Beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 in der Wiener Stadthalle haben sich am Dienstagabend zehn Länder für das Finale am 16. Mai qualifiziert. Griechenland, Finnland, Belgien, Schweden, Moldau, Israel, Serbien, Kroatien, Litauen und Polen sind damit weiterhin im Rennen. Die Heimreise antreten müssen Portugal, Georgien, Montenegro, Estland und San Marino. Für San Marino war der britische Kultmusiker Boy George (64) angetreten - sein Auftritt reichte allerdings nicht für den Finaleinzug.
Boy George, der mit seiner Band Culture Club in den 80ern Welthits wie "Karma Chameleon" und "Do You Really Want To Hurt Me" veröffentlichte, unterstützte die italienische Sängerin Senhit beim Song "Superstar". Auf der Bühne erschien er allerdings erst gegen Ende des Liedes - auf einem Kristallthron sitzend - und war insgesamt kaum eine Minute zu sehen. Offenbar zu wenig für Fans und Jury.
Sarah Engels mit spektakulärem Stunt außer Konkurrenz
Deutschland trat mit Sarah Engels (33) und ihrem Song "Fire" außer Konkurrenz auf - Deutschland ist bereits automatisch für das Finale qualifiziert. Engels sorgte dennoch für einen der meistdiskutierten Momente des Abends. Mitten in der Choreografie erklomm sie eine erhöhte Plattform und ließ sich rückwärts aus mehr als zwei Metern Höhe fallen, aufgefangen von ihren vier Tänzerinnen.
Neben dem Stunt hatte Engels einen weiteren Überraschungsmoment vorbereitet: Sie betrat die Bühne in einem weißen Kleid, das ihre Tänzerinnen ihr im Verlauf der Nummer vom Leib rissen - darunter kam ein knapper Body und Overknee-Stiefel zum Vorschein. Das Publikum in der Wiener Stadthalle reagierte mit lautem Jubel.
Vicky Leandros eröffnete den Abend
Die Sendung wurde von Victoria Swarovski (32) und Michael Ostrowski (53) moderiert. Eröffnet hatte das erste Halbfinale Schlager-Ikone Vicky Leandros (73) mit "L'amour est bleu" - zum ersten Mal seit 1972 trat sie wieder auf einer großen ESC-Bühne auf. Auch Italiens Sal Da Vinci (57) war außer Konkurrenz vertreten und performte seinen Song "Per Sempre Sì".
Die Abstimmung im ersten Halbfinale erfolgte zu je 50 Prozent durch das Publikum und durch internationale Jurys. Das zweite Halbfinale findet am Donnerstag (15. Mai) ab 21 Uhr statt. Dabei kämpfen 15 weitere Länder um zehn Finalplätze, darunter die Schweiz, Ukraine, Dänemark und Norwegen.