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Internet-Politik Facebook gibt journalistische Inhalte in Australien wieder frei

Donald Trump
Sehen Sie im Video: Soziale Medien sperren vorübergehend Trumps Accounts.




Angesichts der Ausschreitungen vor dem US-Parlament kündigte der Kurznachrichtendienst Twitter an, den Account von US-Präsident Trump für 12 Stunden zu sperren. Sollte Trump jene Tweets nicht entfernen, in denen er nicht belegte Aussagen über die Präsidentschaftswahl machte, würde sein Account auch dauerhaft gesperrt bleiben, so das Unternehmen. Kurz darauf kündigte auch Facebook an, Trumps Nutzerkonto für 24 Stunden zu sperren.
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Die australische Regierung hat sich mit Facebook im Streit über Medieninhalte auf der Plattform geeinigt. Der Internetriese werde die Sperre für australische Nachrichtenseiten auf seinem Online-Netzwerk in den kommenden Tagen aufheben, heißt es in einer Mitteilung.

Facebook und die australische Regierung haben im Streit um ein geplantes Gesetz zur Regulierung des digitalen Nachrichtenmarkts einen Kompromiss erzielt. Der US-Internetgigant kündigte deshalb am Dienstag an, dass eine seit vergangener Woche in dem Land verhängte Sperre journalistischer Inhalte auf Facebook wieder aufgehoben werde.

"Wir sind erfreut darüber, dass wir eine Vereinbarung mit der australischen Regierung erreichen konnten, und wissen die konstruktiven Diskussionen zu schätzen", erklärte der Australien-Chef von Facebook, Will Easton.

Regierung nimmt Änderungen am Gesetzestext vor

Nach seinen Angaben nahm die Regierung "Änderungen" an dem Gesetzestext vor. Die journalistischen Nachrichteninhalte könnten deshalb auf den Seiten australischer Nutzer "in den kommenden Tagen" wieder freigeschaltet werden, teilte Easton mit. Angaben zum Inhalt des erzielten Kompromisses machten beide Seiten zunächst nicht. 

Die Regierung will mit dem Gesetz den US-Internetgiganten Facebook und Google vorschreiben, den traditionellen australischen Medienhäusern Nutzungsgebühren für die Verbreitung von deren journalistischen Inhalten zu zahlen. Auf diese Weise soll ein Teil der Werbeeinnahmen der Onlineriesen an die traditionellen Medienhäuser weitergereicht werden. 

Als Reaktion auf das Gesetzesvorhaben hatte Facebook seit Donnerstag für Nutzer in Australien den Zugang zu journalistischen Nachrichteninhalten blockiert. Die australische Regierung verhandelte anschließend mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg über Wege zur Beendigung des Konflikts.

Google vermied hingegen einen Konflikt mit der australischen Regierung. Der Konzern handelte bereits Vereinbarungen mit mehreren Medienunternehmen zur Weiterverbreitung von deren Inhalten aus. Ein entsprechendes Abkommen wurde unter anderem mit News Corp, dem Unternehmen des Medienmoguls Rupert Murdoch, geschlossen. 

tim AFP

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