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+++ Newsticker zum Germanwings-Absturz+++: Veranstalterin sagt Trauermarsch in Haltern ab

Fast eine Woche ist seit dem Absturz des Germanwings-Airbus in den französischen Alpen vergangen. Alle Neuigkeiten des Tages zum Nachlesen.

Bei dem Absturz des Germanwings-Flugs 4U 9525 kamen am Dienstag 150 Menschen ums Leben.

  • Nach bisherigen Ermittlungen soll der 27-jährige Copilot die Airbus-Maschine auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf mutwillig in ein Bergmassiv nordöstlich von Marseille gesteuert haben. Über die Motive des Mannes wird weiterhin gerätselt. Er soll vor seinem Arbeitgeber Germanwings eine Erkrankung verheimlicht haben und vor Jahren wegen Suizidgefährdung in Behandlung gewesen sein.
  • Genauere Erkenntnisse über das Geschehen im Cockpit vor dem Absturz erhoffen sich die Experten vor allem vom zweiten Flugschreiber. Dort sichern Bergungskräfte auch die sterblichen Überreste der Opfer des Absturzes. Rechtsmediziner arbeiten an der Identifizierung derer, die schon ins Tal gebracht wurden.

Die Ereignisse des Tages im stern-Newsticker

+++ 23.58 Uhr: Gute Nacht! +++

Liebe Leserinnen und Leser,

das war es mit den Neuigkeiten um den Absturz von 4U 9525 für heute. Sobald die Bergungsarbeiten wieder aufgenommen werden, melden sich die Kollegen der Frühschicht wieder.

Schlafen Sie gut!

Ihre stern-Redaktion

+++ 20.59 Uhr: Opfer-Identifizierung kann Monate dauern +++

Die Identifizierung der Opfer des Germanwings-Absturzes kann bis zu vier Monate dauern. Das schätzt der Leiter des zuständigen Kriminalinstituts der französischen Gendarmerie, François Daoust. "In Abhängigkeit von der Anzahl der Körperteile, die gefunden werden, kann der Zeitrahmen zwischen mindestens zwei und vier Monaten schwanken", sagte Daoust am Sitz des Instituts in Pontoise bei Paris. "Es ist besser im Rhythmus der Wissenschaft zu arbeiten als zu überstürzen und damit das Risiko einzugehen, sich bei der Identifizierung zu irren."

Nach Angaben des Institutschefs ist der Ausgang der Arbeiten unklar. "Wir können nicht versprechen, dass alle Opfer identifiziert werden können", sagte Daoust. Beim Absturz einer Maschine von Air Algérie in Mali im vergangenen Jahr habe das Institut 115 von 116 Opfern identifizieren können. "Den 116. konnten wir nicht identifizieren, weil wir nichts von ihm wiedergefunden haben."

+++ 20.22 Uhr: Veranstalterin sagt Trauermarsch ab +++

Ein für Ostersamstag in Haltern angekündigter Trauermarsch für die Opfer des Germanwings-Absturzes findet nun doch nicht statt. Die Anmelderin habe ihren Antrag wieder zurückgezogen, teilte die Polizei Recklinghausen am Montagabend mit. Erst am Vormittag hatte nach Polizeiangaben die Privatperson einen Trauermarsch mit 2000 bis 2500 Teilnehmern in Haltern angemeldet. Die Absage habe sie unter anderem damit begründet, dass die Angehörigen der Opfer nach dem für Mittwoch geplanten Gottesdienst in Haltern ein Recht darauf hätten, zur Ruhe zu kommen.

+++ 20.20 Uhr: Versicherer rechnet wohl mit hohen Entschädigungen +++

Wegen möglicher Schadensersatzforderungen soll das Versichererkonsortium der Lufthansa-Gruppe 300 Millionen Dollar (275 Millionen Euro) an Rückstellungen gebildet haben. Zu diesem Schritt habe sich das von der Allianz angeführte Konsortium Ende vergangener Woche entschlossen, erfuhr das "Handelsblatt" aus Versichererkreisen. Das sei fast das Doppelte der üblicherweise kalkulierten Summe.

In der Regel werde in der Luftfahrt im Todesfall pro Passagier mit einer Entschädigung von einer Million US-Dollar kalkuliert, im Fall von Flug 4U 9525 wären das 150 Millionen Dollar. Hinzu kommen die Kosten für das Flugzeug, das in diesem Fall mit 6,5 Millionen Dollar versichert gewesen sein soll, heißt es in dem Bericht weiter. Dass die Assekuranzen nun deutlich mehr Geld zurückstellten, lasse den Schluss zu, dass sie mit langwierigen und teuren Entschädigungsprozessen rechneten. Lufthansa wollte den Bericht demnach nicht kommentieren.

Vor allem US-Bürger dürfen vor US-Gerichten auf Schadensersatz klagen; an Bord waren drei Staatsbürger aus den USA. Sollten Angehörige der Opfer die Fluggesellschaft tatsächlich verklagen, müsste Lufthansa glaubhaft machen, dass sie das Unglück nicht habe verhindern können.

+++ 20.16 Uhr: Suche für die Nacht eingestellt +++

In den französischen Alpen ist die Suche nach Opfern des Germanwings-Absturzes für die Nacht erneut unterbrochen worden. Mit der Dämmerung seien die Arbeiten ausgesetzt worden, heißt es bei der zuständigen Gendarmerie in Seyne-les-Alpes. In dem schwer zugänglichen Gebiet sichern nachts Spezialeinsatzkräfte die Absturzstelle. Am Dienstag soll die Aktion fortgesetzt werden.

+++ 19.06: Ärztliche Schweigepflicht nicht vorschnell lockern +++

Angesichts der Debatte über die ärztliche Schweigepflicht nach dem Germanwings-Absturz warnt die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Andrea Voßhoff, vor verfrühten Entscheidungen. "Das Flugzeugunglück und die bislang bekannt gewordenen Hintergründe dürfen nicht in voreilige Forderungen zur Lockerung des Datenschutzes münden", sagte Voßhoff dem "Tagesspiegel". So lange nicht alle Informationen ausgewertet worden seien, "wäre es verfehlt, den hohen Schutz, welchen gerade Gesundheitsdaten zu Recht genießen, in Frage zu stellen". Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, warnte: "Die ärztliche Schweigepflicht ist ebenso wie das verfassungsrechtlich geschützte Patientengeheimnis ein hohes Gut und für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ein Menschenrecht."

+++ 16.49 Uhr: Lufthansa äußert sich nicht zur Krankengeschichte des Copiloten +++

Die Lufthansa äußert sich nicht inhaltlich zu den neuen staatsanwaltschaftlichen Erkenntnissen über die Krankengeschichte des Copiloten. "Wir haben die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis genommen. Zu Erkenntnissen über eine psychotherapeutische Behandlung oder etwaige Arztbesuche können wir uns nicht äußern", sagt eine Sprecherin der Fluggesellschaft. Die ärztliche Schweigepflicht gelte auch gegenüber dem Arbeitgeber. Die Sprecherin bekräftigt, Piloten würden vor Erteilung der Lizenz einem Gesundheitscheck unterzogen. Diese flugmedizinische Tauglichkeitsprüfung werde alle zwölf Monate wiederholt. Dabei werde auch auf mentale Auffälligkeiten geachtet.

+++ 16.11 Uhr: Geplante Jubiläumsfeier der Lufthansa fraglich +++

Germanwings-Mutterkonzern Lufthansa stellt die geplante Feier zu seinem 60. Jubiläum auf den Prüfstand. "Ob und in welcher Form eine Feier stattfindet, prüfen wir derzeit", erklärt ein Sprecher. Ursprünglich wollte die Fluggesellschaft am 15. April auf ihre Unternehmensgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg zurückblicken. Den Absturz des Germanwings-Airbus in Südfrankreich hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr als "schwärzesten Tag in der 60-jährigen Geschichte unseres Unternehmens" bezeichnet.

+++ 15.40 Uhr: Motiv des Copiloten für die Ermittler weiter unklar +++

Laut Staatsanwaltschaft gibt es weder aus seinem familiären Umfeld noch aus seiner Arbeitsumgebung Hinweise auf die Motivlage von Andreas L., dessen Krankschreibung zum Flugzeitpunkt aufgrund der sichergestellten Dokumente und Dateien allerdings bestätigt werden könne. Nach wie vor fehle es aber "sowohl an der belegbaren Ankündigung einer solchen Tat als auch an einem aufgefundenen Tatbekenntnis", so die Staatsanwaltschaft. Die entsprechenden ärztlichen Dokumentationen weisen bislang zudem keine organische Erkrankung aus, heißt es.

+++ 15.20 Uhr: Staatsanwaltschaft: Copilot war suizidgefährdet +++

Nach Angaben der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft war Copilot Andreas L. selbstmordgefährdet. Vor einigen Jahren war Andreas L. noch vor Erlangung seines Pilotenscheins in psychotherapeutischer Behandlung - wegen möglicher Suizidgefährdung. In letzter Zeit hätten "weitere Arztbesuche mit Krankschreibungen stattgefunden, ohne dass Suizidalität oder Fremdaggressivität attestiert worden ist".

+++ 14.49 Uhr: Ärztliche Schweigepflicht gilt über den Tod hinaus +++

Die Umstände des Absturzes haben auch die ärztliche Schweigepflicht in die Diskussion gebracht: Sollen Ärzte die Arbeitgeber ihrer Patienten von einer Erkrankung informieren dürfen, wenn davon bestimmte Risikoberufe betroffen sind? Nach geltendem Recht dürfen Ärzte ihre gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtung zur Verschwiegenheit nur in selten Notfällen brechen und etwa Angehörige oder Behörden über Gefahren informieren, die von einem uneinsichtigen Patienten ausgehen. Diese Verschwiegenheit gilt auch über den Tod hinaus. Nach Angaben der Bundesärztekammer dürfen Ärzte die Schweigepflicht aber in Notfällen brechen und sich auf Paragraf 34 des Strafgesetzbuches über den sogenannten rechtfertigenden Notstand zur Abwehr von Gefahren berufen, die von einem uneinsichtigen Patienten ausgehen. Voraussetzung für solch einen Bruch der Schweigepflicht ist der Bundesärztekammer zufolge aber immer, dass der Arzt zuvor ohne Erfolg versucht hat, seinen Patienten "von der Herbeiführung der Gefahrensituation abzuhalten".

+++ 14.29 Uhr: Blackbox sendet gar keine Funksignale +++

Bei der Suche nach dem Flugdatenschreiber der abgestürzten Germanwings-Maschine setzen die Ermittler auf akribische Suche statt auf Funksignale. "Die Geräte senden nur bei Kontakt mit Wasser", erläutert Jens Friedemann von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). In den Alpen sende der Datenschreiber also gar keine Funksignale. Die BFU ist mit sieben Personen an den Untersuchungen des Absturzes beteiligt - fünf davon in Frankreich. Sie werden den Schreiber gemeinsam mit ihren französischen Kollegen auswerten, sobald er gefunden ist.

+++ 14.01 Uhr: Schlechtes Wetter verhindert Hubschrauber-Einsatz +++

Wie die Polizei in Seyne-les-Alpes mittteilt, können die Hubschrauber den Absturzort derzeit wegen schlechten Wetters nicht anfliegen. Die Einsatzkräfte können die Unglücksstelle nur über den Landweg erreichen. Mit Spezialfahrzeugen wird eine Straße errichtet, die den Zugang erleichtern soll.

+++ 12.52 Uhr: Trauermarsch in Haltern am Samstag +++

Mit einem Trauermarsch soll am Karsamstag (4. April) im westfälischen Haltern der Opfer der Flugzeug-Katastrophe in den südfranzösischen Alpen gedacht werden. Eine Privatperson habe die Veranstaltung mit vorerst geschätzten 2000 bis 2500 Teilnehmern angemeldet, sagte eine Polizeisprecherin in Recklinghausen am Montag. Die Polizei stehe mit anderen Behörden in Kontakt, um die Details abzusprechen, etwa die genaue Route oder die Zahl der nötigen Ordner. Bereits am Mittwoch (1. April) ist in der St.-Sixtus-Kirche in Haltern am See ein öffentlicher ökumenischer Trauergottesdienst geplant. Am 17. April soll es einen staatlichen Trauerakt im Kölner Dom geben.

+++ 12.22 Uhr: Betreuungszentrum so lange wie nötig offen +++

Die Fluggesellschaft Germanwings will ihr Betreuungszentrum für Angehörige der Opfer des Airbus-Absturzes in den französischen Alpen so lange wie nötig offen halten. Das sagte Germanwings-Geschäftsführer Oliver Wagner am Montag nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers in Marseille. In einem Hotel der Mittelmeer-Metropole kümmern sich seit Samstag 90 Mitarbeiter um die Angehörigen, die zur Absturzstelle reisen wollen.

+++ 11.41 Uhr: Krankenakte des Copiloten bei der Staatsanwaltschaft +++

Das Uniklinikum Düsseldorf hat am Montag der Staatsanwaltschaft seine Krankenakten des Copiloten der abgestürzten Germanwings-Maschine übermittelt. Das erklärt eine Klinik-Sprecherin. Der 27-Jährige, der nach bisherigen Erkenntnissen den Airbus mit 150 Menschen an Bord absichtlich abstürzen ließ, war vor einigen Wochen als Patient an das Uniklinikum gekommen. Dabei geht es den Angaben zufolge um "diagnostische Abklärungen", die aber nicht näher erläutert werden. Auch bleibt unklar, in welcher der vielen Abteilungen der Copilot untersucht wurde. Zwischen Februar 2015 und dem 10. März war der Mann mindestens drei Male vorstellig geworden. Das Klinikum hatte Berichte dementiert, wonach "Andreas L. wegen Depressionen in unserem Haus in Behandlung gewesen sei". Die Übergabe der Akten war ursprünglich für Freitag angekündigt worden.

+++ 11.35 Uhr: Düsseldorfer Polizei setzt Soko "Alpen" ein +++

Unter dem Namen "Alpen" hat die Düsseldorfer Polizei eine mehr als hundertköpfige Sonderkommision gebildet. Wie die "Rheinische Post" berichtet, sollen die Ermittler nicht nur die Lebensumstände des Copiloten Andreas L. beleuchten, sondern auch landesweit Indizien sammeln, um die deutschen Opfer des Absturzes zu identifizieren.

+++ 10.55 Uhr: "Das ist unsere größte Krise" +++

Germanwings-Geschäftsführer Oliver Wagner sagt auf der Pressekonferenz des Unternehmens in Marseille: "Das ist unsere größte Krise." Er spricht von einem Unfall, den es in diesem Ausmaß bei Germanwings noch nicht gegeben habe.

+++ 10.05 Uhr: Flugschreiber sendet möglicherweise kein Signal +++

Die Suche nach dem Flugdatenschreiber geht weiter, die Ermittler erhoffen sich von ihm weitere wichtige Informationen - aber Experten zeigen sich pessimistisch, was die Bergung betrifft. Lufthansa-Manager Kay Kratky befürchtet, dass der Aufprall des Flugzeugs auf das Bergmassiv mit 800 Stundenkilometern zu stark war: "Es könnte sein, dass die Belastung hier zu groß war und er keine Signale sendet." Stéphane Laout von der Hochgebirgsgendarmerie aus Grenoble sagt: "Wenn sie selbst nicht vollständig zerschmettert wurde, liegt die Blackbox unter Schutt oder Trümmerteilen. Aber es gibt kaum Trümmer, unter denen nicht eine Leiche liegt. Und wenn das der Fall ist, müssen wir äußerst vorsichtig vorgehen, um sie einzuwickeln und so gut wie möglich zu erhalten. Das kostet zusätzliche Zeit."

+++ 9.40 Uhr: Widersprüchliche Angaben zur Krankenakte des Copiloten +++

Die Lufthansa hatte nach einem Pressebericht keine Kenntnis von einem medizinischen Zusatzvermerk in den Lizenz-Akten des Germanwings-Copiloten beim Luftfahrtbundesamt (LBA). Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Das LBA hatte in der vergangenen Woche Medienberichten zufolge bestätigt, dass bei ihm eine Pilotenlizenz und ein Tauglichkeitszeugnis des Unglücks-Piloten Andreas L. vorlägen. Darin gebe es den Hinweis "SIC", der auf eine regelmäßige medizinische Untersuchung hinweise. Genaues zu den zugrundeliegenden Diagnosen gehe aus Gründen des Datenschutzes aus den LBA-Unterlagen allerdings nicht hervor. Das bleibe allein in der Verantwortung der Ärzte. Der "Welt" zufolge müsste der entsprechende Hinweis auf die medizinischen Untersuchungen auch in dem "Medical" genannten medizinischen Tauglichkeitszeugnis vermerkt sein, das die Fluggesellschaft "auf jeden Fall erhalten soll". Weder LBA noch Lufthansa wollten sich wegen der laufenden Ermittlungen dazu äußern.

+++ 9.00 Uhr: DNA von mehr als der Hälfte der Opfer gesichert +++

Am Absturzort wurde bislang DNA von gut der Hälfte der 150 Opfer gesichert. Man habe "78 unterschiedliche DNA-Spuren" identifiziert, sagte Staatsanwalt Brice Robin. Um 9.30 Uhr will Germanwings auf einer Pressekonferenz in Marseille über das neue Betreuungszentrum für die Angehörigen der Opfer informieren.

+++ 7.56 Uhr: Retter setzen Suche im Absturzgebiet fort +++

In den französischen Alpen geht die Suche nach Opfern des Germanwings-Absturzes weiter. Die Arbeiten waren über Nacht unterbrochen worden. Die Retter konzentrieren sich neben der Bergung der Leichen vor allem auf die Suche nach dem zweiten Flugschreiber des Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings. Er soll weitere Erkenntnisse zum Geschehen vor dem Absturz liefern.

+++ 7.38 Uhr: Auch Australien besteht auf doppelte Cockpit-Besatzung +++

Als Konsequenz aus dem Germanwings-Absturz hat Australien für seine Fluggesellschaften die ständige Anwesenheit von zwei Crew-Mitgliedern in den Cockpits angeordnet. Die Vorschrift "Rule of two" gelte ab sofort für alle Inlands- und Auslandsflüge, teilte Vize-Ministerpräsident Warren Truss mit. Betroffen sind unter anderem Qantas, Jetstar, Virgin Australia und Tigerair Australia.

+++ 4.04 Uhr: "Ärztliche Schweigepflicht lockern" +++

Vor dem Hintergrund der Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen hat der CDU-Verkehrsexperte Dirk Fischer eine Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht für sensible Berufe angeregt. Piloten müssten "zu Ärzten gehen, die vom Arbeitgeber vorgegeben werden", zitierte die "Rheinische Post" den Politiker. Diese Ärzte müssten "gegenüber dem Arbeitgeber und dem Luftfahrtbundesamt von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden sein".

+++ 4.00 Uhr: Polizei gründet Soko "Alpen" +++

Laut der Rheinischen Post bildet die Düsseldorfer Polizei eine Sonderkommission mit dem Namen "Alpen", die die Lebensumstände des Copiloten Andreas L. ermitteln sowie in ganz Deutschland Indizien sammeln soll, um die mehr als 70 deutschen Opfer des Unglücks zu identifizieren.

+++ 3.45 Uhr: Wo ist die zweite Blackbox? +++

Fast eine Woche nach dem Absturz bleibt der zweite Flugschreiber der Maschine unauffindbar. Lufthansa-Manager Kay Kratky verwies auf eine mögliche Beschädigung des Geräts. Das Flugzeug sei mit Tempo 800 und damit mit unvorstellbarer Wucht an dem Bergmassiv nordöstlich von Marseille zerschellt, sagte Kratky in der ARD-Talkshow "Günther Jauch". "Es könnte sein, dass die Belastung hier zu groß war und er keine Signale sendet." Die Ermittler erhoffen sich von den auf dem Flugschreiber gespeicherten Daten Aufschluss darüber, was an Bord des Airbus geschah, bevor er mit 150 Menschen an Bord zerschellte.

+++ 3.40 Uhr: Bergungsarbeiter errichten Behelfsstraße +++

Eine provisorische Straße soll die Arbeiten an der Absturzstelle des Germanwings-Airbus in den französischen Alpen erleichtern. Der Weg in der Nähe des Örtchens Seyne-les-Alpes könnte Montagabend fertig sein und soll vor allem ermöglichen, schwereres Bergungsgerät in die Region zu bringen. Bisher werden Ermittler und Bergungskräfte tagsüber mit Hubschraubern in das unwegige Gebiet gebracht.

nik/tim/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters