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Digitale Fotografie: "Schluss mit dem Pixelwahn!"

Je höher die Auflösung, desto besser die Kamera: Das denken noch immer viele Käufer von digitalen Fotoapparaten. Dabei ist oft das Gegenteil richtig. Experte Dietmar Wüller erklärt, weshalb

Ihr Labor testet seit vielen Jahren Digitalkameras. Wenn Sie eine 6-Megapixel- Kamera aus dem Jahr 2004 vergleichen mit einem aktuellen 12-Megapixel-Modell: Welche macht die besseren Bilder?

Wahrscheinlich die alte! Seit etwa drei Jahren beobachten wir, dass neue Kompaktkameras nicht nur nicht besser, sondern im Gegenteil deutlich schlechter sind als ihre Vorgängermodelle.

Andere technische Geräte, etwa Handys und MP3-Player, werden mit der Zeit immer besser. Warum nicht auch Digitalkameras?

Die Hersteller statten die Kameras mit einer immer höheren Auflösung aus. Die erkennt man an der Zahl der Bildpunkte, der "Pixel". Sie machen aber die Bildsensoren dabei nicht größer. Also drängen sich immer mehr Pixel auf gleichbleibendem Platz. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen ergeben sich dadurch Bildfehler, es entsteht das sogenannte Rauschen.

Warum machen die Hersteller nicht einfach die Sensoren größer?

Dann brauchte man auch größere Objektive und dadurch wiederum größere Gehäuse. Bei Spiegelreflexkameras zum Beispiel geht das, und da wird das auch gemacht. Bei Kompaktkameras aber funktioniert das nicht - sie sollen ja weiterhin in die Hosentasche passen. Abgesehen davon kosten große Sensoren viel mehr Geld: Die Kameras würden dadurch insgesamt wesentlich teurer werden.

Wenn weniger Auflösung besser ist, warum bauen die Hersteller dann überhaupt immer mehr Pixel ein?

Allein aus Marketing-Gründen. Viele Käufer glauben noch immer, dass eine Kamera umso besser ist, je mehr Pixel sie hat. Ende der 90er Jahre stimmte das auch. Doch die Zeit ist lange vorbei.

Was raten Sie also Kunden, die eine neue Digitalkamera kaufen wollen?

Schluss mit dem Pixelwahn! Für Kompaktkameras gilt: Je mehr Pixel, desto schlechter das Bild. Ich empfehle, die Finger von 12-Megapixel-Kameras zu lassen und bei zehn Megapixeln vorsichtig zu sein. Weniger ist mehr: Sieben oder acht sind die bessere Wahl. Am besten sind 6-Megapixel-Kameras.

Die gelten aber längst als veraltet. Im Handel kann man sie kaum noch kaufen.

Das stimmt leider. Die Sensorhersteller bauen so etwas schon gar nicht mehr. Wenn man aber sucht, findet man auch heute noch gute 6-Megapixel-Modelle.

Bei vielen Kameras kann man die gewünschte Auflösung von Hand einstellen. Hilft es, seine 12-Megapixel-Kamera im 6-Megapixel-Modus zu benutzen?

Leider nein, denn das macht die einzelnen Bildpunkte auch nicht größer. Manche Kameras, zum Beispiel von Olympus, beherrschen allerdings das sogenannte Binning. Dabei werden mehrere Pixel zu einem zusammengefasst. Dadurch kann man bei schlechtem Licht in der Tat bessere Ergebnisse erzielen. Allerdings erhält man dadurch eine deutlich geringere Auflösung: Eine 12-Megapixel-Kamera liefert dann nur noch 4-Megapixel-Fotos.

Ist ein Ende des Pixel-Wettlaufs in Sicht?

Das zeichnet sich ab. Im Internet unter www.6mpixel.org haben wir eine Kampagne gestartet, die Käufer aufklären soll und für die wir viel positive Reaktionen aus der Fachwelt bekommen haben. Die Hersteller wissen längst Bescheid - zumindest die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Jetzt müssen nur noch die Marketing-Leute überzeugt werden.

Interview: Ulf Schönert / print
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.