Beim laut Verdi ersten landesweiten AWO-Warnstreik seit sieben Jahren in NRW haben Beschäftigte der Arbeiterwohlfahrt in einigen Kitas, in der Behindertenhilfe oder auch in Pflege- und Seniorenheimen die Arbeit vorübergehend niedergelegt. Einige Dutzend Kitas in NRW seien am Morgen geschlossen geblieben, vielerorts seien zudem Gruppen zusammengelegt worden, sagte ein Verdi-Sprecher.
Auch Beschäftigte im Nachmittagsbetrieb von Grundschulen seien zum Warnstreik aufgerufen. Der Druck auf die Arbeitgeber soll damit vor der dritten Tarifrunde an diesem Mittwoch erhöht werden. Man rechne damit, dass rund 2.000 Beschäftigte zur zentralen Kundgebung in Dortmund mitsamt einem Demonstrations-Marsch durch die Innenstadt kämen, kündigte der Gewerkschaftssprecher an.
Verdi fordert 500 Euro mehr monatlich für alle Beschäftigten, 300 Euro mehr für Auszubildende sowie drei zusätzliche freie Tage für Verdi-Mitglieder in der AWO NRW. Die Arbeitgeber hatten das als völlig überzogen bezeichnet.