Kriminalität
Angeklagter schweigt im Prozess um Hammermord

Wegen Doppelmordes an seiner Großmutter und deren Mann muss sich der Angeklagte vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Foto
Wegen Doppelmordes an seiner Großmutter und deren Mann muss sich der Angeklagte vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Foto
© Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Wegen zweifachen Mordes muss sich ein Mann vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Er soll in Schwaben aus Rache seine Großmutter und deren Mann mit Hammerschlägen getötet haben.

Ein 31-Jähriger muss sich vor dem Landgericht Memmingen verantworten, weil er seine Großmutter und deren Ehemann getötet haben soll. Beim Prozessauftakt schwieg der Angeklagte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit zweifachen Mord vor. Er soll die Opfer im schwäbischen Günzburg aus Rache mit Hammerschlägen umgebracht haben.

Mit dem Werkzeug soll der Angeklagte im Juni vergangenen Jahres in die Wohnung der 78-Jährigen und des 74-Jährigen eingedrungen sein. Direkt im Anschluss soll der sportliche Mann, der mit einer Handfessel vor Gericht geführt worden ist, in den engen Räumen auf die Opfer eingeschlagen haben, bis sie tot waren. 

Angeklagter soll Tat in erster Vernehmung gestanden haben

Er soll die Tat zuvor geplant haben. Der Angeklagte sei davon ausgegangen, dass der Mann seiner Großmutter seine Mutter missbraucht und die Großmutter dabei tatenlos zugesehen habe. Die Mutter soll den Beschuldigten vor der Tat gebeten haben, lediglich den Kontakt zu den Senioren abzubrechen und von weiteren Handlungen abzusehen. Nach Gerichtsangaben soll sich der Angeklagte nach der Tat selbst ins BKH begeben und die Tat in einer ersten Vernehmung gestanden haben. 

Derzeit sind für das Verfahren sieben weitere Verhandlungstage geplant. Verläuft der Prozess nach Plan, wäre Ende April mit einem Urteil zu rechnen.

dpa