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25 Jahre nach dem Untergang: "Estonia": Die Schuldfrage bei Europas schlimmster Schiffskatastrophe bleibt ein Rätsel

1994 versinkt die Fähre "Estonia" in der Ostsee. 852 Menschen sterben. Noch heute ranken sich Mythen um den Untergang. In Frankreich wurde ein Prozess gegen die deutsche Meyer-Werft in dem Zusammenhang geführt. Doch die Zivilklage wurde abgewiesen.

Die abgebrochene Bugklappe der "Estonia"

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 17. April veröffentlicht und zur Verkündung des Gerichtsurteils aktualisiert. 

Am 28. September 1994 ereignet sich das bislang schwerste Schiffsunglück Europas seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und gilt als größte zivile Schiffskatastrophe seit dem Untergang der "Titanic". Die estnische Fähre "Estonia" ist mit 989 Menschen an Bord auf dem Weg von Tallin nach Stockholm. Dort kommt sie allerdings nie an. In der Nacht ereignet sich eine Katastrophe: Das Bugvisier der RoRo-Fähre fällt in der stürmischen See ab, das Schiff sinkt. 852 Menschen finden in der kalten Ostsee den Tod.

Fast 25 Jahre nach dem Unglück beschäftigte sich ein Gericht mit dem Fall "Estonia". In einem Vorort von Paris wurde verhandelt, wer Entschädigungszahlungen an die 137 Überlebenden und deren rund 900 Angehörige zahlen muss, berichtete der NDR zu Beginn des Prozesses. Beklagte waren zum einen die französische Klassifikationsgesellschaft Bureau Veritas, die die "Estonia" als seetüchtig eingestuft hatte, und die Papenburger Meyer-Werft, die die Fähre gebaut hatte. Ein offizieller Untersuchungsbericht zur Katastrophe stellte fest, dass es Konstruktionsmängel an der Fähre gab, was die Werft zurückwies.

Zivilklage um Schadensersatz nach "Estonia"-Untergang abgewiesen

In dem Prozess ging es um mehr als 40 Millionen Euro Schadensersatz. Laut einem Anwalt sollte in der Gerichtsverhandlung festgestellt werden, "wer für die Nachlässigkeit bei Konzeption und Betrieb des Schiffes verantwortlich" sei, so der NDR. Opfer und Angehörige jedoch hatten wenig Hoffnung, den Prozess zu gewinnen. Sie sollten Recht behalten. Das Gericht in Nanterre wies die Schadensersatzklagen gegen die Meyer-Werft zurück, ebenso gegen das Bureau Veritas. Die Kläger hätten kein grobes oder vorsätzliches Fehlverhalten der französischen Prüfungsstelle und der Schiffsbauwerft nachweisen können, begründete das Gericht in Nanterre am Freitag seine Entscheidung. Die Reederei EstLine, die die "Estonia" betrieben hatte, zahlte nach dem Untergang bereits 130 Millionen Euro Entschädigung. Die Schuldfrage wurde allerdings nie beantwortet, auch nicht mit der jetzt zurückgewiesenen Klage.

Bis heute ranken sich viele Verschwörungstheorien um den Untergang der Fähre. Estland, Finnland und Schweden, jene Länder, die die meisten Opfer zu beklagen hatten, setzten eine offizielle Untersuchungskommission ein. Sie kommt zu dem Schluss, dass die "Estonia" gesunken ist, weil die Verschlüsse des Bugvisiers, durch das die Fahrzeuge in das Schiff fahren, durch den starken Wellengang zerstört wurden. Dies geschah gegen 1.15 Uhr nachts. Auch seien diese Visieraufsätze zum Verschließen des Bugtores nicht für solche Belastungen ausgelegt gewesen, wie sie in jener verhängnisvollen Nacht aufgetreten waren. So hätten die Teile viel stärker sein müssen, befindet der Abschlussbericht.

"Estonia" versank in kurzer Zeit

Durch das fehlende Bugvisier drangen enorme Wassermassen ein, wodurch die "Estonia" eine extreme Schlagseite bekam. Das Problem: Die Besatzung auf der Brücke hatte anfangs nicht sehen können, dass sich das Bugvisier gelöst hatte und auch keine Alarmmeldung bekommen. So wurde auch die Geschwindigkeit des Schiffes nicht reduziert, obwohl man der Crew metallische Geräusche im Bug meldete. Der Untersuchungsbericht kommt zu dem Schluss, dass eine reduzierte Geschwindigkeit die Überlebenschancen deutlich erhöht hätten. Die Besatzung hätte außerdem nicht alle Maßnahmen getroffen, die sie in einer solchen Situation hätte treffen können. Um 1.22 Uhr funkte die "Estonia" Mayday. Den Funkverkehr können Sie im Video unten anhören.

Der Befehl zur Evakuierung des Schiffes kam erst Minuten später, es gab auch keine Informationen über Lautsprecher an die Passagiere. Gegen 1.30 Uhr schafften es erste Passagiere an Deck des havarierten Schiffs. Um 1.45 Uhr lag die "Estonia" kieloben, was eine Evakuierung über Rettungsboote oder -inseln erschwerte. Viele Menschen sprangen in das kalte Wasser der Ostsee. Um 1.50 Uhr, 35 Minuten nachdem das Bugvisier abbrach, sank die "Estonia" und verschwand von den Radarschirmen. Sie zog hunderte Menschen mit in die Tiefe und wurde für sie zum Grab.

Untersuchungsbericht gibt Meyer-Werft Schuld

Gegen 2.12 Uhr erreichten erste Schiffe die Unglücksstelle und zogen Überlebende aus den Wellen der Ostsee. Später kamen auch Hubschrauber dazu, die die restlichen Überlebenden und auch die Körper der Menschen bargen, die in der Kälte starben. Die Untersuchungskommission kritisierte später das verzögerte Anlaufen der Rettungsaktion mit Hubschraubern.

Laut dem Bericht wären also entweder die Werft und/oder diejenigen verantwortlich, die das Schiff auf seine Seetüchtigkeit überprüften. Etwas, was die Meyer Werft nicht akzeptierte. Sie setzte eine eigene Untersuchungskommission ein, die zu einem erstaunlichen Ergebnis gelangte: Die Bugklappe der "Estonia" hatte sich laut der Kommission nicht durch starke See, sondern durch mindestens zwei heftige Detonationen gelöst. Es wurden auf Unterwasservideos Päckchen und Löcher am Bug gefunden, die Experten einer Explosion bzw. Sprengstoff zuordneten, berichtete der "Spiegel". Eine Theorie, die die damalige offizielle Untersuchungskommission zurückwies. Allerdings bekräftigten Sprengstoffexperten, dass es Explosionen an Bord gegeben haben soll. Dies wurde später vom Bundesamt für Materialforschung aber widerlegt, nachdem die Journalistin Jutta Rabe ein Teil der "Estonia" dort zu Untersuchungen abgab, so der "Spiegel" weiter. 

Terroranschlag auf der "Estonia"?

War die "Estonia" womöglich Ziel eines Terroranschlags? Und wenn ja, wer steckt dahinter? Nach der Veröffentlichung des offiziellen Untersuchungsberichtes wurde schnell Kritik daran laut. Es gebe zu viele Ungereimtheiten. Bis heute Ranken sich Mythen um die "wahren Gründe" des Untergangs. Für viele war es verdächtig, dass die schwedische Regierung rasch nach dem Untergang eine Betonhülle um das Wrack bauen wollte. Außerdem verboten Schweden, Finnland und Estland Tauchgänge zu dem Wrack. Es sollen sogar Schiffe an der Unglücksstelle abgedrängt worden sein, schreibt der "Spiegel". Offizielle Begründung: Bewahrung der Totenruhe. Doch viele sahen darin eine Vertuschung. Nach Protesten wurde der Plan vom Sarkophag eingestellt. Das Tauchen dort ist allerdings immer noch verboten.

Eine weitere Theorie: Schmuggel. Ein überlebender Augenzeuge sagte aus, er habe Militärangehörige am Hafen gesehen, die später kurz vor Abfahrt zwei Lastwagen an Bord fuhren. Es sollen damals Waffen und Militärtechnologie aus der ehemaligen Sowjetunion über Schweden in den Westen geschmuggelt worden sein. Später wurde bekannt, dass die "Estonia" zuvor für solche Transporte genutzt worden sei. Der schwedische und britische Geheimdienst sollen dabei in die Waffentransporte involviert gewesen sein, schreibt die britische Zeitschrift "New Statesman". 

Verschwörungstheorien um die "Estonia"

Die Verschwörungstheorie besagt weiter, dass der Zoll in Schweden von der geheimen Ladung Bescheid wusste. Deshalb sollen die Schmuggler die Bugklappe geöffnet und versucht haben die Lastwagen in die Ostsee zu befördern, was aber scheiterte. Stattdessen habe man das Schiff mit Torpedos versenken wollen. Diese Theorie ist allerdings nie bestätigt worden. Andere Spekulationen besagen, dass der russische Geheimdienst die Explosionen verursachte, um den Schmuggel zu unterbinden.

Weitere Ungereimtheiten, die Vertuschungen vermuten lassen, sind die Umstände, dass Unterwasservideos von Tauchern der Untersuchungskommission geschnitten wurden. Dies berichtete der "Spiegel". Außerdem gab es vor dem Untergang der "Estonia" mehrere Übungen auf dem Schiff, die eine Bombendrohung inszenierten. Der Alarmcode, der dazu über Lautsprecher kam, lautete "Mr. Skylight". Überlebende berichteten, dass genau dieses Codewort vor dem Untergang über die Lautsprecher kam – das Kommando, welches auch bei Feueralarm genutzt wurde.

Waren Drogen an Bord?

Eine weitere Spekulation: Drogenschmuggel. Das zumindest legt ein Bericht eines Ex-KGB-Agenten nahe. In dem "Felix-Report" genannten Bericht heißt es, dass große Mengen Heroin und 40 Tonnen Kobalt in zwei Lastern geschmuggelt wurden. Waren es die zwei Laster, die Augenzeugen zuvor gesehen hatten? Eine weitere Ungereimtheit: Kurz nach der Katastrophe waren acht Besatzungsmitglieder als Überlebende gemeldet worden. Zum Teil waren sie sogar in Fernsehaufnahmen zu sehen. Seitdem gab es aber kein Lebenszeichen mehr von ihnen. Später wurden sie für tot erklärt.

Mit den nun abgewiesenen Klagen in Frankreich bleiben viele dieser Rätsel und Mythen. Denn ein Erfolg der Kläger wäre wohl auch so etwas wie eine Klärung der Schuldfrage gewesen. Aber auch 25 Jahre nach dem Estonia-Unglück bleibt weiter unklar, wer oder was die 852 Menschen auf dem Gewissen hat.  

Quellen: Nachrichtenagenturen AFP und DPA, NDR, offizieller Untersuchungsbericht, www.theferry.fandom.com, "Spiegel" (1)"Spiegel" (2), "Spiegel" (3), "Spiegel" (4), www.globalresearch.ca, "New Statesman", SVT, "Helsingin Sanomat", NRK

CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.