt und am Flughafen von begeisterten Fans empfangen. Die Erfahrungen in Rio seien toller gewesen, als er sich das anfangs vorgestellt hatte: "Vor allem, als ich gesehen habe, dass ich gegen Novak Djokovic spielen werde."

Del Potro besiegte die Nummer eins der Welt in der ersten Runde und schlug Rafael Nadal im Semifinale, bevor er sich in einem spektakulären Endspiel Andy Murray geschlagen geben musste. Der Argentinier war nach einer langen Verletzungspause zurückgekehrt.
"Das waren sehr schwierige Tage ... Vor 14 Monaten lebte ich in einem Alptraum und jetzt ist es, als ob ein Traum wahr geworden sei."

+++ 15. August: Tischtennis-Männer scheitern im Halbfinale: Chance auf Bronze +++

Deutschlands Tischtennis-Herren haben bei den Olympischen Spielen nur noch die Chance auf die Bronze-Medaille im Teamwettbewerb. Die Auswahl um Fahnenträger Timo Boll scheiterte am Montag in Rio de Janeiro im Halbfinale an Japan und verpasste den Sprung ins Endspiel. Gegen den Vize-Weltmeister verloren Boll, Dimitrij Ovtcharov und Bastian Steger mit 1:3. Gegner im Spiel um Bronze ist am Mittwoch (Ortszeit) Südkorea oder Olympiasieger China.

+++ 15. August: Kamera stürzt in Olympiapark ab - sieben Verletzte +++

Im Olympiapark in Rio de Janeiro ist am Montag eine Panoramakamera abgestürzt und hat sieben Menschen meist leicht verletzt. Wie der Sprecher des Organisationskomitees der Sommerspiele, Mario Andrada, sagte, wurden die zwei Verletzten, die ins Krankenhaus gebracht worden waren, wieder entlassen. Ein Video des Portals "O Globo" zeigte, wie sich die Kamera, die an Stahlseilen in der Luft befestigt war, löste und herunterfiel. Zwei Frauen waren mit verletztem Arm und blutverschmiertem Gesicht zu sehen. Die mobile Kamera wird für Aufnahmen des Olympiaparks vom olympischen Fernsehservice (OBS) eingesetzt, hieß es. Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Arena Carioca 1 im Olympiapark. 

+++ 15. August: Bahnrad: Südkoreaner Park stürzt im Omnium schwer +++

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ist der Bahnrad-Mehrkampf Omnium am Montag von einem schweren Sturz im abschließenden Punktefahren überschattet worden. Dabei erwischte es den Südkoreaner Sanghoon Park am schlimmsten. Er musste mit der Trage abtransportiert werden. Das Rennen wurde bei noch 99 ausstehenden Runden kurzzeitig neutralisiert. Auch der bis dato Führende Elia Viviani kam zu Fall, der Italiener konnte aber weiterfahren.

+++ 15. August: Stefan Henze gestorben +++

 Kanu-Trainer Stefan Henze ist an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls am Rande der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gestorben. Der Deutsche Olympische Sportbund bestätigte am Montag den Tod des 35 Jahre alten Hallensers, der als Assistenzcoach der Slalom-Kanuten bei den Sommerspielen in Rio dabei war. "Wir sind unendlich traurig an diesem Tag", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. "Worte können nicht annähernd beschreiben, was wir im Olympia-Team nach diesem schrecklichen Verlust empfinden."

Der 35 Jahre alte Henze hatte bei dem Unfall in einem Taxi am Freitag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seitdem lag er in einer neurochirurgischen Spezialklinik. Henzes Eltern und sein Bruder waren nach Rio gereist. Der Hallenser sei im Beisein seiner Familie seinen schweren Kopfverletzungen erlegen, teilte der DOSB mit. "Wir wissen: Stefans eigene olympische Gedanken leben in vielen Menschen weiter", wurde die Familie zitiert.

+++ 15 August: Rio-Organisatoren entschuldigen sich wegen Überfalls bei Lochte +++

Die Organisatoren der Olympischen Spiele haben sich bei US-Schwimmer Ryan Lochte und drei seiner Teamkollegen wegen eines Überfalls entschuldigt. Mario Andrada, Sprecher des Organisationskomitees, sagte am Montag in Rio de Janeiro, es sei bedauerlich, dass die Athleten der Gewalt so nah gekommen seien. "Wir bedauern, das Gewalt weiter ein Thema dieser Spiele ist", sagte Andrada. Neue Erkenntnisse der Polizei zu den Tätern hatte er nicht. Die vier US-Schwimmer waren am Sonntag mit dem Taxi auf dem Weg zum olympischen Dorf. Sie wurden von Unbekannten, die sich als Polizisten ausgaben, angehalten und mit Waffen bedroht. Die Räuber nahmen den Schwimmern Geld und andere Wertsachen ab. Die Sicherheit in der Millionen-Metropole ist seit Beginn der Spiele die größte Herausforderung für die Organisatoren.

+++ 15. August: Kanute Hoff zieht ins Finale ein +++

Kanu-Medaillenanwärter Max Hoff hat das olympische Finale im Kajak-Einer über 1000 Meter erreicht. Der London-Bronzegewinner schaffte am Montag in Rio de Janeiro als Zweiter seines Halbfinals den Sprung in den Endlauf am Dienstag. 

+++ 15. August: Hammerwerferin Heidler schrammt knapp an Medaille vorbei +++

Hammerwerferin Betty Heidler ist die erhoffte Olympia-Medaille zum Abschluss ihrer Karriere verwehrt geblieben. Die Berlinerin musste sich am Montag in Rio de Janeiro mit 73,71 Metern mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Die Polin Anita Wlodarczyk kürte sich mit dem Weltrekord von 82,29 Metern zur Olympiasiegerin. Die 31 Jahre alte Weltmeisterin verbesserte ihre eigene Bestmarke aus dem Vorjahr um 1,21 Meter und verwies die Chinesin Zhang Wenxiu (76,75) deutlich auf Rang zwei. Bronze holte Sophie Hitchon aus Großbritannien mit 74,54 Metern.

+++ 15. August: Tischtennis-Frauen im Olympia-Endspiel gegen Favorit China ++++

Die deutschen Tischtennis-Frauen müssen im Finale des Teamwettbewerbs bei den Olympischen Spielen am Dienstagabend (Ortszeit) gegen Favorit China antreten. Die an Nummer eins gesetzten Asiatinnen setzten sich am Montag im Halbfinale gegen Singapur mit 3:0 durch. China, bereits 2008 in Peking und 2012 in London Olympiasieger mit der Mannschaft, gab in der Partie nur einen einzigen Satz ab

+++ 15. August: Krause läuft deutschen Rekord - Hindernis-Gold für Jebet ++++

Europameisterin Gesa Felicitas Krause ist im olympischen Finale über 3000 Meter Hindernis auf den sechsten Platz gelaufen. Die 24-jährige WM-Dritte aus Frankfurt verbesserte dabei am Montag in Rio den deutschen Rekord auf 9:18,41 Minuten. Die alte Bestmarke hielt seit 2009 Antje Möldner-Schmidt in 9:18,54 Minuten. Olympia-Gold holte sich Ruth Jebet aus Bahrain in der Weltklassezeit von 8:59,75 Minuten vor Weltmeisterin Hyvin Kiyeng Jepkemoi aus Kenia (9:07,12) und der US-Amerikanerin Emma Coburn, die 9:07,63 Minuten schnell war

+++ 15. August: Härle gute Sechste im Freiwasser +++

Isabelle Härle hat bei ihrer olympischen Premiere im Freiwasser einen guten sechsten Platz über 10 Kilometer belegt. Die Essenerin konnte am Montag an der Copacabana von Rio am Ende dem immer höheren Tempo der Favoritinnen nicht mehr folgen. Der Olympiasieg ging nach knapp zwei Stunden an die WM-Zweite Sharon van Rouwendahl aus den Niederlanden. Weltmeisterin Aurelie Muller aus Frankreich schlug zunächst als Zweite an, wurde dann aber disqualifiziert. So holte Europameisterin Rachele Bruni aus Italien Silber vor der Japanerin Poliana Okimoto

+++ 15. August: Kanu-Ass Brendel steht im Finale +++

Kanu-Ass Sebastian Brendel hat sich bei den Olympischen Spielen im Canadier-Einer über 1000 Meter vorzeitig fürs Finale qualifiziert. Der 28 Jahre alte Potsdamer gewann am Montag auf der Lagoa Rodrigo de Freitas in Rio de Janeiro seinen Vorlauf und schaffte damit den direkten Sprung in den Endlauf. Weltmeister Brendel gilt als einer von mehreren Gold-Anwärtern der deutschen Rennsport-Paddler. Das olympische Finale im Canadier-Einer steht am Dienstag (14.08 Uhr) an. In den zwölf Rennsport-Disziplinen will der Deutsche Kanu-Verband insgesamt mindestens sechs Medaillen gewinnen.

+++ 15. August: Klischina darf als einzige russische Leichtathletin starten +++

Die Weitspringerin Darja Klischina darf doch als einzige russische Leichtathletin an den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro teilnehmen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab dem Einspruch der Athletin gegen einen Ausschluss durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF statt.

+++ 14. August: Lauf-Star Mo Farah holt drittes Olympia-Gold +++

Großbritanniens Läufer-Held Mo Farah ist zu seinem dritten Olympia-Gold gerannt. Der gebürtige Somalier siegte am Samstagabend (Ortszeit) in Rio de Janeiro wie schon vor vier Jahren in London über 10 000 Meter. In einem packenden Finish ließ er Paul Kipngetich Tanui keine Chance und gewann in 27:05,17 Minuten. Der Kenianer holte Silber in 27:05,64 Minuten vor dem deutlich abgeschlagenen Äthiopier Tamirat Tola. Farah ließ sich nicht einmal von einem Sturz in der ersten Rennhälfte von seinem Erfolgskurs abbringen. Er hatte 2012 auch über 5000 Meter gewonnen und ist zudem fünfmaliger Weltmeister. Der 33 Jahre alte Brite kann nun mit dem Finnen Lasse Viren gleichziehen, der 1972 und 1976 jeweils Olympia-Gold über beide Langstrecken erobert hatte. Farahs letzte Niederlage bei internationalen Meisterschaften datiert von der WM 2011 in Daegu/Südkorea. Ein deutscher Läufer hatte sich nicht für Rio qualifizieren können.

+++ 13. August: Favoritin Kristina Vogel scheitert im Keirin-Finale +++

Sie gehörte zu den Top-Favoritinnen, doch Bahnrad-Weltmeisterin Kristina Vogel konnte im Keirin-Finale die eigenen Erwartungen nicht erfüllen. Die 25-Jährige belegte letztlich nur den sechsten Platz. Olympiasiegerin wurde die Niederländerin Elis Ligtlee. Bei den Männern scheiterte Keirin-Weltmeister Joachim Eilers im Viertelfinale des Sprint-Wettbewerbs.

 +++ 13. August: Beachvolleyball-Duo hat Medaillen im Blick +++

Das deutsche Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig und Kira Walkenhorst marschiert in Rio de Janeiro weiter Richtung Medaillen. Die Weltranglisten-Ersten aus Hamburger besiegten nach einer makellosen Vorrunde im Achtelfinale die Schweizerinnen Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré mit 2:0 (21:19, 21:10). Im Viertelfinale treffen die Hamburgerinnen schon am Sonntag auf die Kanadierinnen Sarah Pavan und Heather Bansley, die bisher noch keinen Satz abgegeben haben.

+++ 13. August: Deutsche Fußballer greifen nach den Medaillen +++

Die deutschen Fußballer sind nur noch einen Sieg von einer Medaille bei den Olympischen Spielen entfernt. 28 Jahre nach dem Bronze-Gewinn zog die Mannschaft von DFB-Trainer Horst Hrubesch in Brasilia durch ein verdientes 4:0 (1:0) gegen Portugal ins Halbfinale ein. Dort trifft die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Mittwoch in Sao Paulo auf den Sieger der Partie zwischen Nigeria und Dänemark. Serge Gnabry in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, Weltmeister Matthias Ginter (57.), Davie Selke (75.) und Philipp Max (87.) hielten mit ihren Toren die Medaillen-Hoffnungen am Leben - zumal die Mannschaft ihre bisher beste Leistung im Turnier zeigte.

+++ 13. August: Für Nadal geht's nur noch um Bronze +++

Das olympische Tennisturnier ist bisher kein gutes Pflaster für Favoritin. Im Halbfinale der Herren musste sich Superstar Rafael Nadal überraschend mit 7:5, 4:6, 6:7 (5:7) dem starken Argentinier Juan Martín del Porto geschlagen geben. Der trifft nun im Finale auf den Briten Andy Murray, der sich gegen den Japaner Kei Nishikori mit 6:1, 6:4 durchgesetzt hat. Nishikori und Nadal bestreiten das kleine Finale um die Bronzemedaille.

+++ 13. August: Reitz holt Gold +++

Polizeioberkommissar Christian Reitz hat bereits das dritte Olympia-Gold für die deutschen Sportschützen gewonnen. Der Schnellfeuerspezialist gewann am Samstag bereits seine zweite Olympia-Medaille. Nach Bronze 2008 in Peking holte er sich mit beeindruckender Nervenstärke ganz souverän das ersehnte Gold vor dem Franzose Jean Quiquampoix und dem Chinesen Yuehong Li. "Ich habe immer gesagt, ich will die Medaille, am liebsten eine Farbe, die ich noch nicht habe und am allerliebsten Gold", sagte Reitz. Seine Verlobte Sandra Hornung hatte Tränen in den Augen: "Hammergeil, ich bin sprachlos."

+++ 13. August: Harting gewinnt Gold +++

Diskuswerfer Christoph Harting hat bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro für die erste Gold-Medaille der deutschen Leichathleten gesorgt. Der Bruder von London-Champion Robert verwies am Samstag den Polen Piotr Malachowski und den Wattenscheider Daniel Jasinski auf die Ränge zwei und drei.

Der Berliner Christoph Harting sicherte sich im letzten Durchgang mit der persönlichen Bestleistung von 68,37 Metern Gold - vier Jahre nach dem London-Sieg seines Bruders Robert. Ebenfalls im letzten Versuch holte Jasinski Bronze. Sein Diskus segelte auf 67,05 Meter. Zwischen dem deutschen Duo landete der lange in Führung liegende Malachowski, der mit 67,55 Metern den zweiten Platz belegte.

Für Christoph Hartings Bruder Robert war der Traum von der Titelverteidigung am Vortag geplatzt. Ein Hexenschuss zwang den dreimaligen Weltmeister in die Knie. In der Qualifikation schaffte er es nicht unter die besten zwölf Athleten.

+++13. August: Physiotherapeut der französischen Tennis-Mannschaft gestorben+++

Patrick Bordier, Physiotherapeut des französischen Tennis-Teams, ist am Freitag bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gestorben. Das hat der Präsident des nationalen französischen Olympischen Komitees (CNOSF), Denis Masseglia, mitgeteilt. "Patrick Bordier ist heute Nachmittag auf schreckliche Art und Weise gestorben", so Masseglia. Bordier war seit 2014 Physiotherapeut beim französischen Tennisverband. "Wir haben mit Trauer vom Tod von Patrick Bordier erfahren. All unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und Freunden", twitterte der Verband.

+++13. August: Deutscher Ruder-Achter holt Silber +++

Der Deutschland-Achter hat bei der olympischen Regatta in Rio de Janeiro die Silbermedaille gewonnen. Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbands (DRV) musste sich am Samstag auf der Lagoa Rodrigo de Freitas dem Boot aus Großbritannien geschlagen geben. Bronze ging an die Niederländer.

Maximilian Munski, Malte Jakschik, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Felix Drahotta, Richard Schmidt, Hannes Ocik und Steuermann Martin Sauer holten damit wie 1964 und 1996 Olympia-Silber für den DRV. Gold gab es 1960, 1968, 1988 und 2012. 1976 und 1980 wurde der DDR Olympiasieger.

Mit den beiden Goldmedaillen für die Doppelvierer und Silber für den Achter beendet der DRV die Spiele in Rio mit der gleichen Medaillenausbeute wie London 2012. Vor vier Jahren gab es Gold für den Achter und den Männer-Doppelvierer, Silber für die Frauen im Doppelvierer.

+++ 13. August: Deutsche Handballer im Viertelfinale +++

Die deutschen Handballer haben bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vorzeitig das Viertelfinale erreicht. Der Europameister gewann am Samstag sein viertes Vorrundenspiel gegen Slowenien mit 28:25 (11:12). Mit sechs Punkten aus drei Siegen und einer Niederlage ist die Auswahl des Deutschen Handballbundes vor dem abschließenden Spiel gegen Ägypten am Montag nicht mehr von einem der ersten vier Plätze in der Gruppe zu verdrängen.
Vor rund 5000 Zuschauern in der Future Arena waren Kapitän Uwe Gensheimer (6 Tore), Paul Drux (5) und Tobias Reichmann (5) die besten Werfer der deutsche Mannschaft.

+++ 13. August: Finnischer Gewichtheber Tokola kollabiert nach Wettbewerb +++

Plötzlich kippte er um: Der finnische Gewichtheber Milko Olavi Tokola hatte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in seinem dritten Versuch am Freitag 175 Kilogramm gestoßen und danach vor Freude gebrüllt. Als der 23-Jährige dann die Wettkampfbühne verlassen wollte, verlor er das Bewusstsein und stürzte von dem Podium herunter. "Das ist mir schon länger nicht passiert", sagte der Sportler später.

Es sei nicht das erste Mal gewesen. Wahrscheinlich hätten solche Bewusstseinsverluste bei ihm damit zu tun, dass zu viel Blut vom Gehirn in den Körper gehe, wenn er sehr schwere Gewichte hebe, erklärte der Finne.

Es war ohnehin nicht Tokolas Glückstag in Rio gewesen: Bei seinem zweiten Versuch verletzte sich der blonde Hüne am Knie. Bei dem Wettkampf wurde er Neunter in Gruppe B der Klasse bis 85 Kilogramm.
Trotz allem war er guter Laune - in zwei Wochen will er heiraten - und das sei genauso aufregend wie Olympia. 

+++ 12. August: Kerber hat Medaille sicher +++

Angelique Kerber hat das Endspiel des olympischen Tennis-Turniers erreicht und damit die Silbermedaille sicher. Die Weltranglisten-Zweite besiegte am Freitag in Rio de Janeiro die Amerikanerin Madison Keys 6:3, 7:5. Am Samstag spielt Kerber gegen Überraschungsfinalistin Monica Puig aus Puerto Rico um Gold. Die bisherigen beiden Duelle mit der Weltranglisten-34. hat die Norddeutsche für sich entschieden. 

+++ 12. August: Deutsche Fußball-Frauen stehen im Halbfinale +++

Mit einem Hammertor hat Melanie Behringer die deutschen Fußball-Frauen ins Olympia-Halbfinale geschossen und den Gold-Traum zum Abschied von Bundestrainerin Silvia Neid am Leben erhalten. Mit ihrem Treffer in der 76. Minute bewahrte die Mittelfeldspielerin vom deutschen Meister Bayern München die drückend überlegene DFB-Auswahl beim 1:0 (0:0) im Viertelfinale gegen China vor einer kräftezehrenden Verlängerung. Glück hatten die DFB-Frauen, dass die Chinesinnen kurz vor Schluss einen Strafstoß vergaben. Gegner im Halbfinale ist entweder Favorit Frankreich oder Kanada. 

+++ 12. August: Kanu-Betreuer in schlimmen Unfall verwickelt +++

Stefan Henze, Assistenztrainer der deutschen Slalom-Kanuten bei den Olympischen Spielen, hat sich bei einem schweren Verkehrsunfall in Rio de Janeiro lebensbedrohlich verletzt. Der 35 Jahre alte Disziplintrainer der Kajak-Frauen habe in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten, teilte der Deutsche Olympische Sportbund mit. Bei dem Unfall ebenfalls mit im Auto saß in Christian Käding ein weiterer Teambetreuer der Slalom-Kanuten, der mit leichten Verletzungen davon kam. Die beiden waren in einem Taxi auf dem Rückweg ins Olympische Dorf.

+++ 12. August: Furzgestank im Springer-Becken +++

Die Pannenserie bei den olympischen Schwimmanlagen reißt nicht ab. Die Wasserspringer konnten am Freitag nicht trainieren, weil das Becken gesperrt war. Der deutsche Springer Stephan Feck postete bei Facebook: "An der ganzen Anlage riecht es, als habe jemand gefurzt."

+++ 12. August: Äthiopierin gewinnt Gold mit Weltrekord +++

Die Äthiopierin Almaz Ayana hat mit einem unglaublichen Weltrekord bei Olympischen Spielen Gold über 10.000 Meter gewonnen. Die Weltmeisterin über die 5000 Meter unterbot am Freitag zum Auftakt der Leichtathletik-Wettkämpfe in Rio de Janeiro die 29:31,78 Minuten von Junxia Wang in 29:17,45 Minuten deutlich. Die Bestmarke der Chinesin von 1993 galt als kaum zu toppen. Silber gewann die Kenianerin Vivian Cheruiyot in 29:32,53 Minuten vor Tirunesh Dibaba (29:42,56), die bei den beiden vergangenen Spielen in London gesiegt hatte. Eine deutsche Läuferin war nicht am Start.

+++ 12 August: Gold-Favoritin Schwanitz im Olympia-Finale: 19,18 Meter im Vorkampf +++

Welt- und Europameisterin Christina Schwanitz hat das Kugelstoß-Finale bei den Olympischen Spielen in Rio erreicht. Mit 19,18 Meter übertraf die 30-jährige Chemnitzerin zum Auftakt der Leichtathletik-Wettbewerbe die geforderte Qualifikationsweite von 18,40 Meter locker. Deutlich weiter als die deutsche Gold-Favoritin stieß am Freitag Olympiasiegerin Valerie Adams aus Neuseeland mit 19,74 Meter. Der Endkampf wird in der Nacht zum Samstag (0300 Uhr/MESZ) ausgetragen.

+++ 12 August: Bogenschütze Florian Floto verpasst Viertelfinale +++

Bogenschütze Florian Floto hat bei den Olympischen Spielen das Viertelfinale im Einzelwettbewerb knapp verpasst. Einen Tag nach dem Sensations-Silber durch seine Teamkollegin Lisa Unruh verlor der stark schießende Braunschweiger am Freitag im Achtelfinale gegen den Team-Olympiasieger Bonchan Ku aus Südkorea mit 4:6 und schied als Gesamtneunter aus.

Zuvor hatte der 28 Jahre alte Olympia-Debütant in der Runde der besten 32 im Sambodromo von Rio den Finnen Samuli Piippo mit 6:0 besiegt, danach setzte er sich trotz 0:4-Rückstand gegen Khairal Anuar Mohamad aus Malaysia durch.

+++ 12 August: Rio-Rekord: 7,50 Millionen schauen Bogenschießen +++

Olympia im TV bleibt ein Quotenhit und legt sogar noch zu. 7,50 Millionen Zuschauer (25,6 Prozent) schalteten am Donnerstagabend ab 20.51 Uhr im Zweiten das Bogenschießen in Rio ein. Das ist der bisher beste Zuschauerwert für die diesjährigen Spiele. Zuvor hatten die Judo-Wettkämpfe ab 20.38 Uhr auf demselben Sender 6,55 Millionen (23,1 Prozent) erreicht. Das Erste musste da deutlich kleinere Brötchen backen: Die Wiederholung des Krimis "Mordkommission Istanbul: Rettet Tarlabasi" mit Erol Sander kam ab 20.15 Uhr auf 4,21 Millionen (14,3 Prozent).

+++ 12 August: Schwimmtrainer Spikermann sieht "großen Reformbedarf" +++

Schwimmtrainer Michael Spikermann will die Vorbereitung der deutschen Athleten auf Olympische Spiele verbessern. "Ich denke, es gibt einmal trainingsmethodische Fragestellungen, die aufgeworfen werden müssen", sagte er am Freitag im ZDF-Interview. "Zum anderen gibt es ganz sicher strukturelle Probleme und aus meiner Sicht einen großen Reformbedarf." Dem Deutschen Schwimm-Verband drohen nach Olympia 2012 auch in Rio de Janeiro Spiele ohne Becken-Medaille.

Spikermann trainiert unter anderem die Olympia-Starter Philip Heintz und Sarah Köhler. Er selbst wurde aber nicht als betreuender Coach für die Spiele nominiert. "Ich muss das so hinnehmen", sagte er. "Ich hätte es gerne gemacht."

Eine zentrale Trainingssteuerung des Schwimmverbandes für das deutsche Olympia-Team gebe es nicht. Spikermann hat seine Athleten mit Höhentraining auf die Wettkämpfe in Rio vorbereitet und ist mit der Leistung seiner Schwimmer zufrieden: "Es gibt unterschiedliche Wege, und ich bin erstmal froh, dass unser Weg funktioniert hat."

+++ 12 August: Olympia mit Leichtathletik-Finals am Vormittag - Kritik vom DLV +++

Der Mensch folgt einer inneren Uhr, dem Biorhythmus. Bei den Olympischen Spielen in Rio müssen zahlreiche Topleichtathleten sich umstellen und um die Medaillen an Vormittagen kämpfen. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hält die Ansetzung von 13 Finals in den Morgenstunden für problematisch.

"Ich sehe die Positionierung von olympischen Finals in den Vormittagsstunden nicht unkritisch", sagte Cheftrainer Idriss Gonschinska. Sicherlich seien solche Entscheidungen der Zeitverschiebung und den TV-Übertragungszeiten in Europa geschuldet. "Anderseits sollten die Finals im Sinne der Athleten auch hier in Rio absolut im Fokus der Öffentlichkeit stehen", so Gonschinska.

So wird Diskus-Olympiasieger Robert Harting am Samstag schon um 10.50 Uhr (Ortszeit) in den Ring steigen, wenn er den Endkampf erreicht. Auch die Olympia-Dritte im Hammerwurf, Betty Heidler, müsste nach überstandener Qualifikation am Montagvormittag im Finale ran. Gleiches gilt auch für die Dreispringer oder die Hindernis-Frauen. Gewohnt sind das frühe Aufstehen die Geher und Marathonläufer.

+++ 12 August: Chinesische Schwimmerin positiv auf Doping getestet +++

Die chinesische Olympia-Schwimmerin Chen Xinyi ist positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag unter Berufung auf den chinesischen Schwimmverband CSA berichtete, sei die A-Probe nach einem Test am 7. August positiv ausgefallen. Die 18-Jährige werde demnach die Öffnung der B-Probe beantragen. Chen war in dieser Woche Chinas beste Schwimmerin im Schmetterling-Rennen über 100 Meter, wo sie den vierten Platz belegt hatte. Weitere Details zu der Dopingprobe wurden zunächst nicht bekannt. Chen Xinji sollte in Rio auch noch über die 50 Meter Freistil starten.

+++ 11. August: Deutsche Handballer unterliegen den Gastgebern +++

Die deutschen Handballer haben die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale verpasst. Angetrieben von einem frenetischen Publikum feierte Gastgeber Brasilien einen überraschenden 33:30-Erfolg gegen die Europameister. Es war der erste Sieg der Südamerikaner gegen eine deutsche Mannschaft überhaupt. Brasilien hatte zuvor schon mit einem Sieg gegen Polen aufhorchen lassen. Beide Teams haben weiterhin alle Chancen auf den Einzug in die nächste Runde.

+++ 11. August: Kerber spielt um Medaille +++

Angelique Kerber fehlt nur noch ein Sieg zur Olympia-Medaille. Die Wimbledon-Finalistin gewann am Donnerstag im Viertelfinale in Rio de Janeiro 6:1, 6:2 gegen die Britin Johanna Konta. Damit zog die Nummer zwei der Welt als erste deutsche Tennisspielerin seit Steffi Graf 1992 ins Olympia-Halbfinale ein. Die 28-jährige Kielerin gilt nach dem Aus der Amerikanerin Serena Williams als Gold-Favoritin und spielt am Freitag gegen Madison Keys aus den USA um den Finaleinzug. Die bisher letzte deutsche Einzel-Medaille holte Tommy Haas 2000 mit Silber. Die Schwäbin Laura Siegemund war zuvor im Viertelfinale gescheitert.

+++ 11. August: Zweier-Canadier Anton/Benzien verpassen Medaille +++

Bestzeit im Vorlauf, fehlerfreie Fahrt und doch keine Medaille: Die amtierenden Weltmeister im Canadier-Zweier, Franz Anton und Jan Benzien aus Leipzig, mussten sich im olympischen Finale von Rio mit dem undenkbaren vierten Platz zufrieden geben. Die deutschen Wildwasser-Kanuten sind damit weiter ohne Edelmetall. Olympiasieger wurden das slowakische Paar Skantar/Skantar vor Florence/Hounslow (Großbritannien) und Klauss/Peche (Frankreich).

+++ 11. August: Siegemund scheidet im Tennis-Viertelfinale aus +++

Tennisspielerin Laura Siegemund hat den Einzug in das olympische Halbfinale verpasst und damit die Chance auf eine Medaille vertan. Die 28-Jährige verlor am Donnerstag gegen Monica Puig aus Puerto Rico deutlich mit 1:6, 1:6. Damit sind die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro für die Weltranglisten-32. beendet. Im Doppel war Siegemund mit Anna-Lena Grönefeld in der ersten Runde gescheitert. In Siegemund und Angelique Kerber hatten erstmals seit 1992 zwei deutsche Tennis-Damen die Runde der besten Acht erreicht. Ursprünglich waren die Viertelfinals der Damen am Mittwoch angesetzt gewesen, aber wegen des Regens verschoben worden.

+++ 11. August: ARD-Reporter bleibt trotz Beleidigungen im Einsatz +++

Der ARD-Reporter Carsten Sostmeier ist nach den heftig kritisierten Äußerungen über die Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski weiter im Einsatz. Der TV-Journalist kommentiert wie geplant die olympische Dressur in Rio de Janeiro. Sostmeier arbeitete am Donnerstag nicht auf der Reitanlage, sondern im Studio der ARD. Er war für die Kommentierung des Livestreams im Internet zuständig. 

+++ 11. August: Bahnrad-Sprinter Niederlag fällt komplett aus und reist ab +++

Max Niederlag fällt auch für den Sprint bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben aus und tritt vorzeitig die Heimreise an. Der Chemnitzer laboriert an einem grippalen Infekt und konnte in Rio de Janeiro kaum trainieren. Niederlag war ursprünglich für den Teamsprint am Donnerstagabend vorgesehen, dafür sollte Maximilian Levy aus Cottbus fahren.

Leichte Hoffnung bestand noch auf einen Einsatz im Sprint, aber auch diese Hoffnung zerschlug sich. Fraglich ist noch, wer den zweiten Platz im Sprint neben Levy einnehmen wird. Keirin-Weltmeister Joachim Eilers oder Teamsprint-Anfahrer Rene Enders stünden zur Auswahl. Für Niederlag sollten es die ersten Olympischen Spiele seiner Karriere sein.

+++ 11. August: Fahnenträger Boll unterstützt Golfer Kaymer bei Auftaktrunde +++

Mit prominenter Unterstützung ist Martin Kaymer in das erste olympische Golfturnier seit 112 Jahren gestartet.
Deutschlands Fahnenträger Timo Boll mit seinen Tischtennis-Kollegen und der frühere Handball-Bundestrainer Heiner Brand gehörten auf Kaymers erster Runde in Rio am Donnerstag zu den Zuschauern. "Ich bin auch Hobby-Golfer, hatte mal Handicap 19", sagte Boll der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe aber seit drei Jahren nicht mehr gespielt."

 Bei Olympia sei es normal, dass auch die Sportler anderer Disziplinen unterstützt werden, meinte Boll, der gemeinsam mit Dimitrij Ovtcharov, Patrick Franziska und Trainer Jörg Roßkopf mitlief. Der Besuch beim Golf sei aber "die letzte Touri-Aktion", sagte das Tischtennis-Ass mit Blick auf den Start in den Team-Wettkampf am Samstag gegen Taiwan. Im Einzel hatten Boll und Ovtcharov eine Medaille verpasst.

Auch Brand gab sich als Golf-Fan und Hobbyspieler zu erkennen. In Rio versuche er, so viel Sport wie möglich zu sehen - neben Handball unter anderem Tennis und Beachvolleyball.

+++ 11. August: Auch zweites Becken grün verfärbt - Sportler klagen über Augenschmerzen +++

Nach dem Beckern der Turmspringer soll sich nun auch das Becken der Wasserballer im olympischen Wassersportstadion in Rio de Janeiro grün verfärbt haben. Und der Farbwechsel scheint für einige Olympia-Athleten offenbar gesundheitliche Folgen zu haben. "Meine Augen schmerzen von dem Wasser, das ist nicht gut", sagte Ungarns Wasserballspieler Gergo Zalanki nach dem 8:8 gegen Griechenland am Mittwoch in Rio de Janeiro. Auch dem amerikanischen Wasserballer Tony Azevedo brannten nach dem 6:3 gegen Frankreich die Augen. "Das sind die Olympischen Spiele und sie tun so viel Chlor ins Wasser, dass man nichts sehen kann. Das kann nicht sein", beschwerte er sich. 

Den Grund für das grüne Wasser teilte der Schwimm-Weltverband FINA noch am späten Mittwochabend (Ortszeit) mit. Zur Wasseraufbereitung verwendete Chemikalien seien aus den Wassertanks ausgelaufen. Dadurch seien auch die pH-Werte des Wassers außerhalb der normalen Spanne. Tests der Wasserqualität hätten aber kein Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko ergeben. Ob tatsächlich Chlor zur Behebung des Problems eingesetzt werde, teilte der Verband nicht mit. Auch der Sprecher des Organisationskomitees, Mario Andrada, hatte gesagt, dass das Wasser "überhaupt keine Gesundheitsgefahr" darstelle und das Problem schnell behoben werde.

+++ 10. August: Fidschi geht gegen Gnabry und Co. unter +++

Ein hoher Sieg war Pflicht, um sicher in die nächste Runde einzuziehen, und es wurde ein hoher Sieg: Beim 10:0 in Belo Horizonte gab es keine Gnade für Underdog Fidschi. Die Hälfte der deutschen Tore erzielte Niels Petersen vom SC Freiburg. Daneben trafen Max Meyer (3) und Serge Gnabry (2). Da Südkorea gegen Mexiko 1:0 gewann, ziehen die Deutschen als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein. Der nächste Gegner ist am Samstag (18 Uhr MESZ) Portugal. Mit den Portugiesen hat Horst Hrubeschs Team noch eine Rechnung offen. Bei der U21-EM im Vorjahr verloren die Deutschen dem späteren Vize-Europameister 0:5.

+++ 10. August: Schütze Löw und Kanute Aigner verpassen Medaillen +++

Die Chancen waren da, doch es hat nicht gereicht: Schütze Andreas Löw war ins Doppeltrap-Finale als Bester mit Olympischem Rekord eingezogen. Doch dann verließen ihn die Nerven. Zuviele Fehlschüsse bedeuteten letztlich den sechsten Platz. Gold ging an den Kuwaiter Fehaid Aldeehani, der unter der Olympischen Flagge startete, vor Marco Innocenti (Italien) und Steven Scott (Großbritannien). Im Finale des Slalom-Kajak-Einers kämpfte sich der Augsburger Hannes Aigner mit einem tollen Lauf zeitweise nach vorne, wurde letztlich aber Vierter. Gold ging an Joseph Clarke (Großbritannien) vor Peter Kauzer (Slowenien) und Jiri Prskavec (Tschechien).

+++ 10. August: Willi Lemke will Medaillenspiegel abschaffen +++

Was tun, wenn die deutschen Olympioniken einfach nicht genug Edelmetall sammeln können? Man bekämpft den Frust mit der Anschaffung des Rankings! Das ist zumindest die Lösung, die Willi Lemke, der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für den Sport, vorschlägt. "Warum und wofür wird der geführt? Damit am Ende Länder ihre Macht demonstrieren können", so der frühere Manager des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen in der "Rheinischen Post". "Es geht häufig nicht um den Erfolg der Sportler, sondern die Staaten versuchen, mit Hilfe dieser Erfolge die Stärke ihrer politischen Systeme zu untermauern", so der 69-Jährige. Allerdings ist das Medaillen-Ranking beim Publikum sehr beliebt.

+++ 10. August: Medaillen-Hoffnung im Doppeltrap +++

Schütze Andreas Löw hat souverän das Finale im Doppeltrap erreicht. Der 34-jährige Olympia-Debütant aus Schönbronn/Weihenzell kam auf der Schießanlage in Deodoro auf 140 Scheiben und zog als Bester der Qualifikation ins Finale der besten Sechs am Abend ein. Zudem stellte er zusammen mit James Willett aus Australien einen olympischen Rekord auf.

+++ 10. August: Deutsche Hockey-Frauen schon im Viertelfinale +++

Die deutschen Hockey-Frauen haben mit ihrem zweiten Sieg vorübergehend die Führung in der Vorrundengruppe A übernommen und praktisch schon das Viertelfinale erreicht. Gegen Südkorea fielen die Tore zum 2:0-Sieg erst im vierten Viertel durch Hannah Krüger, die eine Strafecke verwandelte, und Lisa Altenburg. In der Sechser-Gruppe stehen nun noch die schweren Partien gegen Spanien und die Niederlande aus. Für die nächsten Runde qualifizieren sich die ersten Vier einer Gruppe.

+++ 10. August: Tony Martin verpasst Medaille klar +++

Der dreimalige Weltmeister Tony Martin hat eine Medaille im Einzelzeitfahren klar verpasst. Der 31-Jährige musste nach 54,5 Kilometern mit einem enttäuschenden zwölften Platz begnügen. Martin lag 3:18 Minuten hinter dem Schweizer Sieger Fabian Cancellara, der seinen Erfolg von Peking 2008 wiederholte. Auf Platz zwei und drei fuhren der Niederländer Tom Dumoulin und Tour-de-France-Champion Chris Froome. Simon Geschke belegte als zweiter deutscher Fahrer den 13. Platz.

Damit gingen für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) die Straßen-Wettbewerbe ohne einen Podestplatz zu Ende. Auch bei den Frauen erfüllten sich die Hoffnungen nicht. Ex-Weltmeisterin Lisa Brennauer belegte beim dritten Olympiasieg der Amerikanerin Kristin Armstrong mit 56 Sekunden Rückstand den achten Platz. Trixi Worrack (Erfurt) fuhr als zweite deutsche Fahrerin auf den 16. Rang.

+++ 10. August: Handballer nominieren Steffen Weinhold nach - Groetzki reist ab +++

Handball-Europameister Deutschland nimmt bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro einen Spielerwechsel vor. Steffen Weinhold rückt für das dritte Gruppenspiel an diesem Mittwoch (21.40 Uhr MESZ) gegen Brasilien ins Team nach. Der Rückraumspieler ersetzt Rechtsaußen Patrick Groetzki, der wegen einer Knieverletzung nicht mehr mitspielen kann. "Er ist etwas angeschlagen. Leider haben wir zu wenig Zeit, das auszukurieren", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson am Mittwoch.

Für Groetzki sind damit die Olympischen Spiele beendet. Der 27-Jährige wird innerhalb der nächsten drei Tage aus Rio de Janeiro abreisen und dann in die Saisonvorbereitung beim deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen einsteigen. "Natürlich ist er enttäuscht und niedergerschlagen", berichtete Delegationsleiter Bob Hanning. Groetzki war als einziger deutscher Spieler in Rio noch nicht eingesetzt worden. Damit ist Tobias Reichmann einziger Rechtsaußen im Team. 

+++ 10. August: Defekt der Umwälzanlage Grund für Grünfärbung im Olympia-Becken +++

Ursache für die Wasserverfärbung im Becken der Wasserspringer war ein Defekt der Umwälzanlage. Dies teilte eine Sprecherin des deutschen Olympia-Teams am Mittwoch in Rio de Janeiro mit. "Es gibt aber keine Probleme mit Bakterien. Die deutschen Springer haben bereits wieder trainiert", sagte sie. Im Becken der Wasserspringer hatte sich über Nacht die Wasserfarbe von blau auf grün verändert.

+++ 10. August: Harting kritisiert Sprintstar Bolt: Für Anti-Doping-Kampf einsetzen +++

Diskus-Ass Robert Harting hat nun auch Supersprinter Usain Bolt kritisiert und ihm mangelndes Engagement im Anti-Doping-Kampf vorgeworfen. Er würde den Jamaikaner fragen, "warum er sich in keinster Weise offensiv in die Doping-Thematik einbringt", sagte der Olympiasieger aus Berlin in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch).

"Als bekanntester Athlet der Welt müsste man sich doch der aktuellen Diskussionen annehmen und für einen sauberen Sport kämpfen", forderte der dreimalige Weltmeister Harting, "zumal besonders viele Sprinter positiv getestet wurden und auch er massiv beschuldigt wird." Dass Bolt sich "so raushält, macht einen doch sehr nachdenklich".

Nach seinem Gold-Coup 2012 in London könnte Harting damit leben, bei den Olympischen Spielen in Rio nur Zweiter zu werden. "Ich könnte es, aber ich habe große Lust, es trotzdem noch mal zu schaffen", sagte der 31-Jährige. "Es werden meine letzten Olympischen Spiele, und eigentlich ist Gold gar nicht drin. Aber das ist gleichzeitig ein großer Reiz", betonte der neunmalige deutsche Meister. "Wenn wirklich alles perfekt läuft, ist ein Gold-Wurf noch drin."

Er habe kurz daran gedacht, nach den Rio-Spielen sofort zurückzutreten, verriet Harting. Nun mache er "Stand jetzt aber bis zur EM 2018 in Berlin weiter". Im Olympiastadion hatte er 2009 bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften seinen ersten großen Titel erkämpft. 

+++ 10. August: Hotelangestellter schlägt belgischen Judoka +++

Der belgische Judoka und Bronzemedaillengewinner Dirk Van Tichelt ist an der Copacabana Opfer eines Überfalls geworden. Wie das belgische Olympische Komitee am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, hatte Van Tichelt am Montagabend seinen Erfolg gefeiert, als ihm sein Mobiltelefon gestohlen wurde. Als der Sportler den Dieb verfolgte, schlug ihm laut einer Meldung der Zeitung "Extra" ein Hotelangesteller ins Gesicht. Van Tichelt habe offenbar versucht, gewaltsam in ein Hotel an der Copacabana einzudringen, in dem er den Dieb vermutete. Weil der Rezeptionist ihn aber nicht reinlassen wollte, habe der Mann an der Rezeption dem 32-Jährigen kurzerhand ein blaues Auge verpasst Die Polizei schritt ein, der Belgier wurde ins Krankenhaus gebracht, brauchte aber keine medizinische Behandlung. Van Tichelt hatte am Montag Bronze in der Kategorie bis 73 Kilogramm gewonnen.

+++ 10. August: Journalistenbus unter Beschuss +++

Ein Bus mit Journalisten ist bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro unter Beschuss geraten. Steine oder Kugeln durchschlugen am Dienstag zwei Seitenfenster des Busses, als dieser die Reporter zum Pressezentrum transportierte, wie die Organisatoren der Spiele mitteilten. Die Polizei prüfe, ob der Bus von Schüssen aus der berüchtigten Favela Cidade de Deus im Westen der brasilianischen Metropole getroffen wurde.

Einer der Reporter im Bus sagte, es sei auch möglich, dass der Bus von Steinen getroffen wurde. Die Journalisten hätten sich auf den Boden geworfen und der Fahrer habe Gas gegeben. Laut den Organisatoren erlitten zwei Journalisten leichte Handverletzungen durch Glasscherben. Bereits zu Beginn der Spiele in Rio, das für seine hohe Gewaltkriminalität berüchtigt ist, hatte eine Kugel ein Pressezelt im Reitsportzentrum durchschlagen.

+++ 10. August: Staunen in der olympischen Becken der Wasserspringer: Grün statt blau +++

Und plötzlich ist das Wasser grün. Im olympischen Becken der Wasserspringer hat sich über Nacht die Wasserfarbe verändert, ohne dass die Organisatoren zunächst einen Grund nennen konnten. Ein Tweet des britischen Turmspringers Tom Daley mit einem Bild zeigt sehr deutlich den Kontrast zum blau strahlenden Becken der Wasserballer. "Wir wissen nicht genau, was passiert ist", sagte Mario Andrada, Sprecher des Organisationskomitees. "Wir testen das Wasser jeden Tag mit den gleichen Parametern und die Ergebnisse waren genau so wie bei einem blauen Pool."

+++ 10. August: Angelique Kerber im Viertelfinale +++

Erstmals seit 1992 stehen wieder zwei deutsche Tennis-Damen im olympischen Viertelfinale. Nach Laura Siegemund gewann am Dienstag auch Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber ihr Achtelfinale. Die Weltranglisten-Zweite setzte sich am Dienstag gegen die Australierin Samantha Stosur 6:0, 7:5 durch. Kerber spielt an diesem Mittwoch gegen die Britin Johanna Konta. Zuvor bezwang Laura Siegemund in ihrem Achtelfinale die Belgierin Kirsten Flipkens 6:4, 6:3. Die Metzingerin bekommt es mit Monica Puig aus Puerto Rico zu tun. Vor 24 Jahren in Barcelona hatten Steffi Graf und Anke Huber den Sprung unter die besten Acht geschafft.

+++ 9. August: Deutsche Turnerinnen glänzen als Sechste +++

Die deutschen Turnerinnen haben in ihrem ersten olympischen Team-Finale als Sechste für eine weitere Überraschung gesorgt. Vor der stimmungsvollen Kulisse von 12.000 Besuchern in der Olympic Arena von Rio gelangen den Deutschen am Dienstag zwölf Übungen ohne Fehler, wofür sie mit 173,672 Punkten belohnt wurden. Dies waren noch einmal 0,4 Punkte mehr als im starken Vorkampf. 

+++ 9. August: Ovtcharov scheitert im Viertelfinale +++

Dimitrij Ovtcharov ist im Tischtennis-Viertelfinale bei den Olympischen Spielen als letzter Deutscher ausgeschieden. Der Europameister und Bronzemedaillengewinner von London 2012 unterlag am Dienstag in Rio de Janeiro seinem Clubkollegen und Freund Wladimir Samsonow aus Weißrussland mit 2:4-Sätzen. Der 40-Jährige trifft nun auf den Gewinner der Partie Koki Niwa (Japan) gegen Jike Zhang (China). Der Rekord-Europameister und deutsche Fahnenträger Timo Boll aus Düsseldorf war am Tag zuvor bereits im Achtelfinale gescheitert.

+++ 9. August: Drei deutsche Medaillen am Dienstag +++

Der Bann ist gebrochen: Am vierten Wettkampftag durften Deutschlands Olympia-Starter endlich die ersten Medaillen bejubeln. Vor allem Vielseitigkeitsreiter Michael Jung räumte am Dienstag kräftig ab. Gut zwei Stunden nach Silber mit dem Team holte er sich wie vor vier Jahren in London Gold im Einzel. Sportschützin Monika Karsch wurde im Wettbewerb mit der Sportpistole Zweite.

+++ 9. August: Deutsche Hockey-Herren vorzeitig im Viertelfinale +++

Drei Spiele, drei Siege und vorzeitig im Viertelfinale: Die deutschen Hockey-Herren haben bei den Olympischen Spielen in Rio ihre Medaillenambitionen unterstrichen. "Das war unser erstes Ziel und das haben wir sicher geschafft. Wir haben aus drei Spielen drei Siege geholt, vielmehr kann man nicht erwarten", sagte Co-Kapitän Martin Häner.

Der Bundestrainer tut das schon, denn der war nach dem 3:2 (1:1) am Dienstag gegen Irland "ziemlich unzufrieden". Valentin Altenburg bemängelte die spielerische Darbietung. Man habe die Partie "über die Ecken gewonnen", sagte er. "Wir waren zu ungeduldig und viel zu früh genervt." Bei der Strafecken-Verwertung war jedoch erneut auf Moritz Fürste Verlass. Der Kapitän brachte das Team (13./38. Minute) zweimal in Führung und ist nun mit vier Turnier-Toren der bislang treffsicherste Deutsche. 

+++ 9. August: Tasiadis verpasst Medaille im Kanu-Slalom +++

Der Slalom-Kanute Sideris Tasiadis hat in Rio eine sicher geglaubt Medaille verpasst. Der Augsburger, der im Halbfinale noch die schnellste Zeit gefahren war, wurde im Finale Fünfter. Vor vier Jahren in London hatte Tasiadis, der im  vergangenen Herbst den Krebstod seiner Freundin verkraften musste, die Silbermedaille gewonnen.

+++ 9. August: Weltmeister Koch schwimmt locker ins Halbfinale +++

Weltmeister Marco Koch hat die Hoffnung auf die erste deutsche Schwimm-Medaille der Olympischen Spiele von Rio genährt. Der 26-Jährige aus Darmstadt erreichte über 200 Meter Brust als Vorlauf-Fünfter problemlos das Halbfinale. Koch schlug am Dienstag nach 2:08,98 Minuten an. Er ist die größte Hoffnung der deutschen Beckenschwimmer auf die erste Einzelmedaille bei Olympia seit 2000. Vorlaufschnellster war der Russe Anton Schupkow in 2:07,93 Minuten. 

+++ 9. August: Polnischer Gewichtheber des Dopings überführt +++

Nach einer positiven Doping-Probe wird der polnische Gewichtheber-Europameister Tomasz Zielinski aus dem Olympia-Team ausgeschlossen. Der 26-Jährige wurde in der A-Probe positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis, wie das Nationale Olympische Komitee Polens mitteilte. Zielinski galt als Medaillenkandidat in der 94-Kilogramm-Gewichtsklasse.

+++ 9. August: Athletinnen "Pummelchen" genannt - Chefredakteur muss gehen +++

"Trio der Pummelchen" hat die Zeitung "Quotidiano Sportivo" die italienischen Bogenschützinnen genannt, nun muss der Chefredakteur gehen. Die drei Frauen hatten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Bronze nur knapp verpasst. Verleger Andrea Riffeser Monti entschuldigte sich am Dienstag im Internet bei den Athletinnen und bei den Lesern. Der Chefredakteur von "QS", Giuseppe Tassi, sei mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben worden.

Die drei "Dickerchen" hätten das olympische Wunder verpasst, hatte die Zeitung getitelt, nachdem Guendalina Sartori, Lucilla Boari und Claudia Mandia auf dem vierten Platz gelandet waren.

Es folgten heftige Proteste in sozialen Netzwerken, und auch der Präsident der italienischen Vereinigung der Bogenschützen, Mario Scarzella, meldete sich zu Wort. "Nach den Tränen, die diese Mädchen die ganze Nacht vergossen haben, mussten sie, anstatt von der italienischen Presse Unterstützung für ihr knappes Scheitern zu bekommen, auch noch diese Demütigung ertragen", schrieb Scarzella.

Die Sportlerinnen hatten sich ebenfalls beschwert, "Es reicht jetzt, uns Pummelchen zu nennen. Die Spiele zeigen, dass man nicht durchtrainiert aussehen muss, um zu konkurrieren", zitiert die Ansa. 

+++ 9. August: Doppelzweier Arnold/Adams verpasst Olympia-Finale in Rio +++

Der Frauen-Doppelzweier von Marie-Catherine Arnold und Mareike Adams hat als erstes deutsches Boot die Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen verpasst. In ihrem Halbfinale am Dienstag kam das Ruder-Duo auf der Lagoa Rodrigo de Freitas in Rio de Janeiro nur auf Rang fünf. Am Donnerstag geht es nun im B-Finale nur noch um Platz sieben. Auch Weltmeister Neuseeland verpasste auf Position vier die Chance auf Medaillen. Für das Finale qualifizierten sich dagegen Griechenland, Litauen und die USA.

+++ 9. August: Vesper zum Olympia-Fehlstart: "Nicht verächtlich machen" +++

Nach drei medaillenlosen Wettkampftagen bei den Olympischen Spielen hat der Chef de Mission die deutschen Athleten gegen die erste Kritik am Abschneiden in Schutz genommen. "Wir gewinnen bei Olympia gemeinsam, wir verlieren gemeinsam", sagte Michael Vesper am Dienstag im Deutschen Haus von Rio. Unter den 423 Athleten gebe es zahlreiche junge Sportler, die zum ersten Mal bei den Spielen antreten.

"Jeder, der selbst Sport getrieben hat, weiß, dass man vor allem die Jungen im Team unterstützt, auch wenn es mal nicht so gut läuft", meinte Vesper. "Auf keinen Fall darf man sie verächtlich machen, sondern gerade sie verdienen Respekt für ihre Leistungen, die sie überhaupt nach Rio gebracht haben."

+++ 9. August: Keine Rio-Teilnahme: Sablikova scheitert vor Sportgericht +++

Die Hoffnung der tschechischen Eisschnellläuferin Martina Sablikova, auch im Radsport eine Olympiamedaille zu gewinnen, erfüllt sich nicht. Die 29-Jährige scheiterte am Dienstag mit dem Versuch, vor dem Ad-hoc-Gremium des Internationalen Sportgerichthofs CAS unmittelbar in Rio de Janeiro einen Startplatz einzuklagen, wie die Agentur CTK berichtete. Die Tschechin hatte an diesem Mittwoch am Einzelzeitrennen der Frauen auf der Straße teilnehmen wollen.

Zwischen dem Internationalen Radsport-Verband UCI und der tschechischen Föderation CSC war ein Streit um die Auslegung der Olympia-Qualifikationskriterien ausgebrochen. Sablikova, dreifache Olympiasiegerin im Eisschnelllaufen, hatte sich bis zuletzt im Trainingslager in Brasilien auf einen Start auf dem Rad vorbereitet.
Bei den Straßen-Weltmeisterschaften 2015 in Richmond hatte sie im Einzelzeitfahren den zwölften Platz erreicht.

+++ 9. August: Brasilien erlaubt Protestplakate +++

In Brasiliens Olympia-Sportstätten sind politische Protestplakate laut Medienberichten bis auf weiteres doch erlaubt. Ein Richter in Rio de Janeiro habe das bestehende Verbot per einstweiliger Verfügung aufgehoben, meldete das Portal "O Globo" am Montagabend (Ortszeit). Das Organisationskomitee darf demnach politische Meinungsäußerungen auf Plakaten oder T-Shirts nicht untersagen und auch Zuschauer, die auf diese Weise friedlich demonstrieren, nicht aus den Sportarenen verbannen. Das Verbot war von der örtlichen Bürgerrechte-Behörde angefochten worden.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte angesichts der aufgeheizten Stimmung in Brasilien kürzlich klargestellt, dass es keine politischen Botschaften dulde. In mehreren Sportstätten waren etwa "Fora Temer"-Plakate ("Temer raus") zu sehen gewesen, ein Protest gegen Interimspräsident Michel Temer. Dieser hatte sich als Vizepräsident mit mehreren Oppositionsparteien verbündet, um die notwendigen Mehrheiten für die Amtsenthebung von Staatschefin Dilma Rousseff zu erreichen. Sie war im Mai suspendiert worden. Bei der Eröffnungsfeier war Temer lautstark ausgepfiffen worden.

+++ 9. August: Niederländer werfen Turner raus +++

Weil der niederländische Turner Yuri van Gelder eine nächtliche Tour durch Rio unternommen und dabei Alkohol getrunken hat, ist er aus seinem Olympiateam ausgeschlossen worden.
Er befinde sich bereits wieder in den Niederlanden, teilte das niederländische Olympische Komitee (NOCNSF) mit. Der Ringe-Spezialist verpasst dadurch das Gerätefinale. Nachdem er sich dafür qualifiziert hatte, verbrachte van Gelder die Nacht außerhalb des Olympischen Dorfs und kehrte erst am frühen Morgen dorthin zurück.

Er gab zu, während seines Ausflugs Alkohol getrunken zu haben. In Rio haben die niederländische Sportler, die sich noch im Wettkampf befinden, Alkohol- und Ausgangsverbot. "Van Gelder hat die für das TeamNL und der Turnmannschaft geltenden Normen und Werte in einer groben Manier überschritten", hieß es in dem Statement. Van Gelder erklärte, er wolle "die Ereignisse erst einmal im engsten Kreis verarbeiten und danach eine Erklärung abgeben".

+++ 8. August: Timo Boll fliegt im Achtelfinale raus +++

Deutschlands Fahnenträger Timo Boll ist im Tischtennis-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen ausgeschieden. Der 35-Jährige unterlag am Montag im Einzel-Achtelfinale dem Nigerianer Quadri Aruna mit 2:4.

+++ 8. August: Hausding und Klein verpassen knapp Bronze +++

 Die deutschen Wasserspringer Patrick Hausding und Sascha Klein haben bei den Olympischen Spielen im Synchronspringen vom Turm eine Medaille nur knapp verpasst. Die Olympia-Zweiten von 2008 in Peking mussten sich am Montag in Rio de Janeiro mit Rang vier zufrieden geben. Gerade einmal 6,03 Punkte fehlten zu Bronze. Den Sieg sicherten sich nach sechs Sprüngen die Chinesen Aisen Chen und Yue Lin. Silber ging an die Amerikaner David Boudia und Steele Johnson, Bronze an die Briten Thomas Daley und Daniel Goodfellow.

+++ 8. August: Olympia-Boxer wegen sexueller Belästigung festgenommen +++

Namibias Fahnenträger Jonas Junius ist als zweiter Olympia-Boxer wegen mutmaßlich sexueller Belästigung festgenommen worden. Laut der brasilianischen Tageszeitung "O Globo" (Montag) soll der 22-Jährige im olympischen Dorf in Rio de Janeiro ein Zimmermädchen bedrängt und geküsst haben. "Wir können bestätigen, dass ein Athlet von der lokalen Polizei wegen mutmaßlich sexueller Übergriffe festgenommen wurde", sagte der Kommunikationsdirektor der Rio-Spiele, Mario Andrada, am Montag. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wollte sich mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht zu dem Fall äußern. Nach dem Marokkaner Hassan Saada ist Junius bereits der zweite Boxer, der wegen mutmaßlich sexueller Übergriffe im olympischen Dorf festgenommen wurde. Saada sitzt seit drei Tagen im Gefängnis.

+++ 8. August: Vielseitigkeitsreiter patzen beim Geländeritt +++

Die Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski ist bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in der Geländeprüfung ausgeschieden. Die 27-Jährige aus Warendorf durfte am Montag nach drei Verweigerungen mit Samourai nicht weiterreiten. Eine Team-Medaille wird dadurch unwahrscheinlich, weil auch Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth zuvor gepatzt hatte. Die Reiterin aus Ganderkesee war mit Opgun Louvo an zwei Hindernissen vorbeigeritten. Doppel-Olympiasieger Michael Jung blieb mit Sam hingegen ohne Strafpunkte. Letzte deutsche Starterin ist Ingrid Klimke mit Hale Bob. Die Medaillen-Entscheidungen im Team- und im Einzelwettbewerb fallen am Dienstag im abschließenden Springen.

+++ 8. August: Ruder-Vierer zieht ins Halbfinale ein +++

Der Vierer um Schlagmann Felix Wimberger hat sich mit einem zweiten Platz im Vorlauf direkt für das Halbfinale der olympischen Regatta qualifiziert. Mit einem starken letzten Abschnitt ließen die deutschen Ruderer am Montag auf der Lagoa Rodrigo de Freitas in Rio de Janeiro die Niederlande, Rumänien und Russland hinter sich. Einzig Australien war schneller. Das Halbfinale ist auf Mittwoch terminiert.

+++ 8. August: Hockey-Männer schlagen auch gegen Indien +++

Die deutschen Hockey-Herren bleiben bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ungeschlagen. Der Olympiasieger gewann sein zweites Turnierspiel gegen Indien mit 2:1 (1:1) und bleibt damit Tabellenführer in der Gruppe B. Die Entscheidung besorgte Christopher Rühr (60. Minute) vier Sekunden vor Schluss. In der ersten Halbzeit hatte Niklas Wellen (18.) den Weltranglisten-Dritten mit seinem dritten Turniertor in Führung geschossen, Rupinder Singh (23./Strafecke) glich für den Rekord-Olympiasieger aus. Bereits am Dienstag (17.30 Uhr MESZ) bestreitet Deutschland sein drittes Turnierspiel gegen Irland. 

+++ 8. August: Letzter deutscher Tennisspieler gibt auf +++

Tennisprofi Philipp Kohlschreiber hat sich vor seiner Zweitrundenparte bei den Olympischen Spielen Rio de Janeiro verletzungsbedingt abgemeldet. Nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) laboriert der Augsburger an einer Stressfraktur im rechten Fuß. Kohlschreiber sollte noch am Montag abreisen.

Der 32-Jährige konnte schon am Sonntag im Doppel mit Jan-Lennard Struff nicht antreten. In der zweiten Runde des Einzelwettbewerbs hätte er am Montag gegen den slowakischen Weltranglisten-Elften Andrej Martin spielen sollen.

Er ist der zweite deutsche Spieler, der wegen einer Verletzung aufgeben musste. Am Sonntag hatte Dustin Brown in seinem ersten Match einen doppelten Bänderriss erlitten. Der Niedersachse war in der Partie gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci umgeknickt und konnte beim Stande von 6:4, 4:5 aus seiner Sicht nicht mehr weiterspielen.

Der an Nummer 13 gesetzte Kohlschreiber war danach der einzige verbliebene Deutsche im Herren-Wettbewerb.

+++ 8. August: Golfer Kaymer schwärmt von Atmosphäre +++

Golfer Martin Kaymer schwärmt von der Atmosphäre bei den Olympischen Spielen. "Da kriegt man schon fast Tränen in den Augen, wenn dann die Nationalhymne läuft", schilderte der 31-Jährige aus Mettmann am Montag in Rio de Janeiro seine Eindrücke von der Eröffnungsfeier. "In der Größenordnung ist es ein bisschen schwierig, die Eindrücke zu verarbeiten. Abends, wenn man im Bett liegt, hat man viele schöne Momente im Kopf."

Auch von den Erlebnissen im olympischen Dorf zeigte sich der Golfer begeistert. "Ich finde es super, in der Mensa oder im Fitnessstudio zu sitzen und verschiedene Arten von Körpern zu sehen: Neben den Rugbyspielern fragt man sich, was man eigentlich selber im Fitnessstudio gemacht hat. Dann hast du die Leichtathleten, die das Bein über den Kopf schwingen. Das ist für mich mega-inspirierend."

Die eher spartanische Unterbringung der Athleten nahm er gelassen.
"Gut, die Klamotten liegen halt auf dem Boden, das Wasser wird auch nicht immer warm. Das ist aber auch ganz gut für den Kreislauf. Hier kommst du gut auf den Boden zurück", sagte er. Golf ist zum ersten Mal seit 112 Jahren wieder olympisch. Zahlreiche Topspieler hatten ihre Teilnahme abgesagt.

+++ 8. August: Deutscher Doppelvierer im Finale +++

Der deutsche Doppelvierer der Männer hat mit einem souveränen Sieg im Hoffnungslauf das olympische Finale erreicht. Der amtierende Weltmeister und Olympiasieger von 2012 verwies Großbritannien am Montag auf der Lagoa Rodrigo de Freitas in Rio de Janeiro auf Rang zwei. Die Crew um Schlagmann Hans Gruhne lag fast die kompletten 2000 Meter an der Spitze und hatte im Ziel 1,67 Sekunden Vorsprung. Litauen, die Schweiz, Kanada und Neuseeland verpassten das A-Finale am Mittwoch (15.22 Uhr/MESZ) dagegen. Dort trifft das deutsche Boot neben den Briten auf den WM-Zweiten Australien, Europameister Estland, die Ukraine, und Polen.

+++ 8. August: Van Vleutens Mutter fürchtete das Schlimmste +++

Die Mutter der Niederländerin Annemiek van Vleuten hat nach dem schweren Sturz ihrer Tochter im olympischen Straßenrennen in Rio de Janeiro das Schlimmste befürchtet. "Ich dachte, dass sie tot ist. Sie lag da so komisch. Und wir haben einfach nichts gehört, wie es ihr ging", sagte Ria van Vleuten am Montag "RTL Nieuws". Annemiek van Vleuten war am Sonntag in Führung liegend wenige Kilometer vor dem Ziel gestürzt.

"Es war echt eine Grabesstimmung. Es herrschte Totenstille. Erst als Anna im Ziel war, haben wir im Fernsehen den Kommentator sagen hören, wie es mit Annemiek aussieht." Später habe ihre Tochter dann aus dem Krankenhaus angerufen und gesagt, dass soweit alles ok ist, berichtete die Mutter, die am Sonntag Geburtstag hatte und mit der ganzen Familie das Rennen im Wohnzimmer im Fernsehen sah.

Bei dem Sturz zog sich van Vleuten drei Knochenabsplitterungen an der Lendenwirbelsäule und eine schwere Gehirnerschütterung zu. Noch am späten Sonntagabend (Ortszeit) gab die 33-Jährige aber via Twitter Entwarnung. "Ich bin jetzt im Krankenhaus mit ein paar Verletzungen und Brüchen, aber alles wird gut", schrieb van Vleuten. Ihre Teamkollegin Anna van der Breggen gewann das Rennen.

+++ 8. August: "Paralympisches Komitee mutiger als IOC" +++

Die ehemalige Paralympics-Siegerin Verena Bentele spricht dem Internationalen Paralympischen Komitee mehr Mut zu als dem IOC. Das ließ die 34-Jährige in ihrer Funktion als Behinderten-Beauftragte der Bundesregierung den Südwestrundfunk wissen. Allerdings sei der Druck auf die Organisatoren der Paralympics nicht so hoch wie auf die Verantwortlichen der Olympischen Spiele, schränkte Bentele ein.

Im Gegensatz zum IPC hatte das IOC nur bestimmte russische Sportler von Olympia in Rio de Janeiro ausgeschlossen oder durch die Verbände ausschließen lassen; das Paralympics-Komitee lässt bei seinen Spielen vom 7. bis 18. September gar keine russischen Athleten zu.

+++ 8. August: Olympia-Aus für Tennis-As Djokovic +++

Topfavorit Novak Djokovic hat sich bei den Olympischen Spielen im Einzel überraschend bereits in der ersten Runde verabschiedet. Der serbische Weltranglisten-Erste verlor am späten Sonntagabend (Ortszeit) ein hochklassiges Erstrunden-Match gegen den früheren US-Open-Sieger Juan Martin del Potro 6:7 (4:7), 6:7 (2:7). Nach 2:27 Stunden schritt der Schützling von Boris Becker zum Netz, um dem Argentinier zu gratulieren. Nach seinem Drittrunden-Aus in Wimbledon erlebte Djokovic die nächste herbe Enttäuschung.

In einer spannenden Partie sorgten die beiden Tennisprofis für eine begeisternde Stimmung auf dem nicht ganz gefüllten Centre Court, der 10 000 Zuschauern Platz bietet. Der 12-fache Grand-Slam-Sieger Djokovic, der in  sein erstes Olympia-Gold angestrebt hatte, hatte ein denkbar schwieriges Los für den Auftakt erwischt.

Vor vier Jahren in  kämpften die beiden gegeneinander um Bronze, auch damals entschied del Potro die Partie für sich. Nach drei Handgelenks-Operationen ist der 27-Jährige in der Weltrangliste weit zurückgefallen und wird derzeit auf Platz 145 geführt.

Mit seiner Vorhand stellte del Potro den Serben immer wieder vor Herausforderungen. Sein Paradeschlag sicherte dem Südamerikaner auch nach 71 Minuten den ersten Satz und den entscheidenden Vorteil im Tiebreak des zweiten Abschnitts. Schon bei 4:5 musste Djokovic bei eigenem Aufschlag einen Matchball abwehren, ehe der Argentinier mit der dritten Chance alles klar machte. Am Dienstag trifft del Potro auf Jao Sousa aus Portugal.

+++ 8. August: Brasiliens Fußballer blamieren sich gegen den Irak +++

Auf dem Weg zum erhofften Olympiasieg haben Brasiliens Fußballer erneut schwer enttäuscht. Das Team um Superstar Neymar kam am späten Sonntagabend (Ortszeit) in Brasília nicht über ein 0:0 gegen Außenseiter Irak hinaus. Die Brasilianer brauchen nun am Mittwochabend (Ortszeit) gegen den Gruppenersten Dänemark einen Sieg, um sich sicher für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Für die taktisch schwachen Brasilianer hatte der Ex-Leverkusener Renato Augusto die besten Chancen: im ersten Durchgang schoss er an die Latte (44. Minute), in der Nachspielzeit ging sein Schuss nach Flanke von William über das leere Tor. In der Anfangsphase hatte das Team von Trainer Rogério Micale Glück, dass der Iraker Mohanad Abdulraheem (11.) nur den Pfosten traf.

+++ 8. August: Basketball-Europameister verliert Auftaktmatch +++

Europameister Spanien hat seinen Auftakt in das olympische Basketball-Turnier von Rio de Janeiro verpatzt. Die Iberer um NBA-Star Pau Gasol unterlagen Qualifikant Kroatien am Sonntag (Ortszeit) nach einem schwachen Schlussviertel mit 70:72.
Auch NBA-Veteran Gasol konnte die Niederlage des Silbergewinners der vergangenen beiden Sommerspiele mit 26 Punkten und neun Rebounds nicht verhindern. Bei den Kroaten ragte Bogdan Bogdanovic mit 23 Zählern heraus.

Spanien trifft am Dienstag auf Gastgeber Brasilien, der sein erstes Spiel gegen Litauen verlor. Kroatien bekommt es mit Argentinien zu tun. Vier Teams aus der Sechsergruppe erreichen das Viertelfinale.

+++ 8. August: Nordkoreanischer Gewichtheber entschuldigt sich für Silbermedaille +++

Der Gewinn einer olympischen Silbermedaille mag für viele Athleten ein Traum sein - der nordkoreanische Gewichtheber Om Yun Chol sieht darin einen Grund zur Entschuldigung. "Mit einer Silbermedaille kann ich für mein Volk kein Held sein", sagte der 24-jährige Nordkoreaner nach dem Medaillengewinn am Sonntag (Ortszeit) in Rio de Janeiro voller Reue.

Ganz besonders schmerze ihn das Verfehlen der Goldmedaille, wenn er an den verstorbenen nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il denke. "Er wird für immer meine Inspiration bleiben", sagte der offenkundig regierungstreue Muskelsportler. "Ich hoffe, dass ich bei der nächsten Gelegenheit meine Dankbarkeit mit Gold ausdrücken kann."

Bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren in London hatte Om die Goldmedaille gewonnen und war mit seinem jungenhaft-freundlichen Auftreten zu einem Publikumsliebling gewonnen. In Rio landete er hinter dem chinesischen Gewichtheber Long Qingquan auf Platz zwei.

+++ 8. August: ZDF unterbricht Berichterstattung wegen Feueralarm +++

Das ZDF musste die Olympia-Berichterstattung wegen eines Feueralarms in der Nacht zu Montag kurzzeitig unterbrechen. Um 1.24 Uhr Mitteleuropäischer Zeit sagte Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein: "Ich höre gerade, es gibt einen Feueralarm im IBC (International Broadcast Center, Anm.). Das ist jetzt ein sehr abruptes Ende. Wir müssen jetzt hier raus". Regie und Moderatorin mussten demnach das Studio kurzzeitig verlassen. Um 1.37 Uhr konnte das ZDF die Berichterstattung allerdings fortsetzen: "In diesen Zeiten ist man natürlich über-vorsichtig", sagte Katrin Müller-Hohenstein. Das ZDF twitterte zuvor: "Scheint ein Fehlalarm gewesen zu sein."

+++ 8. August: Deutsche Beach-Mädels schon in Form +++

Die Medaillen-Mitfavoritinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sind mit dem erwarteten Sieg in das olympische Beachvolleyball-Turnier gestartet. Das deutsche National-Team hatte am Samstagabend mit dem international unerfahrenen Außenseiter-Duo Doaa Elghobashy und Nada Meawad aus Ägypten keine Probleme. Nach 36 Minuten war das deutliche 2:0 (21:12, 21:15) der Europameisterinnen und Weltranglisten-Ersten aus Hamburg perfekt. 

+++ 7. August: Gnabry rettet deutsche Olympia-Fußballer +++

Mit einem Last-Minute-Treffer hat Serge Gnabry den deutschen Fußballern die Chance auf den Einzug in die K.o.-Runde der Olympischen Spiele bewahrt. Der Spieler des FC Arsenal schoss am Sonntag in der zweiten Minute der Nachspielzeit das Tor zum 3:3-Endstand gegen Südkorea. Damit wartet die Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch zwar weiter auf den ersten Sieg bei Olympia seit 28 Jahren, kann mit einem Kantersieg im Gruppenfinale gegen Fidschi aber noch aus eigener Kraft die K.o.-Runde erreichen. Vor 18 000 Zuschauern hatten Gnabry (33. Minute) und Davie Selke (55.) die weiteren DFB-Treffer erzielt. Für Südkorea trafen Hwang Hee-Chan (25.), der Ex-Leverkusener Heung-Min Son (57.) und Hyun Suk (87.).

+++ 7. August: Judo-Trauer an der Mülltonne +++

Dabeisein ist alles, aber Ausscheiden tut dennoch weh: Der britische Judokar Ashley McKenzie kauert nach seinem verlorenen Kampf gegen Yeldos Smetov wie ein Häufchen Elend neben den Mülltonnen in den Katakomben. Der britische Commonwealth-Champion steht jedenfalls zu seiner Trauer: Er hat das Bild selbst auf Twitter verbreitet. 

+++ 7. August: Florettfechter Joppich im Achtelfinale +++

Florettfechter hat sein erstes Olympia-Duell in Rio de Janeiro dank eines starken Comebacks gewonnen. Der viermalige Weltmeister aus Koblenz besiegte den Franzosen Enzo Lefort in der Runde der 32 am Sonntag mit 15:13, obwohl er zwischenzeitlich vier Punkte zurückgelegen hatte. Im Achtelfinale trifft der 33-Jährige auf den Italiener Giorgio Avola, der 2012 in London im Teamwettbewerb olympisches Gold gewann.

+++ 7. August: Serbien rät seinen  Sportlern von Kontakt mit Kosovaren ab +++

Die serbische Regierung hat ihren Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio geraten, jeden Kontakt mit Sportlern aus dem benachbarten Kosovo zu vermeiden. Selbst bei einer Siegerehrung sollten die Serben das Podest unter Protest verlassen, sagte Sportminister Vanja Udovicic am Sonntag den Medien in Belgrad.

"Wir können weder die Hymne hören noch die Nationalfahne ansehen", begründete der Minister den ungewöhnlichen Ratschlag mit Blick auf das Kosovo. Denn damit würde man automatisch die Souveränität der früheren serbischen Provinz anerkennen. Die Entscheidung bleibe aber jedem einzelnen serbischen Sportler überlassen. "Das ist nur ein Ratschlag", sagte der Minister.

Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo ist seit acht Jahren ein selbstständiger Staat, der zum ersten Mal an Olympischen Spielen teilnimmt. Während bisher etwa 110 Staaten das kleine Balkanland völkerrechtlich anerkannt haben, will Serbien diese Region wieder zurückbekommen. Die EU und die USA haben bisher vergeblich versucht, die verfeindeten Nachbarn auszusöhnen.

+++ 7. August: Deutschland-Achter bricht Training ab +++

Die olympischen Ruderwettkämpfe in Rio de Janeiro leiden weiter unter dem starken Wind auf der Lagoa Rodrigo de Freitas. Die Rennen am zweiten Tag der Sommerspiele in Brasilien konnten nicht wie geplant um 8.30 Uhr Ortszeit beginnen, sondern wurden auf 10.30 (15.30 Uhr MESZ) verschoben.

"Das ist meiner Meinung nicht ruderbar. Man sollte vielleicht überlegen, ob es nicht am Nachmittag besser ist. Wenn die Bedingungen so sind wie heute Morgen beim Training ist es reine Lotterie, reines Glücksspiel", sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer am Sonntag nach der abgebrochenen Übungseinheit des Deutschland-Achters.

Das Paradeboot war nach nur einer Runde vollgelaufen. Nach dem Abbruch wurde die Einheit auf die Ergometer im Olympischen Dorf verlegt. Der Achter hat seinen ersten Auftritt im Vorlauf am Montag (16.00 Uhr MESZ).

+++ 7. August: Für Harting und Fischer ist Rumknutschen tabu +++

Olympiasieger Robert Harting und seine Freundin Julia Fischer schlafen bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro getrennt. "Wir gehen (...) nie zusammen auf ein Zimmer", erzählte die Vize-Europameisterin in der "Bild am Sonntag". Das Diskus-Duo aus Berlin ist da ganz konsequent. "Im Trainingslager kommt dann irgendwann mal Urlaubscharakter auf", erklärte Fischer. "Das machen wir nie so, auch bei keinem Wettkampf - besonders nicht in Rio."

Jeder konzentriere sich auf sich. "Es ist auch so, dass wir uns nach der Saison wieder aneinander gewöhnen müssen", meinte Fischer. Man sei zwar zusammen im Trainingslager, "aber es ist nicht so, dass wir Händchen haltend durch die Gegend laufen oder rumknutschen". Der dreimalige Weltmeister Harting findet es dennoch "ganz cool", zusammen mit seiner Lebensgefährtin bei Olympia zu starten: "Wir freuen uns beide." 

+++ 7. August: Deutsche Fußball-Frauen enttäuschen +++

Mit einem späten Tor hat Saskia Bartusiak die deutschen Fußball-Frauen vor einem herben Rückschlag im Olympia-Turnier bewahrt. Die Abwehrspielerin vom 1. FFC Frankfurt rettete dem Europameister am Samstag (Ortszeit) mit ihrem erst dritten Länderspieltor in der 88. Minute ein glückliches 2:2 (1:2) gegen Australien. Samantha Kerr (6.) und Caitlin Foord (45.) trafen für den Weltranglistenfünften aus Down Under, Sara Däbritz (45.+2) brachte die DFB-Auswahl noch vor der Pause heran. Vor allem in der Defensive offenbarte das deutsche Team gravierende Schwächen, die im Gruppenfinale gegen Tabellenführer Kanada (6 Punkte) an diesem Dienstag unbedingt abgestellt werden müssen.

+++ 7. August: Deutsche Hockey-Herren souverän +++

Die deutschen Hockey-Herren sind mit einem Sieg in das olympische Turnier in Rio de Janeiro gestartet. Der Olympiasieger von 2008 und 2012 setzte sich am Samstagabend (Ortszeit) mit 6:2 (4:1) gegen Außenseiter Kanada durch und übernahm damit die Tabellenführung in der Gruppe B.

+++ 6. August: Schuss aufs Pressezelt in Rio +++

Auf das Pressezelt des olympischen Reitsport-Geländes in Rio de Janeiro ist geschossen worden. "Es ist gegen Mittag eine Patrone gefunden worden", bestätigte Mario Andrada, Kommunikations-Direktor des Organisationskomitees am Samstag in Rio de Janeiro. "Wir untersuchen, wo die Patrone herkommt, was es für eine Patrone ist." Er sei sicher, dass der Schuss "nichts mit den Olympischen Spielen oder den Journalisten hier zu tun hat".

+++ 6. August: Australier Millman schreibt Olympia-Geschichte +++

Mit einem solch historischen Erfolg hatte der unbekannte australische Tennisprofi John Millman überhaupt nicht gerechnet. Zum ersten Mal nimmt der Weltranglisten-75. an den Olympischen Spielen teil und schrieb gleich zum Auftakt am Samstag in Rio de Janeiro Geschichte. Mit seinem 6:0, 6:0-Sieg verpasste Millman dem Litauer Ricardas Berankis die Tennis-Höchststrafe. Das hatte es in einem Herren-Einzel bei Olympia zuvor noch nie gegeben.

+++ 6. August: Horror-Verletzung beim Turnen +++

Die Bilder von der schweren Beinverletzung des französischen Turners Samir Ait Said haben am Samstag bei den olympischen Wettkämpfen in Rio de Janeiro für Entsetzen gesorgt. Ein Aufschrei ging durch das Publikum, als der 26 Jahre alte Europameister von 2013 im zweiten Durchgang der Qualifikation bei seinem Sprung so unglücklich auf dem linken Bein landete, dass der Unterschenkel quer stand. Minutenlang blieb er auf den Matten liegen und musste von Medizinern versorgt werden. Schließlich wurde Ait Said nach einer kurzen Erstversorgung auf einer Trage aus der Olympic Arena und in ein Krankenhaus gebracht. Eine erste Diagnose in der Turn-Arena ergab einen Unterschenkelbruch. Das Team und auch die weiteren Turner in der Halle reagierten geschockt. Zuvor hatte sich bereits der deutsche Turner Andreas Toba das Kreuzband gerissen.

+++ 6. August: Verdächtiger Gegenstand an der Copacaba gesprengt +++

Aus Sicherheitsgründen hat die brasilianische Polizei einen verdächtigen Rucksack in der Nähe des berühmten Copacabana-Strandes gesprengt. Die Explosion ereignete sich in der Umgebung des Zieleinlaufs des olympischen Rad-Straßenrennens der Männer, wie ein Polizist am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Rucksack habe auf einem Container in der Nähe des Zielbereiches gelegen, habe aber lediglich Kleidung und andere Ausrüstung enthalten. Die Polizei war von einer Anwohnerin alarmiert worden, die den Rucksack aus dem Fenster ihrer Wohnung gesehen hatte.

+++ 6. August: US-Basketballer landen im Bordell +++

Offiziell wollten sie sich nur in einem Spa erholen, doch die US-Basketball-Stars DeAndre Jordan, DeMarcus Cousins und DeMar Derozan haben sich offenbar in der Tür geirrrt. Jedenfalls berichtet die US-Promi-Seite "TMZ", die NBA-Stars hätten das "Temas Monte Carlo" besucht, ein Bordell, das der Rolling Stone einmal als "eines der nobleren in Rio" beschrieb. TMZ zitiert eine nicht näher genannte Quelle - demnach beschreibt sich der Laden auf Nachfrage selbst als "Spa", die US-Stars hätten das Misgeschick bemerkt und seien direkt gegangen. Eine andere Quelle soll allerdings berichten, dass die Stars an der Bar auch jede Menge Drinks bestellt hätten. Welche Version auch immer wahr ist: Das erste Spiel der US-Auswahl steigt in der Nacht zu Sonntag (0 Uhr) gegen China.

+++ 6. August: Fußballerin Laudehr könnte ins Turnier zurückkehren +++

Der deutsche Olympia-Chefarzt sieht für die verletzte Fußballnationalspielerin Simone Laudehr gute Chancen, bei den Spielen in Rio wieder zum Einsatz zu kommen. "Ein Außenband im linken Knöchel ist gerissen und ein weiteres angerissen. Das kann man eigentlich ohne Probleme stabilisieren", erklärte Bernd Wolfarth am Samstag im Deutschen Haus. Problematischer sei, dass Laudehr beim 6:1-Sieg im Auftaktspiel gegen Simbabwe zudem eine Knochenkompression erlitten habe. "Das ist eine Frage des Schmerzes", erklärte Wolfarth. "Doch die ersten 48 Stunden waren positiver als gedacht."

+++ 6. August: Ukraine warnt Sportler vor Interviews mit russischem TV +++

Der ukrainische Sportminister Igor Schdanow hat die Athleten des Landes vor Kontakt mit russischen Medien gewarnt. Vorausgegangen waren Interviews im Moskauer Staatsfernsehen, in denen ukrainische Sportler das Fehlen russischer Athleten in Rio de Janeiro bedauert hatten. Dies bedeute auch einen Qualitätsverlust für die Spiele, hatten die Ukrainer etwa gesagt.

In dem von Schdanow kritisierten russischen TV-Beitrag hatte die ukrainische Läuferin Natalia Pogrebnjak unter anderem moniert, es werde mit zweierlei Maß gemessen. Es sei ungerecht, dass etwa im US-Team Sportler, die ihre Dopingstrafe verbüßt hätten, teilnehmen und russische Sportler nicht, sagte sie. Pogrebnjak erwähnte ihren guten Freund, den russischen Dreispringer Dmitri Sorokin. Viele russische Sportler fehlen wegen des Dopingskandals in ihrem Land, Russische Leichtathleten sind für Rio komplett gesperrt.

kg/fin/amt/tim/tkr/dho/DPA