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Nachrichten: Autoindustrie: Studie: Schnellste Produktion Deutschlands bei Ford in Köln

Große Unterschiede bei den Produktionszeiten europäischer Autofabriken ermittelte die Zeitschrift "Capital" aus Zahlen des vertraulichen Harbour Report Europa 2008 der Unternehmensberatung Oliver Wyman.

Die kürzeste Zeit zur Herstellung eines Autos benötigen Ford Europa mit 16,6 Stunden und Nissan mit 14,2 Stunden. Gefolgt von Toyota (21 Stunden), Renault (22,5 Stunden) und Opel/Saab (28,8 Stunden). Peugeot und Citroen wenden 25,5 Stunden und Fiat 27 Stunden pro Fahrzeug auf . Am Längsten von allen Volumenherstellern braucht Volkswagen. Die Marke VW wendet 35,2 Arbeitsstunden pro Auto auf . Allerdings hat sich die Produktionszeit bei VW laut "Harbour Report Europa 2008" im Vergleich zu 2004 schon deutlich verbessert. Damals benötigte VW noch mehr als 44 Stunden pro Fahrzeug. Die Produktionszeit ist kein Gradmesser der Produktivität, aber eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl.

Insgesamt untersuchte Oliver Wyman 53 Montage-Werke in ganz Europa. Neben der Endmontage stehen auch Presswerk, Rohbau, Lackiererei sowie Motoren- und Getriebebau im Fokus. Erfasst werden die jeweils produzierten Stücke oder Teile sowie die beteiligten Mitarbeiter, die am Band stehen oder sich um Logistik, Qualitätssicherung oder Verwaltungsaufgaben kümmern.

Aufschlussreich ist auch ein Vergleich der einzelnen Fahrzeugklassen: Ein VW Polo aus Pamplona kommt laut "Capital" beispielsweise auf eine Fertigungszeit von 21,6 Stunden, während ein Nissan Micra im britischen Sunderland 11,3 Stunden, ein Ford Fiesta in Köln 12 Stunden, ein Opel Corsa in Eisennach 14,5 Stunden und ein Toyota Yaris im französischen Valenciennes 18,8 Stunden benötigt. Der alte Golf kam in Wolfsburg auf rund 32 Stunden. Im Vergleich dazu sind es beim Ford Focus 16,3 Stunden, beim Renault Megane 18,3 Stunden, Opel Astra 21,4 Stunden und Toyota Auris 22 Stunden. Mit dem neuen Golf gelingt VW aber ein Quantensprung: 22 Stunden sind deutlich wettbewerbsfähiger und weit vor dem 1er-BMW mit 38,5 Stunden. In der Mittelklasse ragen Ford Mondeo, Opel Vectra und Toyota Avensis mit rund 23 Stunden heraus. Ein VW Passat aus Emden braucht 38 Stunden, ein 3er-BMW aus München 40,3 Stunden, der Audi A4 deutlich unter 35 Stunden.

Hans Bast / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.