CES 2026 Weltneuheiten und alt Bekanntes in KI-Gewand

Wie jedes Jahr herrscht auf der CES in Las Vegas großer Andrang.
Wie jedes Jahr herrscht auf der CES in Las Vegas großer Andrang.
© imago/Anadolu Agency/Tayfun Coskun
Auf der Tech-Messe CES in Las Vegas wurden dieser Tage jede Menge Neuheiten des kommenden Jahres gezeigt. Dies sind einige der Highlights.

Auch dieses Jahr hat die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vom 6. bis 9. Januar demonstriert, wie schnell sich die Technologisierung fast aller Lebensbereiche ausbreitet: von Unterhaltungselektronik über Smart Home und Robotik bis hin zu Mobilität und Gesundheitstechnologien. Im Zentrum stand dabei vor allem die Verknüpfung von künstlicher Intelligenz mit Alltagsprodukten. Diese sollen nicht nur cleverer sein, sondern auch tatsächlich neue Nutzererlebnisse schaffen. Dies sind einige der Messe-Highlights.

Neue Display-Dimensionen: TV-Technik und Monitore mit KI-Mehrwert

Die spektakulären Display-Neuheiten waren wie jedes Jahr ein Besuchermagnet der Messe. Samsung präsentierte mit einem 130-Zoll-Micro-RGB-TV ein gigantisches Modell, das dank Micro-LED-Technik eine herausragende Helligkeit, einen hervorragenden Kontrast und eine brillante Farbdarstellung verspricht. Dieser Fernseher ist weniger ein klassisches Gerät als vielmehr eine Erlebnisfläche und richtet sich an anspruchsvolle Entertainment-Enthusiasten und Early Adopter. Konkrete Preise und die globale Marktverfügbarkeit sollen im Frühjahr 2026 folgen.

Parallel dazu präsentierte Samsung seine Odyssey-Gaming-Monitor-Reihe, zu der neuartige 6K-Displays mit 3D-Unterstützung sowie Modelle mit ultrahoher Bildwiederholrate für Gamer und Kreativprofis gehören. Auch LG präsentierte eine Reihe neuer OLED- und UltraGear-Monitore, die mit 5K-Upscaling und Bildwiederholraten von bis zu 540 Hz überzeugen.

Smartphones und Mobile Innovationen: Foldables und Neuinterpretationen

Im Smartphone-Segment sorgten mehrere Folding-Devices für Schlagzeilen. Samsung stellte mit dem Galaxy Z TriFold ein Tri-Fold-Gerät mit einem 10-Zoll-Display vor. Im offenen Zustand verbindet es die Produktivität eines Tablets mit der Mobilität eines Smartphones. Die Markteinführung in Westeuropa wird für das erste Quartal dieses Jahres erwartet, ein offizieller Preis steht noch aus.

Motorola überraschte die Besucher mit dem Motorola Razr Fold: Das Klapphandy verfügt über ein 8,09 Zoll großes Innen-Display, ein stabil wirkendes Scharnier und ist im geöffneten Zustand gerade einmal 9 Millimeter dick. Die Standardversion soll noch 2026 in den Handel kommen, der Preis ist bislang nicht bekannt. Ab Februar soll zudem eine spezielle World-Cup-Edition des bisherigen Razr-Modells erscheinen.

Ein ungewöhnliches Wiederaufleben klassischer Designs zeigte außerdem das Clicks Communicator-Telefon, ein Smartphone mit physischer Tastatur und 4-Zoll-OLED-Display. Es ist an klassische Geräte aus den 2000er-Jahren angelehnt und wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 ab etwa 399 USD erhältlich sein.

Smart Home: Alltag, nicht Zukunft

Auf der CES 2026 war Smart-Home-Technik nicht nur eine Präsentation vieler Ideen, sondern es wurden auch tatsächliche Produkte vorgestellt. Mit dem Aqara U400 Smart Lock präsentierte Aqara beispielsweise ein Türschloss mit Ultra-Wideband-Technologie (UWB) für das kontaktlose Öffnen per Smartphone-Näherung. Es ist für etwa 269,99 USD verfügbar.

Unter dem Motto "AI-vernetztes Wohnen" präsentierte Samsung intelligente Haushaltsgeräte wie den Family-Hub-Kühlschrank mit Sprach- und Lebensmittelerkennungs-Assistent, den Bespoke-AI-Waschtrockner und den Bespoke-AI-Jet-Bot-Steam-Ultra-Roboterstaubsauger, der Wäsche- und Bodenreinigung kombiniert. Diese Modelle sollen im zweiten Quartal 2026 auf verschiedenen Märkten eingeführt werden.

Robotik: Vom Bodenreiniger bis zum Alltagshelfer

Robotertechnik machte erneut einen Sprung in Richtung praktische Nutzung. Der Roborock Saros Rover ist ein Staubsaugerroboter, der durch bewegliche Beine Treppen erklimmen kann und damit auch mehrstöckige Wohnungen autonom reinigt - allerdings noch ohne bestätigten Preis oder finales Verfügbarkeitsdatum, da das Gerät derzeit im Entwicklungsstatus gezeigt wurde. Gleiches gilt für den Wischroboter Pilot 70 von Mova, der sich von einer Drohne an den gewünschten Ort fliegen lassen kann.

Für Gartenliebhaber gab Mammotion mit dem LUBA 3 AWD Einblick in die Zukunft der Rasenpflege: Ein robotischer Mähroboter mit Tri-Fusion-Navigation (LiDAR, AI-Kamera, NetRTK) und Allradantrieb, der bereits für 2.299 Euro vorbestellbar ist. Im Premium-Segment der Poolpflege zeigte Mammotion außerdem den Spino S1 Pro Pool-Roboter, der sich nach Beendigung seines Reinigungszyklus selbst aus dem Wasser ziehen und an die Ladestation bringen kann.

LG präsentierte mit dem Haushaltsroboter CLOiD außerdem seine Vision einer Haushaltshilfe in Roboterform. Der mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Roboter ist mit zwei feinmotorischen Armen, Kameras, Sensorik und Sprachsteuerung ausgestattet. Er soll alltägliche Aufgaben wie das Be- und Entladen der Waschmaschine, das Transportieren von Gegenständen oder die Steuerung vernetzter Geräte übernehmen. CLOiD fungiert somit sowohl als physischer Helfer als auch als mobiler Smart-Home-Hub. In Live-Demos überzeugte vor allem die präzise Objekterkennung und Interaktion mit Haushaltsgeräten, wenngleich die Bewegungsabläufe noch prototypisch wirkten. Angaben zu Preis oder Marktstart hat LG bislang nicht gemacht.

Kreatives Spielen und Gadgets

Ein eher unerwarteter Gast der Messe war der Klemmbaustein-Hersteller LEGO. Der dänische Konzern präsentierte sein "LEGO Smart Play"-System, bei dem klassische LEGO-Steine mit Sensoren, Lichtern und Sounds ausgestattet sind. Die Steine können die Distanz zu anderen Smart Bricks erkennen, vom Laserschwert über eine Ente bis zum Flugzeug unterschiedliche Töne abspielen oder in den richtigen Farben leuchten. Die ersten Smart-Brick-Sets in "Star Wars"-Thematik sind ab 1. März 2026 erhältlich und kosten je nach Set-Größe zwischen 70 und 160 Euro.

Auch der Zauberwürfel Rubik's WOWCube verbindet interaktive Unterhaltung mit einem traditionell analogen Produkt. Der drehbare Zauberwürfel ist mit zahlreichen Mini-Displays für Spiele und Lernmodi ausgestattet. Er kostet 499 Dollar, auf die es derzeit einen "Early 2026"-Rabatt von 100 Dollar gibt.

SpotOnNews

PRODUKTE & TIPPS

Kaufkosmos