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20. Oktober 2010, 06:50 Uhr

Die FDP bleibt im Kellerloch

Die Umfrageergebnisse der FDP sind stabil - unter 5 Prozent. Im Bund und in NRW. Das Umfrageinstitut Forsa ermittelte auch, wer für die NRW-CDU antreten sollte: Laschet oder Röttgen?

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FDP gewinnt in den Umfragen keinen Blumentopf: Parteichef Guido Westerwelle© Tim Brakemeier/DPA

Die FDP kommt nicht aus dem Tief. Im aktuellen stern-RTL-Wahltrend erzielt sie 4 Prozent, wäre also nicht mehr im Bundestag vertreten, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre. Die Union stieg im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte, mit 31 Prozent bleiben CDU/CSU jedoch weiter auf schwachem Niveau. Für die SPD wollen wie zuvor 23 Prozent der Wähler stimmen. Die Grünen geben einen Punkt ab, mit 24 Prozent bleiben sie weiter stärker als die SPD. Die Linke fällt um einen Punkt auf 11 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 7 Prozent der Wähler entscheiden.

Mit zusammen 47 Prozent hätten Grüne und SPD einen Vorsprung von 12 Punkten vor Union und FDP und damit im Parlament eine knappe Mehrheit der Stimmen.

NRW: Mehrheit für Rot-Grün

Wenn in Nordrhein-Westfalen jetzt Landtagswahlen wären, hätten SPD und Grüne die Chance auf eine absolute Mehrheit. Rund 100 Tage nach dem Start der rot-grünen Minderheitsregierung sind vor allem die Grünen gestärkt: Nach einer Umfrage des stern würden sich derzeit 19 Prozent der Nordrhein-Westfalen für die Ökopartei entscheiden, rund 7 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl am 9. Mai diesen Jahres. Der SPD dagegen verschafft die Regierungsverantwortung keinen Auftrieb: Sie liegt mit 35 Prozent auf der Ebene ihres Wahlergebnisses vom Mai, als sie 34,5 Prozent erhielte. Gemeinsam ergeben sich für beide Parteien 54 Prozent.

Die CDU fällt in der stern-Umfrage auf 31 Prozent zurück, bei der Wahl im Mai hatte sie 34,6 Prozent geholt. Die FDP, die im Mai 6,7 Prozent bekam, würde mit 3 Prozent unter die Fünf-Prozent-Hürde fallen. Die Linke liegt bei 5 Prozent (Wahlergebnis im Mai: 5,6 Prozent). Für "sonstige Parteien" wollen 7 Prozent der Nordrhein-Westfalen stimmen.

Laschet oder Röttgen?

Über die bisherige Arbeit der Regierung von Hannelore Kraft trauen sich viele Bürger an Rhein und Ruhr allerdings noch kein Urteil zu. 23 Prozent sagten, sie seien mit der bisherigen Arbeit von Kraft zufrieden, 22 Prozent äußerten sich unzufrieden, 55 Prozent hatten keine Meinung ("weiß nicht"). Die Frage, ob die neue Regierung besser arbeite als die christlich-liberale Vorgängerregierung, bejahten 21 Prozent der Nordrhein-Westfalen, 14 Prozent empfanden sie als schlechter, 65 Prozent sahen keinen Unterschied oder hatten dazu keine Meinung.

Klare Präferenzen haben die Wähler in der Frage des neuen CDU-Landeschefs, über den derzeit die CDU-Mitglieder abstimmen. 52 Prozent der Nordrhein-Westfalen würden sich für Ex-Landesintegrationsminister Armin Laschet entscheiden und 25 Prozent für Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Auch bei den befragten CDU-Anhängern liegt Laschet mit 54 Prozent vor Röttgen mit 28. Ausschlaggebend für den Vorsprung dürfte sein, dass der überwältigenden Mehrheit der NordrheinWestfalen (76 Prozent) und auch der CDU-Anhänger (80 Prozent) wichtig ist, dass der neue Landeschef sich voll auf seine Arbeit vor Ort konzentrieren sollte. Dass er viel Einfluss in der Bundespolitik hat, wird nicht als wesentlich betrachtet. Die Mitgliederbefragung in der CDU läuft noch bis zum 30. Oktober, am 31. Oktober sollen die Stimmen ausgezählt werden.

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