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+++ Live-Ticker zum Wetter-Chaos+++: Horror-Crash auf der A17

Fünf LKW und sieben PKW sind auf A17 kollidiert. Etwa 2000 Menschen sitzen auf dem Pariser Flughafen "Charles de Gaulle" fest. In Thüringen und NRW sind mehrere Hallendächer eingestürzt. Die Bahnstrecke Hannover-Berlin wieder gesperrt.

16.43: Glatteis verursacht Massenkarambolage

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 17 bei Pirna sind am Freitag ein Mensch getötet und acht Menschen teils schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, waren bei Glatteis am Morgen fünf Lkw und sieben Pkw kurz vor dem Grenzübergang zu Tschechien ineinandergerast. Der Fahrer eines polnischen Lastzuges wurde dabei tödlich verletzt. Unter den Verletzten sind vier Kinder. Die A17 ist vorerst in beiden Richtungen komplett gesperrt.

15.04 Uhr: Endstation Charles de Gaulle

Chaos an Heiligabend auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle: Etwa 2000 Passagiere saßen auf Europas drittgrößtem Flughafen fest. Übermüdet, frustriert und verärgert mussten sie erleben, wie bereits am Morgen 400 der geplanten 1160 Flüge gestrichen wurden. Der Grund: Am Flughafen gab es kaum noch das Enteisungsmittel Glykol für die Flugzeuge. Bis Mittag wurde daher auf Empfehlung der Zivilluftfahrtbehörde die Hälfte, am Nachmittag dann noch immerhin 35 Prozent aller geplanten Flüge gestrichen. Als ein Hallendach unter den Schneemassen nachzugeben drohte, musste das Terminal 2E geräumt werden.

14.12 Uhr: Hallendächer brechen ein

Unter der großen Schneelast sind in mehreren Städten Hallendächer zusammengebrochen. Allein im Raum Aachen stürzten am Freitag die Dächer zweier Reithallen sowie ein Scheunendach ein. "In allen Fällen gab es keine Verletzten", teilte die Polizei mit. In Münster konnte das Dach einer Turnhalle nicht mehr standhalten, in Dortmund gab die Überdachung einer Lagerhalle nach. Im thüringischen Hermsdorf brach die Lagerhalle eines Hausmeisterdienstes unter der Last einer 50 Zentimeter dicken Schneedecke zusammen. Auch bei diesen Vorfällen wurde niemand verletzt.

12.47 Uhr: In Düsseldorf fliegen sie wieder

Der Flugbetrieb am Düsseldorfer Flughafen läuft nach stundenlanger Unterbrechung wieder an. Der Betrieb werde nur über eine Start- und Landebahn abgewickelt, teilte der Flughafen mit. Wegen Schnee und Eis komme es aber weiter zu Störungen. Passagiere müssten auch im Laufe des Tages weiter mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Wegen der heftigen Schneefälle war der Flugbetrieb am Freitag nicht wie geplant um 6 Uhr gestartet. Erst gegen 11 Uhr ging es weiter. 65 Starts und Landungen seien gestrichen worden.

11.17 Uhr: Die Bahn zwischen Berlin und Hannover steckt wieder fest

Der Bahnverkehr zwischen Berlin und Hannover musste am Freitag erneut unterbrochen werden. Wegen heftigen Schneefalls könnten vorerst keine Züge mehr auf der Teilstrecke zwischen Wolfsburg und Hannover verkehren, informierte ein Zugbegleiter am Vormittag die Reisenden des ICE 942 per Lautsprecher-Durchsage.

Der Zug sollte von Berlin über Hannover nach Köln/Bonn-Flughafen fahren. Der Zugbegleiter kündigte jedoch einen Stopp in Wolfsburg an. Wie es von dort für die Fahrgäste weitergehe, konnte er zunächst nicht sagen.

10.53 Uhr: Tauwetter in Österreich

In Österreich gibt es zu Weihnachten diesmal Tauwetter und nur stellenweise Schnee. In einigen Skigebieten, vor allem in Tirol, steigt dadurch die Lawinengefahr. Die feuchte Schneedecke in niedrigen Lagen und Neuschnee in größerer Höhe berge die Gefahr von Gleitschnee-Lawinen, hieß es beim Lawinenwarndienst. Allgemein meldeten die Warndienste am Freitag mäßige Gefahr der Stufe zwei, in Tirol jedoch erhebliche Gefahr der Stufe drei.

10.29 Uhr: Blitzeis auf Straßen in Rheinland-Pfalz

Blitzeis und Schnee haben am Freitagmorgen vor in Teilen von Rheinland-Pfalz die Straßen in Rutschbahnen verwandelt. Größere Behinderungen oder Unfälle gab es jedoch zunächst nicht. "Die Leute fahren sehr vorsichtig", sagte ein Polizeisprecher in Trier. Im Hunsrück mussten einige Strecken vorübergehend wegen der Glätte gesperrt werden, etwa die Bundesstraße 50 nahe Simmern.

10.16 Uhr: Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover dicht

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover ist an Heiligabend in der Nähe von Lüneburg in Niedersachsen wegen Bäumen in der Oberleitung gesperrt worden. Der Fernverkehr wurde über Rotenburg (Wümme) umgeleitet, wie ein Bahnsprecher am Freitag berichtete.

Die Züge auf der Nord-Süd-Achse verspäteten sich daher um etwa eine Dreiviertelstunde. Die Strecke sei seit 5 Uhr nicht mehr passierbar, erläuterte der Sprecher. Wann sie wieder frei sein wird, war zunächst unklar.

9.52 Uhr: Güterzug soll Oberleitungen Richtung Berlin auftauen

Nach der Freigabe der Bahnstrecke Berlin-Hannover in Richtung Westen soll nun ein Güterzug die vereisten Oberleitungen in der Gegenrichtung auftauen. Der Zug arbeite sich Meter für Meter vor, sagte ein Bahnsprecher am Freitagmorgen. Dadurch fließe Strom und die Leitungen könnten sich wieder erwärmen. Wenn der Zug eine Ausweichstelle in Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel erreicht habe, könne die Strecke wieder freigegeben werden. Wann das der Fall ist, war zunächst noch nicht absehbar. Nach ersten Schätzungen waren rund 700 Reisende in vier ICE und einem IC-Nachtzug von der Sperrung in der Nacht zum Freitag betroffen.

9.38 Uhr Neuschnee legt Düsseldorfer Flughafen lahm

Der Düsseldorfer Flughafen hat wegen des heftigen Schneefalls seinen Betrieb bis zum späten Vormittag eingestellt. Gegen 11 Uhr sollten die Flieger wieder starten können, teilte der Flughafen am Freitag mit. Der Winterdienst sei mit 20 Spezial- und Räumfahrzeugen im Einsatz, um Start- und Landbahnen vom Neuschnee zu befreien. Bisher seien 65 Flugbewegungen annulliert worden. Weitere Flüge, die von Düsseldorf starten oder landen sollten, seien zunächst verschoben worden. Insgesamt habe der Düsseldorfer Flughafen für Heiligabend mit 335 Starts und Landungen sowie 30.000 Passagieren gerechnet.

9.30 Uhr 2000 Passagiere in Paris gestrandet

Wegen des Winterwetters hat die französische Flugsicherung für Freitagvormittag zur Annulierung der Hälfte aller Flüge am Pariser Großflughafen Roissy Charles de Gaulle aufgerufen. Wegen Minustemperaturen und eines Mangels an Enteisungsflüssigkeit für die Flugzeuge sollten die Airlines bis 13 Uhr 50 Prozent aller Flüge absagen, teilte die Behörde in der Nacht zum Freitag mit.

In der Nacht zum Freitag saßen rund 2000 Passagiere auf dem größten Flughafen Frankreichs fest, wie die französischen Medien berichteten. Den gestrandeten Passagieren wurden Feldbetten und warme Decken zur Verfügung gestellt.

8.53 Uhr Eisregen und Glätte auf Bayerns Straßen

Auf den Straßen in Bayern wird es Heiligabend stellenweise extrem glatt. Der Verkehrslagedienst der Polizei warnte vor Eisregen und Glätte besonders im Spessart und in Unterfranken. Vor allem die Autobahn 3 Würzburg-Passau sowie die Autobahn 45 bei Aschaffenburg seien betroffen. Im Laufe des Tages rechnen die Meteorologen zunächst mit Schneeregen für weite Teile Bayerns, der gefrieren kann und der auch in Schneefall übergeht.

8.45 Uhr Streckensperrung Hamburg-Berlin teilweise wieder aufgehoben

Eine der wichtigsten Strecken im deutschen Bahnverkehr, die Verbindung Berlin-Hannover, wurde in der Nacht zu Freitag komplett gesperrt. Mittlerweile läuft der Verkehr wieder von der Hauptstadt in Richtung Hannover. Auslöser für die Sperrung waren vereiste Oberleitungen auf weiten Teilen der Ost-West-Achse, wie ein Bahnsprecher am Morgen sagte. Fünf Züge - darunter vier ICE - mit Hunderten von Passagieren waren deshalb dort gegen Mitternacht stundenlang liegengeblieben. Mit der Sperrung drohen ausgerechnet mitten im Weihnachtsreiseverkehr im Norden und Osten Deutschlands massive Verspätungen im Zugverkehr.

Die ersten Züge in Richtung Hannover sind um 7.30 Uhr in der Hauptstadt gestartet. In der Gegenrichtung dauert die Sperrung aber noch an. Dort steht auch noch ein Güterzug. Alle Personenzüge auf dem Gleis in Richtung Berlin seien entweder von herbeigerufenen Dieselloks abgeschleppt worden oder zumindest unterwegs. Auch für den Güterzug komme Hilfe.

6.02 Uhr: Bahnstrecke Hannover-Berlin gesperrt

Die Sperrung hatte sich angekündigt, als gegen Mitternacht vier ICE und ein IC zwischen Hannover und Berlin mit Stromproblemen liegengeblieben waren. Daher mussten nach Auskunft der Bahn 700 Fahrgäste stundenlang auf offener Strecke ausharren. "Die Heizung funktionierte aber", sagte der Sprecher. Die für den Schienenverkehr zuständige Bundespolizei sagte, die fünf Züge hätten zwischen Oebisfelde östlich von Wolfsburg und Stendal in Sachsen-Anhalt gestoppt. Ein Sprecher der Rettungsleitstelle im Altmarkkreis Salzwedel sagte, die Bahn habe das Problem alleine lösen und keine Hilfe in Anspruch nehmen wollen.

Ebenfalls nicht befahrbar ist die Strecke Magdeburg - Helmstedt. Probleme gibt es laut der Sprecherin auch auf der Strecke Hamburg-Hannover, wo es zu Verspätungen komme. Den Angaben zufolge gibt es in allen Regionen nördlich von Berlin Schwierigkeiten wegen vereister Oberleitungen. In den anderen Bundesländern sei die Lage relativ ruhig. In Schleswig-Holstein sind mehrere Zugverbindungen eingestellt.

5.18 Uhr: Im Schneckentempo auf der Autobahn

Tausende Autofahrer im Norden haben in der Nacht vor Heiligabend in einer wahren Geduldsprobe auf glatten und vereisten Straßen vorankriechen müssen. Während in Niedersachsen vor allem Eis das Problem war und den Autobahnverkehr teilweise sogar zum Erliegen brachte, sorgten in Schleswig-Holstein Schnee und Sturm für massive Behinderungen. Und der Deutsche Wetterdienst DWD in Offenbach kündigte für den Nordwesten neue ergiebige Schneefälle an.

3 Uhr: Katastrophale Lage auf der A1

Die Warnung der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) in Hannover las sich in der Nacht dramatisch: "In Niedersachsen ist der Verkehr witterungsbedingt teilweise zum Erliegen gekommen", hieß es um kurz nach 22 Uhr. Den Angaben zufolge waren von den chaotischen Verhältnissen auch die für ganz Deutschland wichtigen Achsen der Autobahnen 1, 2 und 7 betroffen - aber auch Bundes- und Landstraßen. Am Morgen kündigte die VMZ an, dass auf allen niedersächsischen Autobahnen nur noch die rechte Fahrspur geräumt und gestreut werde. Die linken Fahrstreifen seien teilweise nicht mehr passierbar. Auf Bundes- und Landstraßen werde nur noch geräumt, nicht mehr gestreut.

Am frühen Morgen gegen 3 Uhr meldete die Autobahnpolizei für die A1 und die A28 "eine katastrophale Verkehrslage". Auf der gesamten A1-Strecke von Bremen über Wildeshausen bis nach Cloppenburg habe es "ganz viele Unfallmeldungen" gegeben. Zunächst war aber von Verletzten nichts bekannt. Auch auf der A28 Bremen Richtung Oldenburg habe es etliche Unfälle gegeben. Auch Lastwagen seien betroffen.

Am Donnerstagabend hatte es die wichtige Ost-West-Achse der A2 erwischt. "Die Lage ist sehr brisant. Wir haben viele Unfälle, teilweise geht es nach wie vor nur im Schritttempo voran", sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Braunschweig gegen 23.30 Uhr. Die Winterdienste könnten nicht dagegen anarbeiten.

Ein Autofahrer, der von Hannover nach Wolfsburg unterwegs war, meldete gegen 21.00 Uhr: "Geschlossene Eisdecke auf der A2." Er komme seit zwei Stunden nur mit 10 Stundenkilometern voran. Auf der Gegenrichtung Braunschweig-Hannover berichtete eine Autofahrerin gegen 21.30 Uhr, sie habe dreimal so lange gebraucht wie sonst.

1 Uhr: Straßensperrungen im Norden

Neben den Autobahnen waren überall zwischen Harz und Küste auch Bundes- und Landstraßen betroffen. So meldete die VMZ etwa für die ostfriesische L8, die nördlich von Aurich zum Deich nach Bensersiel führt: "In beiden Richtungen Schneeverwehungen, beide Fahrtrichtungen gesperrt". Die Insel Langeoog und ihre Fährverbindung sei damit in der Nacht vor Heiligabend für Autos nicht mehr zu erreichen gewesen.

In Schleswig-Holstein sah es nicht besser aus. Die Polizei in Flensburg meldete gegen 1 Uhr morgens: "Hier schneit es ordentlich. Der Verkehr ist stark beeinträchtigt. Noch immer fahren sich Autos fest." Weiter südlich in Kiel berichtete ein Polizeisprecher gegen 3 Uhr: "Wir haben erhebliche Probleme." In der westlichen Kieler Förde in der Gegend Schwansen seien große Teile des Landkreises für den Verkehr gesperrt. Die Schneeverwehungen seien einfach zu heftig.

swd/DPA / DPA