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Rolls-Royce Ghost: Der gepimpte Luxusschlitten

Der kleinste Rolls-Royce wächst: Der Hersteller von Luxusautomobilen ergänzt sein Modellprogramm um einen Ghost mit 17 Zentimeter längerem Radstand. So lässt es sich reisen wie ein König.

Der kleine Rolls schaffte seit seiner Markteinführung direkt den Sprung aus dem überdimensionalen Schatten des Phantoms. Doch zuletzt sind dem noblen Briten die automobilen Parvenüs aus Süddeutschland mit ihren Langversionen etwas zu nah auf die Pelle gerückt. So misst der Mercedes-Benz S 450 L jetzt 5,22 Meter und hat dabei einen Radstand von 3,16 Meter. Der BMW 760 Li, auf dem auch der Rolls-Royce Ghost technisch basiert, hat einen Radstand von sogar 3,21 Meter bei einer Fahrzeuglänge von 5,21 Metern. Der Audi A8 W 12 hat zwar nur einen Radstand von 3,12 Meter, aber eine imposante Gesamtlänge von 5,26 Meter.

Mit dem jetzigen Schritt hat Rolls-Royce wieder für gebührenden Abstand zur schnöden Klasse der normalen Luxuslimousinen gesorgt und dabei gleichzeitig die Lücke zum Topmodell Phantom schließen können. Der Rolls-Royce Ghost EWB (Extended Wheel Base) misst jetzt, bei 3,46 Meter Radstand, Ehrfurcht gebietende 5,56 Meter Gesamtlänge.

Beinfreiheit verdoppeltet sich

Dabei kommt der Längenzuwachs voll und ganz dem Wohlbefinden der Passagiere im opulenten Fond zugute. Die Bein- und Kniefreiheit verdoppeln sich auf 320 Millimeter und verbessern den ohnehin grandiosen Reisekomfort der Limousine nochmals deutlich. Dazu tragen, wie gewohnt der aufwendige Schallschutz und die vielfach einstellbaren Einzelsitze mit Massagefunktion im Fond bei. Die beiden 9,2 Zoll großen Farbbildschirme und das 600-Watt-Audiosystem sorgen für Kurzweil während der Fahrt. Zusätzlich bietet Rolls-Royce an, das Fahrzeug mit einem kabellosen Hot-Spot oder mit einer Theater-Konfiguration ausstatten zu lassen: Dabei werden alle nicht fahrrelevanten Einstellungen vom Fond aus vorgenommen.

Auch dieser Rolls-Royce Ghost wird von dem gleichen V12-Motor mit 6,6 Liter Hubraum angetrieben, wie die Grundversion. Das Doppelturbo-Triebwerk leistet 420 kW/570 PS bei 5.250 U/min und bietet 780 Newtonmeter Drehmoment bei 1.500 U/min auf. So angetrieben beschleunigt der Ghost in 4,9 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt.

Mit dem Ghost EWB will Rolls-Royce vor allem auf den asiatischen Wachstumsmärkten Neukunden gewinnen. Einigen Kunden ist der Phantom etwas zu imperial - hier und da gibt es vielleicht noch Vorbehalte gegen die ehemalige Kolonialmacht - und die anderen europäische Edelmarken nicht standesgemäß genug. Von der Normalversion seit 2010 wurden 2.711 Fahrzeuge gekauft. Die Auslieferung des Rolls-Royce Ghost Extended Wheel Base beginnt noch in diesem Herbst.

Pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.